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Kafka Sammlung an der Nationalbibliothek Israels geht online

Nach einem jahrelangen intensiven Prozess der Konservierung und Restaurierung, Katalogisierung und Digitalisierung ist die Franz Kafka-Sammlung der Nationalbibliothek Israels jetzt online abrufbar. Ein wunderbarer Schatz, der zum Stöbern durch Kafkas Nachlass einlädt…

Unter den digitalisierten Elementen sind auch drei verschiedene Entwurfsversionen von Kafkas Geschichte „Hochzeitsvorbereitungen auf dem Lande“, ein Notizbuch, in dem er Hebräisch übte, Hunderte von persönlichen Briefen, Skizzen und Zeichnungen, Reisetagebücher und kurze Gedanken, die er sich notierte. 

Der „Brief an den Vater“, (c) The literary estate of Max Brod, The National Library of Israel

Die Digitalisierung ist damit etwa zwei Jahre nach Abschluss der jahrzehntelangen internationalen Rechtssaga über das Max-Brod-Archiv erfolgt. Das Archiv, das auch Kafkas Papiere enthält, kam nach Jerusalem nachdem Gerichte in Israel, Deutschland und der Schweiz entschieden hatten, dass die Materialien in der NLI aufbewahrt werden sollten.

Max Brod war ein enger Vertrauter Kafkas und in erster Linie für dessen Erfolg als einer der einflussreichsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts verantwortlich. Viele von Kafkas Werken veröffentlichte Brod posthum. Die Kafka-Papiere gelten als integraler Bestandteil des Max-Brod-Archivs und der größeren Sammlung von Materialien zum „Prager Kreis“, zu dem Brod und Kafka gehörten. Die Nationalbibliothek verfügt über Hunderte von persönlichen Archiven führender israelischer und jüdischer Schriftsteller, Intellektueller und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, darunter der meisten anderen Mitglieder des „Prager Kreises“.

ZUR SAMMLUNG

Bild oben: (c) The literary estate of Max Brod, The National Library of Israel

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