Der zweite Morgen

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Kräfte des Heimatfrontkommandos in Tel Aviv nach dem Einschlag, Foto: IDF Spokesperson

Es ist der zweite Morgen nach dem Präventivschlag der USA und Israels gegen das Ayatollah-Regime. Nachdem es gestern den ganzen Nachmittag Alarm gab, dann nochmals spät Abends und nachts um 1 Uhr, war es zumindest im Zentrum des Landes für einige Stunden ruhig. Um 6 Uhr morgens gab es dann wiederum anhaltenden Raketenalarm. Am Abend noch gab es in Tel Aviv einen direkten Einschlag auf ein Wohnhaus. Eine 40jährige philippinische Pflegehelferin starb dabei. Das Haus hat keine Schutzräume und sie blieb bei der Frau, die sie pflegte. Viele, die keinen Schutzraum zuhause haben, verbringen die Nacht in einem öffentlichen Bunker oder im Schacht der unterirdischen Straßenbahn zu verbringen. Für eine pflegebedürftige alte Frau keine Option.

Im Unterschied zum 12 Tage Krieg im Juni feuert der Iran nur kleine Salven auf Israel, die bisher überwiegend gut abgefangen werden konnten. Etwa 180 Raketen und Drohnen wurden in den ersten 24 Stunden auf Israel abgefeuert. Dafür wurden zahlreiche US-Ziele in den arabischen Nachbarländern, u.a. in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain und Katar, beschossen.

Gestern Abend gab auch der Iran offiziell den Tod des Obersten Führers Chamenei bekannt. Während im offiziellen Staatsfernsehen Trauerbekundungen zu sehen waren, zeigen die sozialen Medien ein anderes Bild. Die Menschen im Land jubelten und feierten den Tod des Diktators. Der Tod Chameneis bedeutet nicht, dass das Regime stürzt. Ob der Krieg tatsächlich einen Regimewechsel herbeiführen kann, ist weiter fraglich. Doch die Bilder der feiernden Menschen machen Hoffnung, dass es den Umsturz geben wird. Dafür sitzt ganz Israel sehr gerne in den Schutzräumen.

Der IDF-Sprecher gab soeben bekannt, dass die Luftwaffe jetzt Ziele des iranischen Terrorregimes im Herzen Teherans angreift. In den vergangenen 24 Stunden hatte die Luftwaffe umfangreiche Angriffe geflogen, um die Lufthoheit zu erlangen und den Weg nach Teheran zu ebnen.