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Sarrazin: Umfragen

Die Bundesbank müsse Thilo Sarrazin wegen dessen umstrittener Äußerungen zu Juden und Migranten nicht entlassen, das sagt die Mehrheit der Deutschen in einer Emnid-Umfrage für den Nachrichtensender N24. Danach sehen 51 Prozent der Deutschen keine Notwendigkeit für eine Entlassung Sarrazins, nur 32 Prozent halten einen Rauswurf für dringend angebracht. Inhaltlich stimmen die meisten Deutschen Sarrazin aber dennoch nicht zu…N24-EMNID-UMFRAGE: Mehrheit gegen Entlassung Sarrazins – Trotzdem keine Zustimmung zu Sarrazins Thesen

Berlin (ots) –  So lehnen 35 Prozent der Befragten seine Thesen eher ab, nur 30 Prozent stimmen Sarrazins Theorien eher zu. Bei den Wählern seiner eigenen Partei genießt Sarrazin noch weniger Sympathien: 41 Prozent der SPD-Wähler lehnen seine Thesen ab, nur 30 Prozent stimmen ihm zu. Bei den Unionswählern ist der Trend allerdings anders: Hier stimmen 39 Prozent Sarrazin zu, nur 33 Prozent lehnen seine Thesen ab.
Bei der Schuldzuweisung in Sachen Migration sind die Deutschen deutlich auf Seiten Sarrazins. So machen 56 Prozent der Befragten die Migranten selbst für ihre Integrationsprobleme verantwortlich. Nur 11 Prozent glauben, dass eher die Deutschen schuld an den Integrationsschwierigkeiten sind.
Umfragezeitraum: 31.08.2010, Befragte: ca. 1.000

stern-Umfrage: Fast jeder Zweite fürchtet Überfremdung

Hamburg (ots) – Knapp jeder zweite Deutsche (46 Prozent) teilt die Furcht des Bundesbank-Vorstands Thilo Sarrazin, die Deutschen könnten immer mehr zu Fremden im eigenen Land werden. Das ergab eine Umfrage für das Hamburger Magazin stern. 51 Prozent teilen diese Auffassung nicht. Besonders viel Zustimmung erhält der SPD-Politiker von Bürgern mit Hauptschulabschluss (68 Prozent) und Anhängern der FDP (66 Prozent). Am geringsten ist sie bei Wählern der Grünen (23 Prozent).
Datenbasis: 1004 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger am 26. und 27. August 2010, statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.
Institut: Forsa. Quellenangabe: stern