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Europäischer Tag der jüdischen Kultur in München

Am Sonntag, 5. September 2010 wird bereits zum 12. Mal in mehr als 30 europäischen Ländern der EUROPÄISCHE TAG DER JÜDISCHEN KULTUR, dieses Mal unter dem Motto „Kunst und Judentum“ begangen. Die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) München und Oberbayern hat für die Münchner Bevölkerung ein attraktives und umfangreiches Programm mit bildender Kunst, Musik, Ausstellungen, Vorträgen und vielem mehr zusammengestellt…

Geboten werden

10.30 Uhr Stadtrundgang „Auf kunsthistorisch jüdischen Spuren“. Referent: Chaim Frank. Teilnahme nur mit Voranmeldung und Rückbestätigung möglich unter karten@ikg-m.de , Stichwort. Stadtrundgang, 10:30.

11.00 – 19.15 Uhr Kunstmarkt mit Werken von Künstlern der IKG (Maler, Bildhauer, Licht- und Schmuckdesign, Töpferei)

11.00 / 13.00 / 15.00 Uhr Synagogenführungen in der „Ohel Jakob-Synagoge“ jeweils mit Vortrag. Referenten: Elisabeth Rees-Dessauer, Marcus Schroll und Marian Offman. Ohne Voranmeldung, begrenzte Teilnehmerzahl.

13.30 Uhr Zweiter Stadtrundgang durch die Münchner Innenstadt „auf kunsthistorisch jüdischen Spuren“. Referent: Chaim Frank. Teilnahme nur mit Voranmeldung und Rückbestätigung möglich unter karten@ikg-m.de , Stichwort. Stadtrundgang, 13:30.

15.30 Uhr Musikalisches Intermezzo mit dem Pianisten Igor Bruskin.

16.30 Uhr Vortrag des Historikers Leibl Rosenberg (Nürnberg) über Gustav Metzger, den Begründer der autodestruktiven Kunst.

18.00 Uhr Eröffnung der Fotoausstellung „Weiterleben – Weitergeben. Jüdisches Leben in Deutschland“ von Rafael Herlich (Frankfurt).
Das Grußwort spricht Frau Dr. h.c. Charlotte Knobloch, die Einführung Prof. Dr. Doron Kiesel (Frankfurt/Erfurt).

19.30 Uhr Konzert des Ensemble Clazzic mit Klassik und Jazz.

Anmeldung zu Stadtrundgang erforderlich, zu Vorträgen und Konzert möglich
(Eintritt 5,00 €) unter karten@ikg-m.de, und an der Abendkasse.
Von 11.30 bis 22.00 bietet das Restaurant Einstein im Haus jüdische und internationale koschere Küche.

Um renommierten, aber auch (noch) weniger bekannten Künstlern aus der Jüdischen Gemeinde ein Forum zu bieten, ihre Werke der Kunst-interessierten Münchner Bevölkerung vorzustellen, laden wir beim diesjährigen Europäischen Tag der jüdischen Kultur zu einem Kunstmarkt ein.  Gezeigt werden die Exponate von mehr als 20 Künstlern (Architekten, Maler, Bildhauer, Töpfer) sowie aus dem Schmuckatelier und aus einer Kreativen Werkstatt von Künstlern mit Handicap. Es besteht die Möglichkeit zu schauen, zu staunen, mit Künstlern über ihre Werke zu plaudern und auch das eine oder andere zu kaufen.

Unter anderem sind dabei:

Der Lichtdesigner Georg Soanca-Pollak, der im Gang der Erinnerung zur Ohel Jakob-Synagoge eine 32 m lange eindrucksvolle Lichttafel zum Gedenken an die zwischen 1933 und 1945 verfolgten und ermordeten jüdischen Bürger Münchens geschaffen hat.

Die Malerin Ilana Lewitan, die ursprünglich Innenarchitektur und Architektur studierte und bei Richard Meier in New York arbeitete, bevor sie sich der Malerei zuwandte;

Der aus St. Peterburg stammende vielfach ausgezeichnete Bühnenbildner Sergej Khotimski, Mitglied im Bundesverband Bildender Künstler Deutschland.  Gemeinsam mit seiner Frau Oksana Medved  gilt er als Vorreiter der wiederentdeckten Kunst der Trompe-l’oeil-Malerei;

Die in München als frei schaffende Künstlerin lebende Manya Gutman, ebenfalls von Beruf Architektin, deren Schwerpunkt das künstlerische Entwickeln einer eigenen Formensprache auf textilem Untergrund ist; sowie last but not least

Max Mannheimer, Vorsitzender der Lagergemeinschaft Dachau, für den Malen ein (Über)-Lebenselexier wurde und der unter seinem Künstlernamen ben jakov mit Einzelausstellungen im In- und Ausland große Anerkennung findet.

Die weit über Deutschland hinaus bekannte Bildhauerin Susi Rosenberg,  mit Ausstellungen in Europa, Kanada und USA, lebt und arbeitet in München. Institutionen wie die Bayerische Staatsgemäldesammlungen und die University of Oregon haben ihre Arbeiten angekauft.  Bevorzugtes Material sind dabei Holz, Beton und Stahl.