Jom Kipur 1973 – 2012: Die große Unterlassung

ICH SITZE hier, um diesen Artikel auf die Minute genau zu schreiben , als vor 39 Jahren die Sirenen zu heulen anfingen. Eine Minute vorher herrschte totale Ruhe so wie jetzt. Kein Verkehr, keine Aktivitäten auf der Straße, wenn man von ein paar radelnden Kindern absieht. Yom Kippur, der heiligste Tag für Juden, herrschte absolut. Und dann …

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Der entfesselte Mob

Die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton war fassungslos. Die Ermordung des Botschafters Chris Stevens in Libyen passte nicht in ihr Weltbild. Die Libyer hätten doch „dankbar“ sein müssen, dass Amerika sie vom Diktator Muammar Ghaddafi erlöst und die Stadt Benghasi vor Zerstörung bewahrt habe…

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Die jüdische Nakba

Die Initiative von Vize-Außenminister Danny Ayalon, das Thema der jüdischen Flüchtlinge, die die arabischen Staaten verlassen mussten, ins öffentliche Bewusstsein zu bringen, trifft erwartungsgemäß auf wütende arabische Reaktionen. Unter anderem werden Behauptungen laut, es handele sich bei den jüdischen Flüchtlingen um eine „Erfindung“…

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Das Jahr 2011 in der arabischen Welt: Ein Wandel, an den wir glauben können

Prinz Hassan bin Talal von Jordanien blickt zurück auf das Jahr des sogenannten „Frühlingserwachens“ in der arabischen Welt und fordert eine Grundrechte-Charta für die Region, die alle Formen von Diskriminierung ächtet…

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Die Rechte jüdischer Flüchtlinge sind ein ungelöstes Menschenrechtsproblem

Refael Bigio erinnert sich nur zu gut an den Moment im Jahr 1962, als das Regime des ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser das Eigentum seiner –Refael Bigios– Familie beschlagnahmte. Die Polizei hatte den Abfüllbetrieb der Familie Bigio in der Aswan-Straße Nummer 14 im Kairoer Viertel Heliopolis abgeriegelt. Und ein Polizist blaffte Bigio und dessen Vater an: „Händigen Sie die Schlüssel aus!“…

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haTikva und der Oberste Gerichtshof: Arabischer Richter, jüdische Worte

Bei der Zeremonie zum Wechsel an der Spitze des Obersten Gerichtshofes hat ein Fernsehteam mit der Kamera eingefangen, wie der arabische Oberste Richter Salim Joubran die Nationalhymne „HaTikva“ nicht mitgesungen hat. Joubran wurde daraufhin in den Medien und auch in der Öffentlichkeit, z.B. vom Außenminister Lieberman, scharf angegriffen. Er hat aber auch von verschiedenen Seiten Unterstützung erfahren…

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Jordanische Option: Des Königs Rede

Mitte der 80er-Jahre übermittelte mir ein deutscher Diplomat eine überraschende Botschaft. Ein Mitglied der jordanisch-königlichen Familie würde mich gerne in Amman sprechen. In jener Zeit war Jordanien offiziell noch im Kriegszustand mit uns. Irgendwie erhielt ich eine offizielle Erlaubnis von der israelischen Regierung. Die Deutschen versahen mich großzügig mit einem Pass, der streng genommen nicht ganz in Ordnung war, und so kam ich mit einigem Augenzwinkern in Amman an und wurde im besten Hotel untergebracht…

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Diplomatie nach dem Arabischen Frühling

Der ehemalige spanische Ministerpräsident Jose Maria Aznar hat in einem Artikel für CNBC am 8. Dezember etwas bemerkenswertes festgestellt: Abdul Hakim Belhadj, einer der libyschen Oppositionsführer, die nach dem Fall Gaddafis aufgestiegen sind, war 2004 an den Anschlägen auf die Madrider Vorortzüge beteiligt, bei denen 192 Menschen getötet und mehr als 2000 Menschen verletzt wurden…

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