Das Schweigen der Linken

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Günter Grass hat uns alle auf die Probe gestellt. Der merkwürdige Text, den er vor einer Woche in der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht hat, enthält zwar keinen Antisemitismus der alten Schule und auch keine Goebbelssche Propaganda, doch liegen unter den peinlichen Zeilen drei Aussagen verborgen, die man näher betrachten sollte…

Von Ari Shavit, Haaretz, 12.04.12

In der ihm eigenen Art sagt Günter Grass in etwa folgendes: Ich bin nicht bereit, weiterhin meinen Abscheu vor Israel wegen meiner Nazi-Vergangenheit zu unterdrücken; ich denke, dass eine Atommacht Israel den Weltfrieden gefährdet; die Tatsache, dass mein Volk 1942 die Juden ermordet hat, rechtfertigt nicht, dass Israel 2012 über Atomwaffen verfügt.

Mit den sensiblen Instinkten eines großen Schriftstellers hat Günter Grass auf radikale Art und Weise einer tiefsitzenden Auffassung Ausdruck verliehen, die sich heute in den dunklen Kellern des neuen Deutschlands, des neuen Europas und der neuen Linken ausbreitet. Dieser Auffassung zufolge ist nicht der Iran, sondern Israel heute der Aggressor im Nahen Osten. Und nicht die radikalen Schiiten, sondern die radikalen Israelis sind die neuen Nazis. Das Verbrechen gegen die Menschlichkeit, das in Zukunft im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen sollte, sind nicht die Verbrechen der Nazis gegen die Juden, sondern was die Juden den Iranern antun wollen. Und daher sollte man, gerade wegen der Shoah, den Juden das Recht absprechen, eine Atommacht zu sein, denn das könnte zu einer zweiten Shoah führen.

Grass ist das Gegenstück zu Binyamin Netanyahu: Auch er zieht gerne eine direkte Linie zwischen Auschwitz und der nuklearen Bedrohung. Doch aus Sicht des schnauzbärtigen deutschen Schriftstellers befindet sich diese Bedrohung im israelischen Dimona. Mit letzter Tinte zieht Grass die Shoah heran – nicht, um den Reaktor im iranischen Natanz aufzuhalten, sondern um Dimona zu zerlegen. Er fordert auch, Israel das „Zweitschlag-U-Boot“ abzusprechen, das ausländischen Medien zufolge seine Existenz sichert. Der Soldat in SS-Uniform und spätere Humanist beendet sein Leben genau dort, wo er es begonnen hat.

Für Grass geht von amerikanischen, russischen, britischen, französischen, chinesischen, indischen und pakistanischen Atombomben keine Gefahr aus. Und auch eine iranische Atombombe stellt nicht wirklich eine Bedrohung dar. Was unsere Welt wirklich an den Rand der Zerstörung bringen könnte, sind die Atomwaffen, die Israel zugeschrieben werden. Die Fähigkeit der Juden, sich selbst zu verteidigen und damit ihre Vernichtung zu verhindern, raubt dem Moral-Guru aus Lübeck den Schlaf.

Grass stellt uns vor eine ernsthafte Herausforderung. Es ist der Versuch, die positive Diskriminierung aufzuheben, unter deren Schutz das jüdische Volk seit 1945 steht – in Zusammenhang mit allem, was sein Überleben sichert. Es liegt darin der Versuch, Israel das moralische Sicherheitsnetz abzusprechen, das die Basis für das strategische Sicherheitsnetz darstellt, das wiederum die Existenz des Staates Israel garantiert. Dieses Mal werden nicht die Besatzung und die Siedlungen angegriffen, sondern Dimona. Der Vorkämpfer der europäischen Linken versucht jetzt, Israel die Macht der Abschreckung abzusprechen, auf der seine Sicherheit beruht.

Binyamin Netanyahu und Avigdor Lieberman haben sehr gute Antworten auf Grass gegeben, doch niemand in der Welt hört ihnen zu. Innenminister Eli Yishai hat aggressiv auf Grass reagiert und damit Israel schweren politischen und moralischen Schaden zugefügt. Doch wer überhaupt nicht reagiert hat, ist die zionistische Linke. Kein Schriftsteller hat in fließendem Englisch eine feurige Rede gehalten. Kein Intellektueller hat einen profunden Artikel in der New York Times geschrieben. Meretz und Peace now haben geschwiegen. Die Moralisten sind schnell dabei, jeden verwirrten Rabbi aus der Siedlung Yitzhar zu verurteilen – aber angesichts der beängstigenden Worte eines Nobelpreisträgers haben sie geschwiegen. Während das offizielle Deutschland seinen obersten Schriftsteller lautstark verurteilt hat, blieb das aufgeklärte Israel stumm. Die moralische israelische Linke hat den Grass-Test nicht bestanden.

Im Moment sieht es so aus, als sei der Sturm vorüber. Doch das schwere moralische Scheitern Grass‘ und die ausbleibende Reaktion seitens der zionistischen Linken verheißen nichts Gutes. Sie lehren uns, dass die langen Jahre der Besatzung die Gemüter verwirrt haben und Schlüsselkonzepte vergessen machen. Sie zeigen auch, dass die leitenden Intellektuellen im Westen und in Israel nicht mehr fähig sind, zur Verteidigung des Staates Israel auszuziehen. Was Grass gesagt hat und was nicht gegen ihn gesagt wurde, zeigt, dass der Samen der Delegitimation langsam Früchte trägt.

Der Autor ist Journalist und Publizist.

Newsletter der Botschaft des Staates Israel

23 Kommentare

  1. hier noch ein sehr guter Artikel aus der jungle-world:
    http://jungle-world.com/artikel/2012/15/45226.html
    Alex Feuerherd schildert hier, wie Teile der deutschen Friedensbewegung, ganz in ideologischer Tradition der NSDAP, Israel und damit die Juden als Kriegstreiber  beschimpfen und dabei Günter Grass huldigen. Aus dem Artikel wird deutlich, dass man heute lupenreines Nazipack von derart offen auftretenden Israelhassern   nicht mehr unterscheiden kann.
    Dass der Weg von den Nazis zu linken Israelhassern nicht weit ist, haben „Persönlichkeiten“ wie Horst Mahler (ehemaliger Angehöriger des SDS, der RAF), Wilfried Böse, Brigitte Kuhlmann etc. ja gezeigt. Das ist übrigens das große Verdienst der sog. antideutschen Bewegung, dass sie sich in ihren linke Positionen von solchem Pack scharf abgrenzen.
    Dafür hasst die traditionelle Linke die Antideutschen ja auch wie die Pest. 

  2. gerade eben bin ich durch Google bei der Stichwortsuche nach „jüdischer Antisemitismus“ auf einen Artikel von Micha Brumlik in Ihrem Archiv und erst dadurch auf Ihre Internetseite aufmerksam geworden.
     
    Was dort gesagt ist, finde ich interessant; deshalb habe ich auf Ihrer Seite weitergelesen. Ein Satz Brumliks zu „Verantwortungsübernahme“ bei Leuten wie Grosser und Tony Judt paßt, wie ich finde, auch in die aktuelle Debatte über Grass:
    Eine solche Verantwortungsübernahme aber ist mehr und schwerer, als lediglich Moral zu predigen und es allenfalls zu riskieren, da und dort einmal ausgeladen zu werden.
     
    Was mich generell an der Debatte über Grass genau wie an seiner eigenen Stellungnahme stört, ist, daß die Rolle des US-Imperialismus und das Verhältnis, das der Staat Israel zu ihm einnimmt, weitestgehend ausgeblendet wird – dies scheint mir auf eine Wahrnehmungsschwäche zurückzuführen zu sein, die Freud als Verdrängung bezeichnen würde.
     
    In dem bereits zitierten Artikel Brumliks heißt es u.a.: 
    Jacqueline Rose publizierte 2005 in der Princeton University Press ein Buch unter dem Titel „The Question of Zion“, dem Rosenfeld tatsächlich eine Reihe schwerer, sachlicher Fehler nachweisen kann, dem er aber vor allem Roses Behauptung ankreidet, dass Israel die Sicherheit der jüdischen Diaspora gefährde, dass Israel „schlecht für die Juden“ sei. Vor allem aber weist Rosenfeld Roses Meinung zurück, dass die kriegerischen Verstrickungen Israels sinnvoll im Vokabular der „Tragödie“ beschrieben werden könnten. Damit […] kritisiert [Rosenfeld] eine Form der Geschichtsbetrachtung, die das zionistische Projekt, gemessen an seinen eigenen Vorsätzen, letztlich doch als gescheitert ansehen will.
       Schließlich moniert er Roses Behauptung, dass die zionistische Vision von Anfang an die Keime der späteren politischen Katastrophen in sich getragen habe. Rosenfeld kritisiert zudem Roses postmoderne Ablehnung des Begriffs der Nation […].
     
    Genau diese, wie es euphemistisch umschrieben wird, „postmoderne“ Ablehnung weniger des „Begriffs“ der Nation als vielmehr des Nationalstaats selber, genauer: jeder anderen staatlichen Souveränität als derjenigen der Vereinigten Staaten von Amerika, ist das auffälligste Merkmal von deren Außenpolitik. Das ist die Zwickmühle, in die über kurz oder lang auch der Staat Israel hineingeraten wird. Denn wenn es auf US-Befehl hin keine staatliche Souveränität mehr geben wird, dann gibt es sie eben für keinen mehr – auch nicht für das (noch!!!) US-protegierte Israel. Außerdem heißt es dort:
    Denn obwohl der Nationalstaat weltweit als politisches Organisationsmodell strukturell längst überholt ist, werden wir doch auch in gemäßigteren Zonen Zeugen der immer neuen Gründung von bei ihrem Entstehen schon veralteten Staaten nationalen Zuschnitts: so im ehemaligen Jugoslawien […].
    Das „Modell“ des Nationalstaats („Modell“: als habe man sich irgendwie per Abstimmung oder Vernunftbeschluß darüber verständigt und als hätte nicht jeder einzelne Nationalstaat erst unter ungeheurem Blutzoll erkämpft werden müssen!) sei also „strukturell längst überholt“ – nicht ganz, kann ich nur sagen; jedenfalls solange es noch Staaten wie Israel, Iran, Indien, Nordkorea und China gibt. Jugoslawien ist keineswegs ein Beispiel für die Entstehung von neuen Nationalstaaten, sondern für die Zerschlagung aller auch nur einigermaßen wirtschaftlich und militärisch ohne Einmischung von außen lebensfähigen (nach der altrömisch-imperialistischen Devise: divide et impera). Auch die Zerschlagung Jugoslawiens wurde von langer Hand per US-Gesetz vorbereitet bzw. eingeleitet; siehe dazu: Sara Flounders: Die bosnische Tragödie – Die unbekannte Rolle der USA (KETZERBRIEFE 68; Sept. 1996, 2. Aufl.; Freiburg i. Brsg.).
     
    Es ist doch kein Geheimnis, daß die USA den Krieg gegen den Iran seit vielen Jahren vorausschauend planen. Das Propaganda-Schema gleicht exakt dem des vorausgegangenen Irak-Ãœberfalls: ich sage nur ein Stichwort: „MASSENVERNICHTUNGSWAFFEN“. Entweder darf ein Staat, so wie die USA auch, über Atomwaffen verfügen – dann eben jeder Staat, so auch Israel und der Iran -, oder eben nicht. Dann müßten alle Staaten ihre Atomwaffen verschrotten (was mir persönlich zwar lieber wäre)! Ansonsten muß gelten: Gleiches Recht für alle!
     
    Inzwischen sind den USA nicht nur ihre eigenen Militärausgaben zu hoch geworden, weshalb sie diese so zurecht stutzen, daß sie „nur“ noch zwei (Luft-)Kriege gleichzeitig führen können, und lieber andere einmarschieren lassen – zumal die Kriegsbegeisterung im Lande trotz medialer Forcierung im gleichen Maße abnimmt, wie die Zahl der Deserteure ihrer Armee zunimmt. Nein, sie sind inzwischen weltweit auch recht ungeliebt, wie man z.B. an den Vetos im Weltsicherheitsrat zu Syrien sieht. Deshalb versuchte etwa Anne-Marie Slaughter, die Rektorin der Woodrow Wilson School an der Universität Princeton, die Türkei zum militärischen Stellvertretertum der eigenen Interessen in Syrien zu bewegen: „Die Türkei könne Logistik, Informationen, Waffen, Training, Kommunikationsmittel und sogar Luftunterstützung anbieten, um der Freien Syrischen Armee (FSA) zu helfen, eine „Pufferzone“ entlang der nordwestlichen Grenze Syriens einzurichten [http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2012/02/399129/us-professorin-tuerkei-muss-in-syrien-frage-mehr-liefern-als-nur-worte/].“ „Luftunterstützung“ und eine „Pufferzone“ einrichten: Was heißt das denn? Das heißt doch, daß die Türkei gefälligst militärisch in Syrien intervenieren soll. („Pufferzone“: genau wie die sog. „Flugverbotszone“ wieder so ein Wort aus der Mottenkiste von spin doctors.) Genau aus diesem Grunde fördern die USA den Islamismus in der Türkei, und zwar über die Infiltration von Anhängern des in den USA ansässigen und auf seiner Ranch vom FBI beschützten Milliardärs Fethulla Gülen in Militär und andere türkische Institutionen, so wie sie früher, als es gegen die Sowjetunion ging, in Afghanistan die Taliban militärisch aufgebaut hatten. Leider hatte Slaughter (nomen est omen) mit ihrer Forderung offenbar bereits einigen Erfolg (http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2012/02/428434/tuerkei-ergreift-initiative-fluechtlingskorridor-in-syrien-auch-ohne-un/). Auch im Irak wurde per UN-Resolution(!!) die Scharia eingeführt. Die vom Islamismus ausgehende Gefahr für die Menschenrechte wird von den USA also stillschweigend in Kauf genommen (Kunststück: sie erklären sich ja selber für folterberechtigt), solange der islamische Mohr nach ihrer Pfeife tanzt. (Auf Demokratie und Menschenrechte fixierte Regierungen sind da eher unbrauchbar. Drauf geschissen!) Auf jeden Fall ist die islamistische Regierungsform des Iran nicht der Grund für dessen geplante Bombardierung.
     
    Und dieselbe Stellvertreter-Funktion versucht man auch Israel reinzudrücken. Nur nicht so plump wie bei der Türkei, sondern psychologisch geschickter: Es ist eine Variante dessen, was Krimi-Zuschauer kennen als das Spielchen: „Der gute und der böse Polizist“. Der gute (Welt-)Polizist tut so, als würde er den bösen davon abhalten müssen, dem (des Besitzes von Massenvernichtungswaffen) Verdächtigen (=Iran) weh zu tun. Das heißt, er schickt den bösen vor. Wenn der Beschuldigte sich dann wehrt, greift er natürlich („widerwillig“) ein und kommt seinem „Kollegen“ zuhilfe. Grass tut so, als durchschaue er dieses Spielchen nicht, indem er Israel für die Angriffspläne verantwortlich macht: „Doch warum untersage ich mir, jenes andere Land beim Namen zu nennen, in dem seit Jahren […] ein wachsend nukleares Potential verfügbar aber außer Kontrolle, weil keiner Prüfung zugänglich ist?“ Er untersagt es sich aber schließlich tatsächlich, denn in erster Linie handelt es sich dabei eindeutig um die USA. Israel wird von diesen nur vor aller Welt in die Rolle des Angreifers und somit Bösewichts hineingepreßt. Und der böse, böse und nun auch vielgeschmähte Grass sekundiert ihnen rhetorisch dabei. Nun, er hat – genau wie Obama – seinen Nobelpreis eben nicht umsonst erhalten…
     
    Ich finde, daß, bei aller Abhängigkeit von politischer und militärischer Unterstützung von außen, Israel niemand dazu zwingen kann, einen Angriffskrieg gegen Iran einzuleiten oder zu führen, der seit Jahrhunderten keinem anderen Land etwas getan hat (bzw. dort, wie es einige jüdische Exponenten nannten, ein „Instant-Auschwitz“ zu entfachen). Sollte es sich im Sinne der Stellvertreterschaft jedoch dazu hergeben, sind meines Erachtens die Tage seiner Existenz gezählt; ich sage das als ausgesprochener Befürworter eines selbstbehauptungsfähigen und deshalb notwendigerweise auch militärisch schlagkräftigen jüdischen Staates. Das Schlimmste daran wäre für mich, daß dann der jetzt schon z.B. in Teilen Osteuropas grassierende Antisemitismus dann überall wieder richtig zuschlagen würde. Insofern könnte ich durchaus der These zustimmen, daß die israelischen Kettenhunde des US-Imperialismus in allen anderen von ihm geschlagenen Staaten zumindest Beihilfe zum „Antisemitismus“ leisten.

  3. Wieso fordern die Araber 1949 überhaupt etwas? Sie haben den Krieg begonnen und verloren. Danach sind Reparationszahlungen dran, keine Forderungen. Jane, nach dem ersten Absatz merkt man schon so grundlegende Lücken, dass es einfach keinen Spaß macht, weiterzulesen.
    Im Übrigen halte ich die Westbank als Reparationszahlung seitens der Araber für mehr als gerechtfertigt.
    Beim 6-Tagekrieg kann man streiten, ob die Sperrung der Straße von Tiran der Kriegsbeginn war (Nasser wusste definitiv Bescheid, dass Israel dies als Kriegsgrund auffassen würde) oder ob die geläufigere Version des Präventivschlages greift. In beiden Fällen liegt der Beginn der Aggression bei den Arabern.
    Und der gemeinste dieser Kriege, der Jom-Kippur-Krieg wird hier im Forum und fast überall totgeschwiegen – und war eine so unfassbare Aggression der Araber, dass man eigentlich einig sein sollte, dass danach nicht mal mehr über irgendwelche Rechte der Araber diskutiert werden sollte.
    Natürlich stellte das Ölembargo gleich danach den Westen vor eine schwere Entscheidung. Und man entschied sich gegen Israel und für das Öl. Und seither wird die Faktenlage ständig umgedreht und aus einem Land, das sich verteidigen muss, weil scheinbar die Nachbarn einfach nicht aufhören, dessen Vernichtung zu planen, ein Aggressor gemacht.
    Schalom alejchem

  4. Die EINZIGE Lösungsmöglichkeit, auf die sich die arabische Seite einigen konnte, ist
    das Alte “Die Juden ins Meer”. Da kann ich die mangelnde Zustimmumg auf israelischer
    Seite nachvollziehen.


    @Udo Sefiroth
    Hier geben Sie mal wieder ein eindrucksvolles Beispiel für den speziellen ‚Autismus‘ und auch von der israelischen Propaganda von der ich rede.
     

    Im Frühjahr und Sommer 1949 trafen sich Israel und die arabischen Staaten unter dem Schutz des Palestine Conciliation Commitee (PCC) in Lausanne in der Schweiz. Israel wollte keinerlei territoriale Konzessionen machen und auch nicht 100.000 der 700.000 Flüchtlinge wieder aufnehmen, wie von den Arabern gefordert. Der israelische Verhandlungsteilnehmer Elias Sasson berichtete, Ben Gurion habe in einer Kabinettssitzung bemerkt, die israelische Öffentlichkeit sei „betrunken vom Sieg und nicht in Stimmung für Konzessionen, maximale oder minimale“.
    1949 erklärte Syriens Staatsoberhaupt Husni Zaim offen seine Bereitschaft, der erst arabische Regierungschef zu sein, der einen Friedensvertrag mit Israel abschließt – ebenso sei er bereit, die Hälfte der palästinensischen Flüchtlinge in Syrien anzusiedeln. Er bot wiederholt an, sich mit Ben Gurion zu treffen, der aber standhaft ablehnte. Am Ende wurde nur ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichne.
    König Abdullah von Jordanien engagierte sich zwei Jahre lang für Verhandlungen mit Israle, war aber nie in der Lage, vor seiner Ermordung einen bedeutenden Durchbruch zu erreichen. Sein Angebot, sich mit Ben Gurion zu treffen, wurde ebenso abgelehnt. Außenminister Moshe Sharet kommentierte vielsagend: „Transjordanien sagte – wir sind sofort zum Frieden bereit. Wir sagen – wir möchten natürlich auch Frieden, aber wir können nicht rennen, wir müssen im Schritttempo laufen.“ Drei Wochen bevor er ermordet wurde, sagte König Abdullah: „Ich könnte einen Frieden rechtfertigen, indem ich Zugeständnisse der Juden vorweise. Aber ohne Zugeständnisse von ihrer Seite bin ich gescheitert, bevor ich anfange.“
    1952 – 1953 wurden extensive Verhandlungen mit der syrischen Regierung Adib Shishaklis geführt, einem proamerikanischen Regierungschef, der eine Einigung mit Israel anstrebte. Diese Gespräche scheiterten, weil Israel auf der alleinigen Kontrolle über den See Genezareth, den Huleh-See und den Jordan bestand.
    Gamal Nassers wiederholtes Angebot, mit Ben Gurion Friedensgespräche zu beginnen, bald nach der Revolution von 1952, endete schließlich mit der Ablehnung durch Ben Gurions Nachfolger Moshe Sharet, den Prozess fortzusetzen, und mit einem verheerenden israelischen Angriff (unter der Leitung von Ariel Sharon) auf eine ägyptische Militärbasis in Gaza.
    Generell ist Israels Nachkriegsinflexibiltät seinem Erfolg im Aushandeln von Waffenstillstandsabkommen zuzuschreiben, der es in einer politisch, territorial und militärisch überlegenen Position ließ. „Die erneute Kriegsbedrohung war erfolgreich abgewiesen worden“, schreibt der israelischen Historiker Benni Morris in seinem Buch „Righteous Victims“. „Warum also sich anstrengen für einen Frieden, der mit bedeutenden territorialen Konzessionen einhergeht?“ In einem Telgramm an Moshe Sharet umriss Ben Gurion in einfachen Worten die israelische Politik für die weitere Zukunft, wie sie im Wesentlichen bis heute gilt: „Israel wird keine Gespräche führen über einen Frieden, der mit irgendwelchen territorialen Konzessionen verbunden ist. Die Nachbarstaaten verdienen nicht eine Handbreit israelischen Boden… Wir sind bereit für Frieden gegen Frieden.“ Im Juli 1949 sagte er einem amerikanischen Journalisten: „Ich habe es nicht eilig, ich kann zehn Jahre warten. Wir stehen überhaupt nicht unter Druck.“ Nichtsdestoweniger tauchte in dieser Periode das Bild der arabischen Führer als störrische Feinde auf, das von Israel so bedacht gezeichnet wurde und einen solch wirkungsvollen Teil im israelischen Gedankengebüude darstellt. Benni Morris (1999, S.268) fasst dies kurz und bündig zusammen:
    Jahrzehntelang belog Ben Gurion – und ebenso nachfolgende Regierungen – die israelischen Öffentlichkeit über die Friedensbemühungen nach 1948 und über das arabische Interesse an einem Übereinkommen. Die arabischen Führungspersönlichkeiten (möglicherweise mit der Ausnahme von Abdullah) wurden insgesamt als einen Ansammlung von störrischen Kriegstreibern dargestellt, die auf Teufel komm raus Israels Zerstörung im Sinn haben. Die Öffnung der israelischen Archive in der jüngsten Zeit bietet ein sehr viel komplexeres Bild der Lage.
    Ende 1965 lud der Vizepräsident und Zweite Kommandeur der ägyptischen Armee, Abdel Hakom Amer, den Leiter des Mossad, Meir Amir, nach Kairo ein. Nachdem Isser Har’el, Levi Eshkols Geheimdienstberater, entschieden Einspruch dagegen einlegte, wurde der Besuch abgesagt. Hätte der Krieg 1967 vermieden werden können? Wir werden es nie wissen.
    Unmittelbar nach dem Krieg 1967 streckte Israel seine Fühler aus für eine Annäherung sowohl mit den Palästinensern in der Westbank als auch mit Jordanien. Die Palästinenser waren bereit, Friedensgespräche aufzunehmen, aber nur, wenn sie Aussicht auf einen unabhängigen palästinensischen Staat hätten, eine Möglichkeit, die Israel nie auch nur in Erwägung zog. Die Jordanier waren ebenso bereit, aber nur, wenn sie die volle Kontrolle über die4 Westbank und besonders über Ostjerusalem und die heiligen Stätten erhielten. König Hussein traf sich sogar mit israelischen Regierungsbeamten, doch Israels Ablehnung, eine vollständige Rückgabe der (besetzten) Gebiete zu erwägen, brach den Prozess ab. Die Annektierung des Gebiets für ein „größeres“ Jerusalem und das unmittelbar begonnene Programm der Errichtung von Siedlungen schloss von vornherein jede Chance für einen umfassenden Frieden aus.
    1971 sandte Anwar as-Sadat einen Brief an die Jarrings- Kommission der Vereinten Nationen, in dem er Ägyptens Bereitschaft ausdrückte, ein Friedensabkommen mit Israel abzuschließen. Israels Zustimmung hätte den Krieg 1973 verhindern können. Nach dem Krieg lehnte Golda Meir Sadats erneute Angebote zu Friedensgesprächen in Bausch und Bogen ab.
    Israel ignorierte Anfang der 70er-Jahre zahlreiche ausgestreckte Fühler Jasir Arafats und anderer palästinensischer Führungspersönlichkeiten, die mehrfach die Bereitschaft zeigten, mit Israel über Frieden zu sprechen.
    Anwar as-Sadats V ersuche 1978, die Palästinenserfrage als Teil des israelisch-ägyptischen Friedensprozesses zu lösen, wurden von Menachem Begin abgewiesen, der sich weigerte, alles, was weiter ginge als eine palästinensische „Autonomie“. In Betracht zu ziehen.
    1988, in Algier, erkannte die PLO in der palöstinensischen Unabhängigkeitserklärung Israel innerhalb der „Grünen Linie“ an und erklärte ihre Bereitschaft, Gespräche aufzunehmen.
    1993, zu Beginn des Oslo-Prozesses, bestätigten Arafat und die PLO schriftlich ihre Anerkennung Israels innerhalb der Grenzen von 1967 (nochmals: Dies sind 78 Prozent des historischen Palästina). Obwohl sie Israel als „legitimen“ Staat im Nahen Osten anerkannten, erwiderte Israel nicht entsprechend. Die Regierung Rabin erkannte nicht das nationale Recht der Palästinenser auf Selbstbestimmung an, sie war lediglich bereit, die Palästinenser als Verhandlungspartner anzuerkennen. Weder ins Oslo noch in der Folgezeit war Israel je bereit, zugunsten eines palästinensischen Staates auf die 1967 besetzten Gebiete zu verzichten, obwohl dies die Position der UNO (Resolution 242), der internationalen Gemeinschaft (inklusive USA, vor George W. Bush) und, seit 1988 der Palästinenser ist.
    Die vielleicht größte aller vergeudeten Gelegenheiten war die Verunmöglichung eines lebensfähigen palästinensischen Staates durch die Reihe der Likud- und Labour-Regierungen, die während der sieben Jahre des Oslo-“Friedens-Prozesses“ (1993 – 2000) die Bevölkerung in den Siedlungen verdoppelte und damit wirkungsvoll eine Zwei-Staaten-Lösung eliminierten.
    Ende 1995 präsentierte Jossi Beilin, eines der führenden Mitglieder des Verhandlungsteams in Oslo, Itzhak Rabin das „Stockholm-Dokument“ (das mit Abu Mazens Team ausgehandelt worden war), um den Konflikt zu lösen. Die darin aufgezeichneten Übereinkünfte waren so vielversprechend, dass Abu Mazen Tränen in den Augen hatte, als er das Schriftstück unterzeichnete. Rabin wurde ein paar Tage später erschossen und sein Nachfolger Shimon Peres lehnte das Dokument umgehend ab.
    Die syrische Bereitschaft zu Friedensverhandlungen unter der Bedingung von Konzessionen bei den besetzten Golanhöhen wurde bis zum heutigen Tag von Israel vielfach zurückgewiesen.
    Sharons komplette Missachtung des Angebots einer Anerkennung Israels durch die Arabische Liga 2002, inklusive des Angebots von Frieden und regionaler Integration im Austausch für ein Beenden der Besatzung.
    Sharons Disqualifizierung Arafats, des bei weitem kooperativsten Verhandlungspartners, den Israel je hatte, und der letzten palästinensischen Führungspersönlichkeit, die noch „liefern“ konnte „wie bestellt“, und der darauf folgende Boykott Abu Mazens.
    Olmert erklärte das „Gefangenen-Dokument“, in dem alle palästinensischen Fraktionen einschließlich Hamas ein politisches Programm mit dem Ziel einer Zwei-Staaten-Lösung beschlossen haben, als „irrelevant“. In der Folgezeit versuchte er mit Gewalt, die demokratisch gewählte Regierung der Hamas zu zerstören; dies geschieht bis heute.

    Jeff Halper
    http://palaestina-heute.de/uber_uns/Was_wir_gefragt_werden/Warum_keine_Anerkennung_Israel/warum_keine_anerkennung_israel.html
     
    Herr Pfeifer, ich verurteile dass Treiben Assads ausdrücklich und finde es grauenhaft. Ich bin aber zuversichtlich, dass dies keine 40 Jahre so gehen wird.
     
    Ãœbrigens bin ich eben auf das Buch eines jüdischen Amerikaners gestoßen, der die Grundkomponenten der Situation, die letztendlich dazu beitragen, dass der NahOstKonflikt SCHEINBAR unlösbar sei – genauso analysiert wie ich:
     
    Schon als jungem Mann kamen Mark Braverman bei seinen dann in der Folge immer häufiger werdenden Aufenthalten in Israel große Zweifel an seiner bisherigen Haltung. Er lernt Palästinenser kennen, die ihm ihre Geschichte erzählen, er sieht und er lernt Vertreibung, Unrecht, Schikanen und Willkür kennen. Weil er ein Jude ist und weil er Israel liebt und seinen Fortbestand will, beginnt er sich viele Fragen zu stellen nach den Ursachen dessen, was verschiedene israelische Regierungen tun. Und er fragt sich, warum es für seine Politik aus den westlichen, christlich geprägten Staaten so wenig Widerspruch erntet.


    Und er stellt fest, dass keine der bisherigen Lösungsvorschläge auch nur irgendeine Aussicht haben, einen dauerhaften Frieden in Israel und Palästina zu gewährleisten. Erst wenn alle Unrechtszustände aufgehoben sind, und der Mut aufgebracht wird, die theologisch-ideologischen Grundlagen des Konflikts zu durchleuchten und zu revidieren, kann es den Ansatz einer Lösung geben.


    Die Wurzel des Konflikts identifiziert der überzeugte Jude Braverman in Israels Grundüberzeugung, dass es Gottes auserwähltes Volk sei und dass deshalb bestimmte politische und soziale Regeln für Israel keine Geltung haben….


    Auch für die Christen findet er tadelnde Worte, wobei er die rechten Christen besonders in den USA mit ihrer großen Leidenschaft für Israel kaum erwähnt, sondern sein Augenmerk hauptsächlich auf die progressiven Christen richtet. Sie hätten die Tendenz, aus lauter Angst, antisemitisch zu wirken und sich so erneut schuldig zu machen, dem Staat Israel alles nachzusehen und zu dem Unrecht zu schweigen. Diesen wohlmeinenden Christen will er verdeutlichen, dass eine reflektierte Kritik der zionistischen Politik etwas anders ist als Antisemitismus….


    Braverman sagt, dass das jüdische Beharren darauf, Gottes auserwähltes Volk zu sein in der heutigen pluralistischen Welt nicht mehr länger lebbar ist. Gleichzeitig fordert er die Christen auf, ihre Vorstellung, sie seien das neue von Gott auserwählte Volk und Anhänger des einen auserwählten Messias zu überdenken….
     
    http://blog.libri.de/empfehlungen/rezensionen-pressespiegel/rezension-zu-verhaengnisvolle-scham-von-mark-braverman/

  5. Nun versucht man also ein Nebenschauplatz zu eröffnen, will hören was die Linken so von der Sache um Grass halten. Tatsächlich wollen Interessenvertreter, Meinungsmacher, Berufsschreiber, die den Schulterschluss mit Israel lebenslänglich frönen, Konzessionen abgesegnet sehen, freilich mit positiver Gesinnung ihrer Deutungshoheit. Und so klopfen sie Parteien und sonstige mediale Leuchten oder Leutchen ab, ob da was Antisemitisches geäußert wird.
    Leider geht der Schuss nach hinten los, denn Grass ist und war nie ein Antisemit. Und auch der polemische Onanist Henryk Broder, wäre besser weiter in Deutschland Safari gefahren oder dort- wozu er zu feige ist – im Nahen Osten – als sein gekränktes jüdisches Herz auszuschütten.
    Ich bin davon überzeugt, dass das Verhalten weit überzogen ist, ja gewollt böswillig gegen Grass inszeniert ist. Da werden alte Ressentiments ausgegraben. Da wird die Person Grass zum Menetekel erklärt

  6. Meine Erfahrung:

    Man kann mit Antisemiten nicht diskutieren. Sie gehen auf Argumente nicht ein und winden sich in immer neue Themen, je absurder, desto besser. So kommt man vom eigentlichen Thema ab und jede Diskussion verläuft im Sande.

    Thema dieses Threads war das „Schweigen der Linken“ und nicht UN-Resolutionen, gleich welcher Art.

    Es ist schon ein äußerst spannendes Thema, wie sich die internationale Linke zum unrühmlichen Untergang ihres intellektuellen Flagschiffes, dem Nobelpreisträger Günter Grass verhält. Besonders peinlich dürfte dieses Thema für die israelische Linke sein.

  7. Eine nette propaganda Seite ist hier am Laufen, und Material zum Echauffieren liegt in Deutschland praktisch auf der Straße. Und wenn nicht, dann kommt da einfach so ein Nobelpreisträger daher und wird polemisch und beschwört das Böse an Israel, was ja nicht angehen kann, denn nach dem Holocoust haben die Deutschen gefälligst Israel nicht zu kritisieren. Was umgekehrt Tradition ist, verwehrt man den Germanen.
    Feuilletonweit werden alle Kaliber aufgefahren, um dem Grass sein Recht auf Meinungfreiheit zu verwehren, oder man dikreditiert seine Person, macht ihn lächerlich. Wegen einem Gedichtchen, dessen Qualität eher mäßig ist. Das aber Brisanz hat.
    Nun das ist alles durchschaubar und hat eine banale Botschaft, Wir, die Deutschen haben das Maul zu halten wenn es um Israel geh – Ich mache das jedenfalls nicht.
    Statt einen gesitteten Diskurs zu fördern, wird penetrant der Antisemitismus herausgekeht, dem ja alle die Kritik am heiligen Land üben unterliegen müssen.

  8. Ja Jane ist halbblind. Sie phantasiert den jüdischen Staat als große Gefahr. Die Tatsache dass im Nachbarland Syrien bereits mehr als 10.000 Menschen getötet wurden kratzt sie nicht. Sie ist besessen und vollkommen von ihren antisemitischen Trieben beherrscht.
    Niemand leugnet, dass die Israelis nicht alle Engel sind, aber sie sind natürlich auch nicht die Teufel, wie das Jane behauptet. Und wenn Sie wirklich religiöser Fundamentalismus stört, dann könnte sie ihre reichlichen Copy Paste Energien dazu gebrauchen, diesen in der muslimischen Welt anzuprangern. Doch das tut sie natürlich nicht, sie kennt ja nur einen Feind. Israel ist unser Unglück, das ist die einzige Jane-Botschaft und das ist reichlich langweilig.

  9. Ich sehe in einer Hinsicht Israel auch als gefährlich – Israel hat sich selbst seit Jahrzehnten in eine völlig unhaltbare Lage manövriert, weil es sich nun seit zig Jahren gegen das Völkerrecht stellt und damit zunehmend isoliert. Natürlich ist das REchtssyxstem im Israel für Israelis total fortschrittlich, wenn man es mit den umliegenden Staaten vergleicht, aber das kann dieses Verhalten in keiner Weise rechtfertigen.
     
    Die Politik des Landes ist hinsichtlich der Palästinenser und ihrer Nachbarn radikal und ressentiment geladen. Bei allem VErständnis für die konflikthafte Agitation beider Seiten, kann man nicht übersehen, dass die israelische Seite alle Offerten und Lösungsmöglichkeiten, anders als die arabische, konsequent in den Wind schlägt.
     
    Damit manövriert sich das Land irgendwann in eine Ecke, aus der es selbst nicht mehr herauskommt – gepaart mit einem immer stärker um sich greifenden Messianismus und religiösem Fundamentalismus, einer radikalisierten Jugend, die lt. Umfragen keine gleichen Rechte für arabische und jüdische Israelis will, ergibt das auf die Dauer eine ziemlich unverdaualiche Mischung. Sicher die Atomraketen z.Bsp. in Pakistan finde ich auchz ziemlich beunruhigend – aber seit Jahren sehe ich Israel auf einer Einbahnstraße, die nichts gutes verheißt.

    • „dass die israelische Seite alle Offerten und Lösungsmöglichkeiten, anders als die arabische, konsequent in den Wind schlägt.“
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      Die EINZIGE Lösungsmöglichkeit, auf die sich die arabische Seite einigen konnte, ist
      das Alte „Die Juden ins Meer“. Da kann ich die mangelnde Zustimmumg auf israelischer
      Seite nachvollziehen.

    • Wenn die Palästinenser auch immer sauber geblieben wären, dann wäre der Konflikt schon längst gelöst worden. Aber das waren sie und sind es heute noch immer nicht.

      Nicht zu erwähnen, dass Teile von den Palästninensern Selbstmordattentate befürworten, was weit davon ist, Menschenrechte zu erfüllen.

      Bitte, bei einer Anklage muss man beide Seiten betrachten.

      Israel ist zur Zeit eine stärkerere Macht, wenn das umkippen würde, dann würden Sie auf deren Seite auch keine Erfüllung von Menschenrechten sehen.

      Was soll das nur?

      Sie halten anscheinend keine Kontakte zu Palästinensern, weil dann würden Sie sehen wie schwer es ist diese auf eine richtige Richtung zu bringen.

      Sie halten nur zu den Schwachen weil das die Schwachen sind?

      Wo sind denn Ihre Lösungsvorschläge an Israel, wie sie es besser machen sollen?

      UNd wenn Sie Lust darauf haben mir zu antworten, dann bedenken Sie, das ich zu keiner Person gehöre, die einem einzigen Palästinenser Leid zugeführt habe, nie Militär befürworte oder rechtfertige und nie von einem der palästinensischen Terroristen Angst haben muss angefallen zu werden.

      Es gibt noch andere Juden, und die geben ihre volle Liebe den Palästinensern.

      Aber so schwarz-weiß wie Sie das schreiben ist es einfach nicht.

      Die Palästinenser betreiben seit Jahren eine Art Diplomatie, die nur die Verantwortung vor sich hinschiebt.

      Sie unterstützen die Palästinenser nicht, wenn Sie hier nur den Staat Israel anprangern.

      Der ganze Nahe Osten gehört umgeackert und in die Schulbank gedrückt. Und dann kann man den Juden auch was sagen, aber in einer angespannten Lage wie heute kann man nicht einseitig argumentieren.

      Ich habe hier auch meine Position gesagt und einmal reicht.

      Man muss das nicht fortlaufend tun.  

  10. Wesentliches Kennzeichen von Antisemitismus ist, daß ein Urteil nur deshalb anders ausfällt, weil es um Juden geht


    Das Urteil über Israel fällt nur seit Jahrzehnten tatsächlich anders aus – nur weil es um Juden geht.


    Israel verstößt seit Jahrzehnten massiv gegen das Völkerrecht, vergeht sich seit Jahrzehnten systemimmanent gegen elementare Menschenrechte und missachtet seit Jahrzehnten eine endlose Anzahl von UNO-REsolutionen.


    Keinem anderen Land würde man unter diesen Umständen mit soviel Nachsicht, ja sogar dennoch fotwährend gewährter Unterstützung begegnen – und das ist so – nur weil es sich um den  jüdischen Staat handelt.


    Es mag Judenhasser und Antisemiten geben. Sie spielen aber nirendwo eine staatstragende Rolle oder auch nur maßgebliche Rolle, jedenfalls nicht in den westlichen Ländern und in vielen anderen auch nicht.
     
    Juden sind gleichberechtigt – selbstverständlich – vor Diskriminierung per Gesetz geschützt und zwar in einer Form, die sie im Vergleich zu anderen Minderheiten tatsächlich eher privelegiert. (was ich gerade hier in Anbetracht der Geschichte auch okay finde, wenn ich natürlich auch möchte, dass alle Minderheiten geschützt sind).


    Eine positive Ikonographie – also eine Grundannahme – Juden sind gut und haben Recht, ja sie haben immer Recht und ihre Belange müssen immer vorrangig und in jeder Hinsicht unterstützt werden – ist heute meines Erachtens viel wirkmächtiger und wirkt sich extrem negativ auf die Lebenssituation der Palästinenser und das Verhältnis zwischen der islamischen und der westlichen Welt aus. Im Schatten dieser modernen Ikonographie, dieses positiven Vorurteils, dass meiner Meinung nach heute sehr viel mächtiger ist, als das negative und dessen Adepten nicht nur Nicht-Juden, sondern auch Juden selbst erliegen -  werden fortwährend massive Menschenrechtsverletzungen und eine fortwährende eklatante Verletzung des Völkerrechts auf Kosten eines anderen Volkes, ‚großzügig‘ hingenommen und verdrängt.


    Bei allem Hoffen darauf, dass die Menschen, und damit meine ich alle Menschen, REssentiments und Konflikte konstruktiv überwinden, weil es eigentlich auch schöneres auf der Welt gibt, als diese kollektiven Machtspiele, ist es absolut notwendig, das Ressentiment, dass sich hierbei von westlich-israelischer Seite, gegen die ‚Barbaren‘ jenseits der westlichen Zivilisation, recht hemmungslos austobt – auch beim Namen zu nennen, wie z.Bspl dieser Tage:


    Noam Gur und Alon Gurman werden in der Militärbasis Tel Haschomer die Verweigerung ihres Militärdienstes abgeben, wofür sie wahrscheinlich mit der Begründung verhaftet werden, dass Israel eine Besatzungsmacht sei.
    In seiner Weigerung erklärt Gurman: „Meine Weigerung, in der israelischen Armee zu dienen, ist abgesehen davon, dass ich mich nicht an der Besatzung und Apartheid beteiligen möchte, ein Akt der Solidarität mit unseren palästinensischen Freunden, die unter israelischem Regime leben und für die Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichheit kämpfen“.
    In ihrer Erklärung schrieb Noam: „Ich weigere mich, Teil einer Armee zu sein, die seit ihrer Gründung eine andere Nation dominiert, die in Plünderungen verwickelt ist und eine Zivilbevölkerung terrorisiert, die unter ihrer Kontrolle ist.“
    Freunde und Unterstützer werden Alon und Noam an die Basis begleiten. Sie werden junge Israelis, die in die Armee eintreten, daran erinnern, dass die Besetzung weiterhin andauert, dass es einige gibt, die dies nicht unterstützen, und dass alle wie Noam und Alon handeln und sich weigern sollten, sich an der laufenden Unterdrückung des palästinensischen Volkes zu beteiligen.
    Am 16. April findet eine Demonstration zur Unterstützung der israelischen Verweigerer bei der Einfahrt zum „Bakum“ in der Militärbasis Tel Hashomer statt.


    http://german.pnn.ps/index.php/leben/718-pro-palaestinensische-israelis-verweigern-militaerdienst

     

  11. Wesentliches Kennzeichen von Antisemitismus ist, daß ein Urteil nur deshalb anders ausfällt, weil es um Juden geht. Werden also, wie im Fall Grass, die Gesetze der Logik auf den Kopf gestellt, dann handelt es sich klar um Antisemitismus. Die deutsche Linke hat eine intellektuelle Form des Antisemitismus entwickelt und bezeichnet sich als „anti-zionistisch“. Der Vorwurf des Antisemitismus wird empört von sich gewiesen. Diskutiert man aber mit einem dieser Intellektuellen, dann fallen immer wieder unbedachte, antisemitische Äußerungen, für die sich derjenige, nachdem er darauf aufmerksam gemacht wurde, sofort entschuldigt. Antisemitismus darf nicht auf primitive Glatzköpfe reduziert werden. Besonders gefährlich sind gerade die Intellektuellen, die es verstehen, ihre Grundeinstellung sprachlich zu verbergen.

  12. Naja nicht alle Linke sind der auffasung das:  zufolge ist nicht der Iran, sondern Israel heute der Aggressor im Nahen Osten. Und nicht die radikalen Schiiten, sondern die radikalen Israelis sind die neuen Nazis.
    Seid Moishe Postone dies schon in seinem Text Antisemitismus und Nationalismus Analysierte sind die linken stimmen da schon viel kritischer. Dies lässt sich in der position von Bak shalom (linkspartei) gut belegen. Es gibt auch innerlinke debatten die solche positionen als das brandmarken was sie sind .. antisemitisch!
     
    http://duab.blogsport.eu/2012/04/08/was-gesagt-werden-darf/
    http://kritischeprovinz.blogsport.de/2012/04/10/das-feindbild-in-den-eigenen-reihen/
     
     

  13. Die Texte von Jane haben immer die gleiche Botschaft:
     
    bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, Hass, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, Hass, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, Hass, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, Hass, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, Hass, bla, bla, bla, bla, hass, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, Hass, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla,bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, Hass, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, hass, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla, ………………………..
     

  14. Grass provoziert, stellt völlig verdreht dar und bemüht auch ziemlich grasse Vorurteile – na und, wenn’s dem Weltfrieden dient. Die Logik des Krieges ist eine eigene, ziemlich verhackstückelte. Warum muß er sich daran halten. Er nimmt die einfarbigen Lego-Bausteinchen der Kriegslogig und setzt sie eben mit dem Hammer zusammen – anders als die Erfinder sich das gedacht hatten (Catch 23). Danach sind sie zwar kaputt aber welchen friedliebenden Menschen sollte das wohl stören.

  15. Wieso die Atomwaffen in Israels Hand gefährlicher sind als all die anderen?

    Weil Israel der einzige „Atomwaffenstaat“ auf der Welt ist, der einem anderen Staat der „keine“ Atomwaffen besitzt mit Angriffen droht…über Jahre hinweg. Wenn es heißt der Iran „wird eine Apokalypse“ und den ganzen Blödsinn verursachen, den Gegnern „die Hände abschlagen“, ihnen eine „schallernde Ohrfeige geben“, dann ist dass steht optional auf einen israelischen o. westlichen Präventivschlag bezogen. Das der iranische Präsident jemals behauptet hat Israel  „vernichten“ zu wollen, wird offenbar wissentlich falsch, und daher offenbarend immer wieder als Argument genommen, warum der Iran anzugreifen sei.

    Kein anderer Atomwaffenstaat auf dieser Welt droht so konkret mit einem Kriegsbeginn wie Israel, noch nicht einmal Nordkorea. Die Tatsache, dass der Gegner keine Atomwaffen hat, ist immer ein Argument „für“ den Einsatz dieser ultimativen Waffe sollte man nicht bereit sein ein Opfer von bestimmter Größe einzugehen.

    Wann wäre ein Einsatz legitim? Man stand kurz davor als Sadddam Hussein Israel mit SCUDs beschießen ließ, wäre Giftgas der Inhalt gewesen hätte es einen legitimen Gegenschlag gegeben. Aber was ist im iranischen Fall?

    Sollte Israel die Atomanlagen mit konvetntionellen Waffen angreifen, ja was glaubt man denn was mit dem angereicherten Uran, was mit den Brennstäben passiert. Was mit Brennstäben passiert die nicht gekühlt werden – z.B. wegen eines zerstörten Kühlbeckens – darf man in Fukushima und durfte man in Tschernobyl erfahren.
    Die Atomanlagen sind über das ganze Land verteilt, ein militärisch konventioneller Angriff würde Iran wahrhaftig in einen Atomstaat verwandeln in der Missgeburten zu Zukunft prägen würden. Die Wirtschaft wäre ruiniert, dass Land wäre ruiniert. 

    Die Konstellation macht Israel zum gefährlichsten aller Atomwaffenstaaten:

    – Israels Gegner ist konkret

    – Israels Gegner hat keine Abschreckungsmittel

    – Die folgen eines israelischen Angriff auf die Atomanlagen hätten massenvernichtende Auswirkung, wie der Iran darauf reagieren würde kann keiner planen, und die anschließende israelische Reaktion noch weniger. 

    РIsrael ist klein und k̦nnte mit 2-3 A-Waffen erledigt sein
     
    - Und zu guter Letzt, aber ganz wichtig…das jüdische Kollektivgedächtnis. Eher würde man einen anderen Staat vernichten als selbst vernichtet zu werden. Nie wieder will man sich „auf die Schlachtbank führen lassen“.  Nur und da ist diese so große Diskrepanz zwischen Leuten wie mir und den Hardcorezionisten, sehe ich im Iran einen rational handelnden Akteur, dessen Obermullah keineswegs – genau wie der Präsident – interessiert an der eigenen Vernichtung, oder an der seiner Familie, oder was für alle Iraner das wichtigste ist, an der Zerstörung der Heimat ( Iran, Persien) interessiert ist. 

    Würde jeder Staat auf der Welt außenpolitisch handeln wie Israel, dann hätten wir kontinuierlich Krieg, überall…präventiv und zur eigenen Sicherheit versteht sich. 

    Was Israel machen soll? Es soll sich in die Obhut eines Psychologen begeben, und die Sache von den regeln lassen, die es seine „Freunde“ nennt. Damit ist kein Krieg gemeint, sondern nur, dass das israelische Urteilsvermögen – wegen der Vergangenheit – schwer beschädigt ist.      

  16. „…Von ihnen geht die größte Gefahr aus“ = Der Jude ist unser Unglück…
    Es besteht keine Notwendigkeit, Herrn Liebermann zu mögen. Westerwelle mag ich auch nicht, die Liste könnte man noch sehr erweitern. Aber „cairos“ hat schon Unmengen von antisemitischen Postings von sich gegeben. Man bemüht sich halt…

  17. Lieberman und Yschai sind zwei Rassisten, in D würde man sie zweifellos als Rechtsextreme behandeln und mit der NPD gleichsetzen.
    Diese beiden Typen mit Grass moralisch auf eine Stufe zu stellen ist schon eine Unverschämtheit.
    Abgesehen davon glaube ich nicht, daß Grass nur die israelische Atombombe als gefährlich ansieht, jede Atombombe ist eine Gefahr für die Menschheit. Aber sind die Israelis, die damit zündeln. Von ihnen geht die größte Gefahr aus.

  18. dass die antisemitische Missionarin Jane stundenlang in die Tasten greift und uns mit Copy Paste „beglückt“ macht hier jede seriöse Diskussion unmöglich
    Bitte folgenden Vorschlag erwägen: die Zuschriften auf 750 Zeichen zu begrenzen oder überhaupt auf Diskussionen zu verzichten.

  19. Grass hat Unsinn verzapft, liebe Jane. Gefährlichen Unsinn. Und wie der Artikel richtig beschreibt, ist es beschämend, wer aller dazu schweigt. Ich erlaube mir kein Urteil über Israels Innenpolitik, bin auch kein deutscher Staatsbürger: Aber was gesagt werden muss, muss gesagt werden.

  20. Welch finstere Phantasien – nein Avi Shavit hat keine Ahnung und fabuliert sich seine eigenen Klischees zusammen.


    Grass stellt uns vor eine ernsthafte Herausforderung. Es ist der Versuch, die positive Diskriminierung aufzuheben, unter deren Schutz das jüdische Volk seit 1945 steht – in Zusammenhang mit allem, was sein Überleben sichert.
     
    Dass Grass freilich am Status Quo rüttelt und Diskussionen anstoßen will, ist fraglos richtig.
     
    Der israelische Staat hat die Angst seiner Bürger vor ausländischen Feinden zur Staatsräson erhoben. Damit hat er seine Demokratie geschwächt und die Bedrohung nur verschärft.            von Mohssen Massarrat 
     
    Günter Grass hat mit seinem Prosagedicht „Was gesagt werden muß“ eine wichtige Debatte über Israel angestoßen. Die internationale Gemeinschaft ist reif dafür, die Frage nach der Legitimation von Israels Staatsräson in der Vergangenheit und der Gegenwart zu diskutieren.
     
    Der Ausgangspunkt einer zielführenden Diskussion ist das Sicherheitsbedürfnis der israelischen Bevölkerung. Ihre Angst blockiert oft die Suche nach alternativen Lösungen. Jeder Versuch, die durch palästinensische Raketen oder durch das iranische Atomprogramm in Angst versetzten Menschen für eine rationale Debatte über Ursache und Wirkung und für eine andere Politik gewinnen zu wollen, muss scheitern.….
     
    vollständig unter:
     
    http://www.ftd.de/politik/international/:kritik-an-israel-grass-hat-grundsaetzlich-recht/70021663.html

     

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