Deutschland – Israel: Wiedergutmachung für den Holocaust

Seit ihrer Gründung im Jahre 1949 übernimmt die Bundesrepublik Deutschland die Verantwortung für die Leistung von „Wiedergutmachung“ für die im Verlauf des Nationalsozialismus begangenen Verbrechen, insofern eine Wiedergutmachung möglich ist. Durch die aktive Auseinandersetzung mit dem Erbe des Hitler-Regimes schuf die Bundesrepublik einen Präzedenzfall für die Gesetzgebung und Implementierung eines umfassenden Systems der Entschädigung…

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Vom jugendlichen Zionisten zum selbstbewussten Diasporajuden

Es ist mehr als vierzig Jahre her, dass ich, ein 1947 in der Schweiz geborener, im westlichen Nachkriegsdeutschland aufgewachsener Jude, meinen Versuch, Israeli zu werden – damals hieß das »auf Alija gehen« – abgebrochen habe und nach Deutschland zurückgekehrt bin…

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Ritualmordvorwürfe: „Die Blutanklage von Damaskus und ihre Folgen. 1840-1848“ von Heinrich Graetz (Teil I)

Erneut beziehe ich mich auf den bei haGalil kürzlich veröffentlichten Aufsatz zur Ritualmordbeschuldigung von Damaskus von Dr. Yaron Harel von der Bar-Ilan Universität, den ich mit einem kommentierten Kapitel aus der „Volkstümlichen Geschichte der Juden“ von Heinrich Graetz ergänzen möchte. Die Ausführungen dieses bedeutenden jüdischen Historikers des 19. Jahrhunderts enthalten nicht nur wertvolle Hintergrundinformationen zu dem Ereignis selbst, sondern sie zeigen darüberhinaus noch welch weitreichende Auswirkungen dieser spezielle Fall für die Emanzipation der Juden, auch über die Grenzen Europas hinaus, hatte. Mein Beitrag behandelt in seinem ersten Teil die unmittelbar mit der Damaskus-Affäre verbundenen Vorgänge, während der zweite den weiteren Entwicklungen und Folgen gewidmet sein soll…

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Lanzmanns Film in Hamburg: Warum Israel?

Schon um 18 Uhr hatte sich am Montagabend eine lange Schlange vor einem alten Hamburger Bunker gebildet. Viele mussten wegen Überfüllung den Rückzug antreten. Im Popclub »Uebel & Gefährlich« war jeder Platz besetzt und auch um die Theken drängten sich die Menschen. Zu sehen war der Film »Warum Israel«…

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Haiti und das antisemitische Nachbeben im Web

Es gibt da eine alte Geschichte. Der Kaiser reitet in die Stadt ein. Alle Untertanen, auch die Juden, verbeugen sich. Der Kaiser lässt daraufhin die Juden auspeitschen. Auf Nachfrage erklärt er: „Die Juden verneigen sich nur vor ihrem Gott. Wenn sie sich also vor mir verneigen, dann nicht um mir die notwendige Ehre zu erweisen, sondern um sich über mich lustig zu machen.“ Am nächsten Tag reitet der Kaiser wieder in die Stadt ein. Alle Untertanen – außer den Juden- verneigen sich. Daraufhin lässt der Kaiser die Juden erneut auspeitschen. Schließlich hat man sich vor dem Kaiser zu verneigen. Was lehrt die Geschichte?…

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Ein Attentat und seine Folgen – ein Streifzug durchs Netz

Die eigentliche Nachricht ist schon einige Tage alt: Umar Faruk Abdul Mutallab hatte am ersten Weihnachtsfeiertag versucht, in einem voll besetzten Airbus der US-Gesellschaft Delta kurz vor der Landung in Detroit einen in seiner Unterhose versteckten Sprengsatz zu zünden, war dabei aber von Passagieren überwältigt worden. Während man nur spärliche Informationen über die Hintergründe des vereitelten Attentats lesen konnte, hat man im Internet den eigentlichen Drahtzieher des Anschlags längst festgemacht: das „internationale Judentum und seine Marionette, die USA“…

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Es war das Teeservice – und nicht Frau Göring

Während der Rowohlt-Verlag an der deutschen Übersetzung für die Herausgabe der Claude Lanzmann Autobiographie „Der patagonische Hase“ arbeitet, hat „Die Zeit“ einen Streit um die Deutungshoheit sowohl über Claude Lanzmann als auch sein Werk begonnen (IDF, Shoah, Pourquoi Israel, u.a.) und stellt in einem am 11. Januar online erschienen Artikel infrage, inwieweit Lanzmann es mit der Wahrheit genau genug nimmt…

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