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Fernsehtipps für den langen Februar

Von 16. bis 29. Februar 2012…

Do, 16. Feb · 08:55-09:45 · arte
In den Hügeln der Negev

Für den Beduinenstamm El Talalka in der Negev-Wüste im Süden Israels sind die Lebensbedingungen prekär. Zudem beschloss die israelische Regierung, die Behausungen der Beduinen zu zerstören, um die Nomaden in einer Stadt sesshaft zu machen. Die Dokumentation berichtet über den Alltag des Beduinen Muhammad, der täglich um den Erhalt der traditionellen Lebensweise der Beduinen inmitten einer modernen Welt kämpfen muss, zugleich aber für seine Kinder ein Leben im Zeichen des Fortschritts erhofft. Muhammad reibt sich in seinem einsamen Kampf auf. Wird ihm sein Glaube eine Hilfe sein?

Do, 16. Feb · 19:15-19:30 · BR-alpha
Der bayerischen Geschichte auf der Spur, 12/14, Die braune Diktatur

Ein düsteres Kapitel in der bayerischen Geschichte: München ist Geburtsstätte und Hauptstadt der nationalsozialistischen Bewegung, der Königsplatz wird zum Parteiviertel der NSDAP. Wussten Sie, dass Bayern sogar einmal ans Mittelmeer grenzte? Wie lange regierten die Wittelsbacher? Und wie kam Bayern eigentlich zu seinem Ehrentitel „Freistaat“? BR-alpha gibt mit dieser Sendereihe Antworten auf diese und andere Fragen. Begeben Sie sich gemeinsam mit dem Historiker Prof. Dr. Manfred Treml, auf Spurensuche: Prof. Treml erläutert in 14 Folgen Wendemarken und prägende Ereignisse, Persönlichkeiten oder Strukturen der Geschichte Bayerns. Aber auch das Alltagsleben hat seinen Platz in der Sendereihe, etwa die Frage, wann Bayern zum Maßkrug kam. Anschaulich, prägnant und doch analytisch, eignet sich die Serie auch hervorragend für den Geschichtsunterricht. Anhand von historischen Bildern werden Schwerpunkte in der Geschichte Bayerns erläutert: die Entstehung der Stammesgebiete und ihre Entwicklung im Mittelalter, die bedeutendsten Städte verschiedener Epochen, die Herrscher, aber auch das Leben der kleinen Leute. In weiteren Folgen geht es um die Abstammung der Baiern, die Herrschaft der Merowinger in dem Gebiet Frankens, um Otto von Wittelsbach, Heinrich den Löwen, um die Abhängigkeit des Königs von Unternehmerpersönlichkeiten im 16. Jahrhundert, die Katastrophen des 30-jährigen Krieges oder die Zeit der Weimarer Republik, die Nazi-Herrschaft und den Wiederaufbau des Freistaates Bayern nach 1945.

Fr, 17. Feb · 23:30-01:00 · Das Erste (ARD)
Speer und Er, 1/3

Zum 70. Geburtstag von Heinrich Breloer „Speer ist keiner von diesen extravaganten und pittoresken Nazis. Ob er überhaupt andere politische Meinungen hat als die herkömmlichen, ist unbekannt. Er hätte jeder anderen politischen Partei beitreten können, die ihm einen Job und eine Karriere gegeben hätte. Die Hitlers und die Himmlers mögen wir loswerden, aber die Speers, was auch im einzelnen mit diesem besonderen Exemplar geschieht, werden lange unter uns sein.“ (Sebastian Haffner: Albert Speer. Dictator of Nazi Industry. „The Observer“, 9.4.1944) Das dreiteilige Filmprojekt über den deutschen Architekten, Rüstungsminister, Kriegsverbrecher, Spandauer Gefangenen und Bestsellerautor Albert Speer ist eine weit ausgreifende biografische Erzählung. In gegenseitiger Kontrastierung und Spiegelung von Fakten und Selbstäußerungen, von filmischer Rekonstruktion und Vergegenwärtigung wird auch und gerade die Seite Albert Speers und seiner Rolle im dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte angegangen, die nur mit Skrupeln darstellbar ist – Albert Speer, Heidelberger Bürgersohn, und Adolf Hitler, Protagonist einer verbrecherischen Weltsicht, treffen aufeinander und verlieren sich in einem wahnhaften Größenrausch. Es ist die Geschichte einer Männerfreundschaft, in der zwei sich begegnen, begeistern und aufschwingen zu einem Größenwahn jenseits der Normen von Kultur und Anstand – jenseits der Zivilisation. Diese Anmaßung hat Konsequenzen. Die Rückkehr aus dem blutigen Höhenrausch ist bitter und die Opfer geben keine Ruhe. Schuld und Sühne – das Thema deutscher Familien. Die drei Filme sind, in doppelter Hinsicht, ein Prozess – unter der Prämisse, so nüchtern wie möglich dem Nachlass der Täter wie auch der Opfer nachzuspüren. Die Kinder Albert Speers stellen sich diesem Prozess – stellvertretend für ihre Generation. In zahlreichen erzählerischen und interpretierenden Anläufen – oft zweifelnd und argwöhnisch – speist sich das Filmprojekt aus den reichhaltigen Veröffentlichungen von Albert Speer. Schon in den letzten Kriegstagen lässt Speer entlastende Dokumente sichern, und nach 1945 schreibt er im Gefängnis biografische Entwürfe, immer wieder neue Berichte, Ausarbeitungen und verfasst schließlich – mit Hilfe der kongenialen Editoren Joachim Fest und Wolf Jobst Siedler – seine Erinnerungen und Tagebücher. Es schreibt sich ein Schuldiggewordener an seine Träume, Pläne und Taten heran – und dabei entsteht, Amnesie oder bewusstes Verschweigen, Legende oder Lüge, ein Albert Speer, den Millionen Leser für den wahrhaftigsten Zeugen der Nazi-Jahre halten, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung im Jahr 1969 die meisten noch miterlebt haben und deren Ungeheuerlichkeit unter einer dünnen Lebens-Schicht dieser Bundesrepublik bis zur Kenntlichkeit verborgen ist. Teil 1 erzählt den Aufstieg und Fall des Architekten, der zu Hitlers Kriegsorganisator wurde und als Spitzentechnokrat die Dauer des Krieges wesentlich verlängerte. Die Geschichte des Dritten Reichs, beginnend an seinem Ende: Albert Speer sitzt in einer Nürnberger Gefängniszelle und wartet darauf, dass die Alliierten ihm den Prozess machen. In assoziativen Reminiszenzen zeigt Teil 1 den Architekten und Rüstungsminister Speer, der dabei ist, Bauten für ein 1000-jähriges Reich zu entwerfen und für seinen „Führer“ Europa zu erobern. Er zeigt Speer von der Höhe der Macht bis zum tiefen Sturz in die Zelle von Nürnberg. Einen Mann, der am Ende seinen Freund Hitler verrät und die neue Persönlichkeit „Speer“ inszeniert. Damit lässt sich überleben: Speer reklamiert die Verantwortung im Ganzen, will aber im Einzelnen nichts gewusst haben. Er malt einen sympathischen Künstler, der politisch ahnungslos ist und dieses Bild mit den passenden Mosaiksteinen aus dem Geröll der Geschichte stützt. Der junge Architekt Albert Speer sieht sich als Statthalter einer Jugend-Revolution. Er bedient Hitlers Sehnsucht nach geschichtlicher Größe und dekoriert seine maßlose Erlöserrolle mit opernhaft-gigantischen Bauvorhaben. Hitler wiederum gibt Speers Fantasien vom Bauen jedes nur denkbare Geld, gibt ihm Raum und Steine. Ohne Rücksicht darauf, ob Juden vertrieben und ermordet werden, ob Kriegsgefangene aus ganz Europa tödliche Sklavenarbeit verrichten müssen, arbeitet Speer an seinem perversen Traum von neuen Tempelstädten – den heiligen Bezirken des Nationalsozialismus. Die beiden Männer werden süchtig nach den Berlin-Modellen, die ihnen eine rauschhafte Zeitreise in eine triumphale Zukunft erlauben – GERMANIA ist das Sinnbild der neuen Stadt. Die sechs Speer-Kinder erleben eine märchenhafte Kindheit auf dem Obersalzberg an Hitlers „Hof“, überschattet aber von der Abwesenheit des Vaters, der in der Ferne einen schrecklichen Krieg steuert. Die grausame Realität des Krieges allerdings liegt buchstäblich hinter den Bergen. Speers filmisches Porträt scheint auf in Pracht und Apokalypse – Speers machtvollste Momente als Rüstungsminister und die letzten Monate des Dritten Reichs. Der Vater und der „Führer“ – das seltsam verknüpfte Paar – sind für die Speer-Kinder wie Phantome. In eindringlichen Gesprächen, bei denen auch die unangenehmen Wahrheiten zur Sprache kommen, macht sich der Film mit ihnen auf die Reise in die Welt des Vaters: Ihr Bild des freundlichen Vaters, der dann und wann zu Besuch kommt, kollidiert dabei mit dem Bild eines machtbesessenen und gewalttätigen Reichsministers. Auf machtbeglänzten Höhen zeigt sich Speer als Hitlers sympathischer Architektenfreund, sodann als der mächtigste und einflussreichste (Rüstungs-) Minister bis hin zur Endzeit – seinem tiefen Fall und der Stunde der Wahrheit in der Nürnberger Zelle – der Aufmarsch der Opfer als Zeugen im Nürnberger Prozess und die Angst vor dem drohenden Tod durch den Strang …

Sa, 18. Feb · 13:10-14:00 · arte
Heilige Städte: Jerusalem – Tor zum Himmel

Jerusalem ist geistiges Zentrum dreier Weltreligionen, ein heiliger Ort für Juden, Christen und Muslime zugleich. Jerusalem ist eine Stadt der Mythen und des Glaubens, der Prophezeiungen und der Sehnsüchte, der Kriege und der Gewalt. Der Tempelberg ist seit Jahrzehnten heftig umkämpft. Hier baute 1.000 Jahre vor Christi Geburt König Salomon seinen sagenumwobenen Tempel als Schrein für die Bundeslade. Er wurde von Nebukadnezar II., dem König Babylons, ausgeraubt und angezündet. Die Bundeslade ist seither verschollen. Herodes der Große veranlasste dann den Bau des zweiten Tempels, ein ebenso imposantes Bauwerk. Jesus besuchte ihn als Kind, beeindruckte hier die Gelehrten und vertrieb die Geldverleiher. Heute leuchtet hier die goldene Kuppel des Felsendoms. Seit 1.400 Jahren ist der Tempelberg in islamischer Hand. Jerusalem hat für den Glauben der Muslime große Bedeutung und ist nach Mekka und Medina ihr drittheiligster Ort. Von hier – so die Legende – soll Mohammed eine Nachtreise in den Himmel unternommen haben. Den Streit um die Ansprüche auf dieses Stück Erde tragen heute die Archäologen aus. Zum Beispiel der Israeli Gabriel Barkay und der Palästinenser Youssef Natsche. Barkay meint, einen Beweis für die Existenz des Tempels von König Salomon gefunden zu haben: eine Sandsteintafel mit zehn eingravierten Zeilen aus dem Alten Testament. Natsche bezweifelt die Existenz eines jüdischen Tempels an dieser Stelle. Andere gehen noch weiter und behaupten, es hätte nie ein „jüdisches Staubkorn“ auf dem Tempelberg gegeben. Die Dokumentation begibt sich an die neuralgischen Punkte Jerusalems, lässt durch Computeranimationen den Tempel Salomons wieder auferstehen und erzählt, wie aus der kleinen unbedeutenden Siedlung, die Jerusalem 3.000 Jahre vor Christi Geburt war, eine der begehrtesten und faszinierendsten Städte der Menschheit wurde. Und sie stellt drei Menschen vor, für die Jerusalem heute Heimat ist: eine junge armenische Christin, die in der Altstadt aufwächst, einen Juden, der zusammen mit seiner Verlobten aus den USA ins Gelobte Land übergesiedelt ist, um hier streng orthodox zu leben, und einen Muezzin, der sich jeden Tag auf dem Tempelberg in eine Klause zurückzieht.

Sa, 18. Feb · 22:30-23:55 · PHOENIX
Klaus Barbie

Der packende Dokumentarfilm zeichnet das Leben des deutschen Kriegsverbrechers Klaus Barbie nach, der durch seine grausamen Verhörmethoden während des Zweiten Weltkriegs traurige Berühmtheit als „Schlächter von Lyon“ erlangte. Nach dem Krieg setzte sich der ehemalige SS-Mann nach Südamerika ab, wo er dank guter Kontakte zu westlichen Geheimdiensten und rechtsradikalen Diktaturen nahezu unbehelligt leben konnte. Erst 1983 wurde er nach Frankreich ausgeliefert, wo ihm der Prozess gemacht wurde. Der schottische Regisseur Kevin Macdonald („Ein Tag im September“) verdichtet in seinem Dokumentarfilm Archivmaterial und neue Interviews mit Zeitzeugen zu einem engagierten und erschütternden Blick auf eines der dunkelsten Kapitel des 20. Jahrhunderts.Der am 25. Oktober 1913 in Bad Godesberg geborene und am 25. September 1991 in einem französischen Gefängnis gestorbene Klaus Barbie zählt zu den grausamsten Protagonisten des nationalsozialistischen Terrors. Bereits 1933 spionierte der Lehrersohn Schulkameraden für die gerade an die Macht gekommenen Nazis aus, ab 1940 erwarb er sich als Mitglied des „Sicherheitsdienstes“ (SD) der SS sowie als SS-Obersturmführer in Holland erste Meriten als „Judenjäger“ und Vollstrecker der „Endlösung“. In Belgien folterte Barbie u.a. den österreichischen Schriftsteller Jean Améry, bevor er von November 1942 bis August 1944 als „Schlächter von Lyon“ berüchtigt wurde, als er die Bekämpfung der französischen Résistance mit unfassbarer Grausamkeit und äußerster Brutalität vorantrieb. Ebenfalls verantwortlich war Barbie für die Deportation von 44 jüdischen Kindern aus einem Waisenhaus in Izieu in das Vernichtungslager Auschwitz. Barbie war kein Schreibtischtäter, sondern folterte seine Opfer oft selbst. Umso unfassbarer erscheint es, dass der Massenmörder nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs von westlichen Geheimdiensten wie dem US-amerikanischen CIC nicht nur vor der Auslieferung nach Frankreich geschützt wurde, sondern für diese auch als gut bezahlter Berater im Kampf gegen den Kommunismus tätig war. Als es für Barbie in Europa zu gefährlich wurde, gelangte der bis an sein Lebensende überzeugte Nationalsozialist über die sogenannte „Rattenlinie“ nach Südamerika und ließ sich in Bolivien nieder. In den folgenden Jahrzehnten war er als Agent für den US-amerikanischen Geheimdienst und den bundesdeutschen BND tätig und half mit seinen berüchtigten „Verhörmethoden“ bald auch rechtsgerichteten Militärdiktaturen. Erst 1983 gelang es, insbesondere durch das Engagement des deutsch-französischen Ehepaars Beate und Serge Klarsfeld, Bolivien dazu zu bewegen, Barbie nach Frankreich auszuliefern, wo ihm der Prozess gemacht wurde.

So, 19. Feb · 16:15-16:45 · 3sat
Fremde Kinder: Salma in zwei Welten

Die 14-jährige Salma Bdier lebt in dem kleinen arabischen Dorf Kfar Quasem in Israel, nicht weit von Tel Aviv, direkt an der Grenze der West Bank. Salma und ihre Geschwister – ihre Schwester Nasreen, 18, und die beiden Brüder Arabai, 27, und Dschihad, zwölf, – leben bei der Mutter, die sich von ihrem Mann scheiden ließ. Nachdem die Mutter dafür zunächst von der Dorfgemeinschaft verurteilt wurde, genießt sie heute als eine der fortschrittlichsten Frauen des Dorfs großes Ansehen. Auch Salma entspricht nicht ganz den Konventionen: Sie trägt weder ein Kopftuch, noch kleidet sie sich traditionell. Vor allem aber nimmt sie regelmäßig an einem Friedensprojekt in Tel Aviv teil, bei dem sich arabische und jüdische Kinder zu gemeinsamen Unternehmungen treffen. Für ihren Film aus der Reihe „Fremde Kinder“ hat Anca Miruna Lazarescu Selma in ihrem nicht immer einfachen Alltag begleitet. „Salma in zwei Welten“ ist ein Beitrag der 3sat-Dokumentarfilmreihe „Fremde Kinder“, die sich Jungen und Mädchen bis zu 14 Jahren aus allen Ländern der Welt in ihren oftmals schwierigen Lebenssituationen widmet, für sie Partei ergreift und ihnen eine Stimme verleiht.

So, 19. Feb · 16:45-18:30 · 3sat
Lemon Tree

Die Palästinenserin Salma pflegt den Zitronenhain ihres verstorbenen Vaters im Westjordanland, direkt an der Grenze zu Israel. Als der israelische Verteidigungsminister Navon ins Nachbarhaus zieht, werden die Zitronenbäume zum Problem. Der Geheimdienst sieht in ihnen ein Versteck für Terroristen und erwirkt die Rodung der Plantage. Salma will das nicht hinnehmen und geht zusammen mit dem Anwalt Ziad Daud bis zum Obersten Gerichtshof Israels. Eran Riklis („Die syrische Braut“) erzählt die Geschichte des Nachbarschaftsstreits als Parabel für den palästinensisch-israelischen Konflikt. Die in Palästina gebürtige Hiam Abbas wurde für ihre Rolle als Salma 2008 mit dem israelischen Filmpreis ausgezeichnet, sowie für den europäischen Filmpreis in der Kategorie „Beste Darstellerin“ nominiert. Die Handlung des Films basiert auf realen Ereignissen: Verteidigungsminister Shaul Mofaz ließ 2006 Olivenbäume an der Grenze zu seinem Haus abholzen und wurde dafür von den Eigentümern verklagt.

So, 19. Feb · 23:15-00:00 · PHOENIX
Syrien – Im Griff des Assad-Clans

Auch vor Syrien machte der Arabische Frühling nicht halt, doch das Land versinkt in Angst und Schrecken: Hunderte von Toten, Tausende von Inhaftierten und ebenso viele Menschen, die in die Türkei und den Libanon flüchten. Trotz der brutalen Niederschlagung der Proteste bietet die Opposition dem Regime weiter die Stirn und fordert den Rücktritt des Herrscherclans. Vor dem Hintergrund der andauernden Massaker an syrischen Oppositionellen beleuchtet der Film die Lage in diesem arabischen Land, das der Assad-Dynastie bedingungslos ausgeliefert ist.Seit den demütigenden Niederlagen gegen Israel 1948 und 1967 sowie dem Verlust der Golanhöhen ist der syrische Staat ein Terrorregime allerschlimmsten Ausmasses. Das hinderte ihn jedoch nicht daran, sich auf der internationalen Bühne Achtung zu verschaffen. Aber wer ist Baschar al-Assad, dieser Präsident, der nicht davor zurückschreckt, sein Volk niederzumetzeln? Welches Vermächtnis hinter-liess ihm sein Vater Hafis al-Assad, dessen Nach-folge er im Jahr 2000 antrat? Und wie gelang es dem Assad-Clan, sich so lange an der Macht zu halten? Archivaufnahmen, Experten, unmittelbar Beteiligte und Baschar al-Assad selber geben Aufschluss über die jüngere Vergangenheit Syriens. Sie beleuchten dabei geschichtliche Fakten ebenso wie weniger offensichtliche Zusammenhänge, die aus diesem komplizierten Land einen unumgänglichen Player im Nahen Osten machen.

Mo, 20. Feb · 00:05-03:05 · Tele 5
Sophies Entscheidung

New York, 1947: Der junge Schriftsteller Stingo lernt die bezaubernde Exil-Polin Sophie und ihren Geliebten Nathan kennen. Sophie und Nathan könnten ein Traumpaar sein, wären da nicht die Dämonen der Vergangenheit. Nach und nach erfährt Stingo von Sophies entsetzlichen Erlebnissen mit den Nazis.

Mo, 20. Feb · 22:00-23:30 · NDR
Die Flucht (2)

Deutschland, Januar 1945. Die Ostfront rückt immer näher. Die Wehrmacht hat es in ihrem blinden Hitler-Gehorsam versäumt, die Zivilbevölkerung zu evakuieren, die Bewohner Ostpreußens ergreifen panisch die Flucht. Auch Lena Gräfin von Mahlenberg führt einen Treck, der überwiegend aus Frauen und Kindern besteht, durch einen unbarmherzigen Winter in Richtung Bayern. Neben der Verantwortung für die ihr anvertrauten Menschen ist Lena verzweifelt auf der Suche nach ihrer achtjährigen Tochter Viktoria, die sich bei dem Flüchtlingstrupp des Kriegsgefangenen François versteckt hatte. Während die Rote Armee plündernd und vergewaltigend in Ostpreußen einmarschiert, ermordet die fanatische deutsche Wehrmacht auf ihrem Rückzug gnadenlos sämtliche Kriegsgefangenen und Deserteure. Auf dem Gut des desillusionierten Rüdiger Graf von Gernstorff und dessen Frau Sophie trifft Lena nach einem dramatischen Zwischenfall endlich ihre Tochter und François wieder. Wenig später taucht auch Heinrich von Gernstorff mit seiner Wehrmachtseinheit auf dem Gut seiner Eltern auf. Der hochrangige, noch immer verbissen linientreue Soldat schließt sich dem Flüchtlingstreck als uniformierter Begleiter und Beschützer an. Auf dem langen und beschwerlichen Weg Richtung Westen entwickelt sich unter Heinrichs eifersüchtigen Augen eine immer intensivere Beziehung zwischen Lena und François. Von ihrer besten Freundin Babette vor den Konsequenzen gewarnt, gibt Lena ihre Liebe schließlich auf: Um sein Leben zu schützen schickt sie François fort. Im Frühling 1945 erreicht der Flüchtlingstreck Bayern. Die alte Gesellschaftsordnung hat sich aufgelöst. Lena entscheidet sich endgültig gegen Heinrich, der noch immer an die Ideologie der Nazis glaubt. Sie lässt ihre Vergangenheit hinter sich und versucht, sich aus den Trümmern ihrer Existenz eine Zukunft zu schaffen. Da trifft sie eines Tages François wieder, der mittlerweile für die alliierten Befreier arbeitet.

Di, 21. Feb · 07:30-08:00 · SWR
Orte des Erinnerns, 3/11, Deutschland. Forschung unter großem Namen: Die Max Planck Institute München

Sein Name steht für wissenschaftliche Höchstleistung und für moralische Integrität: Max Planck. Der Nobelpreisträger und Begründer der Quantenphysik wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zum Namensgeber der Max-Planck-Institute. Max Planck stand für den Neuanfang. Er hatte viel verloren in den Kriegsjahren: Sein Sohn wurde als einer der „Verschwörer“ des 20. Juli 1944, die das Attentat auf Hitler geplant hatten, hingerichtet. Die Erfolgsgeschichte der Institute konnte Planck nicht mehr erleben. Er starb 1947 im Alter von 89 Jahren in Göttingen. Der Film zeichnet das Leben von Max Planck sowie die wechselhafte Geschichte und wissenschaftliche Entwicklung der Forschungsgesellschaft nach.

Di, 21. Feb · 23:25 · arte
White Terror

Der Dokumentarfilm ist der letzte Teil einer Trilogie über Skinheads, Hass und Rassismus. Mehr als zwei Jahre dauerte die Untersuchung über die aktivsten Extremistengruppen. Im Laufe der letzten zehn Jahre hat sich innerhalb der radikalen Gruppen der Rechtsextremisten eine bedeutende Wandlung vollzogen. Die Veteranen sind entweder zu alt für den politischen Kampf geworden oder inzwischen verstorben. Neue Ideologen tauchen überall in Europa, Nordamerika und Russland auf. Rechtsextreme haben nicht immer einen kahl rasierten Schädel, sie haben vielmehr Unternehmen, Vertriebsfirmen, Musikclubs, Zeitschriften, Verlage oder auch Internetseiten gegründet und alte Symbole durch neue ersetzt. Als Ergebnis einer zunehmenden Globalisierung, der Auflösung klarer Grenzen und einer rasanten Verbreitung neuer Technologien mussten die USA und Schweden schockiert feststellen, dass ihre Jugend zu rassistischer Gewalt anstachelt, dass diese zunehmend die ganze westliche Welt, aber auch Russland und seine Nachbarländer angesteckt hat. Die über das Internet und eine zunehmende Zahl von Büchern, Pamphleten, Zeitschriften, CDs, Audio- und Videokassetten verbreitete rassistische Propaganda gewinnt eine ständig wachsende Zuhörerschaft. In diesem Zusammenhang scheint die neonazistische Ideologie neue Territorien erobert und einen fruchtbaren Boden für ihre Propaganda gefunden zu haben. Denn für die Jugend ist die Vergangenheit virtuelle Geschichte, in der das Reale nicht von seiner Nachahmung unterschieden werden kann. Ihre Vorstellungen von der Zukunft sind düster und bedrohlich. Gut sechs Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sind die USA zur Hochburg des Neonazismus geworden.

Mi, 22. Feb · 13:30-14:15 · BR
Gottvertrauen und Zivilcourage: Evangelische Opfer des NS-Regimes

Der Film zeigt den Lebensweg von fünf evangelischen Christen. Die Autorin sucht die Orte ihres Werdegangs auf, findet in Archiven und bei Verwandten bisher unbekannte Dokumente und spricht mit Zeitzeugen. Als Pfarrer Gerhard Günther 1944 in einem Kriegsgefangenenlager in Tiflis in der Sowjetunion stirbt, ist er gerade 41 Jahre alt. Er hinterlässt eine Frau und drei Kinder. Der Pfarrer aus Franken bekleidete zuletzt die Pfarrstelle in Murnau. Der hochpolitische Mann, konservativ und überzeugter Anhänger der Weimarer Republik, hat nie einen Hehl aus seiner Abneigung gegen das NS-Regime gemacht. Mit der Gestapo gerät er ebenso in Konflikt wie mit den Nazis in seiner Gemeinde. Einer von ihnen denunziert ihn schließlich beim Landeskirchenrat. Daraufhin verliert Günther seinen Status als Pfarrer. Bis er zum Kriegsdienst eingezogen wird, arbeitet er als Hausmeister in den Rummelsberger Anstalten. Pfarrer Günther muss seine Zivilcourage teuer bezahlen. Elisabeth Braun, konvertierte Jüdin, lässt mindestens 15 Menschen jüdischer Herkunft bei sich in München-Bogenhausen wohnen, bis sie selbst ausziehen muss und interniert wird. 1941 wird sie im litauischen Kaunas erschossen. Der Jurist Friedrich von Praun äußert während eines Luftangriffs, nur Gott könne noch helfen. Daraufhin wird er wegen staatsfeindlicher Äußerungen verhaftet. Vor der Überführung nach Berlin an den Volksgerichtshof stirbt von Praun im Gefängnis. Als offizielle Todesursache wird „Suizid“ angegeben. Drei von fünf Beispielen, dass Zivilcourage in der Nazizeit tödlich sein konnte, dass die evangelische Kirche nicht immer half – und sich dennoch mancher Christ durch seinen Glauben zu Wahrhaftigkeit und Nächstenliebe verpflichtet fühlte.

Mi, 22. Feb · 21:15-21:45 · MDR
Die Spur der Ahnen – Das Urteil von Waldheim

Er war in der NSDAP, arbeitete bis 1945 als Werksleiter in den Audi-Werken in Zwickau und wurde in Waldheim als NS-Verbrecher verurteilt. Doch seine Enkelin kann nicht glauben, dass ihr Opa ein Nazi gewesen sein soll. Ihre Großmutter hatte stets von ihm geschwärmt und war sich sicher: Er ist zu Unrecht in den berüchtigten Waldheimprozessen der jungen DDR verurteilt worden. Doch viele Indizien sprechen für eine braune Vergangenheit des Großvaters: das Parteibuch, seine Karriere während der NS-Zeit und schließlich sein Geständnis. Und dennoch ist das alles nur der Anschein. Es ist durchaus möglich, dass der Mann so unschuldig war, wie die Großmutter immer behauptet hatte, denn ihm ist zwar in Waldheim der Prozess gemacht worden, aber er hatte von Anfang an keine Chance vor Gericht, bekam keinen Verteidiger, keine Zeit, keine Gerechtigkeit. Die Waldheimer Prozesse waren eine ganze Reihe von Gerichtsverfahren, die in die Justizgeschichte der DDR eingegangen sind. Unter direkter Anleitung der SED-Führung mussten sich in der sächsischen Kleinstadt Waldheim mehr als 3.400 Menschen wegen ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit verantworten. Aber kaum eine der Verhandlungen dauerte länger als 30 Minuten. Hier ging es weniger um Recht als um Politik. Viola Nickel geht auf die Reise und versucht sich ein umfassendes Bild von ihrem Großvater zu machen. Weshalb hat der überzeugte Demokrat Ende der dreißiger Jahre die Partei gewechselt? Wurde er etwa erpresst? Warum findet sich weder in den Personalakten noch in den Gestapo-Archiven ein Vermerk über ihn? Die Enkelin des angeblichen NS-Verbrechers ist hartnäckig, aber sie kommt immer wieder zu einem Punkt: Die einzigen, die wirklich die Schuld des Großvaters hätten feststellen können, waren die Richter in Waldheim, doch denen hatte bereits ein Indiz zur Verurteilung genügt. Für Viola Nickel bedeutet das: Ihre Familie ist gebrandmarkt, die Wahrheit lässt sich kaum noch rekonstruieren. Oder doch?

Do, 23. Feb · 03:55-05:00 · arte
Full House mit Damen

Thema: Poker Passion

Do, 23. Feb · 13:30-14:15 · BR
Das Büro Grüber – Hilfe für Christen jüdischer Herkunft

Das Büro Grüber ist eine Organisation der Bekennenden Kirche, die verfolgten nichtarischen evangelischen Christen die Auswanderung aus dem nationalsozialistischen Deutschland ermöglichen wollte. Die letzten Zeugen berichten. 1935 proklamieren die Nazis in Nürnberg ein „Reichsbürgergesetz“ und definieren, wer fortan der „jüdischen Rasse“ zugehört. Auch evangelische Christen, deren Eltern oder Großeltern jüdischen Glaubens sind, gelten fortan als Juden. Die wenigsten der Betroffenen ahnen zunächst, wie die „Nürnberger Gesetze“ ihr Leben verändern werden. Ihre Lebensbedingungen verschlimmern sich nun ebenso wie die ihrer Mitbürger jüdischen Glaubens. Die evangelische Kirche reagiert auf die „Rassengesetze“ verhalten. Im September 1938 wird in Berlin-Kaulsdorf das „Büro Grüber“ eingerichtet. Es ist eine Organisation der Bekennenden Kirche, die zunächst „nichtarischen“ evangelischen Christen die Auswanderung aus dem nationalsozialistischen Deutschland ermöglichen will. Diese Institution trägt den Namen ihres Leiters Pastor Heinrich Grüber. Außenstellen werden in 20 verschiedenen Städten des Deutschen Reiches eingerichtet, darunter auch in München und Nürnberg.

Fr, 24. Feb · 23:30-01:00 · Das Erste (ARD)
Speer und Er, 2/3

Im 2. Teil des groß angelegten Filmprojekts von Heinrich Breloer werden Dokumente zusammengetragen, die dahinter ein anderes Bild von Speer sichtbar werden lassen. Er beteiligt sich aktiv an der Vertreibung der Juden aus Berlin, in seinem Machtbereich und unter seiner Verantwortung entstand in Zusammenarbeit mit Himmler das Konzentrationslager „Dora“ für den Bau der V2-Rakete. Diese Informationen hätten in Nürnberg den Tod bedeutet.

Di, 28. Feb · 11:40-12:30 · 3sat
Ein General gegen Hitler

Dokumentation (Kultur – 3. Reich (1933-1945): Wilhelm Zehner

Di, 28. Feb · 22:45-00:25 · RBB
Two Lovers

Das große Los in der Liebe hat Leonard nicht gezogen. Kurz vor der Hochzeit ist ihm die Braut davongelaufen, worauf der depressive Mittdreißiger einige Selbstmordversuche verübte und seither wieder bei den Eltern lebt. Das behütete Dasein in dieser jüdischen New Yorker Mittelschicht erweist sich für den Gelegenheitsfotografen als tristes Gefängnis. Die überbesorgte Mutter (Isabella Rossellini) beobachtet ihn auf Schritt und Tritt, sein Vater (Moni Moshonov) sieht in ihm nur den kommenden Geschäftsführer seiner kleinen chemischen Reinigung. Ihm zuliebe lässt Leonard sich auf die attraktive, aber etwas biedere Sandra (Vinessa Shaw) ein, die Tochter eines Geschäftsfreundes der Eltern. Ausgerechnet jetzt läuft ihm die neue Nachbarin Michelle (Gwyneth Paltrow) über den Weg, und die ist ein ganz anderes Kaliber. Die ebenso unkomplizierte wie attraktive Blondine verdreht ihm sofort den Kopf, zum ersten Mal seit langem sieht Leonard die Welt wieder in hellem Glanz. Das Problem ist nur: Die drogenabhängige Sekretärin empfindet für ihn nur geschwisterliche Gefühle. Immer wieder weint sie sich an seiner Schulter aus, denn sie steckt in einer unglücklichen Beziehung mit dem verheirateten Anwalt Ronald (Elias Koteas). Der unterhält sie zwar als Geliebte, lässt sie aber in schwierigen Situationen regelmäßig im Stich. Irgendwann hat Michelle davon genug und erwägt die Trennung. Leonard macht sich große Hoffnungen.