Online-Gedenkstunde der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern zum Jom HaSchoah

Tamar Dreifuss wurde 1938 in Wilna geboren. Im Herbst 1940 beschlagnahmten sowjetische Soldaten ihre Wohnung, und so kam die Familie auf Umwegen nach Ponar, in der Nähe von Wilna. Dort wurden sie Zeugen des deutschen Einmarsches und der Ermordung vieler Wilnaer Juden.

Ihr Kampf ums Überleben begann: Flucht aus Ponar, Versteck in einem Kloster, Deportation ins Wilnaer Ghetto. Mit der Auflösung des Ghettos zerbrach die Familie. Der Vater kommt ins Konzentrationslager, die Mutter kann flüchten. Nach 1945 kehren beide nach Wilna zurück und erfahren, dass der Vater im Konzentrationslager ermordet wurde.

Mutter Jetta und Tochter Tamar haben über ihre Erfahrungen zwei Bücher geschrieben:

Jetta Schapiro-Rosenzweig: »Sag niemals, das ist dein letzter Weg: Flucht aus Ponar – Eine Mutter und ihre kleine Tochter kämpfen ums Überleben«. Rhein-Mosel-Verlag, 3. Auflage 2018

Tamar Dreifuss: »Die wundersame Rettung der kleinen Tamar 1944: Ein jüdisches Mädchen überlebt den Holocaust in Osteuropa.« Köln 2009

7. April, 18.30 Uhr 

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