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Messerschmitt und Regensburg

Im Juni 1943 bedankte sich der führende Rüstungsindustrielle Willy Messerschmitt bei dem Kommandanten des Konzentrationslagers Dachau, Martin Weiß, für das erstmalige Überlassen von über 2.700 KZ-Häftlingen. Dadurch seien „beträchtliche Leistungssteigerungen“ in der Produktion erzielt worden, er hoffe auf „immer engere Zusammenarbeit“…

Von Robert Werner
Zuerst erschienen: regensburg-digital, 13.05.2012

Weiß, geboren im oberpfälzischen Weiden, wurde im sogenannten Dachauer-Prozess zum Tode verurteilt und im Mai 1946 erhängt. Die Messerschmitt-Werke hingegen gelten laut der Regensburger Bewerbung für das Museum Bayerische Geschichte (2011) als beispielhaft für wirtschaftlichen „Fortschritt, politisch demokratische Stabilität und kulturelle Identität“. Zu Messerschmitt und Regensburg folgt hier eine kleine Bestandsaufnahme auf der Grundlage aktueller Literatur, die helfen soll etwas Licht in diesen vergangenheitspolitischen Nebel zu bringen.

Wer war Wilhelm Emil Messerschmitt? Er wurde 1898 in Frankfurt a. M. geboren, seine katholischen Eltern betätigten sich als Weinhändler. Bereits im Jahr 1923 gründete er, noch als Ingenieurstudent der TU München, die Firma Messerschmitt Flugzeugbau GmbH, die Segel-, Verkehrs- und Sportflugzeuge herstellte. Mitte der 1920er fusionierte seine Gesellschaft mit der Bayerische Flugzeugwerke AG (BFW). Ab 1937 unterrichtete Willy Messerschmitt an der TU München Luftfahrttechnik und im Sommer 1938 wurden die BFW nach ihrem Chefkonstrukteur und Hauptanteilseigner umbenannt. Seitdem firmierte der Konzern als Messerschmitt AG in Augsburg.

Nach dem Krieg war Messerschmitt bis 1948 interniert, um dann als „Mitläufer“ entnazifiziert zu werden. Da er danach keine Flugzeuge produzieren durfte, betrieb er eine Produktionsfirma für Nähmaschinen, Bügeleisen und den bekannten Kabinenroller, der seinen Namen trägt. In den 1950er Jahren baute er zunächst in Francos Spanien und später in Ägypten die nationale Flugzeugindustrie auf. Im Jahr 1955 kehrte er nach Deutschland zurück und durfte dann im Kalten Krieg für die deutsche Luftwaffe wieder Düsen-Flugzeuge produzieren – die ersten nach der NS-Zeit. 1968 fusionierte der Messerschmitt-Konzern mit der Bölkow-Gruppe und wenig später mit der Luftfahrtabteilung des Hamburger Konzerns Blohm. Willy Messerschmitt starb als 80jähriger im Jahre 1978 in München.

In Regensburg hat man eine Straße nach ihm benannt. Im amtlichen Verzeichnis für Straßennamen heißt es so knapp wie schwammig: „Messerschmittstraße: Willy Messerschmitt (1898-1978), Flugzeugkonstrukteur, Professor an der Technischen Hochschule in München. Errichtete auch ein Werk in Regensburg, das im 2. Weltkrieg zerstört wurde.“

Der Aufstieg des Messerschmitt-Konzerns im NS-Regime

Die Aufrüstung der Nazi-Luftwaffe lief lange Zeit verdeckt, hatte aber höchste Priorität. Dem Messerschmitt-Konzern kam hierbei eine essentielle Bedeutung zu, da das Reichsluftfahrtministerium (RLM) im Frühjahr 1937 dessen einmotoriges Kampfflugzeug Bf 109 zum Standardjäger der Luftwaffe auswählte. Es ging um Kriegsvorbereitungen und der Bf 109 avancierte mit über 30.000 Stück zum meistgebauten Flugzeug der Welt. In den folgenden Jahren, bis zur militärischen Niederlage 1945, ergingen weitreichende Entwicklungs- und Fertigungsaufträge an die Firma des NSDAP-Mitglieds Messerschmitt. Da die Platzverhältnisse auf dem Augsburger Firmenareal beengt waren und es absehbar war, dass man dort die Großaufträge für die Luftwaffe nicht anfertigen konnte, wurde 1936 in Regensburg die Tochtergesellschaft „Bayerischen Flugzeugwerke Regensburg GmbH“ gegründet und im Stadtteil Prüfening angesiedelt. Später firmierte die Tochterfirma unter dem Namen Messerschmitt GmbH Regensburg.

Da die Leitung des kriegswichtigen Flugzeugkonzerns eng und produktiv mit den Nazibehörden zusammenarbeite, war es nur folgerichtig, dass der damals schon prominente Willy Messerschmitt zum „Wehrwirtschaftsführer“ aufstieg und den Titel „Pionier der Arbeit“ erhielt. Doch war der Aufstieg nicht ungebrochen.


Messerschmittstraße im Stadtwesten von Regensburg. Foto: Werner

Im Frühjahr 1942 wurde Messerschmitt nach angeblichen Fehlern in der Entwicklung neuer Flugzeuge bzw. in den nie beendeten Auseinandersetzungen um die strategische Ausrichtung der Luftrüstung vom Luftfahrtministerium zum Abteilungsleiter im eigenen Konzern degradiert. Jedoch gewann Willy Messerschmitt daraufhin wieder an Bedeutung im NS-Regime und konnte in mehreren Gesprächen mit dem Reichskanzler Hitler (auf dem Obersalzberg Mitte 1943) seine Vorstellungen von der Ausrüstung der Luftwaffe weitgehenden durchsetzen. Der nicht verstaatlichte Messerschmitt-Konzern erlangte dadurch eine privilegierte Stellung im Bereich der Luftrüstung, wie der Historiker Lutz Budraß (1998) resümiert.

Messerschmitt und die Kriegsvorbereitungen in Regensburg

In Stadtteil Prüfening befand sich seit 1925 ein unrentabler städtischer Verkehrsflugplatz, der nach Planungen des Reichsluftfahrtministeriums Mitte der 1930er Jahre in einen militärischen Fliegerhorst umgewandelt werden sollte. Geplant war, dort eine Bombergruppe der Luftwaffe zu stationieren. Doch die Niederlassung der Bayerischen Flugzeugwerke Regensburg GmbH bekam den Vorzug und im Juni 1937 wurden – unter der Bauleitung von Max Dömges – auf dem 100 Hektar großen Areal die ersten Produktionsstätten errichtet. Die Stadt unter den Bürgermeistern und SS-Mitgliedern Otto Schottenheim und Hans Herrmann hatte sich dafür stark gemacht und sich auf Gedeih und Verderb dem zweitgrößten Luftfahrts-Konzern im Nazireich verschrieben.

Bereits Ende 1937 wurde die Produktion aufgenommen. Im Jahr darauf begann die Herstellung des Jagdflugzeugs Bf 109, mit insgesamt ca. 11.000 Stück wurde etwa ein Drittel aller dieser Jäger in Regensburg produziert. Die Stadt an der Donau wurde zu einem maßgeblichen Nazi-Rüstungsstandort. Die Messerschmitt-Werke, seit Mai 1939 mit dem Titel „NS-Musterbetrieb“ ausgezeichnet, wurden bald darauf der größte Arbeitgeber der Stadt (Höchststand über 12.800 Beschäftigte), bestimmten die Stadtentwicklung, das Steuereinkommen und zogen Tausende von Facharbeitern aus dem ganzen bayerischen Umland ab.

Regensburg wurde mit Hilfe dieses Rüstungskonzerns und den damit verbundenen Eingemeindungen (Dechbetten, Ziegetsdorf und Großprüfening) zur Großstadt, Wohnungen jedoch zur Mangelware. Unter anderem die Werkssiedlung Göringheim, heute Ganghofersiedler, sollte mit Wohnraum für über 3.000 Personen (Stand Sommer 1941) Abhilfe schaffen. Im Zuge der Kriegsvorbereitungen baute man bestehende Siedlungen aus, errichtete fünf neue Kasernen und eine „Adolf-Hitler-Brücke“ über die Donau, die heutige Nibelungenbrücke. Die strategische Lage Regensburgs im Osten des Reichs zog eine hochgradige Militarisierung des ganzen städtischen Raums nach sich, die erst im 21. Jahrhundert durch Kasernenschließungen (und unter Tränen des derzeitigen Oberbürgermeisters Hans Schaidinger) auf ein durchschnittliches Maß zurückgefahren wurde.

Messerschmitt in Obertraubling

Nach dem Überfall auf Polen bzw. im weiteren Kriegsverlauf stieß auch das Regensburger Messerschmitt-Werk an die Grenze seiner Kapazität. Damals neu entwickelte Kampfflugzeuge benötigten zudem längere Startbahnen, die der Prüfeninger Standort nicht hergab. Einen Ausweg suchte die Konzernleitung bzw. das Reichsluftfahrtministerium im nahegelegenen 250 Hektar großen Gelände des erst zwei Jahre alten Fliegerhorstes Obertraubling, auf dem daraufhin Ende 1940 weitere Produktionsstätten gebaut wurden. Eine vormals dort stationierte Flieger-Kompanie wurde verlegt und das Areal als Werkflugplatz genutzt. In und neben dem intern als „Regensburg-Obertraubling“ oder „Regensburg II“ bezeichneten Werk baute man je ein sogenanntes Russenlager, wo insgesamt rund 2.750 russische Kriegsgefangene (Stand Dezember 1942), zumeist Offiziere, interniert und zur Zwangsarbeit in der Flugzeugproduktion herangezogen wurden. Eines der Lagerareale befindet sich heute auf dem Gebiet der Stadt Regensburg.

Anfangs produziert man dort Lastensegler und, nach der Bombardierung des Prüfeninger Werkes im August 1943, auch den Jäger Bf 109. Zuletzt, ab Januar 1944, montierte man in Obertraubling das erste in Serie gebaute Flugzeug mit Strahltriebwerken, die Me 262, für deren Herstellung der Messerschmitt-Konzern exklusiv auserkoren wurde. Somit wurde der Großraum Regensburg zu einem der größten Zentren der Flugzeugindustrie im Zweiten Weltkrieg. Dies, bzw. die strategische Bedeutung Regensburgs als Verkehrsknotenpunkt im kriegführenden Nazi-Deutschland, führte am Kriegsende im näheren Umkreis zur Gründung von drei Außenkommandos des Konzentrationslagers Flossenbürg: das erste zur Errichtung einer unterirdischen Messerschmitt-Fabrik ab November 1944 in Saal an der Donau mit über 700 Häftlingen, ein zweites im Februar 1945 in der Mitte des Obertraublinger Werks zum Ausbau der Rollbahn mit über 600 Häftlingen und im März 1945 mit über 400 Gefangenen das Außenlager Colosseum im Stadtteil Stadtamhof. Die Gefangenen mussten Bombenschäden auf dem Gelände der Reichsbahn beseitigen.

Diese Außenlager, in denen desaströse Bedingungen und sehr hohe Sterberaten herrschten, stellen jedoch nur einen kleinen Ausschnitt aus dem Gesamtbild des Messerschmitt-Konzerns dar. Diese Zusammenhänge werden in der seit Jahrzehnten schwelenden Debatte um eine Gedenktafel am Colosseum-Gebäude nicht berücksichtigt.


Firmenlogo der Messerschmitt GmbH Regensburg, ca. 1938

Den Alliierten blieb die aufstrebende Luftrüstung im Großraum Regensburg nicht verborgen, sie wurde als essentiell wahrgenommen. Daraus ergab sich, dass die erste strategische Bombardierung der US-Airforce im Inneren des Nazi-Reiches vom 17. August 1943 neben den Kugellagerwerken in Schweinfurt den Messerschmitt-Werken in Prüfening galt. Die Strategen der Airforce gingen davon aus, dass eine nachhaltige Zerstörung der Bf 109-Produktionsstätten eine nahezu kriegsentscheidende Bedeutung haben könnte und planten einen ambitionierten Doppel-Luftangriff, den bis dato größten.

Die Verluste auf der Seite der Angreifer waren gleichwohl sehr hoch: Von 126 Boeing B-17 Bombern (Flying Fortress) kamen 24 nicht zurück, über 200 Tote des Bomberpersonals waren zu beklagen. Auf dem Messerschmitt-Gelände kamen etwa 400 Menschen ums Leben. Da die Rüstungsproduktion in Prüfening dadurch jedoch nur etwa drei Monate, anstatt neun, wie erhofft ausfiel, nahm die US Airforce die Bombardierungen unter anderem im Februar 1944 wieder auf, diesmal auch in Obertraubling.

Mit den nicht abreißenden Luftangriffen der Alliierten auf die kriegswichtigen Messerschmitt-Werke nahm die strategische Bedeutung des Standorts Obertraubling nochmals zu, da dieser infrastrukturell mit den vom Kriegsgegner unentdeckt gebliebenen nicht weit entfernten sogenannten Waldwerken bei Hagelstadt und Mooshof verbunden war. Die Verlegung der „luftgefährdeten Betriebe“ in Untergrund-Bauten oder getarnte Werke hatte das Reichsluftfahrtministerium bereits im Oktober 1942 beschlossen, um die Verluste durch die Bombardierungen zu minimieren. Im Obertraublinger Werk wurde ab Herbst 1944 bis Ende April 1945 ein großer Teil der „Endsieg“ verheißenden Kampfflugzeuge Me 262 in Betrieb genommen.

Noch vor der Platzfrage war jedoch der Mangel an Arbeitskräften das zentrale Problem der deutschen Kriegswirtschaft. Sogenannte „Fremdarbeiter“ und KZ-Häftlinge sollten Abhilfe schaffen.

Zwangsarbeit in Fabriken und Konzentrationslagern

Wie im ganzen Nazi-Reich wurden auch in Regensburg „Fremdarbeiter“ zu Zwangsarbeit herangezogen. Vorwiegend Menschen aus Polen, der Sowjetunion, Frankreich und Italien mussten hauptsächlich in Landwirtschaft, Handwerk und Rüstungsindustrie für den Kriegsgegner arbeiten. Bereits im Frühjahr 1940 brachte man über 1.600 Polen – Zivile und Kriegsgefangene – in die Domstadt. Ende 1943 waren dort bereits rund 11.000 und zu Kriegsende fast 14.000 Ausländer registriert, etwa 1.000 davon starben in Regensburg.

Die Messerschmitt-Werke bauten im Laufe des Jahres 1941 in der Nähe des Prüfeninger Werks eigens elf Baracken für Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, es wurde Platz für 4.500 Menschen eingeplant. Später entstanden weitere Barackenlager am Lohgraben und in Kumpfmühl. Messerschmitt stieg mit über 12.800 Beschäftigten – über die Hälfte davon waren „Fremdarbeiter“ – zum leistungsstarken Rüstungsbetrieb auf.

Die Expansion der Messerschmitt-Werke erreichte mit dem zusätzlichen Werk in Obertraubling aber noch nicht ihr Ende. Schon im Frühjahr 1943 wurde die Produktion von Einzelteilen für den Bf 109-Jäger in das Konzentrationslager Flossenbürg verlegt, gegen Ende 1944 arbeiteten dort bereits über 5.000 Häftlinge für Messerschmitt-Regensburg. Analog zur Regensburger Tochter verlagerte auch das Augsburger Messerschmitt-Stammwerk, das im Januar 1945 22.239 Beschäftigte zählte, seine Produktion in Konzentrationslager – nach Dachau und seinen Außenlagern in Plattling und Augsburg, wo über 6.000 Häftlinge Zwangsarbeit leisten und unzählige sterben mussten.

Die SS-eigene Deutsche Erd- und Steinwerke GmbH (DEST) überließ Messerschmitt Häftlinge gegen Bezahlung, die Endmontage erfolgte vorwiegend in Obertraubling und Regensburg. Andere KZ-Produktionsstätten folgten, so zum Beispiel Gusen, ein Außenlager des nahegelegenen Konzentrationslagers Mauthausen a. d. Donau, wo Anfang 1944 ebenso Einzelteile für den Bf 109 hergestellt wurden.

Nachdem die alliierten Bomber weiter gezielt Rüstungsbetriebe angriffen, Deutschland aber weiterhin unter anderem auf Messerschmitts Wunderwaffen und auf den damit angestrebten „Endsieg“ setzte, wurden nun verstärkt unterirdische Produktionsstätten für Flugzeuge gebaut. Willy Messerschmitt legte dafür in einer Gedenkschrift weitreichende Pläne vor. So mussten etwa nahe dem oberösterreichischen KZ Gusen ab Frühjahr 1944 bis zu 16.000 KZ-Häftlinge riesige Produktionshallen für das Projekt „B8 Bergkristall“ in den Fels schlagen. Die dortigen Lebens- und Arbeitsbedingungen gehörten zu den miserabelsten im gesamten KZ-System – das sehenswerte Memorial Gusen dokumentiert diese außergewöhnlichen Zusammenhänge eindrucksvoll.
Keine Auseinandersetzung mit Regensburg als Rüstungsstandort


Gedenktafel für Bombenopfer in Prüfening. Foto: Werner

Wie die Bewerbungsschrift für das Museum für Bayerische Geschichte bzw. der Eintrag im Straßenverzeichnis für die Messerschmitt-Straße anzeigen, gibt es in Regensburg bislang keine nennenswerte Auseinandersetzung um die Bedeutung des Rüstungsgiganten Messerschmitt für die Stadt. Dem politischen und kulturellen Regensburg fehlt das Bewusstsein über die Relevanz des Rüstungskonzerns für den Aufstieg der Stadt im Nationalsozialismus. Ein daraus abgeleitetes und angemessenes Gedenken an die Opfer dieser Kriegsindustrie existiert folglich auch nicht. Präsent sind vielmehr die schöngefärbten Legenden vom genialen Pionier der Luftfahrt und ein verkürzter Erinnerungsdiskurs, der bezeichnenderweise allein von den Verlusten und der Zerstörung der Messerschmitt-Werke durch die Bombardierung der Amerikaner handelt. Augenfällig wird dies unter anderem mit Blick auf den Gedenkstein, der seit Ende der 1980er Jahre vor dem ehemaligen Verwaltungsgebäude der Messerschmitt-Werke in der Prüfeninger Straße steht.

Der Text, der mit „Die Schüler der städtischen beruflichen Schulen“ unterzeichnet ist, lautet:

„WIR GEDENKEN DER LEHRLINGE DES MESSERSCHMITTWERKES DIE BEI LUFTANGRIFFEN ZWISCHEN 1943 UND 1945 IHR LEBEN LASSEN MUSSTEN.“

Eingeleitet wird die Inschrift mit einem Zitat des ehemaligen Bundespräsidenten Richard Weizsäcker:

„WER VOR DER VERGANGENHEIT DIE AUGEN SCHLIESST WIRD BLIND FÜR DIE GEGENWART.“

Dieser von Weizsäcker formulierte Anspruch der Inschrift wurde nicht eingelöst. Bezüglich der Gesamtzusammenhänge um den Rüstungskonzern Messerschmitt stellt man sich in Regensburg blind.

Literatur:

Wolfang Benz, u.a., Das Konzentrationslager Flossenbürg und seine Außenlager, 2007.
Lutz Budraß, Flugzeugindustrie und Luftrüstung in Deutschland, 1998.
Helmut Halter, Stadt unterm Hakenkreuz, 1998.
Edward Jablonski, Doppelschlag gegen Regensburg und Schweinfurt, 1975
Peter Schmoll, Die Messerschmitt-Werke im Zweiten Weltkrieg, 1998.
Peter Schmoll: Messerschmitt-Giganten und der Fliegerhorst Regensburg-Obertraubling, 2002.