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„Breaking the Silence“

Bis 29.9. im Willy Brandt Haus Berlin…

Über kaum einen Konflikt wird so viel und so kontrovers diskutiert wie über den Nahost-Konflikt – gerade in Deutschland mit seiner historischen Verantwortung für den Staat Israel. Aber wie immer sind es die Menschen, Israelis und Palästinenser, die einen hohen Preis für diesen Konflikt bezahlen. Bei aller Unterschiedlichkeit der Lebensverhältnisse: Israelis und Palästinenser sind längst Opfer eines Konflikts, der sie zu seinen Gefangenen gemacht hat und sie einschließt in die ungleichen Positionen und Rollen, die die gegebenen Machtverhältnisse ihnen zuweisen.

Die Organisation „Das Schweigen brechen“ (Breaking the Silence) wird getragen von Reservistinnen und Reservisten der Israelischen Verteidigungsarmee. Diese haben sich zur Aufgabe gemacht, im Anschluss an ihren Militärdienst über die Besatzungsrealität, die sie als Soldaten selbst erlebt haben, zu berichten.

Dem Konflikt Kontur verleihen

Die Ausstellung von Breaking the Silence, die bereits in verschiedenen Hauptstädten Europas wie auch im israelischen Parlament, der Knesset, zu sehen war, zeigt Fotografien, die israelische Soldatinnen und Soldaten für private Zwecke aus dem Besatzungsalltag aufgenommen haben. Mit dieser Ausstellung erhalten Besucher Einblicke in einen Konflikt, der hierzulande große mediale Präsenz erfährt, jedoch selten so klare Konturen erhält.

Parallel zur Ausstellung erscheint das Buch „Breaking the Silence: Israelische Soldaten berichten von ihrem Einsatz in den besetzten Gebieten“ erstmals auf Deutsch im Econ Verlag.

Für die Dauer der Ausstellung bieten israelische Reservisten von „Breaking the Silence“ zu unregelmäßigen Terminen kostenfreie Führungen in englischer Sprache an. Eine Konsekutivübersetzung ins Deutsche ist ebenfalls möglich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte beachten Sie: Am 26. September 2012 finden aufgrund des jüdischen Feiertages Jom Kippur keine Führungen statt.

Dauer der Ausstellung
14. Juli bis 29. September 2012

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag, 12 bis 20 Uhr;
Eintritt frei, Personalausweis erforderlich.

Willy-Brandt-Haus
Wilhelmstraße 140 / Stresemannstraße 28
10963 Berlin-Kreuzberg