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TV-Radar: haGalil Fernsehtipps

Vom 16.05. bis 31.05.2010 …

So, 16. Mai · 08:40-09:35 · HR
Fremd im Paradies

Unter dem strahlenden Himmel Kaliforniens lebten die deutschen und österreichischen Emigranten. Mit dem Leben davongekommen, konnten sie arbeiten, im Filmgeschäft mitwirken und doch sehnten sie sich nach ihrer Heimat: Vertriebene im Paradies. Thomas Mann, Bertolt Brecht, Arnold Schönberg, Lion Feuchtwanger, Hanns Eisler, Fritz Lang, Peter Lorre, Fritzi Massary, Max Reinhardt, Marlene Dietrich, Erich Wolfgang Korngold, Arthur Rubinstein, Otto Klemperer, Bruno Walter, Erich Leinsdorf – sie und viele andere waren in den dreißiger und frühen vierziger Jahren nach Kalifornien geflohen. Die Architekten gingen nach Chicago, die Künstler blieben eher in New York, für Schriftsteller und Musiker, die sich für Amerika entschieden hatten, war Los Angeles das Ziel. Das Feuer einer neuen, modernen Ästhetik war mit den Tausenden vor Hitler geflohenen Emigranten in Los Angeles eingezogen und hatte es schnell zu einer der kulturellen Hauptstädte der Welt gemacht. Heute gibt es in Los Angeles nur noch geringe Spuren von dieser geistig blühenden Gemeinschaft. Es ist ein schwaches Glühen von ihrer Zeit als Fremde im Paradies.

So, 16. Mai · 10:45-11:15 · HR
Das Sonntagsgespräch: Meinhard Schmidt-Degenhard im Gespräch mit Alfred Grosser

Er ist ein jüdischer Deutscher, der aus der Perspektive eines französischen Intellektuellen das Weltgeschehen beobachtet: Alfred Grosser, 1925 in Frankfurt am Main geboren, emigrierte als Achtjähriger nach Paris. Die französische Staatsbürgerschaft bewahrte ihn davor, wie andere von Hitler verfolgte Deutsche im Lager interniert zu werden. Grosser studierte Germanistik und Politikwissenschaft in Paris. Wohl kaum ein anderer hat sich so um die deutsch-französische Verständigung nach dem Zweiten Weltkrieg verdient gemacht wie Alfred Grosser. Unermüdlich ist er durch Deutschland gereist, hat Vorträge gehalten, mit Schülern diskutiert und Interviews gegeben. Ein Mann der klaren Worte, würdigte er aber auch die deutsche Erinnerungspolitik und verteidigte das Nachkriegsdeutschland häufig gegen ungerechte Angriffe. 1975 hat Grosser für sein Engagement den Friedenspreis des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels erhalten. Grosser vertritt die These, dass die Konsequenz aus der Shoah nur lauten kann, dass die Menschenrechte unteilbar sind und immer und überall eingefordert werden müssen.

So, 16. Mai · 13:15-13:45 · BR
Israel zwischen Vision und Wirklichkeit – Zum 150. Geburtstag Theodor Herzls

Vor 150 Jahren wurde Theodor Herzl in Budapest geboren. Er gilt als der Begründer des „politischen Zionismus“ und Vordenker eines eigenen jüdischen Staates. Der Film von Richard C. Schneider stellt Herzls damalige Vorstellung der harten Realität von heute gegenüber. Herzl, der österreichische Schriftsteller, Publizist und Journalist, wurde in Paris Zeuge des Dreyfus-Prozesses, bei dem ein jüdischer Offizier der französischen Armee allein aus antisemitischen Gründen verurteilt und degradiert wurde. Er veröffentlichte 1896 seine Schrift „Der Judenstaat“, in der er seine Vision eines jüdischen Staates vorstellte, die als Antwort auf den europäischen Antisemitismus gedacht war. In diesem Buch und später noch in dem Roman „Altneuland“, entwickelt Herzl die Idee eines demokratischen, pluralistischen Israels, das in Frieden mit seinen Nachbarn lebt, und in dem Rabbiner und Generäle nichts zu sagen haben. Die Wirkung seiner Schriften, vor allem aber die von ihm gegründete Bewegung („politischer Zionismus“, „Kongress-Zionismus“), trugen auch zur Gründung des modernen Staates Israel im Jahr 1948 bei. Was ist 150 Jahre danach aus dieser Vision geworden?

So, 16. Mai · 14:30-14:45 · BR-alpha
Die Steine weinten – Über Leben und Tod des Janusz Korczak

Janusz Korczak wurde 1878 in Warschau als Henryk Goldszmit geboren. Seinen Namen änderte er, als er eine akademische Karriere für ein Leben mit den Armen aufgab. Er wurde 1942 mit den Kindern eines jüdischen Waisenhauses in Treblinka ermordet. Der Film berichtet vom Schicksal des Waisenhausleiters Janusz Korczak und seiner jüdischen Waisenkinder von Warschau. Dabei wird die von Janusz Korczak geschaffene Welt im Waisenhaus der durch die deutsche Besatzungsmacht in Polen gegenübergestellt. Zahlreiche Zitate aus den Veröffentlichungen des Pädagogen veranschaulichen die Dokumentation.

So, 16. Mai · 18:00-18:45 · PHOENIX
Das Tote Meer

Die Reise führt ins Heilige Land, in das Gebiet, wohin schon Abraham die Kinder Israels führte, wo Jesus lebte und starb und wo Mohammed in den Himmel fuhr.  Die Reise führt ins Heilige Land, in das Gebiet, wohin schon Abraham die Kinder Israels führte, wo Jesus lebte und starb und wo Mohammed in den Himmel fuhr. Mitten in dieser Region, nicht weit von Bethlehem und Jerusalem entfernt, liegt das eigentliche Ziel: das Tote Meer. In einer geschickten Kombination von Trick- und Realaufnahmen offenbart sich das Tote Meer als faszinierender Ort sagenhafter Zivilisationen und erdgeschichtlicher Umwälzungen.

So, 16. Mai · 19:15-20:00 · BR-alpha
Trotzdem Deutsch! Juden in der deutschen Nachkriegskultur

 
Kaum zu glauben, aber wahr: Auch nach dem Holocaust haben Juden einen wesentlichen Beitrag zur deutschen Kultur geleistet, sie in einigen Bereichen sogar maßgeblich geprägt.  Während man immer wieder über die sogenannte „deutsch-jüdische Symbiose“ vor 1933 spricht, auf Walter Benjamin, Max Reinhardt, Alfred Döblin, Arnold Schönberg, Alfred Einstein und viele andere hinweist, wird gerne vergessen, dass jüdische Kulturschaffende schon unmittelbar nach 1945 den Faden wieder aufgriffen und deutsche Kultur schufen.

Mo, 17. Mai · 07:45-08:45 · MDR
LexiTV – Wissen für alle: Jüdisches Leben – Tradition und Glaube

 
„LexiTV“ fragt nach, wie sehr sich jüdische Mitbürger religiösen Bräuchen verpflichtet fühlen und welchen Charakter die Beziehung zu den nichtjüdischen Mitbürgern über 60 Jahre nach Ende des Holocausts hat.  Im Laufe der Geschichte wurden Menschen jüdischen Glaubens immer wieder verfolgt, vertrieben und ermordet, bis hin zur systematisch geplanten Ausrottung durch die Nationalsozialisten. Ein Drittel aller Juden wurde umgebracht, das europäische Judentum fast vernichtet. Doch nach dem Holocaust ist das jüdische Leben heute in Deutschland wieder aufgeblüht.

Di, 18. Mai · 01:20-02:50 · arte
Villa Jasmin

 
Der Hafen von La Goulette vor den Toren Tunis‘ im September 1976 – nach fast 20 Jahren kehrt Serge, ein tunesischer Franzose jüdischer Abstammung, in das Land seiner Kindheit zurück. Schon auf dem Schiff wird er vom zarten Duft des in der Luft liegenden Jasmins, später von Hitze, Lärm und dem überbordenden Leben in den Straßen ergriffen. Alles erinnert ihn an die glücklichen Tage seiner Kindheit. Bevor er bereit, ist selber Vater zu werden, möchte er seiner schwangeren Verlobten Jeanne das Land seiner Wurzeln zeigen und sich auf die Spuren seiner Eltern begeben, nach deren frühem Tod er seine Heimat verlassen musste. Diese waren 1956 kurz vor der Unabhängigkeit Tunesiens gestorben, die sich sein Vater, ein überzeugter Sozialist, so sehr gewünscht hatte. Seine Reise in die Vergangenheit beginnt für Serge am Grabe seiner Eltern und führt ihn schließlich zum elterlichen Haus, der Villa Jasmin, einem herrschaftlichem Gebäude, in dem sich mittlerweile ein Unternehmen für Elektrokabel befindet. Er taucht ein in das Leben der Eltern, die ihn viel zu früh verließen: Das bezaubernde Wesen seiner Mutter Odette, am Tag der ersten Begegnung mit dem von ihm so bewunderten und verehrten Vater Serge; der Kampf des Vaters gegen das französische Protektorat, als jüdischer Sozialist und Freimaurer, als Theaterregisseur und Journalist; die glücklichen Tage der jungen Familie in der „Villa Jasmin“ vor dem Ausbruch des Krieges; die anschwellende Bedrohung für die jüdische Familie während des Vichy-Régimes ab 1940 und schließlich die Besatzung Tunesiens durch die Nazis im Herbst 1942, gleichbedeutend mit der Vertreibung aus der „Villa Jasmin“ und der Deportation des Vaters ins ferne Deutschland, in das Konzentrationslager Sachsenhausen …

Di, 18. Mai · 16:45-17:00 · Das Erste (ARD)
Beruf: Rabbinerin

 
Elisa Klapheck in Frankfurt Film von Andrea Roth Elisa Klapheck ist eine von nur drei Rabbinerinnen in Deutschland. Im September vergangenen Jahres trat sie ihr Amt in dem liberalen Teil der jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main an, dem „Egalitären Minjan“. In dieser Gemeinschaft gestalten Frauen gleichberechtigt den Gottesdienst mit und sind – im Unterschied zu den orthodoxen jüdischen Gemeinden – den Männern gleichgestellt. Ihr Weg ins Rabbinat begann vergleichsweise spät. 1962 in Düsseldorf geboren, studierte Elisa Klapheck zunächst Politik und schrieb nach ihrem Studium für den «Tagesspiegel» und die «taz». „Jüdische Themen“ vermied sie als Journalistin. Sie verstand sich als säkulare Jüdin, las jedoch mit Interesse die Hebräische Bibel. Und auch nach Deutschland zog es die in den Niederlanden Aufgewachsene erst nach einem Aufenthalt in Israel 1989 zurück. Im Rückblick habe der entscheidende Schritt in Richtung Rabbinat für sie darin bestanden, aus dem Schatten der Shoa, der Identität der zweiten Generation nach der NS-Zeit, herauszutreten, sagt sie. Das Judentum sei eine emanzipative Religion. Und deshalb eine Weiterentwicklung auch in Deutschland notwendig. Elisa Klapheck wollte sich dafür engagieren. So gründete sie mit anderen Frauen zusammen „Beth Debora“, einen Zusammenschluss jüdischer Rabbinerinnen und Kantorinnen, die die Gleichberechtigung der Frau im Judentum anstreben. Und entschied sich dafür, Rabbinerin zu werden. Nach einem Fernstudium bei der Alliance for Jewish Renewal wurde sie zur Rabbinerin ordiniert und arbeitete in Amsterdam, bis sie jüngst ihr Amt als Rabbinerin in Frankfurt antrat.

Di, 18. Mai · 17:00-17:15 · BR
Beruf: Rabbinerin

 
Elisa Klapheck ist eine von nur drei Rabbinerinnen in Deutschland. Im September vergangenen Jahres trat sie ihr Amt in dem liberalen Teil der jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main an, dem „Egalitären Minjan“.  In dieser Gemeinschaft gestalten Frauen gleichberechtigt den Gottesdienst mit und sind – im Unterschied zu den orthodoxen jüdischen Gemeinden – den Männern gleichgestellt. Ihr Weg ins Rabbinat begann vergleichsweise spät. 1962 in Düsseldorf geboren, studierte Elisa Klapheck zunächst Politik und schrieb nach ihrem Studium für den „Tagesspiegel“ und die „taz“. „Jüdische Themen“ vermied sie als Journalistin. Sie verstand sich als säkulare Jüdin, las jedoch mit Interesse die Hebräische Bibel. Und auch nach Deutschland zog es die in den Niederlanden Aufgewachsene erst nach einem Aufenthalt in Israel 1989 zurück. Im Rückblick habe der entscheidende Schritt in Richtung Rabbinat für sie darin bestanden, aus dem Schatten der Shoa, der Identität der zweiten Generation nach der NS-Zeit, herauszutreten, sagt sie. Das Judentum sei eine emanzipative Religion. Und deshalb sei eine Weiterentwicklung auch in Deutschland notwendig. Elisa Klapheck wollte sich dafür engagieren. So gründete sie mit anderen Frauen zusammen „Beth Debora“, einen Zusammenschluss jüdischer Rabbinerinnen und Kantorinnen, die die Gleichberechtigung der Frau im Judentum anstreben. Und sie entschied sich dafür, Rabbinerin zu werden. Nach einem Fernstudium bei der Alliance for Jewish Renewal wurde sie zur Rabbinerin ordiniert und arbeitete in Amsterdam, bis sie jüngst ihr Amt als Rabbinerin in Frankfurt antrat.

Do, 20. Mai · 20:15-21:45 · HR
So ein Schlamassel

Seit einer gefühlten Ewigkeit wird Jil Grüngras von ihrem Familienclan mit der Frage belagert, wann sie sich denn endlich einen passenden Mann suchen will. Nicht nur ihr verwitweter Vater Benno, sondern auch der Rest ihrer herrlich „meschuggenen“ jüdischen Familie würde sie gerne unter die Haube bringen – immerhin ist Jil schon Anfang dreißig, sieht gut aus und steht als erfolgreiche Steuerberaterin mit beiden Beinen fest im Leben. Eines Tages lernt sie bei einem Beinahe-Unfall den sympathischen Marc Norderstedt kennen – und plötzlich hängt für die romantisch veranlagte Karrierefrau der Himmel über Berlin voller Geigen: Marc, Landschaftsarchitekt von Beruf, ist ein echter Traumtyp, sensibel, gutaussehend, charmant. Dummerweise hat er einen kleinen „Schönheitsfehler“: Er ist kein Jude. Jil weiß genau, dass ihre traditionsbewusste Familie niemals einen „Goi“, einen Nichtjuden, akzeptieren würde. Da hilft nur eines: Marc muss sich als Jude ausgeben. Von Jils bester Freundin, der chassidischen Lesbe Zippi, bekommt der leicht irritierte Marc einen Crashkurs in Sachen jüdische Traditionen – und kann so als „Marc Rosenzweig“ während der Sabbat-Feier bei versammelter Familie jede Menge Punkte sammeln. Sowohl Jils Vater als auch ihr Großvater Mosche, ihr Cousin Patrick, ihre Tante Sarah und Onkel David schließen den jungen Mann sofort ins Herz. Weniger fröhlich verläuft kurz darauf ein Essen bei Marcs Eltern Frederike und Ludwig. Völlig überraschend wird Jil dort mit Vorurteilen und einer aus Unsicherheit geborenen Befangenheit konfrontiert. Trotzdem will das Liebespaar nicht einfach aufgeben. Beide sind bereit, für ihre Gefühle und gegen die Engstirnigkeit ihrer Umwelt zu kämpfen. Bei der anstehenden Bar-Mizwa-Feier ihres Großcousins Ruven, zu der auch Marcs Eltern eingeladen sind, will Jil der Familie die Wahrheit sagen. Unglücklicherweise kommt der kleine Ruven ihr zuvor und deckt den Schwindel vor allen auf – die Feier endet in einem Eklat. Nun muss Jil sich entscheiden, ob sie der Tradition gehorchen oder ihrem Herzen folgen will.

Fr, 21. Mai · 02:25-04:35 · MGM
Verraten

 
Ein jüdischer Radiomoderator ist ermordet worden. Die Täter werden im Umfeld des rechtsradikalen Farmers Gary Simmons (Tom Berenger) vermutet. FBI-Agentin Cathy Weaver (Debra Winger) lässt sie sich als Erntehelferin auf dessen Farm anheuern und verliebt sich in ihn. – Packender Politthriller von Costa-Gavras.

Mo, 24. Mai · 18:15-19:00 · ZDF
Der Traum vom Gelobten Land: Theodor Herzl und das moderne Israel  

Zum 150. Geburtstag von Theodor Herzl folgt eine Spiel-Dokumentation von ZDF und ORF den Spuren des Begründers des politischen Zionismus und Geburtshelfers des Staates Israel und fragt, was aus seinem Traum vom Gelobten Land geworden ist. 1898 kam es vor den Toren Jerusalems zu einem denkwürdigen Treffen zwischen dem deutschen Kaiser Wilhelm II. und Theodor Herzl. Der Kaiser pilgerte und betrieb Geopolitik im Nahen Osten, Herzl hoffte auf seine Unterstützung für das zionistische Projekt eines Nationalstaates für die Juden in Palästina. Ausgehend von diesem Höhepunkt der Bemühungen Theodor Herzls um die Staatsmänner Europas und des Osmanischen Reiches folgt der Film von Monika Czernin und Melissa Müller dem turbulenten Weg des „Sehers des jüdischen Staates“ vom Wiener Schriftsteller und Berichterstatter der Affäre Dreyfus zum gewandten, international vernetzten Diplomaten und Gründer des Zionistischen Weltkongresses und spürt seinen Visionen und blinden Flecken nach. Immer wieder drängt sich dabei die Frage nach den Wurzeln des heutigen israelisch-palästinensischen Konflikts auf: Gibt es eine DNA der Nichtwahrnehmung der Palästinenser, die bis zu Herzls Reise ins Gelobte Land zurückreicht? So sieht es etwa Avraham Burg, ehemaliger Knesset-Chef und Autor des Buches „Hitler besiegen. Warum Israel sich endlich vom Holocaust lösen muss“. Er sagt: „Für viele Jahrzehnte war dieses andere Volk geradezu unsichtbar, wir haben es einfach nicht sehen wollen. Das ist aber eine strategische Dummheit, denn indem man den anderen nicht wahrnimmt, bevormundet, Mauern baut, tut man genau das Gegenteil von dem, was man tun sollte, nämlich sich zusammensetzen und reden. Das heutige Israel ist nicht das, was sich Herzl erträumte.“ „Israel heute ist mehr als sich Herzl je erträumt hat“, sagt indes die Historikerin und Herzl-Spezialistin Anita Shapira, „dennoch glaube ich, dass Herzl die Israelis auffordern würde, die beste Lösung zu suchen, um Toleranz und Frieden im Nahen Osten Wirklichkeit werden zu lassen.“ Und der palästinensische Journalist und Friedensaktivist Nazir Mgally fügt hinzu: „Manchmal glaube ich, manche bei uns lieben den Konflikt. Es gibt Kräfte, die davon profitieren. Dabei wäre es so einfach, alle kennen die Lösung.“ Kurz nach seiner Rückkehr aus Palästina erreichte Herzl ein Brief des Jerusalemer Bürgermeisters Yussuf Diya Pasha al-Khalidi, ein philojudäisch denkender Mann aus einer der ältesten und angesehensten arabischen Familien Jerusalems. Herzls Idee eines Nationalstaates für die Juden in Palästina betrachtete der Politiker mit Misstrauen und Sorge. “ . . . Palestina wird heute von anderen Menschen als von Israeliten bewohnt“, schrieb er. Der Brief dürfte Herzl zum Nachdenken bewegt haben: In seinem „Spätwerk“, dem utopischen Roman „Altneuland“, rückte er ausgerechnet das friedliche Zusammenleben mit der arabischen Bevölkerung in Palästina ins Zentrum seiner Überlegungen. „Die Juden“, so schrieb Herzl an al-Khalidi „sind ein durchaus friedfertiges Element“. Sich mit Waffen durchzusetzen, stehe ihnen nicht im Sinn. „Der Frieden auf der Welt, den alle Menschen so innig wünschen, wird sein Symbol in einem brüderlichen Bündnis über die heiligen Stätten haben“, träumte Herzl. Von diesem Traum scheint Israel heute weiter entfernt denn je.

Di, 25. Mai · 07:30-08:00 · SWR
Die Juden – Geschichte eines Volkes, 5/6, Heimatsuche

 
Als Verfolgungen und Pogrome den deutschen Juden, den Aschkenasim, das Leben schwer machen, wandern viele nach Tschechien und Polen aus.  Zunächst sind sie dort willkommen, leben lange Zeit in Frieden und entwickeln ihre eigene, einzigartige Kultur. Doch auch hier werden sie wieder Opfer von Verfolgungen und müssen fliehen. Amsterdam wird zum neuen jüdischen Zentrum in Westeuropa – bis in die Neuzeit. In Berlin beginnt, was für Juden in aller Welt bis heute Bedeutung hat: die jüdische Aufklärung und mit ihr die Emanzipation der Juden. Viele hoffen nun endlich auf Integration in die bürgerliche Gesellschaft.

Mi, 26. Mai · 20:15-21:05 · arte
Flick, (1) Der Aufstieg

 
Keine Familie verkörpert das Zusammenspiel zwischen Wirtschaft und Politik so wie die Flicks. Kaum eine Familie hat größeren Einfluss auf die deutsche Politik im 20. Jahrhundert genommen und größeren Nutzen daraus gezogen.  Im Mittelpunkt steht das Verhör, das Eric Kaufman zur Vorbereitung des Nürnberger Prozesses mit Flick geführt hat. Der US-Ermittler stammt aus Koblenz und floh 1938 als deutscher Jude vor den Nazis. Im Film sind die interessantesten Passagen dieses Verhörs nachgestellt. Als Quelle dienen Tonbandmitschnitte, die in den National Archives in Washington DC entdeckt wurden. Das Verhör macht deutlich, dass die Alliierten außerordentlich gut über Flick Bescheid wussten – über seine Spenden an die Nazis, die Unterstützung von Hitlers Krieg, die „Arisierung“ jüdischen Besitzes, die Zwangsarbeit in seinen Betrieben, die Raubzüge in der Ukraine und in Frankreich und sein persönliches Verhältnis zu Hitler – kurz: über den außerordentlichen Erfolg Flicks im NS-Regime und über seine Mitverantwortung für Unrecht und Unmenschlichkeit, die er allerdings selbst in den Verhören leugnet. Parallel zu den Verhörszenen erzählt der Film in den dokumentarischen Teilen mit Hilfe von neu entdecktem Film- und Fotomaterial, wie Flick aufwuchs, wie er seinen Konzern aufbaute und wie ihn dabei vor allem der Wille antrieb, eine Dynastie zu gründen. Der Film schildert Kindheit und Jugend Flicks in Kreuztal bei Siegen. Er rekonstruiert Flicks unternehmerische Feldzüge durchs Kohle- und Eisenland an Sieg und Ruhr und seinen rasanten Aufstieg im Ersten Weltkrieg, mit Geschäften hart am Rande der Legalität. Schrotthandel und Rüstungsproduktion machen ihn reich. Und die Hochzeit mit Marie Schuss, Tochter eines angesehenen Siegener Kaufmanns, verhilft ihm zum Aufstieg in die „besseren“ Kreise des Siegerlandes. In der Weimarer Revolutions- und Inflationszeit baut er, auch durch spekulative Aktiengeschäfte, einen gewaltigen Konzern auf. Er kommt vom Stahl, engagiert sich in der Kohleförderung und im Maschinenbau. Sein Ziel: mit den etablierten Ruhrdynastien wie den Krupps und Thyssens gleichzuziehen. Von ihnen will er anerkannt werden. In seinen drei Söhnen Otto-Ernst, Rudolf und Friedrich Karl sieht er seine unternehmerischen Nachfolger. Auf dieses Ziel hin werden sie von Anfang an mit Unnachgiebigkeit und Strenge erzogen. In der Weltwirtschaftskrise zu Beginn der 30er Jahre droht Flick die Insolvenz. Doch es gelingt ihm, den sicheren Konkurs abzuwenden. Kühl kalkulierend bringt Flick die Regierung Brüning dazu, ihm seine Gelsenberg-Ruhrkohle-Aktien zum Vierfachen des Börsenwertes abzukaufen – damit ist er gerettet. Zum ersten Mal zeigt sich Flicks Geschick, Parteien und Politiker für seine Zwecke zu instrumentalisieren. Kritiker nennen ihn einen „Meister in der Kunst, am öffentlichen Feuer seine Privatkastanien zu rösten“. Dass der Staat einen millionenschweren Unternehmer mit Steuergeldern vor dem Bankrott bewahrt, während über sechs Millionen Arbeitslose auf der Straße stehen, wird zu einem öffentlichen Skandal, der als Gelsenberg-Affäre in die Geschichte eingeht. In den 30er und 40er Jahren wird Flick durch geschickte Auf- und Verkäufe zu einem der mächtigsten Privatunternehmer des Nationalsozialismus. Das wird nur dadurch möglich, dass er sich klar zum NS-Regime bekennt und dessen politisch-ideologische Vorgaben für seine Interessen nutzt. Flick sucht die Nähe zu den Mächtigen. Er trifft sich mit Hitler, Hermann Göring ernennt ihn zum „Reichsjagdrat“, er wird Mitglied im „Freundeskreis Himmler“ und spendet großzügig und regelmäßig – seit 1937 ist er auch „Parteigenosse“. Er bereichert sich an jüdischem Vermögen, treibt „Arisierungen“ aktiv voran. Ebenso energisch kämpft er ab 1940 um Kriegsbeute. Flick profitiert von der Rüstungsproduktion und in großem Stil vom System der Zwangsarbeit, Zehntausende schuften in seinen Betrieben. Viele sterben – an Hunger, Krankheiten und Misshandlungen. Gleichzeitig arbeitet Flick daran, Besitz und Vermögen systematisch auf die nächste Generation zu übertragen. Seinen ältesten Sohn, Otto-Ernst, betraut er mit leitenden Aufgaben im Unternehmen.

Do, 27. Mai · 22:45-23:35 · RBB
Eine blonde Provinz – Polen und der deutsche Rassenwahn

 
Der Film schlägt ein in der Öffentlichkeit weithin unbekanntes Kapitel der Nazivergangenheit Deutschlands auf: Er berichtet über den Versuch, im besetzten Polen ein Experimentierfeld des Rassenwahns zu installieren.  In der „blonden Provinz“, wie sie Heinrich Himmler nannte, sollten „germanische Herrenmenschen gezüchtet“ werden.  Um zwei Uhr nachts kamen die Deutschen: „15 Minuten habt ihr. Raus, raus Pollack!“ – Tausende Polen christlichen und jüdischen Glaubens wurden nach dem deutschen Überfall auf Polen von der deutschen Wehrmacht, der SA und der SS aus ihren Häusern vertrieben, deportiert, umgebracht. Der Film „Eine blonde Provinz – “ von Jacek Kubiak und Klaus Salge schlägt ein in der Öffentlichkeit weithin unbekanntes Kapitel der Nazivergangenheit Deutschlands auf: Er berichtet über den Versuch, im besetzten Polen ein Experimentierfeld des Rassenwahns zu installieren. In der „blonden Provinz“, wie sie Heinrich Himmler nannte, sollten „germanische Herrenmenschen gezüchtet“ werden. Um „Volksdeutschen“ Platz zu schaffen, wurden innerhalb weniger Wochen hunderttausende Polen und Juden vertrieben, als Arbeitssklaven missbraucht oder getötet – der Auftakt des Holocaust. Die Autoren stellen drei Männer vor, die beim deutschen Überfall auf Polen noch Kinder waren und deren Schicksal mit der Stadt Posen verbunden ist. Zwi Steinitz aus Tel Aviv, der nach 70 Jahren zum ersten Mal wieder in sein Geburtsland reist, um den Ort zu besuchen, an dem seine Eltern ermordet wurden. Henryk Jaszcz, der nach dem Überfall vergeblich seine Eltern in Posen sucht und dessen Weg in den Widerstand führt. Und Dieter Bielenstein, der als Zwölfjähriger mit seinen Eltern aus Lettland nach Posen kam.

Mo, 31. Mai · 21:00-21:45 · Das Erste (ARD)
Flick – Der Aufstieg

Zweiteiliger Film von Thomas Fischer Die Flicks zählen seit fast hundert Jahren zu den reichsten Familien Deutschlands. Keine Familie verkörpert das Zusammenspiel zwischen Wirtschaft und Politik so wie sie, kaum eine Familie hat größeren Einfluss auf die deutsche Politik im 20. Jahrhundert genommen und größeren Nutzen daraus gezogen. Der Name Flick steht für einen milliardenschweren Industriekonzern, für Börsenspekulation und feindliche Übernahmen, für „Arisierung“ in der NS-Zeit und für die Ausbeutung von Zwangsarbeitern – Flick steht für den Wiederaufstieg der westdeutschen Industrie nach dem Krieg, aber auch für den größten Skandal der Bonner Demokratie, die Parteispendenaffäre. Und die Flicks sind eine Familie, die ihre Geschäfte äußerst verschwiegen betrieb und sich bis heute schwer tut, offen zur eigenen Geschichte zu stehen. Der Zweiteiler „Flick“ erzählt die Geschichte von Friedrich Flick und seiner Familie erstmals im Fernsehen – mit einer Fülle neu entdeckten Film- und Fotomaterials, auf der Basis interner Dokumente und einer Vielzahl erstmals ausgewerteter Quellen. Zum ersten Mal gewähren enge Vertraute wie der ehemalige Flick-Gesellschafter Eberhard von Brauchitsch, Friedrich Karl Flicks erste Ehefrau Elga und der Patensohn von Friedrich Flick, Otto Kaletsch, tiefe Einblicke in das Innenleben und die Machtstrukturen der Familie. So räumt der Film auch mit einigen Legenden auf. Die neu erschlossenen Quellen zeigen deutlich: Flick hing weder vor noch nach dem Krieg irgendeiner politischen Idee an. Wohl aber hat er Politiker zu allen Zeiten systematisch instrumentalisiert und für seine finanziellen Interessen eingespannt. Sein enges Verhältnis zur Politik zeigt sich beispielhaft in der Gelsenberg-Affäre 1932, bei der „Arisierung“ jüdischen Eigentums, während der Übernahme französischer Stahlwerke 1940 als Kriegsbeute oder dem Verkauf der Maxhütte an den bayerischen Staat, schließlich im Spendenskandal der 80er Jahre. Der Film zeigt deutlich, dass Flick vor allem auf seinen eigenen Vorteil aus war. Bei Flick ist ein Wesenszug feststellbar, der von allen politischen Systemen unabhängig war: Er hat die eigenen Interessen über alles gestellt und sie mit einer Entschlossenheit und Härte verfolgt, die moralische Einwände nicht kennt. Tragischerweise hat sich diese Härte auch gegen die eigenen Söhne gerichtet. Den Untergang des Flick-Konzerns hat Friedrich Flick selbst mit verschuldet – indem er seine Söhne spüren ließ, dass sie seinem übergroßen Vorbild nicht gerecht werden können. Die Dokumentation mit szenischen Elementen erzählt die Geschichte der Flicks in zwei Teilen: von 1883 bis 1947 und von 1947 bis 2006. Im Mittelpunkt von Folge 1 – „Der Aufstieg“ steht Friedrich Flick senior, in Folge 2 – „Das Erbe“ sind es seine Söhne Otto-Ernst und Friedrich Karl, die um die Nachfolge kämpfen, aber vom mächtigen Vater immer wieder in die zweite Reihe verwiesen werden. Folge 1 des Zweiteilers Flick dokumentiert den Aufstieg Friedrich Flicks vom Siegerländer Bauernjungen zu einem der reichsten Männer des Deutschen Reiches bis zu seiner Verurteilung im Nürnberger Prozess 1947. Im Mittelpunkt steht das Verhör, das Eric Kaufman zur Vorbereitung des Nürnberger Prozesses mit Flick geführt hat. Der US-Ermittler stammt aus Koblenz und floh 1938 als deutscher Jude vor den Nazis. Im Film sind die interessantesten Passagen dieses Verhörs nachinszeniert. Als Quelle dienen Tonbandmitschnitte, die in den National Archives in Washington entdeckt wurden. Das Verhör macht deutlich, dass die Alliierten außerordentlich gut über Flick Bescheid wussten – über seine Spenden an die Nazis, die Unterstützung von Hitlers Krieg, die „Arisierung“ jüdischen Besitzes, die Zwangsarbeit in seinen Betrieben, die Raubzüge in der Ukraine und in Frankreich und sein persönliches Verhältnis zu Hitler – kurz: über den außerordentlichen Erfolg Flicks im NS-Regime und über seine Mitverantwortung für Unrecht und Unmenschlichkeit, die er selbst in den Verhören allerdings leugnet. Parallel zu den Verhörszenen erzählt der Film in den dokumentarischen Teilen mit Hilfe von neu entdecktem Film- und Fotomaterial, wie Flick aufwuchs, wie er seinen Konzern aufbaute und wie ihn dabei vor allem der Wille antrieb, eine Dynastie zu gründen. Der Film schildert Kindheit und Jugend Flicks in Kreuztal bei Siegen. Er rekonstruiert Flicks unternehmerische Feldzüge durchs Kohle- und Eisenland an Sieg und Ruhr und seinen rasanten Aufstieg im Ersten Weltkrieg, mit Geschäften hart am Rande der Legalität. Schrotthandel und Rüstungsproduktion machen ihn reich. Und die Hochzeit mit Marie Schuss, Tochter eines angesehenen Siegener Kaufmanns, verhilft ihm zum Aufstieg in die „besseren“ Kreise des Siegerlandes. In der Weimarer Revolutions- und Inflationszeit baut er, auch durch spekulative Aktiengeschäfte, einen gewaltigen Konzern auf. Er kommt vom Stahl, engagiert sich in der Kohleförderung und im Maschinenbau. Sein Ziel: mit den etablierten Ruhrdynastien wie den Krupps und Thyssens gleichzuziehen. Von ihnen will er anerkannt werden. In seinen drei Söhnen Otto-Ernst, Rudolf und Friedrich Karl sieht er seine unternehmerischen Nachfolger. Auf dieses Ziel hin werden sie von Anfang an mit Unnachgiebigkeit und Strenge erzogen. In der Weltwirtschaftskrise zu Beginn der 30er Jahre droht Flick die Insolvenz. Doch es gelingt ihm, den sicheren Konkurs abzuwenden. Kühl kalkulierend bringt Flick die Regierung Brüning dazu, ihm seine Gelsenberg-Ruhrkohle-Aktien zum Vierfachen des Börsenwertes abzukaufen – damit ist er gerettet. Zum ersten Mal zeigt sich Flicks Geschick, Parteien und Politiker für seine Zwecke zu instrumentalisieren. Kritiker nennen ihn einen „Meister in der Kunst, am öffentlichen Feuer seine Privatkastanien zu rösten“. Dass der Staat einen millionenschweren Unternehmer mit Steuergeldern vor dem Bankrott bewahrt, während über sechs Millionen Arbeitslose auf der Straße stehen, wird zu einem öffentlichen Skandal, der als „Gelsenberg-Affäre“ in die Geschichte eingeht. In den 30er und 40er Jahren wird Flick durch geschickte Auf- und Verkäufe zu einem der mächtigsten Privatunternehmer im Nationalsozialismus. Das wird nur dadurch möglich, dass er sich klar zum NS-Regime bekennt und dessen politisch-ideologische Vorgaben für seine Interessen nutzt. Flick sucht die Nähe zu den Mächtigen. Er trifft sich mit Hitler, Hermann Göring ernennt ihn zum „Reichsjagdrat“, er wird Mitglied im „Freundeskreis Himmler“ und spendet großzügig und regelmäßig – seit 1937 ist er auch „Parteigenosse“. Er bereichert sich an jüdischem Vermögen, treibt „Arisierungen“ aktiv voran. Ebenso energisch kämpft er ab 1940 um Kriegsbeute. Flick profitiert von der Rüstungsproduktion und in großem Stil vom System der Zwangsarbeit, Zehntausende schuften in seinen Betrieben. Viele sterben – an Hunger, Krankheiten und Misshandlungen. Gleichzeitig arbeitet Flick daran, Besitz und Vermögen systematisch auf die nächste Generation zu übertragen. Seinen ältesten Sohn, Otto-Ernst, betraut er mit leitenden Aufgaben im Unternehmen. Es trifft ihn schwer, als sein zweitältester Sohn Rudolf sechs Tage nach Beginn des Angriffs auf die Sowjetunion fällt. Mit einem von Hermann Göring bereitgestellten Flugzeug besucht er dessen Grab in der Ukraine. Am Ende von Folge 1 „Der Aufstieg“ steht der Prozess gegen Friedrich Flick in Nürnberg, wo ihn die Amerikaner als ersten Unternehmer wegen Kriegsverbrechen anklagen. Er wird wegen Beteiligung am Sklavenarbeiterprogramm und Raub von Vermögen zu sieben Jahren Haft verurteilt. Flick ist ganz unten. Doch schon wenige Jahre später wird er wieder einer der reichsten Männer Deutschlands sein.