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Aufgeschoben: Diskussion um das Konversionsgesetz

Die Entscheidung über das Konversionsgesetz ist vorerst aufgeschoben worden. Israels Ministerpräsident Biynamin Netanyahu hat am Sonntag in der Sitzung des Kabinetts noch einmal die aktuelle Übereinkunft bezüglich der Auseinandersetzungen um die rechtliche Handhabung von Übertritten zum Judentum erläutert…

„Ich bin erfreut, das Kabinett darüber in Kenntnis setzen zu können, dass wir eine Übereinkunft erzielt haben in der Konversionsfrage, die es uns gestattet, die Einheit des jüdischen Volkes zu wahren zu versuchen. Es gibt unterschiedliche Ansätze und unterschiedliche Bestrebungen. Was wir gegenwärtig vereinbart haben, ist, Aktionen auszusetzen und miteinander zu reden. Zu den ausgesetzten Aktionen gehört vor allem anderen die Beschwerde der Konservativen Bewegung und der Reformbewegung beim Obersten Gerichtshof in der Angelegenheit der Konversion. Für unseren Teil werden wir die Gesetzgebung aufschieben. Selbstverständlich hat die Knesset jetzt Sommerpause, aber es wird auch nach der Pause noch mehrere Monate geben, bis zum 1. Januar [2011].

Während dieser Zeit werden wir unter der Ägide unseres Freundes Natan Sharansky, dem Vorsitzenden der Jewish Agency, in einen Dialog mit den verschiedenen Strömungen, mit der Regierung und mit allen relevanten Körperschaften treten. Wir werden eine Vereinbarung erzielen, die in der Frage der Konversion in Israel weiterführen und die Einheit des jüdischen Volkes wahren wird. Die Einheit des jüdischen Volkes ist stets notwendig, aber sie ist insbesondere – mehr als je zuvor – notwendig angesichts der Bedrohungen, denen der Staat Israel und das jüdische Volk als Ganzes gegenwärtig gegenüberstehen.“

Außenministerium des Staates Israel, 25.07.10