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22. Europäischer Tag der jüdischen Kultur mit dem Motto „Dialog“

Der Europäische Tag der jüdischen Kultur wird seit 1999 am ersten Sonntag im September in rund 30 europäischen Ländern von jüdischen und nichtjüdischen Organisationen gemeinsam veranstaltet. Er dient dazu, das europäische Judentum, seine Geschichte, Traditionen und Bräuche in Vergangenheit und Gegenwart besser kennenzulernen. Das Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern startet auch dieses Jahr ein umfangreiches Programm, darunter vieles im Freien.

 5. September 2021

10:00 & 12:00 Uhr

Rundgänge auf dem Alten Israelitischen Friedhof mit Ellen Presser. Die Entwicklung der Israelitischen Kultusgemeinde lässt sich auch an der Geschichte ihrer Friedhöfe nachvollziehen. So zeugen die Grabsteine auf dem alten jüdischen Friedhof an der Thalkirchner Straße vom Aufstieg der Gemeinde im neunzehnten Jahrhundert und ihrem Niedergang in der NS-Zeit.

Der im Jahr 1816, kurz nach der Gründung der Gemeinde, eröffnete Ort des »ewigen Lebens« wurde 1908 durch den neuen jüdischen Friedhof an der Garchinger Straße abgelöst. Besichtigung ist nur im Rahmen weniger Führungen möglich.

Anmeldung: Begrenzte Teilnehmerzahl. Teilnahme nur nach Voranmeldung (mit Rückbestätigung) unter Telefon (089) 202 400 491 oder E-Mail: karten@ikg-m.de (Stichwort 1. bzw. 2. Rundgang);

Der Treffpunkt wird mit der Rückbestätigung bekannt gegeben. Dauer: 90 Minuten, Teilnahme 10,- Euro.

Bei Schlechtwetter fällt dieses Angebot ersatzlos aus.

Hinweis: Für Männer und verheiratete Frauen ist beim Betreten des Friedhofs eine Kopfbedeckung vorgeschrieben.

Historische Ansicht des Alten Israelitischen Friedhofs mit dem Grab von Michael Beer, um 1870 © Stadtarchiv München

12:00 & 16:00 Uhr

Führung durch die Outdoor-Ausstellung »Jüdische Geschichten aus München und Oberbayern – von A wie Abraham de Municha bis Z wie Zuwanderung«, die das Kulturzentrum anlässlich des Festjahrs »1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland« vorbereitet hat.

Auf acht Litfass-Säulen wird ein alphabetischer Streifzug durch das jüdische Leben in München und Oberbayern unternommen. Erzählt wird die Geschichte von Abraham de Municha (1229), dem ersten dokumentierten Juden in München, bis zur Gegenwart. Dabei geht es nicht nur um Verfolgung und Vertreibung, sondern auch um Zuwanderung und Zuversicht – vier Erfahrungen, die jüdische Geschichte in München seit jeher prägen.

Die begleitende Ausstellungs-Publikation kann ab dem 5. September über das Kulturzentrum gegen eine Schutzgebühr erworben werden.

Referentin: Dr. Sibylle von Tiedemann, Historikerin und Mitarbeiterin des Kulturzentrums

Treffpunkt: am Brunnen, St.- Jakobs-Platz, 80331 München. Dauer: 60 Minuten

Anmeldung: Begrenzte Teilnehmerzahl. Teilnahme nur nach Voranmeldung (mit Rückbestätigung) unter Telefon (089) 202 400 491 oder E-Mail: ausstellung@ikg-m.de (Stichwort 1. bzw. 2. Rundgang); Teilnahme: 5,- Euro

 

15:30 Uhr

Führung in der Synagoge »Ohel Jakob« (Zelt Jakobs) mit Vortrag von Ellen Presser.

Die 2006 eröffnete Hauptsynagoge »Ohel Jakob« der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern ist nach der in der Pogromnacht 1938 zerstörten orthodoxen Synagoge benannt. Die Architektur wird geprägt durch aufeinander gestellte Kuben: ein massiver Felssockel unter einem gläsernen Aufbau, den ein bronzefarbener, Metallschleier umhüllt. Dieses Wechselspiel aus Stabilität und Fragilität, Dauerhaftigkeit und Provisorium ist eine bauliche Metapher für die jüdischen Leitmotive Tempel und Zelt.

Corona-Hinweis: Es gilt die »3G-Regel« (geimpft, genesen oder getestet) sowie eine Maske-Pflicht.

Teilnahme nur nach Voranmeldung (mit Rückbestätigung) unter Telefon (089) 202 400 491 oder E-Mail: karten@ikg-m.de; Teilnahme: 5,- Euro

 

18:00 Uhr

Konzert »Sistanagila«

Die in Berlin lebenden israelischen und iranischen Musiker suchen mit ihrem Projekt den Dialog. Sie bedienen sich sowohl folkloristischer und religiöser Melodien aus Klezmer, sephardischer und traditionell persischer Musik als auch moderner und klassischer Kompositionen. Die unterschiedlichen Melodien und Motive, neu arrangiert mit Einflüssen von Flamenco und Jazz bis hin zu progressivem Metal, verschmelzen zur Weltmusik und bauen so eine Brücke zwischen Epochen und Kulturen.

Mit Yuval Halpern (Gesang und musikalische Leitung), Hemad Darabi (Gitarre), Jawad Salkhordeh (Tombak), Avi Albers Ben Chamo (Kontrabass), Omri Abramov (Saxophon).

Management: Babak Shafian

Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München

Veranstalter: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern mit freundlicher Unterstützung des Zentralrats der Juden in Deutschland

Eintritt: 5,- Euro

Anmeldung: Telefon (089) 202 400-491 oder E-Mail: karten@ikg-m.de

Corona-Hinweis: Es gilt die »3G-Regel« (geimpft, genesen oder getestet) sowie eine Maske-Pflicht.

Sistanagila Foto: Nikolaj Lund / © Sistanagila

 

12:00 – 20:00 Uhr

Restaurant Einstein mit koscherer Küche

Jüdische und israelischen Spezialitäten.
Telefon (089) 20 24 00-332.
Hausgemachte Jüdisch-Israelische Spezialitäten wie Challe, Falafel, Babaganoush, Gefilte Fisch und Schowarma.
Der Restaurant-Besuch ist nur nach vorheriger Anmeldung unter www.einstein-restaurant.de möglich.

Bild oben: Warteschlange vor Ohel-Jakob-Synagoge © Marina Maisel