Christlicher Antijudaismus: „Hostienschändung“ in deutschen Nachschlagewerken

Neben Ritualmordvorwürfen stellten Beschuldigungen Hostienschändung begangen zu haben die ‚Lieblings‘-Anklagen mitteleuropäischer Christen ihren jüdischen Mitbürgern gegenüber dar. Zwar entbehrten beide Unterstellungen jedweder Grundlage, dennoch bediente sich die christliche Mehrheit über mehrere Jahrhunderte hinweg dieser primitiven Konstrukte, um sich scheinbar legal, denn weder von weltlichen noch von geistlichen Potentaten waren gewöhnlich Sanktionen zu erwarten, und ohne größeren Aufwand den materiellen Besitz der Angehörigen der Minderheit aneignen zu können bzw. um andere sonst durch einen gewissen sittlichen Kodex der Gemeinschaft verhinderte Straftaten zu begehen…

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Der Koran und die Juden (3): Moses und die Israeliten

In Abrahams Begleitung tritt sein Neffe Lot auf. Der Koran übergeht ihn nicht, sondern berichtet pflichtgemäß, wie er sein Volk wiederholt zur Umkehr ermahnt. Als es nicht hört, werden die Sünder vernichtet, als einzige gerettet werden Lot und seine Familie, außer seiner Frau, „die sich versäumte“ (Sure 7,81). Gemäß 1. Mose 19,26 verhielt sich die Sache mit Lots Frau dagegen so: „Da schaute sein Weib hinter ihm und war eine Salzsäule.“…

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Ende der Schonzeit? Messianische Juden in Deutschland

Im Nachgang zur päpstlich-katholischen Regression in den christlich-jüdischen Beziehungen muss wieder neu daran erinnert werden, dass die Juden in Europa von den christlichen Großkirchen jahrhundertelang bedrängt und verfolgt wurden – jedenfalls solange, wie sich die Angehörigen der jüdischen Gemeinschaft zu ihrem Judentum bekannten und den hartnäckigen Konversionsversuchen der Mehrheitsreligion widerstanden. So erwies sich das Wort vom Kreuz für die Juden nicht als „Skandalon“ im Sinne von l. Kor. 1, 23, sondern als Symbol des Schreckens: Bis heute ist die traumatische Erfahrung der Juden mit der kirchlich entstellten Botschaft Jesu – ungeachtet christlich-jüdischer Dialogbemühungen nach Auschwitz – tief eingebrannt in ihre kollektive Erinnerung…

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Yossi Beilin: Über Juden in einer Welt von Nichtjuden

Nachdem Präsident Obama es sich vorgenommen hat, den Krieg gegen den Islam zu beenden, haben einige Stellen in Israel allem Anschein nach beschlossen, dem Christentum den Krieg zu erklären. Immerhin sind die unmittelbaren Feinde ja zu klein und zu langweilig, und hier bietet sich eine globale Herausforderung, die mit dem Bild übereinstimmen, das wir uns selbst von uns machen…

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Wer ist schuldig am Tode Jesu: Wurzeln des Misstrauens

„Der Abscheu gegenüber dem Christentum ist ein integraler Bestandteil des jüdischen Bewusstseins… Ein Dialog zwischen Christentum und Judentum ist nur zwischen Juden und Christen möglich, die sich von ihrer Religion abgewandt haben“. Diese Worte stammen nicht von den Oberrabbinern Israels, die gestern den Empfang von Papst Benedikt XVI boykottiert haben, jedoch heute mit ihm zusammentreffen. Auch nicht von den vier Schass-Ministern oder Knessetpräsident Rivlin, die den Besuch boykottieren…

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Ritualmord: Woher stammt der moslemische Antisemitismus?

Als der Syrische Präsident, Bashar Assad, Papst Johannes Paul II im Jahre 2001 traf, überrumpelte er das Kirchenoberhaupt mit seiner Bemerkung über die Juden: „[…] sie wettern gegen alle Prinzipien göttlicher Überzeugungen mit der gleichen Geisteshaltung, mit der sie Jesus Christus betrogen und gepeinigt haben und mit der sie versuchten, den Propheten Mohammed zu verleumden.“…

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