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Schuld ohne Sühne

Warum Judenmörder in der BRD straflos blieben…

08.10.2015, 19:00 Uhr, Jüdisches Museum München, St.-Jakobs-Platz 16

Fast jeder erinnert sich an das Attentat auf die israelische Olympiamannschaft 1972. Weitgehend unbekannt ist, dass es bereits vorher eine Reihe von Anschlägen und Anschlagsversuchen auf jüdische und israelische Ziele gab. So starben bei dem Bombenanschlag auf eine Swissair Maschine von Zürich nach Tel Aviv im Februar 1970 fast fünfzig Menschen, unter ihnen der Auslandskorrespondent des ZDF, Rudolf Crisolli. Akribisch ermittelten die deutschen Behörden die Täter. Doch als die Spur zur PLO führte, erlahmte das Verfolgungsinteresse. Die Attentäter wurden ohne Gerichtsprozess abgeschoben.

Georg M. Hafner und Wolfgang Kraushaar rekonstruieren die Ereignisse und gehen der Frage nach, warum Mord und Mordversuch an Jüdinnen und Juden in der jungen Bundesrepublik ungesühnt blieben. Sie stellen die Frage, ob das Olympia-Attentat bei einer konsequenten Strafverfolgung hätte verhindert werden können.

Dr. Georg M. Hafner war von 1988 bis 2012 Abteilungsleiter Fernsehen, Politik und Gesellschaft beim Hessischen Rundfunk, Moderator (z. B. der „Hessenschau“) und Kommentator der „Tagesthemen“. Seit 2012 ist er freier Autor und Publizist.

Dr. Wolfgang Kraushaar ist Mitarbeiter des Hamburger Instituts für Sozialforschung. Sein Arbeitsschwerpunkt ist die Untersuchung von Protest und Widerstand in der Geschichte der Bundesrepublik und der DDR.

Eine Veranstaltung der DIG München im Rahmen der Reihe „Fast ziemlich beste Freunde“ zum Jubiläum der deutsch-israelischen Beziehungen. Weitere Termine: http://www.dig-muenchen.de/events

Die Veranstaltungen finden im Jüdischen Museum München, St.-Jakobs-Platz 16, statt.

Einlass jeweils 18:30 Uhr. Beginn 19:00 Uhr. Eintritt 6 €/erm. 3 €.