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Haben wir wirklich eine Seele?

Zwischen jüdischen Quellen und moderner Wissenschaft – Vortrag von Dr. Tom Kučera im Rahmen der Reihe Strömungen im Judentum…

Dr. Tom KučeraSeit einigen Jahren veranstaltet das Jüdische Kulturmuseum Augsburg-Schwaben zusammen mit Rabbiner Dr. h.c. Henry Brandt die Lehrhaus-Reihe „Strömungen“, um die verschiedenen Richtungen vorzustellen, die sich seit der Emanzipation im Judentum entwickelt haben. Rabbinerinnen und Rabbiner der unterschiedlichen Richtungen sprechen dabei über ihr jeweiliges Verständnis des Judentums.

Rabbiner Dr. Tom Kučera aus der Liberalen jüdischen Gemeinde Beth Shalom in München zeichnet in seinem Vortag die Entwicklung des Konzeptes der Seele im jüdischen Denken nach. Er diskutiert den möglichen Beitrag der jüdischen Quellen zu Fragen der modernen Hirnforschung und Philosophie im Blick auf deren Konzepte.

Rabbiner Dr. Tom Kučera wurde 1970 in Zlín in Tschechien geboren. Zunächst studierte Kučera Biochemie in Tschechien und Deutschland und schloss das Studium mit einer Promotion ab. Nach einem Forschungsaufenthalt in den USA ging er für zwei Jahre an das Institut Pardes in Jerusalem, wo er sich mit rabbinischen Texten auseinandersetzte. Anschließend absolvierte er am Potsdamer Abraham Geiger Kolleg die Ausbildung zum Rabbiner. Er schloss seine jüdischen Studien mit dem Magistergrad an der Universität Potsdam ab. Im September 2006 wurde Dr. Tom Kučera in der Dresdener Synagoge zum Rabbiner ordiniert. Damit gehört er zu den ersten drei Rabbinern, die seit der Shoa in Deutschland ihre Ordination erhielten. Heute amtiert Kučera in der Liberalen jüdischen Gemeinde Beth Shalom in München.

Lehrhaus mit Dr. Tom Kučera
Mittwoch, 13. November 2013, 19 Uhr
im Jüdischen Kulturmuseum Augsburg-Schwaben
Eintritt 5,00/3,00 Euro