Siegfried Bernfeld: Die Menschheit ist nicht, sie soll erst werden

„Die Menschheit verlangt die Assimilation der Juden, die Auflösung ihrer nationalen Sonderart und -existenz.“ Auf diese Formel läßt sich das mannigfaltige Gewirre sehr klarer und sehr unklarer Argumente reduzieren, die bei jeder Erörterung der Judenfrage im Kreis der akademischen Jugend den nationalistischen Sprecher umschwirren. „Ich will mich der größeren Idee der Menschheit, dem Allgemein-menschlichen widmen, nicht dem kleinlichen Ideal des Volkes.“ Das ist die Grundlage, auf der unzählige Einzelne ihre persönliche Entscheidung aufbauen…

Mehr …

Israelische Entwicklungshilfe: Frauen gehören auf die Führungsebene

Israel hat einen großen Einfluss auf die frühkindliche Erziehung in Nepal, erklärt Yvonne Lipman, Sprecherin des „Golda Meir Mount Carmel Trainings Centers“ (MCTC), das nach der ersten und bisher einzigen Ministerpräsidentin des Staates Israel benannt ist…

Mehr …

Strenge und Toleranz: Forscher ermitteln in 33 Ländern

Ein internationales Forscherteam hat untersucht, warum manche Gesellschaften toleranter sind als andere. „Beispielsweise ist das Essen im Freien oder das Lachen im Freien in vielen Kulturen tabuisiert“, sagt Manfred Schmitt, Professor für Persönlichkeitspsychologie an der Universität Koblenz-Landau, in einem pressetext-Gespräch. Das toleranteste der 33 untersuchten Länder ist die Ukraine. Das strengste Land ist Pakistan…

Mehr …

UNESCO und Israel: Engere Zusammenarbeit beschlossen

Die Generalsekretärin der UNESCO, Irina Bokova, hat sich bei ihrem ersten offiziellen Israel-Besuch am 29. und 30. Mai mit Präsident Shimon Peres, Wissenschaftsminister Daniel Hershkowitz, Bildungsminister Gideon Sa’ar, Kultur- und Sportministerin Limor Livnat, den Bürgermeister von Haifa, Yona Yahav, sowie Botschafter Eviatar Manor von der Abteilung für die UN und internationale Beziehungen im israelischen Außenministerium getroffen…

Mehr …

Psychoanalyse und Geschichte: Über die antisemitische Volksgemeinschaft

Gegenwärtige wie vergangene gesellschaftliche Prozesse sind ohne eine sozialpsychologische Perspektive nicht umfassend zu verstehen. Dies gilt insbesondere für irrationale, totalitäre Massenbewegungen wie den Nationalsozialismus und seine historischen Nachwirkungen. Warum folgten Millionen Deutsche einem autoritären Führer und seinen menschenverachtenden ideologischen, gesellschaftspolitischen und militärischen Zielen? Warum ordnen sich Menschen in destruktiv ausgerichtete imagined communities wie der nationalsozialistischen »Volksgemeinschaft« ein und nach welchen sozialen und psychischen Mechanismen erfolgt diese Einordnung? Wie war es möglich, dass zahlreiche Mitglieder dieser Volksgemeinschaft die von der Propaganda der Nationalsozialisten zum Feind erklärten Minoritäten ohne größere Widerstände verfolgten und ermordeten?…

Mehr …

Islam heute: Bevölkerung und Bildung

Ein weiteres Problem, dessen Lösung indes allein in den Händen der Muslime selbst liegt, ist das Problem der Überbevölkerung. Selbst wenn es in diesem Bereich je nach Kultur gewisse Schwankungen geben kann, so folgen doch alle muslimischen Länder der globalen Entwicklung des sogenannten »demographischen Übergangs«…

Mehr …

Abstriche machen: Die Demokratie ist kein Auto

Ich hoffe, zumindest ein Teil der amerikanischen Führung hat verstanden, dass die Demokratie keine Exportware ist wie es Autos, Flugzeuge, Waffen, Medikamente oder Lebensmittel sind. Wer dies noch nicht gelernt hat, wird sich die schmerzliche Wahrheit in Zukunft verinnerlichen müssen. Schließlich ist sie in unserer Welt wie in der der jungen Vereinigten Staaten von herausragenden Lehrmeistern jedem, der sie hören wollte, vermittelt worden…

Mehr …

Begegnungen zwischen der Histadrut Hamorim und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

Seit 1968 begegnen sich deutsche und israelische Pädagogen im Rahmen regelmäßiger Lehrerseminare. Diese werden von den Gewerkschaften GEW und der Histadrut Hamorim organisiert. Den Weg zu diesen Begegnungen ebneten lange, zunächst mit Skepsis verbundene Verhandlungen, denn eine deutsch-israelische Begegnung bedeutet auch immer Begegnungen mit der Shoah – gemeinsame Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen, die Deutsche an Juden verübt haben…

Mehr …