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DOK.fest München 2021 @home: ISRAEL UND JUDENTUM

Deutschlands größtes Dokumentarfilmfestival kommt wieder zu Ihnen nach Hause! DOK.fest München 2021 @home zeigt vom 05. bis 23. Mai eine Auswahl der besten internationalen Dokumentarfilme auf der digitalen Leinwand @home.

131 Filme aus 43 Ländern auf Ihrem Bildschirm: Wir präsentieren großes Dokumentarfilmkino in unseren Wettbewerben und weitere Film-Highlights in den Programmsektionen. Das virtuelle Rahmenprogramm mit Eröffnung und Filmgesprächen garantiert ein digitales Festivalgefühl.

Das Festivalprogramm und den Ticketvorverkauf finden Sie ab sofort unter www.dokfest-muenchen.de.

Aus unserem Programm möchten wir Ihnen besonders diese Filme wärmstens empfehlen:

DAS ZELIG

Deutschland 2020 – Regie: Tanja Cummings – Originalfassung: Deutsch, Hebräisch, Jiddisch, Polnisch – Untertitel: Deutsch, Englisch, Ohne, Polnisch

(c)DOK.fest München DAS ZELIG

 „Das ist für mich uninteressant. Völlig uninteressant. Warum sitz‘ ich hier? Ich kann nicht. Ich war in sechs Lagern… – ich hab genug!“ Salo Wolf verlässt den Saal. Man spürt seine Zerrissenheit. Viele der Schoa-Überlebenden wollen und können nicht sprechen. Zu groß war das Leid. Aber jetzt, im Alter, nimmt die Vergangenheit einen immer größeren Raum ein. Austausch ist von großer Bedeutung und das Café „Zelig“ schafft dafür einen geschützten Raum. Die Filmemacherin Tanja Cummings besuchte diesen Ort über zwei Jahre. Entstanden ist ein Film, in dem das Café zum Knotenpunkt verschiedener Leben und Augenblicke wird. Es sind poetische Augenblicke, die auf etwas Großes verweisen und nie ganz auserzählt werden. Ina Borrmann

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SKIES ABOVE HEBRON

Niederlande 2020 – Regie: Esther Hertog, Paul King – Originalfassung: Arabisch, Hebräisch – Untertitel: Englisch

(c)DOK.fest München SKIES ABOVE HEBRON

Die Brüder Amer und Anas lieben es, auf dem Dach ihres Hauses über der Altstadt Hebrons Tauben zu fangen. Immer wieder geraten sie dabei aber in Streit mit den israelischen Nachbarn und Soldaten. Der junge Marwaan lebt im Haus gegenüber und beobachtet mit seinem Camcorder die Konflikte, die sich täglich auf den Straßen der Stadt abspielen. Das Filmemacher-Duo Esther Hertog und Paul King dokumentierte im gemeinsamen Film SOLDIER ON THE ROOF das Leben israelischer Siedler und Soldaten in Hebron. In SKIES ABOVE HEBRON zeigen beide nun die palästinensische Seite der Stadt. Über einen Zeitraum von fünf Jahren begleitet der Film die heranwachsenden Kinder und zeigt ihre Perspektive auf eine Erwachsenenwelt unter Hochspannung, in der Gewalt und Misstrauen zum Alltag gehören. Pablo Bücheler

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BAD NAZI. GOOD NAZI

Israel 2020 – Regie: Chanoch Ze’evi – Originalfassung: Deutsch – Untertitel: Englisch

(c)DOK.fest München BAD NAZI. GOOD NAZI

„Wie gerne bin ich Soldat gewesen, doch heute möchte ich den grauen Rock in Fetzen reißen.“ Wilm Hosenfeld war ein begeisterter Nazi, dessen Überzeugung sich angesichts der Gräueltaten, die er erlebte, ins Gegenteil verkehrte. Eine Entwicklung, die er in seinen Tagebüchern minutiös festhielt. Er rettete 30 Polen, darunter vielen Juden, das Leben. Unter ihnen war Wladyslaw Szpilman, bekannt aus dem Spielfilm DER PIANIST. In Thalau, wo Hosenfeld die Dorfschule leitete, möchte seine Tochter sein Gedenken lebendig halten. Seine Enkel begeben sich auf Spurensuche. Die Thalauer haben gemischte Gefühle und diskutieren, ob er eine Ehrentafel bekommen soll. Ergebnisoffene Chronik eines großen Dilemmas mit Protagonisten, die sich ihre Entscheidung nicht leicht machen. Ysabel Fantou

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82 NAMEN – SYRIEN, BITTE VERGISS UNS NICHT

USA 2018 – Regie: Maziar Bahari – Originalfassung: Arabisch, Deutsch, Englisch – Untertitel: Deutsch

(c)DOK.fest München 82 NAMEN – SYRIEN, BITTE VERGISS UNS NICHT

Mansour Omari hat in Syrien Folter und Haft überlebt. Als er aus dem Gefängnis entlassen wird, kann er Stofffetzen in die Freiheit schmuggeln, die er in sein Hemd eingenäht hatte. Darauf stehen in Rost und Blut die Namen seiner Zellengenossen geschrieben. Der Film begleitet Omari dabei, wie er versucht, sein Leben im Exil neu aufzubauen. Während sich das United States Holocaust Memorial Museum in Washington darauf vorbereitet, die Kassiber auszustellen, besucht Omari in Deutschland Gedenkstätten für die Opfer des Holocausts. Er möchte die Aufmerksamkeit auf das brutale Regime lenken, dem er entkommen ist – und in Zukunft extremistischer Ideologie entgegentreten. Ein erschütternder Film, der den nach 10 Jahren immer noch andauernden Syrienkrieg neu ins Gedächtnis rufen will.

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NO HAY CAMINO

Niederlande 2021 – Regie: Heddy Honigmann – Originalfassung: Niederländisch, Spanisch – Untertitel: Englisch, Ohne

(c)DOK.fest München NO HAY CAMINO

„Du fragst mich, was ich mache? Ich weiß es nicht“, sagt Heddy Honigmann ihrem langjährigen Freund Jose Luis, Filmemacher wie sie. Erstmals ist sie nach zahlreichen Filmen, bei denen sie Regie geführt hat, selbst die Protagonistin. Unheilbar an Krebs erkrankt unternimmt sie eine Reise in die Vergangenheit. In Peru trifft sie ihre Schwester, ehemalige Kommiliton.innen und Student.innen, die immer noch an ihren Lippen hängen. Dazwischen streut sie, klug montiert, Ausschnitte aus ihren Filmen, die viel darüber aussagen, wie sich Honigmann ihren Protagonist.innen nähert: empathisch und einfach menschlich. NO HAY CAMINO: Es gibt keinen Weg, bevor man ihn gegangen ist – dieses Motto gilt für das Leben ebenso wie für das Filmemachen. Anja Klauck

Heddy Honigmann
Die in Lima geborene Filmemacherin verließ mit Anfang zwanzig ihre Heimat Peru. Nach Stationen in Mexiko, Spanien und Israel studierte sie Film am renommierten Centro Sperimentale di Cinematografia in Rom. Als sie 1978 nach Amsterdam zieht, findet sie dort eine neue Heimat, von der aus sie über 40 Jahre lang fast jedes Jahr einen Film dreht. Ihre Werke sind vielfach preisgekrönt. Das DOK.fest München widmete ihr 2019 die Retrospektive.

Das gesamte Programm finden Sie ab sofort unter www.dokfest-muenchen.de. Dort können Sie Filme auswählen und online bezahlen. Die Filme können Sie dann vom 06. bis zum 23. Mai anschauen.

Das Streaming steht ab dem ersten Start 48 Stunden lang zur Verfügung: Ein Ticket kostet 6 Euro, das Soli-Ticket 7 Euro (inkl. 1 Euro für unsere Partnerkinos). Zudem gibt es einen Festivalpass für 70 Euro (inkl. 5 Euro Kino-Soli).