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Holocaust-Überlebende nach Köln geflohen

Ninel Denisenko ist heute, Sonntag, den 27.03. nach 30-stündiger Flucht aus Kiew erschöpft aber wohlbehalten in Köln angekommen.

Unter den Flüchtlingen, die seit dem Überfall auf die Ukraine im Elternheim der Synagogen-Gemeinde Köln aufgenommen worden sind, ist Frau Denisenko die erste Holocaust-Überlebende. Ihr ganzes Leben hat sie in Kiew verbracht.

Frau Denisenko, geboren 1932, hat als Schulkind den 2. Weltkrieg in der Ukraine erlebt.

Frau Denisenko kam auf Vermittlung der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V. , die gemeinsam mit der Claims Confenrence, auch die Evakuierung organisiert hatte, nach Köln ins Elternheim der Synagogen-Gemeinde, wo sie von Herren Abraham Lehrer und Dr. Felix Schotland vom Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln herzlich in Empfang genommen wurde.

Frau Denisenko wird von ihrer Tochter Genia Ilchenka begleitet. Sie bleiben im Elternheim bis ihre Weiterreise nach Israel zu ihrer Enkeltochter organisiert ist.

Frau Denisenko bedankte sich für den herzlichen Empfang und war glücklich, die lange und gefährliche Reise wohlbehalten – wenn auch müde – überstanden zu haben.

Der ukrainische Krankentransport und die begleitenden freiwilligen Ärzte und Krankenschwestern befinden sich zwischenzeitlich, nach kurzer Stärkung, auf dem Rückweg nach Kiew.

Die Synagogen-Gemeinde Köln erwartet am späten Abend die Ankunft eines weiteren Holocaust-Überlebenden, der im Elternheim aufgenommen wird.

Y.A.

Foto: Von links: Abraham Lehrer, Genia Ilchenka, Ninel Denisenko und Dr. Felix Schotland kurz nach der Ankunft