Sarrazin klagt an: „Ich wollte Führer werden!“

Haben radikale Muslime wie Saskia E. es verhindert? Sarrazin fordert Rassistenquote …

Von Fredy Yandorf

Zeigt der SPD-Parteiausschluss Thilo Sarrazins nicht eindeutig, dass all die Thesen wahr sind, die zu seinem Rauswurf führten?

Saskia E., – ist sie die Vorsitzende einer muslimischen Verschwörung? Bild: Olaf Kosinsky (kosinsky.eu)
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Haben verschwörerische radikale Muslime, als deren mutmaßliche Vorsitzende die inzwischen untergetauchte Saskia E. gilt, die Machtergreifung Thilo Sarrazins vereitelt?

Thilo Sarrazin ist davon überzeugt – und setzt sich nun dagegen zur Wehr. „Ich habe in meiner gesamten populistischen Tätigkeit immer mit solidem wissenschaftlichem Rassismus davor gewarnt, dass unser Land von Muslimen gekapert wird! Ich wollte Führer werden! Und stattdessen werde ich aus der SPD geworfen, kurz nachdem auf mysteriöse Weise der Parteivorsitz gewechselt hat! Das sind keine Zufälle! Damit sind alle meine Thesen belegt!“

Die Muslime, obwohl sie aus Sarrazins solider rassistischer Perspektive erwiesenermaßen nicht sehr schlau sind, haben die SPD komplett unterwandert und fest im Griff. In der Tat ist diese Enthüllung höchst Besorgnis erregend. Es ist kaum erklärbar, wieso außer Sarrazin noch niemandem die muslimischen Verschwörer aufgefallen sind, die die SPD nun in die wohl schlimmste Krise ihrer Geschichte stürzen.

Sarrazin kündigt an, dass er trotz der großen Bedrohung weiter um seine Parteizugehörigkeit kämpfen werde. Er ist überzeugt: Die Öffentlichkeit steht auf seiner Seite!

Sarrazin: „Jeder hat doch bemerkt, dass die Begründung der SPD-Schiedskommission für meinen Parteiausschluss vollkommen absurd ist. Man sagt, ich würde gegen das Programm der SPD verstoßen. Aber: Ich habe meine Position doch nicht geändert! Ich habe in über 40 Jahren Parteimitgliedschaft nie irgendein sozialdemokratisches Programm vertreten – wie kann das jetzt ein Kriterium für Ausschluss sein?“

Unterstützung bekommt Sarrazin von dem Fraktionsvorsitzenden der AfD, Alexander Gauland: „Ich kann Sarrazin nur zustimmen. Auch in der CDU wird neuerdings argumentiert, dass das Programm und nicht die Ethnie entscheidend für die Mitgliedschaft sein sollte. Noch im Jahr 2000 hat die nordrheinwestfälische CDU dafür geworben, Kinder statt Inder zu unterstützen – und heute wird so ein Ashok-Alexander Sridhara, den doch wirklich niemand als Nachbarn haben will, Oberbürgermeister von Bonn. Spätestens da ist mir klar geworden, dass das nicht mehr die Partei von Hans Filbinger ist. Ich habe sie schockiert verlassen und fühle mich jetzt in der AfD sehr wohl.“

Doch für den kämpferischen Sarrazin ist ein Parteiwechsel noch keine Option. Er ist fest entschlossen, weiteren Schaden von der SPD abzuwenden; Sarrazin: „Die SPD muss wieder eine rechte Volkspartei der Mitte werden!“

Es seien massive gesellschaftliche Umwälzungen gewesen, die die gegenwärtige Katastrophe verursacht haben, erklärt der 74-Jährige; diese müsse man nun schonungslos aufarbeiten und analysieren: „Aus mir unerklärlichen Gründen ist man plötzlich auf die Idee gekommen, dass auch Migranten gleichberechtige Staatsbürger werden können.“ Weil das kaum wieder rückgängig zu machen sei, müssten die Parteien nun in die Lage versetzt werden, sich von innen heraus gegen weitere Bedrohungen abzuschotten. Für einen „Muslim ban“ nach amerikanischem Vorbild sei es bedauerlicherweise längst zu spät.

Die Lösung sieht Sarrazin in einer Quotenregelung: „Wir brauchen eine Quote – nicht für Exoten wie Frauen, Neger oder Homosexuelle. Sondern eine Quote für Rassisten. Im Moment ist in der Tat nur noch die AfD wirklich aufrichtig um die Integration von Rassisten bemüht – das ist ein Armutszeugnis für alle Volksparteien, eine Bankrotterklärung der Demokratie!“

Allerdings: Dieses schwerwiegende Integrationsdefizit kann, davon ist Sarrazin überzeugt, nur dann vollständig behoben werden, wenn beide Seiten genügend Toleranz aufbringen. „Integration ist keine Einbahnstraße!“ warnt der engagierte Populist, der Diskriminierung auch außerhalb der SPD erleiden musste: „In meiner ganzen Zeit als SPD-Mitglied war es unmöglich für mich, aktives Mitglied der Reichsbürger zu sein. Die Reichsbürger nehmen keine Sozialdemokraten auf.“

Sarrazin ist froh, mit uns über all diese Dinge sprechen zu können. „Ich kann mich ja kaum noch irgendwo frei äußern“, kritisiert der Bestsellerautor zu Recht.

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Bild oben: Thilo Sarrazin, 74, Opfer, (c) Lesekreis, Creative Commons CC0 1.0 Universal Public Domain Dedication