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Ägyptens Islamisten rufen zur Ermordung eines deutschen Staatsbürgers auf: Schweigen in Berlin, Schweigen am Nil

Ägyptische Islamisten rufen zur Ermordung eines deutschen Staatsbürgers auf. Während immer mehr Webseiten der Muslim Bruderschaft, u.a. in Facebook, mit Foto und Adressangaben zur Ermordung von Hamed Abdel-Samad aufrufen, schweigt die Bundesregierung…

David Gall

Seit Tagen wird darauf auch auf deutschsprachigen Seiten, zB haGalil.com, hingewiesen. Inzwischen haben sich auch der Spiegel & Co. des Themas angenommen, aber immer noch: Schweigen im Walde.
Dabei sollte dringend geklärt werden, was deutsche Bürger, bei einer Reise in Ägypten eigentlich noch sagen dürfen und was nicht.
Es sollte geklärt werden, wo und unter welchen Umständen wer was sagen darf: Dürfen Muslime mehr sagen als Christen oder ist es umgekehrt? Wieviele und welche Leute dürfen zuhören? Vor einer Reise an den Nil sollte sich jeder Bundesbürger genauestens mit den Gepflogenheiten vor Ort vertraut machen, immerhin geht es um Mord und Totschlag.

Noch immer rufen Islamisten zur Ermordung Abdel-Samads auf und werfen ihm die Beleidigung des Propheten Mohamed und des Islam vor. Und das in aller Öffentlichkeit im „neuen Ägypten“, nach dem Frühling. Denn die demokratischen Werte, die zum Sturz des alten Diktators, Husni Mubarak, führten, möchte anscheinend auch der neue Staatspräsident Ägyptens, Mohamed Mursi, nicht achten.

Inzwischen beteiligen sich auch die Salafistensender Al-Nas und Al-Hafez an der Hetzkampagne gegen Hamed Abdel-Samad. Dies alles weil dieser bei einem Vortrag in Kairo, wo er sich gerade aufhält, liberalere Ansichten zum Verständnis der Überlieferung des Propheten Mohamed zum Ausdruck brachte, als sie traditioneller eingestellen Personen vertraut sein mögen. Na und?
Die Lehre des Propheten Mohamed ist doch nicht so flach, dass man sie nicht von verschiedenen Seiten aus betrachten könnte.

Wie kann es also sein, dass zu solch undemokratischen und menschenverachtenden Umtrieben auch Ägyptens Staatspräsident Mursi schweigt? Es wird doch gerade durch solches Verhalten der Ruf des Islam und damit des Propheten Mohamed am allermeisten und am nachhaltigsten, wie man in Berlin hinzufügen muss, beschädigt.
Eine Frage, die auch Bundeskanzlerin Merkel stellen sollte.

For solidarity with Hamed and exposing the Islamist terrorism against the supporters of free thought, please circulate this news on a wider scale.

صفحة مصراوي على الفيسبوك أحد اكبر الصفحات التابعة لجماعة الإخوان المسلمين بمصر، بعدد متابعين يفوق المليون، قامت بنشر صورة الكاتب حامد عبد الصمد، متهمة اياه بالإساءة للنبي محمد و وصفه له بالفاشي. الصفحة نشرت الصورة مكتوب عليها بخط عريض. سب الرسول والإسلام. مطلوب ميتا. كما نشرت بعض العناوين التي يتردد عليها حامد خلال اقامته بمصر.
نفس الدعوة لقتل حامد، استمرت في الإنتشار عبر صفحات اسلامية أخرى. كما أن بعض القنوات التلفزية السلفية قامت بمهاجمة حامد واتهامه بالإساءة للرسول محمد والإسلام. مما لايدع مجالا للشك انها حملة منظمة تستهدف الكاتب حامد عبد الصمد.
للتضامن مع حامد وفضح الإرهاب الذي يمارسه الإسلاميون على انصار الفكر الحر، المرجوا تعميم هذا الخبر على أوسع نطاق.

Spring Time in Egypt?

The Masrawy page on Facebook is one of the largest Pages of the Muslim Brotherhood in Egypt, with more than one million number of followers. Masrawy published a photo of the writer Hamed Abdel-Samad, accusing him of insulting the Prophet Muhammad and describing him as chauvinist, written on it in bold words ”Insulting the Prophet and Islam” WANTED DEAD! and providing with it some of the addresses of Hamed residency during his stay in Egypt.
The same call for murdering Hamed, continued to spread widely across the pages of other Islamists and some Salafi TV stations like Al-Nas and Al-Hafez joined the campaign of attacks against Hamid by accusing him of insulting the Prophet Muhammad and Islam. The main reason behind this campaign was a lecture Hamed held in Cairo this week about the religious fascism in Egypt.