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Europäischer Tag der Jüdischen Kultur in Konstanz

Auch in diesem Jahr – am Sonntag, dem 05. September – wird die Israelitische Kultusgemeinde Konstanz in Zusammenarbeit mit der Stadt wieder den Europäischen Tag der Jüdischen  Kultur in Konstanz ausrichten. Die IKG bietet damit bereits zum 6. Mal ein umfangreiches Programm zu diesem Tag für die Öffentlichkeit an…

Geplant sind wieder Einführungen in der Synagoge, der Mikwe, in der Dr.-Erich-Bloch-und-Lebenheim-Bibliothek und auf dem jüdischen Teil des Hauptfriedhofs.

Ausstellung: Gemälde von Shmuel Blumberg

Anlässlich des diesjährigen Leitthemas vom Europäischen Tag der Jüdischen Kultur, „Kunst und Judentum“, wird es in Konstanz erstmals nach langer Zeit wieder eine Ausstellung mit Gemälden des früheren Oberkantors der Israelitischen Kultusgemeinde Konstanz,  Shmuel Blumberg  ז“ל (1911 – 1998), geben.

Shmuel Blumberg wurde am 9. Aw 5671 (3. August 1911) im polnischen Lódz geboren und kam im Alter von dreizehn Jahren mit seinen Eltern nach Jerusalem.

Hier besuchte er rabbinische Schulen und wurde in einer Kantorenschule zum Chasan (Kantor) ausgebildet. Den ersten Malunterricht erhielt Shmuel Blumberg von seinem Vater, mit dem er später zusammen Wandmalereien in alten Synagogen, darunter auch in der Hurva-Synagoge im jüdischen Viertel der Jerusalemer Altstadt, ausführte.

1955 wurde Blumberg als Oberkantor der Synagogengemeinde nach Köln berufen. Von 1956 bis 1960 war er Oberkantor in der Seitenstettengasse-Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde Wien und studierte in dieser Zeit an der Akademie für angewandte Kunst bei Professor Bäumer Mosaikkunst und Glasmalerei. Fünf Monate arbeitete er auch im Atelier des Wiener Malers Professor Ernst Fuchs; zusammen mit ihm stellte er auch erstmals seine eigenen Werke aus.

Von 1960 – 1972 bekleidete Shmuel Blumberg erneut die Stelle als Oberkantor der Synagogengemeinde in Köln. Von hier holte ihn der Gründer der Israelitischen Kultusgemeinde, Sigmund Nissenbaum ז“ל, im Jahre 1973 nach Konstanz, wo Blumberg bis zu seinem Tode als Oberkantor und Lehrer amtierte und von wo aus er lange Zeit gleichzeitig der Jüdischen Gemeinde in Freiburg im Breisgau als Kantor und Lehrer zur Verfügung stand. Auch als begnadeter Maler, dessen Werke in jenen Jahren mehrfach im In- und Ausland ausgestellt wurden, wandte er sich hauptsächlich religiösen Themen zu.

„Blumberg, ein Mensch von seltener Empfindsamkeit, veranschaulicht in seinen Gemälden mittels seiner pathetischen Ausdruckskraft die jüdische Religion.“ („La Laterne“, Bruxelles, 21. Januar 1967)

Die Ausstellung im Gemeindezentrum wird in Zusammenarbeit mit der Konstanzer Galerie Ernst eingerichtet.

Webtipps:
http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20260/Bilder%20Blumberg.pdf
http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20260/Zum%20Gedenken%20an%20Shmuel%20Blumberg%2002.pdf

DAS  PROGRAMM

11.00 Uhr                                     
Eröffnung der Ausstellung  Gemälde von Shmuel Blumberg

11.00 – 17.00 Uhr
Ausstellung: Gemälde von Shmuel Blumberg
(In Zusammenarbeit mit der Galerie Ernst, Konstanz)                                           

13.00 Uhr Offizielle Begrüßung durch Kurt Werner, Bürgermeister der Stadt Konstanz, und Peter Stiefel, 1. Vorsitzender der Kultusgemeinde

 11.30; 14.45 Uhr                   

Synagoge, Sigismundstraße 19
Synagogenführungen                               
(mit Peter Stiefel und Gabriel Albilia, Gemeindevorstände)

14.00; 16:00 Uhr

Führungen in der Mikwe (Ritualbad) , Sigismundstraße 19, Hof

11.30; 13.30; 15.00 Uhr     

Dr.-Erich-Bloch-und-Lebenheim-Bibliothek (Judaica), Sigismundstraße 19, 1. Etage:

Einführung in den Büchereibestand und in die rabbinische Literatur

(mit Thomas Uhrmann, Leiter der Bibliothek)

17.00 Uhr

Jüdischer Friedhof, Hauptfriedhof Wollmatinger Straße

Führung (mit Peter Stiefel; Treffpunkt Eingangstor zum Jüdischen Friedhof)

Änderungen vorbehalten.

Information: 07531/28 27 00 oder 07531/88 41 76, ikgkonstanz(at)t-online.de und  Thomas.Uhrmann(at)bsz-bw.de