Problematische Versöhnung

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Die in Kairo unterzeichnete Versöhnung zwischen der islamistischen Hamas-Organisation und der weltlichen Fatahpartei des Präsidenten Mahmoud Abbas bringt Unruhe in den schwelenden Nahostkonflikt…

Ein Kommentar von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 29. April 2011

Israels Spitzenpolitiker forderten Abbas auf, zwischen Frieden mit Israel oder mit der „Terrororganisation“ Hamas zu wählen. Beides gehe nicht, solange die Hamas drei Konditionen der EU, der USA und Israels verweigere: Gewaltverzicht, Anerkennung Israels und Akzeptanz aller Abkommen, darunter der Osloer Verträge.

Israelische Kommentatoren reden schon von einer „hysterischen“ Reaktion Israels auf die Kairoer „Absichtserklärung“. Die sei ein noch „nicht gelegtes Ei“. Gleichwohl hat das Abkommen schon praktische Folgen. Ägypten will den Grenzübergang zwischen Gaza und Ägypten für Personen- und Warenverkehr öffnen. Das käme einem ägyptischen Vertragsbruch gleich. Denn 2005 hatte sich Israel aus dem Grenzstreifen nur unter der Bedingung völlig zurückgezogen, dass Ägypten und die EU einen Kontrollmechanismus einrichten, der Israel eine ferngelenkte Überwachung des Grenzverkehrs ermöglichte. Mit dem Putsch der Hamas 2007 wurden die EU-Zöllner und Fatah-Elitesoldaten vertrieben. Hamaskämpfer zerstörten die Computer. Unter Mubarak öffnete Ägypten daraufhin nur in Ausnahmefällen die Grenze – in Absprache mit Israel. Israel befürchtet zudem, dass Abbas Hunderte Hamasleute freilassen müsste. Das wäre das Ende der relativen Ruhe im Westjordanland, seit 2008 fast ohne Terroranschläge.

Eine Beteiligung der Hamas an der Regierung in Ramallah würde die Kooperation zwischen israelischen und palästinensischen Sicherheitskräften beenden mit fatalen Folgen für den wirtschaftlichen Aufschwung im Westjordanland, sowie Israel wieder mit Straßensperren die Bewegungsfreiheit der Palästinenser abwürgen müsste, um sich zu schützen. Der Hamas-Politiker Ribhi Rantisi sagte, dass die Versöhnung von Gaza und Ramallah den Kampf gegen den zionistischen Feind erleichtern und ein Ende der jüdischen Besatzung des „ganzen Landes“ beschleunigen werde. Gemeint ist auch Tel Aviv. Iran gratulierte, dass nun das Ende Israels beschleunigt werde.

Das Kairoer Abkommen mitsamt der weltweiten Entlegitimierungskampagne bringt Israel in gefährliche Bedrängnis. Rechtsgerichtete Abgeordnete und Minister präsentieren schon Kurzschlussreaktionen: Finanzierungssperre und Auflösung der Autonomiebehörde sowie eine Annexion der Siedlungen. Die Errichtung eines palästinensischen Staates und eine Abtrennung beider verfeindeten Völker wäre dann kaum mehr möglich.

Hamas-Ministerpräsident Ismail Hainja rief nach dem Freitagsgebet in Gaza vor Journalisten die Autonomiebehörde inn Ramallah auf, ihre Anerkennung Israels zu widerrufen. „Die Existenz der zionistischen Einheit (Israel) auf unserem Land ist widerrechtlich und darf deshalb nicht anerkannt werden, zumal sie (Israel) weder die palästinensischen Rechte noch die Einheit des palästinensischen Volkes anerkannt hat.“ Weiter sagte er, dass die Versöhnung zwischen Fatahpartei und Hamas halten werde wegen der Umwälzungen in der Region und weil die Palästinenser aus ihren Erfahrungen der Vergangenheit gelernt hätten.

(C) Ulrich W. Sahm / haGalil.com

25 Kommentare

  1. @me
     
    „Israel musste sich 1967 präventiv verteidigen.“
     
    Im Prinzip richtig, aber gerade im Fall der umstrittenen Gebiete Westbank/Samaria-Judäa eben gerade nicht – in diesem Fall haben jordanische Armeen angegriffen, Israel war also ohne jedes wenn und aber Opfer eines Angriffskrieges.
     

  2. @Jane: Glauben sie eigentlich selber alles was sie da schreiben?
    1. Die Vertreibungen von paläst. Arabern 1948 waren vor allem eine Reaktion auf den anhaltenden Terror gegen Juden welcher von vielen arabischen Dörfern Ausging. Angesichts der Kriegserklärung der arabischen Staaten sah man auf isael. Seite oft keine andere Möglichkeit, als diese Terrornester auszuschalten indem man alle Bewohner vertrieb, also auch die Unschuldigen unter ihnen. Anderenfalls hätte man bei Eintreffen der arabischen Armeen eine Art 2-Fronten Krieg kämpfen müssen. Das solche Vertreibungen mit Gewalt und teilweise sogar mit Massakern einhergingen, ist wenig überraschend. Sehr viele Araber flüchteten aber auch mehr oder weniger freiwillig aus der Kampfzone, um nach dem erhofften arabischen Sieg in ihre Häuser zurückzukehren (und in die der Toten Juden).
    Nun erklären sie mir eines: Hätten die Israelis damals eine ethnische Säuberung durchführen wollen, warum haben sie es nicht getan, als sie die Möglichkeit hatten? Warum sind noch heute 20 der israelischen Bürger Araber?
    Die Antwort ist einfach, denn es war keine ethnische Säuberung geplant, man vertrieb nur die Bewohner von Dörfern, die ein Hort des „Widerstandes“, also des antijüdischen Terrors waren. Das es dabei auch zu Kriegsverbrechen kam mag ja sein, diesen Krieg hatten aber die Araber ohne Not begonnen.
     
    2. Glauben sie wirklich, das Opfer eines Angriffskrieges hätte niemals das Recht sich Territorium des Feindes anzueignen? Oder trifft das mal wieder nur auf Israel zu? Denn sonst müssten sie ja eigentlich auch für die Rückgabe Ostpolens an Deutschland eintreten… Aber ich hoffe mal einfach so weit würden sie dann doch nicht gehen!?
    Israel musste sich 1967 präventiv verteidigen. Bestimmte strategisch wichtige Gebiete auch weiterhin besetzt zu halten war einfach ein Gebot militärischer Vernunft, da man (zu Recht) mit weiteren Agressionen rechnete. Ein Blick auf die Landkarte reicht eigentlich aus um das zu verstehen…
    Man kann natürlich der Meinung sein, dass sich das alles  heute geändert hat und unter bestimmten Bedingungen (Sicherheitsgarantien!) wäre es tatsächlich höchste Zeit der Besatzung ein Ende zu machen. Nur glaube ich nicht, dass dies wirklich gewünscht ist von Seiten der palästinensischen Führung bzw.  nur unter der Bedingung das Israel „demographischen Selbstmord“ begeht. (Rückkehrrecht der „Flüchtlinge“)

  3. Mir fällt dazu Fromms Konzept der “autoritären Persönlichkeit” ein, und dass viele Menschen nicht frei sein wollen und auch nicht wissend. Nur glaubend und Teil eines (gerne propagandagedrillten) Kollektivs.
    “Hauptsache man weiss wohin man gehört”, sagen sich viele, um sich der eigenen individuellen Verantwortung entziehen zu können. Die Auseinandersetzung mit dem “individuellen Selbst” macht soviel Angst, dass man sich nur noch der (selbstverordneten) Propaganda aussetzen will und alles was einen wieder aus dieser Zensur befreien könnte wird abgelehnt.
     
    Liebe Anat, mag durchaus sein, dass Sie streckenweise gar nicht so falsch liegen, doch sollte hier, denke ich, etwas mehr differenziert sein.
     
    Prinzipiell stellt sich nämlich die Frage nach der Motivation, gerade hier auf haGalil im Schnitt bis zu zehn und mehr Beiträge pro Tag zu plazieren, mittlerweile und über die Jahre tausende, nahezu ausschließlich aus sogenannten „antizionistischen Quellen“, wie zB arendt*art, steinberg*recherche, lebenshaus*oder wie auch immer geschöpft, also insgesamt  samt und sonders eindimensional israelkritisch um nicht zu sagen israelfeindlich, wirklich oft auch verleumderisch, unter völliger Ausblendung islamistischer Aggression, Wut und Hass und Terror gegen Israel,  den es ja tatsächlich gibt, bis hin zum Antisemitismus.
     
    Also, ich persönlich denke, Sie sollten, wenn Ihnen persönlich der eine oder andere User hier wirklich am Herzen liegt, sich eher mit den Ursachen von Zwang bzw. Sucht und darüber hinaus auch noch, angesichts des unendlichen Leides allerorten dieser Erde, in Libyen zum Beispiel spricht man mittlerweile von bis zu 30 000 Todesopfern, mit dem möglichen Ursprung sich unbedingt und ausgerechnet Israel als Projektionsfläche wählen zu müssen, auseinandersetzen.
     
    Denke, es handelt sich um eine außerordentlich prekäre Lebenssituation, die solcherart überdeckt, verdrängt, bewältigt werden soll, was natürlich nicht funktionieren kann.
     
    Soetwas, und das aber wissen wir alle, geht niemals gut aus und jeder der solches, noch dazu aus ideologischer Überzeugung stützt, fördert oder überhaupt nur ermöglicht, diesem Treiben also auch noch Legitimation erteilt, macht sich zumindest mitschuldig.
     
    Nun ja, wenn Sie nun wirklich und aufrichtig helfen möchten, so sollten Sie vielleicht besser der Agitation als Instrument nicht beispringen, diese unterstützen oder sogar fördern, sondern eher andere Wege suchen, die es, allerdings abseits vom Internet, auch durchaus gibt.
     
    Das war’s von mir zu diesem Thema!
     
     

  4. @Jane

    Sie denken und schreiben wie ein Palästinenser und benutzen die gleichen Antijüdischen Phrasen und Propaganda um sich hinter der friedensunfähigkeit der Araber zu verstecken.

    Sie haben vom Nahen Osten vom Konflikt NULL Ahnung. Sie schreiben hier einen völligen Schwachsinn und wiedersprechen sich selber unentwegt. Alle sogenannten mühevoll und von grosser Kenntnis geschriebenen Fakten sind billigste Palästinensische Propaganda die darauf abzielt den Jüdischen Staat zu Dämonisieren.   Es ist alles locker zu wiederlegen

    Es ist das alte Problem der Juden, man will sie nicht haben weder hier noch dort und erst recht nicht als Arabischen Nachbar. Und weil Israel Militärisch zu stark ist erfindet man Geschichten bringt sie in die Medien und in die UNO. Man muss sie nur lang genug erzählen so wie es die Europäer gemacht haben dann wird es irgendwann schon stimmen.

    Aber Baruch haschem die Araber entlarven sich selber da braucht Israel nichts zu machen und wer einigermaßen Intelligent ist sieht und erkennt die faule Masche der Palästinenser.

    Und Jane sie schreiben noch in zehn Jahren hier und gehen allen auf den Nerv mit ihrem Schwachsinn. Und die Arabischen Palästinenser haben immer noch keinen Staat, im gegensatz zu den Jüdischen Palästinenser die ihren seit 63 Jahren haben weil sie damals JA gesagt haben und die Arabischen Palästinenser NEIN.

    Im übrigen die Christlichen Palästinenser und die Drusischen Palästinenser leben alle sehr Glücklich bei den Jüdischen Palästinenser in einem Staat mit der Bezeichnung Israel.

    Dafür die Juden auch noch Verantwortlich zu machen für die Blödheit der Araber Nein zu einem Staat zu sagen, zeigt wieder einmal die Unfähigeit der Araber Frieden mit den Juden zu machen.

    Und schreiben sie ja nicht den Schwachsinn  die Palästinenser haben den Jüdischen Staat anerkannt. Das ist gelogen und ich habe ihnen das schriftlich wiederlegt hier ohne Probleme.

  5. Es ist kaum zu glauben, aber auf die von Jane mühevoll und mit grosser Kenntnis und meist massgeschneidert auf den Vorredner eingehende Information, gehen ihre Gegner nie ein.
    Das können sie sich, trotz zahlenmässiger Überlegenheit, nicht erlauben. Stattdessen wiederholen sie immer und immer wieder die abgestandenen Parolen vergilbter Propagandabroschüren aus den 60er Jahren, die leider wieder neu aufgelegt wurden, nachdem es in den 90ern eine kurze Zeit gab, da selbst Israels Premier öffentlich auf die Vertreibung und das logischerweise damit einhergehende Leid der Palästinenser hinwies. Darüber brauche man mit ihm nicht diskutieren, er wisse ganz genau, dass die Vertreibung Realität war, schliesslich habe er sie, zB in der Gegend um Lud, selbst befehligt.

    Erinnert sei auch an Sharon der sagte: Was wir hier (in den besetzten Gebieten) tun ist Besatzung, das ist die normale Bezeichnung dafür, und wir sind Besatzer. Und die Besatzung ist nicht nur schlecht für die Palästinenser, sie ist mindestens genauso schlecht für Israel.

    Aber sowenig wie Janes Aussagen hier zur Kenntnis genommen werden, werden die Aussagen von Rabin oder Sharon respektiert.
    Versteht mich nicht falsch, jeder kann eine eigene Meinung haben, aber wenn jeder von unterschiedlichen Fakten ausgeht, ist es schwierig. Dann beginnt die Propaganda die Information zu besiegen. Und diese Zensur ist sogar frei gewählt.
    Mir fällt dazu Fromms Konzept der „autoritären Persönlichkeit“ ein, und dass viele Menschen nicht frei sein wollen und auch nicht wissend. Nur glaubend und Teil eines (gerne propagandagedrillten) Kollektivs.
    „Hauptsache man weiss wohin man gehört“, sagen sich viele, um sich der eigenen individuellen Verantwortung entziehen zu können. Die Auseinandersetzung mit dem „individuellen Selbst“ macht soviel Angst, dass man sich nur noch der (selbstverordneten) Propaganda aussetzen will und alles was einen wieder aus dieser Zensur befreien könnte wird abgelehnt.
    Oft sogar sehr aggressiv, wie es Jane mehrfach erlebt hat.
    Die oft sehr massive Aggression gegen Jane erklärt sich auch durch diese Angst vor dem Zusammenbruch dieser zwanghaft angelegten Identitätsstarre. Denn was bliebe dann? Ausser dem ungeliebten Selbst?
    Nach zahlreichen psychologisierenden Hetzgutachten, die Jane als das Sinnbild des Bösen schlechthin festschreiben wollten, konnte ich mir diesen kleinen Einwurf nicht verkneifen.



  6. Es zeigt sich der übliche Mechanismus: Die geduldig wiederholten Entgegnungen (etwa von willow oder Baruch Zion) werden von Jane in ihrer Argumentation völlig ignoriert, statt dessen spult sie ihren gewohnten Sermon ab, der alles außen vor lässt, was nicht in ihr schwarz/weißes Weltbild integriert werden kann. Argumente sind hier leider nutzlos (oder auch Belege „am Text“. Welcher Text überhaupt? Janes? Das ist doch nun schon an verschiedenen Stellen zur Genüge geschehen).
     
    Aber immerhin hat Jane nun das Wort „Paranoia“ bei wikipedia nachgeschlagen… schon mal ein Anfang. Wenn nun die Reflexion folgt, wessen Verhalten von „ängstliche[m] oder aggressive[m] Misstrauen bis hin zur Ãœberzeugung einer Verschwörung anderer“ geprägt ist, besteht Hoffnung. Nebenbei: bei wiki findet man selten der Weisheit letzten Schluss, aber ein Anfang ist es.
     
    Geradezu absurd wird die Behauptung, es hätte keine Annektierung durch Jordanien stattgefunden. Hier kann mal wieder nicht sein was nicht sein darf: nämlich, dass die „Verbündeten“ eben nicht auf das Wohl der Palästinenser abzielen, sondern auf eigene Gebietsinteressen (auch die fatale Situation der palästinensischen Bevölkerung im Libanon oder in Jordanien und Syrien wird ausgeblendet).
     
    Es wird von der Vertreibung hunderttausender Palästinenser im Jahre 1948 geschrieben und erneut völlig ignoriert, dass hunderttausende Jüdinnen und Juden als Reaktion auf die Staatsgründung Israels aus den umliegenden Staaten vertrieben wurden (oder fliehen mussten).
     
    Hier offenbart sich das Ressentiment. Zwar hat Jane „gar nichts dagegen, dass Israel existiert“ (Oh vielen Dank!), jedoch gibt es bei ihr nahezu keine Bedingungen unter den dieser Staat existieren könnte, denn wenn Israel sich so verhalten hätte, wie Jane es sich wünscht, würde es dieses Land nicht mehr geben (und zwar schon 1948).

  7. Jane, ihre Weltsicht ist völlig verquer… naja.
     
    Vielleicht informieren sie sich ja mal über den 6-Tage-Krieg. Richtig ist, Israel hat auf dem Sinai die kampfbereite ägyptische Armee präventiv angegriffen und geschlagen. Aber es geht ja nicht um einen israelisch besetzten Sinai…
     
    „Es ist doch verquaster Unsinn Willow – Jordanien hat Judäa oder Teile Jerusalems nicht erobert. Jordanien hat keinen Krieg geführt für irgend ein Territorium und ihm wird auch gar nichts zugeschlagen“
     
    Waaaas!? Wie nennen sie dann den Zustand vor dem 6-Tagekrieg? Waren damals nicht all die Gebiete von Jordanien besetzt und als Staatsterritorium beansprucht? Hatten nicht alle Bewohner die jordanische Staatsbürgerschaft (ebenso wie alle Bewohner des Gazastreifens Ägypter waren?)
     
    Auch wenn sie es nicht wahrhaben wollen, Jordanien hat im 6-Tagekrieg Israel angegriffen… und verloren. Israel hat der jordanischen Regierung sogar versichert, keine Kampfhandlungen zu beginnen – aber die jordanische Regierung hat der ägyptischen Propaganda mehr Glauben geschenkt und glaubte, Israel vernichten zu können – sie interpretierten Israels Angebot als Schwäche und wollten die Beute nicht allein den Syrern und Ägyptern überlassen.
     
    Ãœbrigens, da sie Israels Verhalten nach dem Sieg über seine Feinde mit so scharfen Worten kritisieren – wie glauben sie, wären im Falle eines (behüte!) arabischen Sieges die besiegten Israeli behandelt worden?
     

  8. Es ist doch ganz einfach: Wenn Araber ein Stück Land erobern (z.B. die Jordanier Judäa, Samaria und Teile Jerusalems

    Es ist doch verquaster Unsinn Willow – Jordanien hat Judäa oder Teile Jerusalems nicht erobert. Jordanien hat keinen Krieg geführt für irgend ein Territorium und ihm wird auch gar nichts zugeschlagen, auch die Palsätinenser führen keine Krieg um irgend ein Territorium zu erhalten. Sie wehren sich gegeen die Besatzung IHRES Territoriums, dass Ihnen noch geblieben war, nachdem die Völkergemeinschaft Israel 1948 anerkannt hatte. Das Völkerrecht gilt für alle.

    Israel beging schon aus sehr viel nichtigern Gründen Kriege als die arabischen Nachbarn es 1948 taten, man denke nur an den letzten Libanon-Krieg, aber wenn die Israelis hunderttausende, zivile Palästinenser von ihrem rechtmäßigen Grund und Boden gewaltsam vertreiben und Massaker begehen, dann soll das für die Araber kein legitimer Angriffsgrund sein? Ich frage mich manchmal, auf welch vollkommen entrückt narzistischer Grundlage Ihr Weltbild basiert. Sind Sie doch Äonen davon entfernt, die Maßstäbe, welche Sie für Israel geltend machen auch anderen zuzugestehen – eine völlig verzerrte Selbst- und Fremdwahrnehmung für die das Wort Ausgewogenheit ein völliges Fremdwort ist.

    1973 griffen die arabischen Nachbarn das erste mal tatsächlich an und zwar, weil sich Israel weigerte von den Gebieten, die es in einem Angriffskrieg von Jordanien und Ägypten besetzt hatte, entgegen der völkerrechtlichen Grundlage und entgegen der UNO-Resolutionen wieder zurückzuziehen. Alle Versuche Israel zum Rückzug zu bewegen, wie auch die internationale Gemeinschaft es forderte, waren gescheitert. Die Arabischen Nachbarn wären auch bereit zu Friedensverhandlungen gewesen mit Israel, allerdings gemäß der entsprechenden UNO-Resolutionen NACHDEM sich Israel von den illegal besetzten Gebieten wieder zurückgezogen hätte – das ist ein vollkommen berechtigtes Anliegen und hierauf begründen sich auch völlig berechtigt die drei berühmten Neins – keine Verhandlung unter Besatzung – das ist vollkommen legitim. Es ist völlig legitim, die Palästinenser von der Besatzung befreien zu wollen.

    Der Krieg 48 wurde von Israel provoziert, da es hundert tausende Palästinenser vertrieb, auch aus den Gebieten, die Israel gar nicht von der UNO als potentiellen Staat zugesprochen wurden. Er folgte ja nicht unmittelbar auf den Teilungsplan, den die Araber, oh Wunder, ablehnten, was ihr gutes Recht ist. Es war eben kein guter Plan. Ethnische Säuberung ist ein Kriegsverbrechen und einer der wenigen Gründe, die völkerrechtlich einen militärischen Eingriff von aussen legitimieren, genauso wie Völkermord.

    Nach 48 befand sich Israel in keiner prekären Lage mehr, auch 1967 nicht. Und wenn ein arabischer Nachbar Israel angreifen wuüde und Israel innerhalb der Grünen Linie besetzen würde, wäre das genauso unrecht (allerdings eines, welches die Israelis jetzt selbst seit über 40 jahren begehen, also wenn es die Maßstäbe, die es an andere anlegt auch für Isreal selber gelten sollten, dann wäre das sogar in Ordnung).
    Schwierig all die verdrehten Dinger hier anzugehen. Die Logik dahinter ist oft völlig verquer.

    Vermeintlich will sie Kritik üben (und das wäre ja auch legitim), aber zeigt sich nicht in ihrer Ignoranz in Bezug auf die ihr entgegengehaltenen Argumente schon die Verquertheit ihres Weltbildes?

    Ach das ‚wäre‘ legitim Nikolaj – tatsächlich – sehr komisch.

    Welche Argumente brinen Sie denn hervor Nikolaj, mir scheinen Ihre Beiträge eher eine Aneinanderreihung aus der Phrasendreschmaschine der Hasbara gewürzt mit ein paar Textpassagen, die Sie dann in logisch vollkommen unverdauliche Zusammenhänge bringen. Das macht wenigstens insofern Wirkung als dass das nicht unmittelbare Verstehen dieser herbei konstruierten, oft logisch nicht ganz nachvollziehbaren Zusammenhänge, dem Leser zumindest die irrige Interpretation ermöglicht, es würde sich hierbei vielleicht um etwas besonders Intelligentes handeln, was freilich nicht der Fall ist, da diese aneinandergesezten Sätze bei näherem Betrachten oft jeglicher Substanz entbehren. Vielleicht sollten Sie Politiker werden.

    Argumente und Belege bringe ich hingegen ständig vor, auch wenn die verkürzten Statements zum ein oder anderen Thema mitunter missverständlich Raum lassen für irrige Interpretationen, dem ich mich freilich gerne stelle.

    Und was das ‚Objekt‘ anbetrifft – grammatikalisch haben sie eines ‚hierfür‘. Das Objekt Ihres Satzes bezieht sich auf ‚mangelnde historische Kenntnisse‘ im Vorsatz, für welche ich, wie Sie schreiben, angeblich auch der Besatzung die Schuld gebe. Das ist inhaltlich komplett hoh. Was wollen sie sich denn eigentlich noch so alles einfallen lassen?
    Gehts noch verquerer. Vielleicht wirbeln Sie den ganzen Phrasendreschbrei noch 5 mal durch die Tonne. Es hat immer eine gewisse Wirkung, wenn auch der Inhalt letztendlich vollkommen verschwommen bleibt.

    Dazu dass 15 israelische Israel-Preisträger hinsichtlich der Besatzung, der potentiellen Gründung eines palsätinensischen Staates und der Grünen Linie genau das gleiche fordern wie ich, schreiben Sie natürlich nichts. Es wäre ja auch ein wenig peinlich ausgerechnet diesen Antisemitismus und das Verwenden antisemitischer Stereotypen vorzuwerfen. Also schippern Sie mal kreuz und quer durch das rethorische AbwehrArsenal der Hasbara – irgend was wird schon davon schon Wirkung tun (zumindest hier bzgl. meiner Person, wenn auch nicht bzgl. der Unterzeichner des Appells oder wollen Sie sich da auch mal ran trauen mit Ihrer Phrasendreschmaschine, aber vielleicht müssen Sie sich hierfür eine neue zulegen). Gibts dafür noch keine Anleitung?

  9. Nun beansprucht die Hamas auch noch den Posten des Ministerpräsidenten für die Übergangsregierung. Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem blutigen Machtkampf zw. Hamas und Fatah im Westjordanland kommen wird, ist größer als die Staatsgründung eines palästinensischen Staates. Ein Trost bleibt: Auch ein palästinesischer Staat braucht gewisse Mindesteinnahmen. So bleibt nur noch die Verpachtung der Siedlungsgebiete für 99 Jahre an Israel. Und noch ein Punkt bleibt: Israel möchte Garantien für seine eigene Sicherheit haben. Es wünscht sich Ordnungshüter aus dem Ausland, die die Aufgabe im Westjordanland wahrnehmen. Die USA haben schon abgewunken. Verbleiben noch Deutschland und Frankreich. um eine Sicherungsgruppe zu bilden.

  10. Sie dreht und wendet Ereignisse, bis am Ende die Verantwortung eindeutig zugeschoben werden kann (so habe Israel 1967 die Palästinenser angegriffen und natürlich handelt es sich nicht um einen Krieg mit Ägypten, Syrien and Jordanien, der aus einem bestimmten historischen Kontext entstand
     
    Seither führt Israel Krieg gegen ‚die Palsätinenser‘ und zwar gegen die gesamte Bevölkerung bis auf den heutigen Tag – und das obwohl nicht sie Israel angriffen – wie Sie ja selbst sagen. Aber nicht mal Jordanien, Ägypten und Syrien haben Israel angegriffen und die angebliche Kriegsgefahr, welche den Israelis den israelischen Präventivschlag verständlich machen sollte, war lt. führender israelischer Militärs total aufgebauscht – in Wirklichkeit drohte den Israelis gar kein Krieg – und es hat sie auch niemand angegriffen.
     
    Dass Israel von „angriffsbereiten arabischen Armeen eingekreist“ und Angst um seine Existenz haben musste, gehört somit ins Reich der Mythen. Israelische Politiker wie Militärs haben später bezeugt, tatsächlich bestand für Israel seinerzeit keine akute Kriegsgefahr. Yitzhak Rabin, 1967 Stabschef der Armee, „glaubte nicht, dass Nasser Krieg wollte. Die zwei Divisionen, die er in den Sinai schickte, reichten für eine Offensive nicht aus. Dies wussten er und wir.“ Auch der Likud-Politiker Menachem Begin, damals Mitglied einer Regierung der Nationalen Einheit, äußert sich in seinen Erinnerungen ähnlich. „Wir müssen zu uns selbst ehrlich sein. Wir trafen die Entscheidung, ihn anzugreifen.“ Und der ehemalige Außenminister Abba Eban erinnert sich in seinen Memoiren, „Nasser wollte keinen Krieg, er wollte den Sieg ohne Krieg.“


    Auch General Matti Peled räumt am 3. Juni 1972 im Gespräch mit der französischen Zeitung Le Monde ein, es sei ein „Bluff“ gewesen, die Vision von einer „tödliche Gefahr für Israel“ heraufzubeschwören – das Land habe sich seit 1949 niemals in einer solch prekären Situation befunden. „All jene Geschichten über die große Gefahr, der wir wegen unseres kleinen Gebietes ausgesetzt waren, kamen erst auf, als der Krieg zu Ende war, sie spielten in unseren Ãœberlegungen vor Ausbruch der Feindseligkeiten keine Rolle. Vorzutäuschen, dass die ägyptische Armee, die an unserer Grenze stand, fähig gewesen sei, die Existenz Israels zu gefährden, ist nicht nur eine Beleidigung für jeden, der die Lage analysiert, sondern primär eine Beleidigung der israelischen Armee.“


    Noch einmal sei dazu der spätere Premierminister Begin in den Zeugenstand gerufen, der in der New York Times vom 21. August 1982 schreibt: „Die Truppenkonzentrationen der ägyptischen Armee im Sinai waren kein Beweis dafür, dass Nasser bereit war, uns anzugreifen. Wir müssen uns gegenüber ehrlich sein. Wir entschieden, ihn anzugreifen.“

    http://www.freitag.de/2007/22/07220601.php

  11. Nikolaj – Ihre Masche hat natürlich Vorteile – auf Argumente brauchen Sie sich so gar nicht einzulassen und das ist natürlich auch sehr vorteilhaft so – Shoot the Messenger – and avoid reason.
     
    Sie verbreiten dauernd den Blödsinn – ich würde Israel für alles verantwortlich machen. Diesen Qutsch können Sie natürlich nicht belegen. Ich mache Israel für das Elend der Palästinenser verantwortlich und darüberhinaus, halte ich den NahOstkonflikt für eine Belastung des Verhältnisses zwischen der westlichen Welt und der islamischen und somit ein nicht unwesentliches Motiv für den islamistischen Terrorismus (wenn auch nicht das einzige, da gibt es noch andere).
     
    Sie behaupten mal wieder einfach so drauf los – ich wüsste nicht was paranoid heißt. Die Wortwahl passt jedenfalls excellent.Vermutlich wissen Sie es nicht:
     
    Die Betroffenen leiden an einer verzerrten Wahrnehmung ihrer Umgebung in Richtung auf eine feindselige (im Extrem bösartig verfolgende) Haltung ihrer Person gegenüber.
     
    Egal wie blasiert Sie auch daher kommen – geben Sie sich doch mal die Mühe, den Unsinn den Sie verbreiten tatsächlich am Text zu belegen:
     
    Ich warte!

  12. Die Israelis haben sich gegen keinen feindlichen Angriff zur Wehr gesetzt. 1967 war ein israelischer Angriffskrieg. Auch als Opfer eines Angriffskriegs, was hier gar nicht vorliegt, ist es keinem Land gestattet sich fremdes Territorium anzueignen.
     
    Ich plädiere überhaupt nicht dafür, dass sich die muslimischen Nachbarn Israel aneignen könnten und rechtfertige sowas nirgends. Ich respektiere das israelische Existenzrecht und den israelischen Staat innerhalb seiner anerkannten Grenzen.
     
    Vertrieben wurden allerdings die Palästinenser, die auch 1948 eine Mehrheit im zukünftigen Israel stellten und diese Vertreibung war im Gange, als die arabischen Nachbarn den Krieg erklärten. In Anbetracht der zahlreichen Massaker an der palsätinensischen Zivilbevölkerung, die so zur Flucht getrieben worden waren, war dies ein absolut legitimer Grund Israel anzugreifen – nicht um sich das Land anzueignen, sondern um die Menschenrechte seiner einheimischen Bevölkerung zu verteidigen.
     
    Die Israelis vertreiben übrigens auch schon zuvor aus dem Gebiet, welches die UNO nicht Israel zugesprochen hatte. Darüberhinaus gab es für die Palsätinenser keine Grund den Teilungsplan zu akzeptieren, welche Mehrheit würde in ihrer Heimat die politische Dominanz einer fremden Einwanderergruppe absegnen – das ist völlig unrealistisch.
     
    Würden ihn die Israelis akzeptieren, hätten wir längst Frieden in der Region, dann müssten sie sich nämlich noch hinter die Grüne Linie zurückziehen, die ja selbst schon 40% mehr Land umfasst, als der Teilungsplan Israel zusprach.

  13. Es ist doch ganz einfach: Wenn Araber ein Stück Land erobern (z.B. die Jordanier Judäa, Samaria und Teile Jerusalems), dann gehört es ihnen rechtmäßig (auch wenn es völkerrechtlich nach wie vor umstritten ist). Wenn die Israeli sich gegen einen Angriff aus diesen Gebieten zur Wehr setzen und feindliches Territorium besetzen (also letzlich genau das tun, was zuvor die Jordanier tun, nur mit mehr Berechtigung, da sie ja Opfer einer Agression waren) dann ist das für Jane ein Verbrechen. Denn nur den Palästinensern gehört das Land und wer Palästinenser ist, bestimmt Jane.
     
    Arafat z.B. wurde als Kind ägyptischer Eltern in Kairo geboren…
     


  14. Lieber Baruch Zion, sicherlich haben Sie recht damit, dass man im Kampf für die gute Sache nicht nachlassen darf. Ich frage mich nur, sind Janes Ressentiments (und um nichts anderes handelt es sich ja bei ihr, gibt sie doch ganz offen zu, dass für sie Israel eben an allem Schuld ist – Wer denn auch sonst, fragt sie schließlich in Großbuchstaben) nicht zu offensichtlich?
     
    Sie dreht und wendet Ereignisse, bis am Ende die Verantwortung eindeutig zugeschoben werden kann (so habe Israel 1967 die Palästinenser angegriffen und natürlich handelt es sich nicht um einen Krieg mit Ägypten, Syrien and Jordanien, der aus einem bestimmten historischen Kontext entstand). Offenbart nicht schon ihre Wortwahl ihre Motive (so weiß sie weder was „paranoid“ genau bedeutet – und macht sich nicht die Mühe es nachzuschlagen – noch wie ein grammatisches Subjekt bestimmt wird – für meine fehlerhafte Syntax in dem von ihr zitierten Satz muss ich mich natürlich dennoch entschuldigen)? Greift sie nicht auf allzu bekannte Stereotype zurück, die ihren „Anti-Zionismus“ als nichts anderes als Israelhass ausweißen? Vermeintlich will sie Kritik üben (und das wäre ja auch legitim), aber zeigt sich nicht in ihrer Ignoranz in Bezug auf die ihr entgegengehaltenen Argumente schon die Verquertheit ihres Weltbildes? Israel befindet sich in Janes Wahrnehmung in der klassischen „no-win“ Situation. Egal wie reagiert wird, es kann nur falsch sein. Was ihrem Bild nicht entspricht, wird ignoriert, das hat sich bereits an anderer Stelle oft gezeigt.
     
    Ich gebe Ihnen natürlich völlig recht, solchen Ressentiments muss mit aller Entschiedenheit entgegengetreten werden, ich möchte allerdings die Hoffnung nicht aufgeben, dass Janes seitenlange Ergüsse sich auch selbst entlarven, falls Leserinnen und Leser nicht schon das gleiche geschlossen binäre Weltbild mitbringen.

  15. BZ Рwir k̦nnen hier zum 10 000 dsten mal die unterschiedlichen Deutungen der Geschichte darlegen, was irgendwann wirklich langweilig wird.
     
    Aber ich möchte doch ein paar Dinge nicht unwidersprochen stehen lassen. Ja es lebten zu allen Zeiten Juden in Palsätina und zwar als eine kleine Minderheit unter anderen. Ich habe ja auch gar nichts dagegen, dass Israel existiert und auch nichts dagegen, dass Juden dort gerne Leben und sich auf Grund ihrer Religion dem Land besonders verbunden fühlen. Aber das kann nicht bedeuten, dass alle anderen weichen müssen, gewaltsam vertrieben, enteignet und entrechtet werden, die dort immer zu Hause waren und sich daher weiß Gott auch mit gutem Grund dort heimisch fühlen dürfen.
     
    Es ist vollkommen gleichgültig, wie man Palästina heute, vor 100 oder vor 1000 Jahren nannte. Die Gegend wurde zu allen Zeiten besiedelt und ganz gleich welche Staatsform das Gebiet unterstellt war – dort lebten zu allen Zeiten, die Einheimische sind und waren und die Mehrheit dieser Menschen haben seit Entstehung des Islam diese Religion angenommen.
     
    Darüberhinaus waren auch die antiken Israeliten nur Eroberer, die auf ein antikes unabhängiges Königreich nur in einem Teil Palästinas während 250 Jahren zurückblicken können. Zivlisation und Städtebildung gab es dort auch schon vor Ankunft der Juden und schon zuvor nannte man das Volk dort Philister, was schon in der Bibel zu lesen ist.
     
    Wahrscheinlich ist auch, dass nicht wenige muslimische Palästinenser Nachfahren antiker Juden sind, der Islam nahm schließlich erst 600 Jahre nach der Vertreibung der jüdischen Eliten aus Jerusalem Gestalt an.
     
    Sie sagen, dass die Muslime jüdisch archäologisches Kulturerbe zerstören. In welchem Umfang das zutrifft kann ich nicht sagen, was jedoch gewiss ist, dass Israel systematisch nicht-jüdisches Kulturerbe zerstört, so z.Bsp. den 1000 Jahre alten Mamalla Friedhof, auch bedeutende ärchäologische Artefakte aus vor-jüdischer Zeit werden in Israel mal ganz klamm-heimlich vom Religionsministerium kassiert.
     
    Was aber die einseitige Darstellung der Muslime als intolerante, gewalttätige Fundis ad absurdum führt, ist die Tatsache, dass die jüdischen Kulturerben, wie z.Bsp. das Josephsgrab die ganzen 2000 Jahre in welchen Juden nur eine Minderheit darstellten unbeschadet überstanden haben. Das macht doch recht offensichtlich, dass da was ziemlich faul ist, an ihrer Verteufelung der muslimischen Palästinenser.
     
    Die Staatenbildung ist in weiten Teilen der Erde ein Vorgang der Moderne und kann ebenfalls nicht als Ausrede benutzt werden, Menschen ihrer natürlichen Menschenrechte unter gegebenen Umständen zu berauben.
     
    Der Umstand, dass die Araber die Staatsteilung seinerzeit ablehnten, kann überhaupt nicht als Ausrede dienen, sich so viel Land wie möglich anzueignen. Hatten denn die Araber kein Recht die Staatsteilung abzulehnen? Sollte dies ein Diktat sein? Und wenn die Israelis sie akzeptierten, warum haben sie sich denn dann gleich noch mehr Land einverleibt – auch die israelische Akzeptanz  war offensichtlich nicht sehr tragfähig. Und weiterhin hatten die arabischen Nationen einen veritablen Grund Israel 1948 anzugreifen, waren doch die Israelis im Begriff ein massives Verbrechen gegen die einheimische Bevölkerung zu begehen, die ethnische Säuberung Palästinas, die Vertreibung von über 700 000 Muslimen, die meisten von ihnen Zivilisten. Dies ist nach dem Völkerrecht einer der wenigen rechtmäßigen Gründe für eine Kriegserklärung.
     
    Darüberhinaus was auch immer die Geschichte gewesen sein mag, selbst wenn die einseitigen, selbstgerechten Darlegungen ihrerseits so vollständig und richtig wären, was ich ganz klar bestreite, wäre auch dies kein Grund den Palsätinensern ihr Land zu stehlen und ihnen die Staatsgründung und ein Leben in Respekt und Würde für alle Zeiten zu vereiteln. Solcherart setzt sich Israel allemal total ins Unrecht, und zwar ganz gleich, was die Geschichte war. Die Geschichte kann niemals eine Ausrede für ein solches Vehralten sein. Selbst begangenes Unrecht rechtfertigt nicht neues Unrecht. Eine solche Haltung ist dumm und unmoralisch.


    Das was Europäische Ex Politiker wollen oder die Europäische Union will spielt keine Rolle. Europa insbesondere West Europa mit seiner Kriegerischen Vergangenheit und der 2000 jährigen Verfolgung der Juden hat keinen guten Stand in Israel als Moralapostel.
     
    Ja – Sie haben völlig Recht – Europa hat eine kriegerische Vergangenheit und jüdische Minderheiten hatten zuweilen schwere Zeiten in Europa bishin zum Völkermord begangen vom deutschen Naziregime.
     
    Die ganze Welt ist leider zu einem guten Teil gewalttätig und davon ist auch Israel alles andere als eine Ausnahme – nur hat die Europäische Union heute natürlich Gewicht und Israel kann ohne die Unterstützung und die Akzeptanz der Europäer und der Amerikaner schlecht existieren. Daher halte ich Ihre Einschätzung für ziemlich unsinnig.
     
    Zudem ist Europa heute ein leuchtendes Vorbild in Sachen Friedenspolitik. Nicht dass es hier perfekt wäre, aber nach Jahrhunderten gewaltsamer Konflikte haben die Europäer gelernt, was Befriedung bedeutet, Erkenntnisse an denen die Israelis so lange kein Interesse haben, so lange sie sich das in Anbetracht militärischer Dominanz erlauben können den eigenen Minderheiten und den muslimischen Nachbarn mit Arroganz und Missachtung zu begegnen – ein Umstand, der sich eines Tages rächen könnte – auf Dauer ist das kein stabiler Zustand.
     
    Gute zwischenmenschliche Verbindungen sind viel stabiler und vor allem viel erfreulicher als militärisch aufrecht gehaltenes Machogebahren.


    Aber Israel kann natürlich sein was es will und wie es will, wozu es freilich kein Recht hat, ist seine Siedlungen auf fremden Gebiet zu bauen. Die Staatengemeinschaft hat eigentlich nicht nur das Recht, sondern auch die moralische Verpflichtung Israel daran zu hindern. Insofern sie sich davor drückt, aus den verschiedensten Gründen, ist das leider ein Armutszeugnis auch für die eigenen selberklärten Ideale und daher ist NahOst tatsächlich eine Nageprobe für das westliche Projekt, für das moderne Völkerrecht und die GeltendMachung der Menschenrechte, es ist natürlich nicht die einzige Nagelprobe, allerdings eine bedeutende und das armselige an der Geschichte ist nicht allen, dass die westliche Staatengemeinschaft nicht nur Israel wirkungsvoll an der Besiedelung der West-Bank behindert, sondern dem Staat auch noch dauernd Schützenhilfe leistet – eine Hilfe ohne die Israel es jedoch sehr viel schwerer hätte zu bestehen.

  16. @Jane

    das ist genau das was die Palästinensischen Araber und Sie versuchen, die Historische Verbindung der Juden zu Erez Israel (Palästiner West- Europäischer Bezeichnung) zu verleugnen. Die Palästinensischen Araber Zerstören und Vernichten Heilige Grabstätten der Juden (Joseph Grab in Shechem)  in Israel. Auf und unter dem Tempelberg in Jerusalem der den Juden Heilig ist, graben die Araber jeden  Tag Zeugnisse der Jüdischen Geschichte in Israel aus und Zerstören es.

    Zwischen 70 n.Chr. nach der Zerstörung des zweiten Jüdischen Tempel und der Vertreibung der Juden durch Rom, gab es keinen unabhängigen Staat Israel. Vielmehr war das Land Teil umfassender Hoheitsgebiete in den Händen aufeinanderfolgender fremder Eroberer- Römer, Byzantiner, Araber, Kreuzfahrer, Mamelucken und osmanische Türken.

    Als die Araber die Mehrheit seiner Bewohner bildeten, wurde es einfach als der Südliche Teil Syriens betrachtet, ohne besondere eigene politische, ethnische oder kulturelle Identität.

    Was bedeutet das der Name Palästiner für dieses Gebiet in der Arabischen Welt überhaupt nicht Existierte. 

    Ein als Palästiner bezeichnetes territoriales Gebilde wurde erst nach dem ersten Weltkrieg abgegrenzt und unter britisches Mandat gestellt.

    Während des gesamten Zeitraumes zwischen 70 n.Ch. und der Wiederbegründung unterhielten die Juden eine ununterbrochene Verbindung zu Erez Israel. Zu aller Zeit lebte dort eine Jüdische Gemeinschaft und siedelten sich jüdischen Gruppen an.  In Jerusalem in Hebron in Shechem in Akko in Beer Schewa in Sfad in Bnei Brak in Tiberias in Arad in Ein Gedi zusätzlich den vielen kleinen Dörfern.

    In dem britischen Mandatsgebiet Palästiner lebten Araber, Juden, Christen und Drusen also alles Palästiner mit Palästinensischen Geburtsurkunden und Ausweisen.         
    Die UNO wollte zwei Staaten in einem Gebiet, ein Staat für die Juden und ein Staat für die Araber. Die Juden haben Ja geagt also auch zu einem Staat Palästiner ( weil sie ja immer schreiben die Israelis haben den Arabischen Staat nicht anerkannt) und die Araber in dem Mandatsgebiet haben mit ihren Arabischen Brüder NEIN gesagt.

    Dann kam der Überfall der Arabischen Staaten auf den kleinen Staat Israel den sie verloren haben. Das Gebiet in dem die Arabischen Palästinenser wohnten einschließlich Ost-Jerusalem wurde von Jordanien Annektiert. Die Palästinensischen Araber waren Jordanien mit Jordanischen Ausweisen, Verträgen, Banken und Geld bis heute!

    Die Palästinenser hatten ihre Möglichkeit in der Zeit unter Jordanischer Herrschaft. Sie haben aber ihren Staat nicht Ausgerufen oder die UNO angerufen das diese ihren Staat ausruft.                             Warum nicht ? 

    Das was Europäische Ex Politiker wollen oder die Europäische Union will spielt keine Rolle. Europa insbesondere West Europa mit seiner Kriegerischen Vergangenheit und der 2000 jährigen Verfolgung der Juden hat keinen guten Stand in Israel als Moralapostel.

    Keine Nation der Welt kann Israel vorschreiben wo Häuser und Wohnungen gebaut werden.         

  17. Ich befinde mich übrigens mit meiner Einschätzung zur Grünen Linie und zur Besatzung nicht nur im Einklang mit renommierten europäischen Spitzenpolitikern, sondern auch mit zahlreichen israelischen Intelektuellen, den Eliten des Landes, zahlreichen Preisträgern des ‚Israel-Preises‘, welcher die höchste Auszeichnung des Staates Israel darstellt:

    So unterzeichneten unter anderem 15 Israel-Preisträger jüngst folgende Erklärung:

    Am 21. April 2011 forderten Professoren, Intellektuelle, Künstler und
    Autoren vor der „Independence Hall“ am Rothschild-Boulevard in Tel
    Aviv die „Befreiung von der Besatzung“. Zu den Erstunterzeichnern
    gehörten 15 Trägerinnen und Träger des „Israel-Preises“ sowie zwei
    Träger einer weiteren renommierten Auszeichnung.
    Deshalb versammeln wir uns hier am 21. April 2011, um die zu erwartende Unabhängigkeitserklärung des palästinensischen Staates zu begrüßen – den Nachbarstaat zum Staat Israel auf der Grundlage unserer Unabhängigkeitsgrenzen, die am Ende des Unabhängigkeitskrieges 1949 entstanden, das heißt die Grenzen von 1967.

    Die Unabhängigkeit beider Völker verstärkt sich gegenseitig, sie ist sowohl eine moralische als auch eine existentielle Notwendigkeit, und sie bietet die Basis für gute Nachbarschaft. Wir rufen alle Bürger Israels, die Knesset, die Regierung, alle Bürger der Welt und alle ihre Regierungen auf, die zwei Staaten anzuerkennen, in denen das Selbstbestimmungsrecht beider Völker zum Ausdruck kommt, wie auch die allgemeinen Prinzipien der Demokratie und der Gleichheit.

    Wir, die Unterzeichner, rufen jeden Menschen, der nach Frieden und Freiheit strebt, und alle Nationen auf, die palästinensische Unabhängigkeitserklärung zu begrüßen, sie zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass die Bürger beider Staaten untereinander auf der Grundlage der Grenzen von 1967 und der miteinander getroffenen – Erklärungen und Interviews Vereinbarungen Frieden schließen.

    Die vollständige Beendigung der Besatzung ist die Grundbedingung für die
    Befreiung beider Völker, für die Einhaltung der israelischen Unabhängigkeitserklärung – und für die Unabhängigkeit des Staates Israel.“……….

    Professor Yosef Algasi
    Micha Ullman, Träger des „Israel-Preises”
    Professor Yaron Ezrachi
    Shulamit Aloni, Trägerin des „Israel-Preises”
    Professor Yehuda Elkana
    Professor Yehuda Bauer, Träger des „Israel-Preises”
    Professorin Yehudit Buber Agasi
    Chanoch Bartov, Träger des „Israel-Preises”
    Professor Menachem Brinker, Träger des „Israel-Preises”
    Zivi Geva
    Professorin Galia Golan
    Professor Chaim Gans
    Tal Gutfeld
    Yair Garbuz, Träger des „Preises E.M.T.“
    Professorin Ruth Hacohen
    Professor David Harel, Träger des „Preises E.M.T.“ und des
    „Israel-Preises”
    David Tartakover, Träger des „Israel-Preises”
    Professor Yirmiyahu Yovel, Träger des „Israel-Preises”
    Professor Menachem Yaari, ehemals Präsident der Akademie
    der Wissenschaften und Träger des „Israel-Preises”
    Alex Libek, Träger des „Israel-Preises”
    Chana Meron, Trägerin des „Israel-Preises”
    Yehoshua Sobol
    Professor Gabi Salomon, Träger des „Israel-Preises”
    Professor Dov Fackelman

    http://www.reiner-bernstein.de/genferinitiative/ge_erklaerungen/Friedensinitiative_21.04.11.pdf
     

  18. “Janes Weltbild ist in sich vollkommen resistent gegen alles, was nicht in die Formel „Israel ist an allem Schuld“ passt (so kann sie ja auch jedes Ereignis weltweit mit der „Besatzung“ erklären)“

    Sie scheinen an Paranoia zu leiden Nikolaj oder vermutlich betreiben Sie einfach bewusst üble Nachrede. Bevor Sie jedenfalls Ihre paranoiden Formeln über mein angebliches Weltbild verbreiten, sollten Sie sich zumindest die Mühe machen, den Unsinn, den Sie verbreiten auch konkret zu belegen.

    Aber für innerhalb von Janes Wahrnehmung ist garantiert auch hierfür Israel und die „Besetzung“ verantwortlich.
     
    Wer denn sonst ? Natürlich sind die Israelis verantwortlich für das was SIE tun und wenn Israel die West-Bank und Gaza seit nunmehr über 40 Jahren besetzt, dann trägt Israel selbstverständlich die Verantwortung dafür, dass es besetzt – WER DENN SONST? (Oder was meinten Sie überhaupt – wofür die Besatzung verantwortlich sein solle? /in ‚meinem Weltbild‘ – Ihr Satz hat genau genommen kein Objekt)
     
    Wahrscheinlich wollen Sie mir jetzt noch sagen, dass Israel auch nicht verantwortlich ist für die Siedlungen – die sind nur ’so passiert‘ – oder besser noch ‚Selbstverteidigung‘. Wissen Sie auch wenn alle Zionisten in und außerhalb Israels unisono diesen Unsinn in wahrlich überwältigendem Brustton der Ãœberzeugung verbreiten, so wird er dadurch natürlich trotzdem nicht wahrer.
     
    (und jetzt erzählen Sie mir nicht, dass Israel Gaza nicht mehr besetzt, das ist auch nur die eigenwillige Interpretation der vollkommen verantwortungslosen Besatzung ohne Verantwortung, in die sich das mittlerweile vollkommen weltentfremdete Wirklichkeitsmodell der Israelis sich flüchtet – geteilt wird es von niemandem auf der ganzen Welt, selbst für die USA ist Israel auch weiterhin der Besatzer Gazas).
     
    In Ihrer Wahrnehmung Nikolaj, ist Israel nie für irgendwas verantwortlich, jedenfalls nicht wenn es seine Nachbarn und die Palsätinenser betrifft – In Ihrer Wahrnehmung ist Israel immer das Opfer – aber in Anbetracht der politischen Realitäten vor Ort ist das ein Witz!

  19. Also es gab keine Palästinenser ja? Wirklich absurd. Genauso gut kann ich sagen – es gab keine Israelis, dass ist sogar noch viel plausibler. Es gab nur jüdische Engländer und jüdische Deutsche und jüdische Araber und jüdische Inder etc. Natülrich gab und gibt es Palsätinenser – das sind die Menschen, die in der ehemaligen Provinz Palästina beheimatet sind. Oder wollen Sie mir jetzt auch erzählen, dass es keine Bayern gibt? Indem man sich solcher Spitzfindigkeiten bedient, kann man nicht den Anspruch erheben ernsthaft an einer Lösung interessiert zu sein und das sind Sie ja auch nicht – Sie wollen nur einen Sündenbock.
     
    Natürlich stehen die jüdischen Siedlungen auf palsätinensischem Land, denn diese sind jenseits der Grünen Linie und jenseits der Grünen Linie hat Israel keinerlei Anerkennung und eigenmächtige Annexionen sind lt. Völkerrecht nun einmal ungültig.
     
    Ich befinde mich übrigens mit meiner Einschätzung in guter Gesellschaft:

    Die Erklärung der Elder Statesmen zum Nahostkonflikt

    …Dieser Appell, der ein radikales Umdenken in der Nahostpolitik der Europäischen Union fordert, passt weder in die hiesige Political Correctness noch zu der von Angela Merkel ausgerufenen und sogar von Gregor Gysi unterstützten Staatsräson. Immerhin kam die Nachrichtenagentur dpa ihrer Aufgabe als Teil der Vierten Gewalt im Staate nach und gab am Nachmittag des 10. Dezember 2010 eine knapp einseitige Meldung heraus. Trotz dieser dpa-Meldung mit annähernd 95-prozentiger Verbreitung in den deutschen Redaktionen blieb eine Resonanz aus.

    Die Meldung dpa-euro641 begann mit folgendem Absatz, der das Wesentliche zusammenfasst: „Eine Gruppe von früheren europäischen Spitzenpolitikern hat die EU aufgerufen, im Nahostkonflikt mehr Druck auf Israel auszuüben. Vor allem müsse Israel schon beim nächsten EU-Gipfel am kommenden Donnerstag in Brüssel ultimativ aufgefordert werden, den Bau von Siedlungen in den besetzten Palästinensergebieten einzustellen, heißt es in einem Brief der Ex-Politiker an die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Staaten.“

    Ãœber den Inhalt des Schreibens der EU-Spitzenpolitiker und Staatschefs hinaus hat die dpa das Zustandekommen der Erklärung ermittelt und schreibt im letzten Absatz: „Die Empfehlungen … beruhen auf einem Treffen vom 11. November – also noch bevor die USA beschlossen, die Versuche aufzugeben, Israel zu einem Baustopp in den besetzten Gebieten zu bewegen. In dem Brief wird den Staats- und Regierungschefs der EU empfohlen, jetzt eine Frist zu setzen, innerhalb derer Friedensgespräche zwischen Israel und den Palästinensern zu einem Ergebnis führen müssten. Geschehe dies nicht, so müsse die internationale Gemeinschaft über eine Konfliktlösung entscheiden“.


    Die renommierten Politiker betonen vor allem den fortgesetzten Siedlungsbau als Staatsgründungs- und damit Friedenshindernis und fordern die israelische Regierung dazu auf, sich an Vereinbarungen zu halten. Sie verlangen auch, die Einfuhr von Produkten zu unterbinden, die aus den besetzten Gebieten stammen, aber als „israelisch“ ausgewiesen werden und damit gegen geltendes EU-Recht verstoßen. Außerdem rufen sie die EU dazu auf, die Bildung eines unabhängigen Palästinenserstaates in den Grenzen von 1967 zu unterstützen. Dies alles auch mit Blick auf die Glaubwürdigkeit der EU-Politik sowie ihr Interesse an der gesamten Region, mit der man sich regen Handel verspreche.

    …Eine Kopie des Schreibens erhielten am 6. Dezember alle EU-Regierungschefs und die EU-Außenminister – sowie anschließend die Medien. Obwohl zu den 26 Unterzeichnern des Appells namhafte Politikgrößen wie Chris Patten, Mary Robinson, Lionel Jospin, Benita Ferrero-Waldner, Felipe Gonzales, Javier Solana, Vaira Vike-Freiberga, Helmut Schmidt und Richard von Weizsäcker gehören, fand er in den deutschen Medien so gut wie keinen Niederschlag. Egal, wie man zum Inhalt des offenen Schreibens stehen mag: dass ein so spektakulärer Schritt der Öffentlichkeit und Meinungsbildung in Deutschland vorenthalten wurde, ist an sich schon ein Skandal, denn hier äußerten sich Persönlichkeiten, die ansonsten gern zu zeitpolitischen Fragen gehört werden…

    ..Dieses „Totschweigen“ ist der Kern einer Programmbeschwerde, die der Rechtsanwalt Dr. Engelbert Saggel an die ARD richtete. Ãœber sie soll am 3. Mai 2011 beim NDR-Rundfunkrat beraten werden. Es ist zu klären, warum die öffentlich-rechtlichen Nachrichtenmedien trotz ihres verfassungsrechtlichen Informationsauftrags diese Nachricht verschwiegen haben. Sie wurde bisher in der ARD überhaupt nicht erwähnt….

    http://www.hintergrund.de/201104261515/hintergrund/medien/ein-fall-von-nachrichtenunterdrueckung.html

  20. @Nikolaj

    das ist was sie erreichen will, das man aufhört und resegniert, so das sie in aller Ruhe Lügen und Unwahrheiten verbreiten kann.

    Die Parascha der Letzten Woche ( Kedoschim ) steht unter anderem geschrieben, “ zurechtweisen sollst du deinen Nächsten, du würdest sonst seinetwegen eine Sünde auf dich laden“.

    Und es steht im Talmud wenn es erforderlich ist „ sei stark wie die Zeder des Lebanon“.

    Für eine gute Sache muss man Kämpfen auch wenn es schwer und der Erfolg fern ist. Viele Steine auf dem Weg liegen und die Kraft manchmal nachlässt. Es lohnt sich für Freiheit Demokratie und Gerechtigkeit sich einzusetzen.  


  21. Lieber Baruch Zion, Ihr Engagement in Ehren, aber Janes Weltbild ist in sich vollkommen resistent gegen alles, was nicht in die Formel „Israel ist an allem Schuld“ passt (so kann sie ja auch jedes Ereignis weltweit mit der „Besatzung“ erklären). Gerade zu tragisch wird es, wenn wie hier von Ihnen hervorgehoben, offen wird, dass nicht einmal die grundlegenden geschichtlichen Kenntnisse vorhanden sind. Aber für innerhalb von Janes Wahrnehmung ist garantiert auch hierfür Israel und die „Besetzung“ verantwortlich. Es bringt leider rein gar nichts gegen ein derart einfach konstruiertes Weltbild anzuargumentieren…

  22. @Jane

    sie verdrehen schon wieder die Tatsachen und Lügen hier, aber das ist Typisch für Hamas Aktivisten. Es gab 1967 keine Palästinenser die man hätten angreifen können oder vertreiben, zu der Zeit gab es nur den Libanon, Syrien, Jordanien und Ägypten.
     
    Was es aber gab sind ca 900000 Juden die Brutal aus den Arabischen Staaten von ihrem Land und ihren Bestiz vertrieben worden sind. Tausende sind bei der Vertreibung durch die Araber Bestialisch ermordet woren. 

    Und wer sagt das die Jüdischen Siedlungen auf Palästinensischen Land stehen? 

    Blauhelme für die Palästinenser und massiver Internationaler Druck ? Zur Zeit eher für Lybien und Syrien besser!  

  23. ‚Friedensgespräche‘ – die nur geführt werden um der israelischen Regierung ein Feigenblatt zu verschaffen, dass sie benötigt um ihr internationales Ansehen zu päppeln und über ihr illegales unverdrossenes Siedlungsprojekt hinwegzutäuschen, sind der wirkliche Schaden für das palästinensische Volk und seine Führer wären schlecht beraten sich dafür herzugeben. Es wäre ein Pharce.
     
    Eine israelische Regierung, die nicht einmal begreifen will, dass es Frieden nicht ohne ein Ende des Siedlungsbaus geben kann und die unverdrossen weiter tausende von Baugenehmigungen erteilt auf Land, welches ihr nicht gehört, ist offenkundig nicht bereit für Frieden. Verhandlungen, die unter solchen Vorzeichen geführt würden, fehlt es komplett an Glaubwürdigkeit und nachdem die Geschichte auch über viele Jahre bewiesen hat, dass ein solches Unterfangen zu gar nichts führt, wäre es einfach nur noch albern allen Ernstens zu erwarten, die Palästinenser sollten sich unter solchen Vorzeichen an den ‚Verhandlungstisch‘ setzen.
     
    Die Palästinenser haben vollkommen Recht, wenn Sie sich für eine solche Pharce nicht weiter hergeben. Sie tun damit nur dem Image der Israelis einen Gefallen – ansonsten führt das zu gar nichts.
     
    Leider können die Palästinenser tun was sie wollen, in Anbetracht einer übermächtigen Nation, die ihr kleines Territorium besetzt hält, ist es ganz gleichgültig, was die Palästinenser tun oder nicht.
     
    Es ist an Israel begangenes Unrecht zu beenden, seine Siedler wieder aufs eigene Land zu holen und der Ausrufung des palästinensischen Staats jenseits der Grünen Linie in Ãœbereinstimmung mit dem internationalen Recht und dem Willen der gesamten Völkergemeinschaft einschließlich der USA – zuzustimmen. Möglich ist das jetzt und möglich ist das seit 1988.
     
    Es sind schließlich die Israelis, die die Palästinenser vertreiben und enteignen – und nicht etwa umgekehrt. Es waren auch die Israelis, die die Palästinenser 1967 angriffen und nicht etwa umgekehrt. Da ist keinerlei Rechtmäßigkeit im Verhalten Israels und es ist unerträglich, wie lange die Welt sich das anschaut, ohne entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.
     
    Wenn die Israelis nicht wollen, so wie es nun einmal leider der Fall ist, da sie nicht einsehen, dass die Siedlungen ein Unrecht sind, diese sogar noch weiter ausbauen und die Chupze haben gleichzeitig von Frieden und Verhandlungen zu reden – dann könnte nur noch massiver internationaler Druck zu einer Kehrtwende führen, Sanktionen, Blauhelme für Palästinenser etc. für einer Lösung in NahOst.

  24. Berlin, d. 30.04.2011

    Ich teile die Auffassung, dass die „Verständigung“ zwischen der Fatah und der Hamas ein „ungelegtes Ei“ sei. Ich hoffe sehr, dass diese „Verständigung“ zweier ( ehemaliger ? ) Terrorgruppen ein „ungelegtes Ei“ bleiben wird. Aber es kann natürlich sein, dass die Fatah eine Meisterin im Krötenschlucken geworden ist. Klar ist dann aber auch, dass diese „Verständigung“ zu Lasten des palästinensischen Volkes – vor allem der Bürger der Westbank – gehen wird. Die palästinensischen Politiker sind ja Meister darin, ihrem eigenen Volk zu schaden. Schon der Abbruch der jüngsten Friedensgespräche mit der israelischen Regierung durch die Regierung Abbas schadete doch nur der palästinensischen Bevölkerung der Westbank. Ich habe gelesen, dass für den Monat Mai eine erneute „Intifada“ geplant sei. Auch diese Aktion würde vor allem der palästinensischen Bevölkerung schaden.

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