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Armee will Umwelt schützen

Die israelische Armee gilt als einer der größten Umweltverschmutzer des Landes – das soll sich nun ändern. In den kommenden 15 Jahren will das Militär rund 276 Millionen Dollar investieren, um Umweltschäden zu beheben und zu vermeiden. Ein entsprechender Plan wurde vor Kurzem von Generalstabschef Gabi Aschkenasi vorgelegt…

Von D. Nowak, inn v. 16.11.2010

Der Plan sieht unter anderem einen Stopp der Verschmutzung durch Abwasser und Kraftstoff vor. Derzeit gibt es schätzungsweise 250 Armeestützpunkte, die beispielsweise durch das Auslaufen von Öl ein Risiko für die Umwelt darstellen. Etwa 150 davon sind nicht an ein geeignetes Abwassersystem angeschlossen. Ein weiteres Problem ist die Existenz von Asbest in Gebäuden und Fahrzeugen. Dieses soll entfernt werden. Zudem sollen Einsparungen beim Wasser- und Stromverbrauch erzielt werden. In den vergangenen zehn Jahren ist der Stromverbrauch der Armee um 70 Prozent gestiegen.

Ein weiterer Punkt ist die Schulung der Armeeangehörigen bezüglich des Umweltschutzes. Der Tageszeitung „Jediot Aharonot“ zufolge wurde bereits ein entsprechender Bildungsplan vorbereitet. Dieser sieht vor, dass es in jedem Stützpunkt und in jeder Einheit einen Offizier gibt, der für den Schutz der Umwelt verantwortlich ist.

Der Leiter der Abteilung für Umweltschutz bei der Armee, Eli Pas, wies im Interview mit der Tageszeitung „Ha´aretz“ darauf hin, dass die Aktivitäten der Armee immer der Umwelt schaden würden. Allerdings müsse man so handeln, dass der Schaden minimal gehalten werde. „Wir haben vom Oberkommando die Erlaubnis erhalten, Regelungen und Anordnungen zu ändern, so dass alle militärischen Aktivitäten, von Bauarbeiten bis hin zu Übungen, unter Beachtung der Auswirkungen für die Umwelt durchgeführt werden. Ein Brigadegeneral, der eine Übung plant, wird zuvor eine Besichtigungstour abhalten, bei der er nicht nur Aspekte der Sicherheit beachtet, sondern auch mögliche Konsequenzen für die Umwelt. Zum Beispiel, ob sich in der Gegend eine antike Stätte oder eine Ansammlung von Wildpflanzen befindet, die geschützt werden muss.“