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Nachspiel der Morde von Itamar

Der israelische Historiker Yaacov Lozowick, Autor von „Israels Existenzkampf“, berichtet und kommentiert aus Jerusalem auf seiner lesenswerten Blog. Kürzlich hat er über die Umtriebe gewisser israelischer Linksradikaler einen Bericht geschrieben, der zeigt, dass einige das Bedürfnis haben, die Komplizen der mutmaßlichen Mörder, die u.a. ein  drei Monate altes Mädchen abgestochen haben zu trösten und die israelische Exekutive zu verleumden. Karl Pfeifer hat den Artikel aus dem Englischen übersetzt…

Einige linksradikale Israelis bevorzugen Mörder

Jahrelang glaubte ich – und publizierte es – dass trotzdem ich nicht mit extrem linken Israelis einverstanden bin, sie eine legitime Stimme sind und Respekt verdienen, weil sie innerhalb einer Kriegszone kritisieren: Wenn sie falsch gelegen sind, dann sind sie hier um den Preis dafür zu zahlen; wenn palästinensische oder Hizballah Mörder ihr bestes tun, um wahllos israelische Juden zu töten, dann sind die linksextremistischen Israelis hier mit uns allen betroffen. Da gibt es in der Bosheit einen qualitativen Unterschied zwischen ihnen und ihren ausländischen Gesinnungsgenossen.

Davon bin ich nicht länger überzeugt. Wie ich schon seit langer Zeit auf diesem blog dokumentiere, ist der Beitrag den Israels Radikale zur großen Lüge gegen Israel leisten immens, manchmal kommt die ganze antiisraelische Argumentation von ihnen. Wären sie abwesend, so würde der Haß gegen den jüdischen Staat nicht verschwinden, aber deren Kolporteure könnten viel weniger Argumente vorbringen.

Diese Woche hatten wir ein weiteres Beispiel, das meiner Meinung nach dem einfachen menschlichen Anstand widerspricht. Der hebräische Teil des internet lief über mit der Geschichte israelischer Linksradikaler, die in die West Bank Stadt Awarta fuhren, um die Familien der Mörder der Familie Fogel zu unterstützen, während sie unverzeihliche Verleumdungen gegen IDF und die Exekutivorgane verbreiteten.

Diese Geschichte wurde ein Monat mit Nachrichtensperre belegt, bis sie erfolgreich beendet war. Trotzdem ist Israel ein sehr kleines Land, und alle die sich interessierten, wußten was da vorgeht, sofort nach dem die Spurensucher des Mordes die Spuren der Mörder von Itamar [wo die Familie Fogel ermordet wurde] bis zur nahen Stadt Awarta verfolgten. Wir wissen jetzt, dass die zwei mutmaßlichen Mörder nach dem Massaker an der Familie Fogel zurück nachhause gingen, wo eine Anzahl ihrer Freunde und Verwandten ihre Kleider verbrannten und ihre Waffen in der Nähe von Ramallah versteckten. Die Fahnder, die Grund hatten zu glauben, dass die Mörder und ihre potentiellen Komplizen in der Stadt waren, aber nicht wissen konnten, wer, wie viele und wie gut bewaffnet und ob sie die Absicht hatten wieder zu morden, haben die Stadt abgesperrt und begannen zu untersuchen. Zumindest wußten die Fahnder, dass die Mörder zwei M-16 Gewehre in Itamar stahlen. Sie sammelten DNA Proben  von den meisten Männern. Wäre einer hervorgetreten und hätte seinen Anteil am Massaker gestanden, dann wäre die Untersuchung schneller gelaufen, doch das geschah nicht, so dass die Fahnder die Männer in einer feindlichen Umgebung finden mußten.

Sie waren in weniger als ein Monat erfolgreich. Eine Woche bevor die Nachrichtensperre aufgehoben wurde brachten sie die mutmaßlichen Mörder nach Itamar, um die Szene des Mordes nachzustellen, so dass alle in Itamar wußten, dass man sie gefaßt hat; sehr bald wußten es alle, die sich interessierten, obwohl die genaue Identität der Mörder noch nicht bekannt war.

Zu diesem Zeitpunkt besuchte eine Delegation israelischer Linksradikaler die Stadt: wohlgemerkt nach der Fahndung, denn –  wie sie in ihren späteren Berichten offen sagten –  während der Fahndung konnten sie nicht kommen.

Es gibt zwei außerordentlich belastende Beweise dieser Bösartigkeit der Linksradikalen. Der erste ist ein Bericht von Yaakov Manor, vom Alternative Information Center. Er war hebräisch geschrieben und auf seiner Website publiziert. Dieser beschreibt die Gewalt der Exekutive und führt dies auf ihr Bedürfnis der Rache zurück. Es gründet weitgehend auf den Augenzeugenberichten der lokalen Stadtbewohner, der gleichen Leute, welche die Fahndung fast ein ganzes Monat lang behinderten. Der Bürgermeister informiert Manor, dass die Ursache für den so langen Aufenthalt der Armee in der Stadt die Vorbereitung von Beschlagnahmung von landwirtschaftlichen Land war. Dann besuchte Manor die Familie von Hakem Awad, einer der mutmaßlichen Mörder. Hier finden sie die englische Übersetzung von was sie vorfanden:

Den Horror den wir mit unseren eigenen Augen im Heim von Mahmoud Awad sahen kann als nichts anderes als ein Pogrom, tierische und brutale Rache, die lediglich beabsichtigte Angst in den Herzen der Bewohner zu wecken, beschrieben werden.

Alle Zimmer waren auf den Kopf gestellt, die meisten Möbel und elektrische Ausrüstung waren zerbrochen. Essen von der Küche war auf dem Fußboden geworfen und ein großer Bottich Öl ausgeschüttet.

Die Mutter der Familie Shama und die Kinder Majd, 14 Jahre alt und Alaa, 6 Jahre alt, die nicht angehalten wurden erzählten, dass das Eindringen der Armee in ihr Heim um 4 Uhr in der Früh begann und um 11 Uhr vormittag endete. Familienmitglieder wurden aus ihren Betten gerissen und es wurde ihnen nicht gestattet warme Kleider oder Decken zu holen. Ein Soldat riß einem kleinen Mädchen die vor Kälte schützende Decke weg. Alaa erzählt, dass “sie meine Decke nahmen, und ich fühlte große Kälte und hatte Angst und wartete draußen bis die Soldaten weggingen. Majd bemerkt, dass „Ich gefesselt war, meine Augen waren zugebunden und die haben mich geschlagen. Ich bin doch ein kleiner Knabe, was habe ich verbrochen?Es wird noch schlimmer, Hagit Beck, Mitglied von Machsom Watch, beschreibt auf ihrer Website wie sie und einige andere Frauen „die zwei Heime besuchten, die durchsucht wurden“. Das zweite war das Heim von Hakem Awad (Ist das nicht interessant, trotz dem ganzen Horror, konzentrieren sie alle Berichte auf ein oder zwei Wohnungen?). Dieser Bericht wurde auch auf die Machsom Watch Website gesetzt, offensichtlich sind sie stolz darauf. Während sie im Haus war, hat Raya Yaron, die Sprecherin von Machsom Watch versucht Shama Awad, die Mutter des mutmaßlichen Mörder Hakem Awad, und die Ehefrau eines der Männer, der verdächtigt wird Beweise vernichtet zu haben, zu trösten. Wenn das im Gericht bewiesen wird, bedeutet das, dass Shama Awad ihren Sohn den Mörder fast ein Monat vor der Polizei versteckt hat, genau wissend was er gemacht. Das ist die Frau die Raya Yaron umarmt und Hagit Beck feiert.

Der Vater der Familie, Mahmoud, 45 Jahre alt, der Sohn Majdi, 20, Universitätsstudent im dritten Jahr und der Sohn Amjad, 19, Universitätsstudent im ersten Jahr sowie der Sohn Hakhem, 17 wurden angehalten. Ihr Cousin Ayman, 21 war auch angehalten. Die Mutter behauptet, die Soldaten hätten aus einer Schublade 2,500 Jordanische Dinar und 5 Handies genommen. Die Mutter schaute gebrochen, schockiert und in tiefer Trauer. Angst und Schrecken waren noch in ihren Augen.

Für was es wert ist: Das Alternative Information Center wird auf Seite 555 des Goldstone Berichts als eine ihrer Quellen zitiert. Auch berichtet eine hebräische Website, dass die beiden NGOs vom NIF (New Israel Fund) unterstützt wird. Das ist plausibl, aber ich habe es noch nicht überprüft. Aber es ist wert überprüft zu werden.

Quelle: http://yaacovlozowick.blogspot.com/2011/04/radical-israelis-prefer-murderers.htm