Hass auf Linke und Muslime: Breivik war auch in Prag unterwegs

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Getrieben vom Hass gegen Linke und Muslime und überzeugt von einer Verschwörung multikultureller Kreise, die kurz davor steht, Europa durch ein „Diktat der politischen Korrektheit“ zu Kapitulation und Islamisierung zu zwingen, zog der Norweger Anders Behring Breivik durch Europa. Überall suchte er nach Nahrung und Waffen für seine terroristische  Ideologie. So wollte der Hauptverdächtige der Anschläge in Norwegen auch in Prag Waffen kaufen…

Der als Hauptverdächtigter festgenommene Norweger soll sich letztes Jahr in Prag aufgehalten haben, um Waffen zu kaufen. Die tschechische Presseagentur ČTK zitiert aus dem im Internet kursierenden Manifest, das der 32jährige selbst verteilt hatte. Danach habe er fünf Tage lang versucht, eine automatische Waffe und Handgranaten zu kaufen. Nachdem er mit seinem Vorhaben keinen Erfolg gehabt hatte, sei er unverrichteter Dinge wieder abgereist. Die tschechische Polizei erklärte, bisher keine Anfrage ihrer norwegischen Kollegen zum Aufenthalt des Verdächtigen in Prag erhalten zu haben. Man sei aber zur uneingeschränkten Kooperation bereit, sobald eine Anfrage eingehe.

Gedenken vor der norwegischen Botschaft

Wie überall in Europa, sind auch die Prager schockiert. Vor der norwegischen Botschaft in der Helichova-Strasse haben Menschen zum Gedenken an die Opfer der Anschläge von Freitag dutzende Kerzen angezündet und Blumen niedergelegt. Auch Mitglieder der Jungen Tschechischen Sozialdemokraten versammelten sich dort am Sonntag, um ihre Solidarität auszudrücken. „Das ist eine der größten Tragödien, die in den letzten Jahren passiert ist“, so der Vorsitzende der tschechischen Jusos Lukáš Kaucký „ und zugleich ist es ein Angriff auf unsere Genossen, den wir sehr persönlich nehmen.“

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