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Verstärktes Gebet um Regen

Die israelischen Oberrabbiner Jona Metzger und Schlomo Amar haben eine besondere Bitte an Gott um Regen verfasst. Die Gläubigen sollen sie an drei Tagen in der Woche in ihr tägliches Gebet einfügen. Außerdem sind weitere Fasttage geplant…

Von E. Hausen, inn v. 26.11.2010

Am gestrigen Donnerstag baten die Oberrabbiner im „Honi Hameagel-Park“ in Galiläa Gott um Regen. Der Namensgeber hatte laut dem Talmud vor über 2.000 Jahren während einer Dürre ein erfolgreiches Gebet um Regen gesprochen. Die von den Rabbinern formulierte Bitte soll an den Wochentagen ins jüdische Gebet aufgenommen werden, an denen aus der Torah gelesen wird – Montag, Donnerstag und Samstag.

Für den kommenden Montag riefen die Oberrabbiner zudem einen „Tag des Gebetes und des Aufschreiens (zu Gott)“ aus. Sie forderten alle Juden in Israel und im Ausland auf, zu fasten und spezielle Gebete zu verlesen. Sie selbst wollen am Nachmittag einen entsprechenden Gottesdienst an der Klagemauer leiten, wie die Tageszeitung „Ha´aretz“ berichtet.

„Der Sommer ist vorbei, aber wir sind noch nicht durch einen segensreichen Regen gerettet worden“, heißt es in dem Brief an die Juden in Israel und der Diaspora. Die Dürre sei durch die „Vielzahl unserer Sünden“ ausgelöst worden. Deshalb müssten Juden ihre Handlungen überprüfen und sich von ganzem Herzen mehr an Gott annähern.

Meteorologen prognostizieren für den kommenden Winter eine geringe Niederschlagsmenge. Im November hat es bislang noch nicht geregnet. Wenn die Vorhersage eintrifft, wäre es für Israel der siebente regenarme Winter in Folge.