Was die Saudis beabsichtigt haben

Die arabische Friedensinitiative hat in Israel eine regelrechte Interpretationsindustrie erzeugt: Es gibt solche, die in ihr eine Verhandlungsgrundlage sehen und daher meinen, dass Israel sie sich zu eigen machen sollte; und solche, die in ihr nur eine neue Formulierung der traditionellen arabischen Positionen erkennen, die Israel erst akzeptieren müsse, bevor über andere Themen wie eine Normalisierung und das Flüchtlingsproblem verhandelt würde…

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Regenrekord zum Neujahrsfest

Das jüdische neue Jahr hat mit einem Regenrekord begonnen: Am vergangenen Wochenende fiel ungewöhnlich starker Niederschlag. Die Menge entsprach laut der Wasserbehörde etwa dem durchschnittlichen Regen für die Monate September und Oktober zusammen. Das stürmische und nasse Wetter hielt viele Israelis jedoch nicht davon ab, die Feiertage in der Natur zu verbringen…

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Buchpräsentation: WIR – Der Jüdische Kulturverein Berlin

In der Debatte über die vergangenen 20 Jahre, das Ende der DDR und den Neubeginn BRD sucht man fast vergebens einen originären jüdischen Beitrag. Unser kleines, durch die Rosa Luxemburg Stiftung gefördertes und im Wellhöfer-Verlag Mannheim erschienenes Buch fasst nachdenkliche Texte über ein sich selbst organisierendes und verwaltendes jüdisches Vereinsleben zwischen 1989 und 2009 in Ost- und später Gesamtberlin exemplarisch zusammen…

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Israel erklärt Menschenrechtlern den Krieg

Internationale und israelische Menschenrechtsorganisationen veröffentlichen fast wöchentlich Reports über das militärische Vorgehen Israels. Die Liste israelischer Kriegsverbrechen enthält „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“, Völkermord, ethnische Säuberung, Rassismus, Schikane und Kollektivstrafen. Einen Höhepunkt setzte der Goldstone-Report der UNO zu Kriegsverbrechen während des Gazakriegs. Richter Richard Goldstone verglich Israel mit Darfur, wo Hunderttausende ermordet und Millionen zu Flüchtlingen wurden…

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Rückblick: Faßbinder-Premiere in Tel Aviv

„Seit 1985 sind alle Versuche gescheitert, Rainer Werner Fassbinders „Der Müll, die Stadt und der Tod“ auf die Bühne zu bringen. Der Grund: Antisemitismus-Vorwürfe.“ Das schrieb „Die Welt“ am 9. September. Theater Mülheim versuche sich nun an dem Skandalstück. „Kann das gut gehen?“ fragt das Blatt weiter. Inzwischen hagelt es Proteste, vor allem des Zentralrats der Juden in Deutschland. Die Angabe, dass das Stück seit 1985 nicht auf die Bühne gebracht worden sei, stimmt nicht ganz. Vor genau 10 Jahren, im April 1999, wurde es ausgerechnet in Tel Aviv uraufgeführt. Im Nachfolgenden meine Reportage von damals…

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Israel empört über Goldstone-Report

Der Goldstone-Report der UNO zum Gazakrieg vom Frühjahr unterscheidet nicht zwischen dem Aggressor und einem sich verteidigenden Staat. Deshalb „mockiert er sich über die Geschichte“, heißt es in einer Erklärung des israelischen Staatspräsidenten Schimon Peres. „Krieg ist ein Verbrechen. Der Aggressor ist ein Verbrecher. Wer jedoch Selbstverteidigung übt, hat keine Wahl“, heißt es da weiter. Der Report legitimiere de facto terroristische Initiativen und ignoriere die Pflicht und das Recht eines jeden Staates, sich zu verteidigen, wie es die UNO ausdrücklich festgeschrieben habe…

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