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TV Radar: haGalil Fernsehtipps

Vom 16.03. bis 31.03.2010…

Di 16-03 – Nacht auf 17-03 00:15 Uhr
Erich Fromm (1/2)
Leben durch Geschichte
(Doku / 1990) Bayern – alpha

Mi 17-03 – Nacht auf 18-03 00:15 Uhr
Erich Fromm (2/2)
Mut zum Menschen
(Doku / 1990) Bayern – alpha

 
Di, 16. Mrz · 01:00-01:45 · alpha-Österreich
Mi, 17. Mrz · 01:00-01:45 · BR-alpha
Günther Nenning spricht mit Erich Fromm, Zum 110. Geburtstag von Erich Fromm   
 
Seine Beiträge zur Psychoanalyse, zur Religionspsychologie und zur Gesellschaftskritik haben Erich Fromm als einflussreichen Denker des 20. Jahrhunderts etabliert. „Haben oder Sein“, ein populäres gesellschaftskritisches Werk, zählt mit „Die Kunst des Liebens“ zu seinen bekanntesten Werken.  Ende der 1920er Jahre begann Fromm am Berliner Psychoanalytischen Institut bei einem Freud-Schüler, dem Juristen Hanns Sachs, eine Ausbildung zum Psychoanalytiker. Ab 1930 war er im Frankfurter Institut für Sozialforschung Leiter der Sozialpsychologischen Abteilung. Nach der Machtergreifung Hitlers zog er nach Genf und emigrierte 1934 in die Vereinigten Staaten, wo er an der Columbia University in New York tätig war. 1950 übersiedelte er nach Mexiko-Stadt und lehrte an der Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM). Erich Fromm hat immer einen humanistischen, demokratischen Sozialismus vertreten. 1974 verlegte er seinen Wohnsitz nach Muralto (Tessin).

Di, 16. Mrz · 01:00-02:45 · arte
Liebesleben

Jara ist glücklich verheiratet, hat beste Aussichten auf eine Karriere an der Universität, eine schöne Wohnung und eine verlässliche Familie. Doch als sie dem viele Jahre älteren Arie begegnet, einem Freund ihres Vaters, gerät ihre heile Welt aus den Fugen.

Di, 16. Mrz · 07:30-08:00 · SWR
Jugend unter Hitler, 4/4

Die Folge enthält Szenen aus dem Jahr 1939, nach der Besetzung der Tschechoslowakei. Überzeugte Nazis machen Karriere, die Jungen sind stolz auf die harte Erziehung in der Adolf-Hitler-Schule. Gleichzeitig kommt es, dargestellt anhand der Spielszenen, zu Brüchen in den Familien: Bei einem überzeugten Nazi wird ein jüdischer Vorfahr festgestellt. Der Rest der Familie wendet sich von ihm ab. Ebenso reagiert ein Junge, dessen Vater inhaftiert wird, weil er einem regimekritischen Bekannten zur Flucht verhilft. Die Kinder einer jüdischen Familie werden mit einem Sonderzug abtransportiert. Die letzten Bilder zeigen, während Goebbels den totalen Krieg propagiert, die Katastrophe von 1945.

Di, 16. Mrz · 10:05-10:45 · arte
Die Geschichte von Irène

Varieté zu Zeiten des Krieges: Ihrem Leitmotiv „The show must go on“ folgend, performte das Geschwisterpaar Irène und Bernard Hilda auch während der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Er war Dirigent, sie Sängerin: Wegen ihrer jüdischen Herkunft wurden sie verfolgt, und doch gelang es den beiden; ihrer musikalischen Begabung in Zeiten des Krieges und der Flucht zu folgen. Bernard Hilda übernahm zeitweise in Cannes die Leitung des Varieté-Theaters „Le Relais“, führte in Nizza das „Le Perroquet“ und trat mit seinem Orchester in Barcelona im zweifelhaften Varieté-Theater „La Parilla“ auf. In dieser Zeit nahm er auch Kontakt zur Résistance auf. Vor den Anfeindungen spanischer Faschisten flüchtete Bernard nach Madrid. Eines Abends wurde er von spanischen „Schwarzhemden“ zusammengeschlagen, am nächsten Tag meldeten die Zeitungen seinen Tod. Seine Schwester Irène – sie war bereits in die Vereinigten Staaten emigriert – erfuhr dort davon, wollte sich aber nicht mit der Todesmeldung abfinden und beschloss, nach ihrem Bruder zu suchen. Sie trat den USO Camp Shows bei und kam mit der Armee-Revue über Grönland, London und die Normandie nach Paris. Anfang 1945 erfuhr sie, dass ihr Bruder noch am Leben sei. Sie trafen sich schließlich im südwestfranzösischen Hendaye. Bernard Hilda war in der Nachkriegszeit einer der populärsten Dirigenten. Bekannt wurde er vor allem durch die Zirkus-Sendung „La Piste aux Etoiles“, an der er mehrere Jahrzehnte mitwirkte. Irène Hilda, Jahrgang 1920, war der Liebling des Varieté-Theaters und machte nach dem Krieg auch international Karriere. Solidarität, Mut und Humor halfen ihnen, viele tragische Ereignisse zu überstehen. In Damian Pettigrews Film berichtet Irène Hilda über ihre Erlebnisse. Auszüge aus ihrem Tagebuch, Archivaufnahmen und die Aussagen von Henri Salvador und Micheline Presle ergänzen diese Erinnerungen an das unglaubliche Schicksal des Geschwisterpaares.

Di, 16. Mrz · 19:15-20:00 · PHOENIX
Rommels Schatz

 
Was verbirgt sich hinter dem Schatz und was wusste Rommel selbst von der Kriegsbeute aus Afrika?  Was verbirgt sich hinter dem Schatz und was wusste Rommel selbst von der Kriegsbeute aus Afrika? Neu entdeckte Dokumente aus einem jüdischen Nachlass und aus dem Archiv der CIA belegen erstmals die tatsächliche Existenz, die wahre Herkunft und den Verbleib des geheimnisvollen „Rommel-Schatzes“. Sein wirklicher Ursprung ist eng verbunden mit bislang unbekannten Verbrechen der SS gegen Juden in Tunesien kurz vor dem deutschen Abzug aus Nordafrika im Mai 1943.

Mi, 17. Mrz · 21:45-22:35 · arte
Jan Karski

Der katholische polnische Widerstandskämpfer Jan Karski war ein einflussreicher Mann, der den höchsten Gesellschaftsschichten angehörte. 1943 wurde er von zwei jüdischen Anführern des Warschauer Gettos mit der wichtigen Aufgabe betraut, die Außenwelt über die Verbrechen der Nazis am jüdischen Volk zu informieren. Damit er sich mit eigenen Augen von der im Gange befindlichen Vernichtung des jüdischen Volkes überzeugen könne, schlugen sie ihm vor, dass er sie heimlich ins Getto begleiten solle. Verkleidet folgte er ihnen und entdeckte das ganze Ausmaß des Grauens. 1978 interviewte Claude Lanzmann Karski als Zeitzeugen für seinen Film „Shoah“, in dem er jedoch nur einen kleinen Teil des langen Gesprächs verwendete. Der Rest ist bisher unveröffentlicht. Karski berichtet darin über seine Begegnung mit US-Präsident Roosevelt im Juli 1943 und mit anderen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, darunter der Richter Felix Frankfurter, Mitglied des Obersten US-Gerichtshofs und selber Jude. Ihnen gegenüber versuchte er – vergeblich -, seinen Auftrag zu erfüllen. Karski erzählt, dass Roosevelt am Ende der Begegnung schwieg und dass sein Augenzeugenbericht überall auf größte Skepsis stieß. Die Detailgenauigkeit, die Würde und Tiefe der Aussage und vor allem Karskis außergewöhnliche Persönlichkeit machen diese hier erstmals ausgestrahlten Bilder zu einem wertvollen, tief erschütternden historischen Dokument.

Do, 18. Mrz · 23:00-23:45 · SWR
Ein Jude, der Deutschland liebte – Das Tagebuch des Willy Cohn

 
Die Veröffentlichung der Tagebücher von Willy Cohn unter dem Titel „Kein Recht, nirgends“ war 2006 eine zeitgeschichtliche Sensation. 1.200 Seiten über das Leben seiner Familie, über die jüdische Gemeinde in Breslau.  Und über die zunehmende Marter der Juden, die seit der Machtübernahme der Nationalsozialisten „in einer Mausefalle“ saßen: Vom Januar 1933 bis zum 17. November 1941 beschreibt Willy Cohn die Qual eines Patrioten, der sein Vaterland liebte, und eines gläubigen Juden, der sich ein neues Leben nur in „Erez Israel“ vorstellen konnte. Als der Entschluss auszuwandern fiel, war es zu spät. Im November 1941 wurden Cohn, seine Frau und seine beiden kleinen Töchter verschleppt, deportiert und erschossen. Sie gehören zu den ersten Opfern der systematischen Mordaktionen der Nazis. Seine drei ältesten Kinder Louis „Wölfl“, Ernst und Ruth hatte Willy Cohn noch rechtzeitig nach Frankreich und Palästina geschickt. So überlebten sie.

Do, 18. Mrz · 23:45-01:15 · SWR
Izbica – Drehkreuz des Todes

 
Izbica in Ostpolen. In dem ehemaligen kleinen Schtetl in der Nähe von Lublin lebten 1939 über 80 Prozent Juden – heute gibt es dort kein jüdisches Leben mehr. Dieses Dorf ist mit dem dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte für immer verknüpft.  1942 wird es von der SS zum „Durchgangsghetto“ erklärt, Izbica wird damit zu einem „Vorhof der Vernichtung“. Zehntausende Juden aus ganz Europa werden von hier aus in die Todeslager im Osten deportiert, tausende bereits in Izbica selbst ermordet. Hier kreuzen sich die Schicksale von Verfolgten, Flüchtlingen und ihren Peinigern. Es sind vor allem zwei Menschen und ihre Lebenswege, die die Tragödie dieses kleinen Ortes widerspiegeln: Grzegorz Pawlowski und Thomas Blatt. Grzegorz Pawlowski ist heute katholischer Priester im israelischen Jaffa. Nur mit Hilfe eines gefälschten katholischen Taufscheins gelingt ihm damals die Flucht aus Izbica. Pawlowski will – das ist sein Lebensziel und sein letzter Wille zugleich – nach seinem Tod auf dem jüdischen Friedhof von Izbica bestattet werden. Er will zurück an den Ort, an dem seine Familie bei einem Massaker ermordet wurde. Dadurch gerät er in Konfklikt mit dem polnischen Oberrabbiner Michael Schudrich, der in Izbica nur schwerlich den Grabstein eines Katholiken akzeptieren kann. Pawlowski will diesen Konflikt aus der Welt räumen. Und er wird sich noch einmal den Spuren seiner Vergangenheit stellen. Thomas Blatt muss als kleiner Junge dem skrupellosen Gestapochef von Izbica, Kurt Engels, dienen. Seine Aufgabe, sich um dessen Motorrad zu kümmern, schützt ihn – bis er mit seiner Familie doch in das Vernichtungslager Sobibor deportiert wird. Als einer von wenigen überlebt er. Nach dem Krieg lässt ihn das mörderische Handwerk von Engels nicht los. Er spürt ihn in Hamburg auf und hilft den deutschen Behörden bei seiner Verhaftung. Thomas Blatt berichtet in Izbica von der Schreckensherrschaft Engels‘ und fährt noch einmal nach Hamburg. Er will das Grab von Kurt Engels finden, der sich im Gefängnis selbst getötet hat. Er will wissen, wo der Mörder von Izbica seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Izbica birgt jahrzehntelang ein Geheimnis. Erst 2006 kann endgültig belegt werden, dass Kurt Engels das Gestapo-Gefängnis – heute ein Gebäude des Polizeipostens – mit jüdischen Grabsteinen des örtlichen Friedhofs errichten ließ. Ein bislang einzigartiger Fall in der Geschichte des Nationalsozialismus. Thomas Blatt, aber auch Halina Blaszczyk, die als junges Mädchen Juden in Izbica geholfen hat, haben davon berichtet. Der Film dokumentiert das behutsame Abtragen der Grabsteine und ihre würdevolle Rückführung auf den jüdischen Friedhof von Izbica. Unter der Schirmherrschaft des deutschen Botschafters in Polen ist dort mit den damals von Deutschen geschändeten Steinen eine eindrucksvolle Gedenkstätte entstanden.

Fr, 19. Mrz · 01:20-02:50 · arte
Alles auf Zucker!

Jaeckie Zucker, ein liebenswerter Zocker aus Leidenschaft, steckt – wie er selbst sagt – „bis zum Hals in der Scheiße, aber mit gutem Ausblick!“ Der ehemalige DDR-Sportreporter ist über beide Ohren verschuldet, seine Frau droht ihm mit Scheidung, der Gerichtsvollzieher mit Haft. Einziger Lichtblick könnten die 100.000 Euro Preisgeld des Fünften Europäischen Poolbillard Turniers sein und die will Jaeckie gewinnen. In diesem ganzen Schlamassel ereilt Jaeckie die Nachricht vom Tod seiner Mutter. Nach 40 Jahren Funkstille reist sein jüdisch-orthodoxer Bruder Samuel samt Familie und toter Mutter aus Frankfurt an, um die Verstorbene in Berlin zu beerdigen. Mit seiner jüdischen Herkunft, diesem „Club“, will Jaeckie Zucker alias Jakob Zuckermann nichts zu tun haben. Seine Frau Marlene hat alle Hände voll zu tun, sich im Schnellkurs jüdisches Brauchtum anzueignen und Jakob, Sohn und Tochter zu überzeugen, sich den Anschein einer glücklichen, jüdischen Familie zu geben. Jaeckies einzige Sorge jedoch gilt der gefährdeten Teilnahme am Billardturnier und so täuscht er während der Beerdigung einen Herzinfarkt vor. Damit aber nicht genug. Der Rabbi eröffnet den Söhnen den gewitzten letzten Willen der Mutter: Die Brüder sollen nur erben, wenn sie sich aussöhnen und die Familie nach jüdischem Ritus sieben Tage Trauer übt. So schwer es den beiden fällt, Samuel und Jaeckie können es sich nicht leisten, auf eine Erbschaft zu verzichten, und willigen ein. Die orthodoxe Verwandtschaft wird bei den Zuckers einquartiert und Samuels strenggläubiger Sohn Joshua übernimmt die Aufsicht. Doch während die Ehefrauen sich solidarisieren, die Söhne und Töchter sich näher kommen, als unter Verwandten unbedingt üblich, schweigen die Brüder sich sturköpfig aus. Mit immer fantastischeren Einfällen strampelt Jaeckie dem drohenden Knast und Erbschaftsverlust davon und läuft zwischen Billardturnier und Wohnung Amok.

Fr, 19. Mrz · 03:25-05:30 · MGM
Verraten

 
Ein jüdischer Radiomoderator ist ermordet worden. Die Täter werden im Umfeld des rechtsradikalen Farmers Gary Simmons (Tom Berenger) vermutet. FBI-Agentin Cathy Weaver (Debra Winger) lässt sie sich als Erntehelferin auf dessen Farm anheuern und verliebt sich in ihn. – Packender Politthriller von Costa-Gavras.

So, 21. Mrz · 10:50-11:20 · HR
Das Sonntagsgespräch

 
Meinhard Schmidt-Degenhard im Gespräch mit Hans Keilson, Psychiater.  Was ist der Mensch? Diese Frage ist so alt wie die Menschheit, und diese Frage zu stellen macht den Menschen erst zum Menschen. Streng biologisch ist der Mensch ein Säugetier. Doch ist das alles? Wo bleiben Geist, Seele, Vernunft und Verstand? Das „Sonntagsgespräch“ im hr-fernsehen macht die Frage nach dem Menschen zum Schwerpunkt in den Wochen vor Ostern. In den vergangenen Jahren haben die Wissenschaften einen immer tieferen Einblick in die Grundlagen des menschlichen Lebens erlaubt. Die Erbinformationen des Menschen sind weitgehend bekannt, und die Hirnforschung präsentiert ständig neue Erkenntnisse, was in den Köpfen vor sich geht. Dennoch bleibt der Mensch sich selbst ein Geheimnis. Meinhard Schmidt-Degenhard lädt Nobelpreisträger, Schriftsteller, Wissenschaftler und Philosophen zum „Sonntagsgespräch“ und unternimmt mit ihnen „Forschungsreisen zum Menschen“. Hans Keilson ist wohl der älteste praktizierende Psychoanalytiker der Welt. Geboren wurde er 1909 in Bad Freienwalde an der Oder, studierte Medizin, emigrierte 1936 in die Niederlande, schloss sich dem Widerstand an und ging in den Untergrund. Seine Eltern wurden im Vernichtungslager Auschwitz ermordet. Der Analytiker und Schriftsteller Keilson behandelte nach dem Krieg schwer traumatisierte jüdische Waisenkinder. Seine Forschungsarbeit, aber auch seine schriftstellerischen Werken kreisen immer wieder um die Kernfrage „Was ist der Mensch?“ Die Grauen des 20. Jahrhunderts, dessen Zeitzeuge er war, haben ihn geprägt, ohne ihn zu verbittern. Die Frage nach dem Menschen zwingt den Blick in die Geschichte, denn dort wird für ihn Menschsein in seiner ganzen Grausamkeit und Größe konkret. Wie denkt ein Hundertjähriger, ein Kenner der menschlichen Seele, über die ebenso banale wie grundlegende Frage nach dem Wesen des Menschseins?

So, 21. Mrz · 23:30-00:15 · ZDF
ZDF-History: Wahre Helden – Zivilcourage auf dem Prüfstand

 
Warum zeigen die einen Mut, wenn es darauf ankommt, und andere nicht? Welche Umstände müssen zusammentreffen, damit jemand nicht wegsieht, wenn Menschen in Not sind? Was macht manche zu selbstlosen Helden, während andere zuerst um ihr eigenes Wohlergehen besorgt sind? Der Fall des Dominik Brunner, der seinen Mut auf einem Münchner S-Bahnhof mit dem Leben bezahlte, hat dem Thema Zivilcourage schmerzliche Aktualität verliehen. „ZDF-History“ zeigt anhand historischer Fälle, wie unterschiedlich die Bedingungen sein können, wenn Menschen sich für andere einsetzen. Michel Bacos etwa, der Pilot einer 1976 von Terroristen ins ugandische Entebbe entführten Air-France-Maschine, lehnte die ihm angebotene Freilassung ab – und rettete so das Leben der jüdischen Passagiere an Bord. Pater Maximilian Kolbe opferte sich in Auschwitz, um einen polnischen Familienvater vor dem sicheren Tod zu bewahren. Die russische Journalistin Anna Politkowskaja kämpfte trotz Todesdrohungen für die Menschenrechte der Tschetschenen – und wurde in ihrem Wohnhaus ermordet.

Mo, 22. Mrz · 11:45-12:20 · arte
Die Geschichte von Irène

Varieté zu Zeiten des Krieges: Ihrem Leitmotiv „The show must go on“ folgend, performte das Geschwisterpaar Irène und Bernard Hilda auch während der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Er war Dirigent, sie Sängerin: Wegen ihrer jüdischen Herkunft wurden sie verfolgt, und doch gelang es den beiden; ihrer musikalischen Begabung in Zeiten des Krieges und der Flucht zu folgen. Bernard Hilda übernahm zeitweise in Cannes die Leitung des Varieté-Theaters „Le Relais“, führte in Nizza das „Le Perroquet“ und trat mit seinem Orchester in Barcelona im zweifelhaften Varieté-Theater „La Parilla“ auf. In dieser Zeit nahm er auch Kontakt zur Résistance auf. Vor den Anfeindungen spanischer Faschisten flüchtete Bernard nach Madrid. Eines Abends wurde er von spanischen „Schwarzhemden“ zusammengeschlagen, am nächsten Tag meldeten die Zeitungen seinen Tod. Seine Schwester Irène – sie war bereits in die Vereinigten Staaten emigriert – erfuhr dort davon, wollte sich aber nicht mit der Todesmeldung abfinden und beschloss, nach ihrem Bruder zu suchen. Sie trat den USO Camp Shows bei und kam mit der Armee-Revue über Grönland, London und die Normandie nach Paris. Anfang 1945 erfuhr sie, dass ihr Bruder noch am Leben sei. Sie trafen sich schließlich im südwestfranzösischen Hendaye. Bernard Hilda war in der Nachkriegszeit einer der populärsten Dirigenten. Bekannt wurde er vor allem durch die Zirkus-Sendung „La Piste aux Etoiles“, an der er mehrere Jahrzehnte mitwirkte. Irène Hilda, Jahrgang 1920, war der Liebling des Varieté-Theaters und machte nach dem Krieg auch international Karriere. Solidarität, Mut und Humor halfen ihnen, viele tragische Ereignisse zu überstehen. In Damian Pettigrews Film berichtet Irène Hilda über ihre Erlebnisse. Auszüge aus ihrem Tagebuch, Archivaufnahmen und die Aussagen von Henri Salvador und Micheline Presle ergänzen diese Erinnerungen an das unglaubliche Schicksal des Geschwisterpaares.

Mo, 22. Mrz · 21:00-21:45 · BR-alpha
3.712 km für den Frieden in Nahost

 
Friedensradfahrt Wien – Jerusalem 2009

Di, 23. Mrz · 07:30-08:00 · SWR
Die Kinder der Villa Emma

 
Kurz vor dem Zweiten Weltkrieg suchen jüdische Kinder Zuflucht vor der Deportation. Drei Jahre lang irren sie in Europa umher, dann finden sie ausgerechnet im faschistischen Italien in der „Villa Emma“ einen sicheren Platz.  Dank der Solidarität und des Mutes der Bevölkerung überleben die Kinder, auch als Norditalien durch Wehrmacht und SS besetzt wird. Schließlich gelingt die Flucht in die Schweiz. Und noch einmal drei Jahre später, können sie zu ihrem eigentlichen Ziel aufbrechen: Richtung Palästina.

Mi, 24. Mrz · 07:45-08:00 · SWR
Meine Geschichte: Verfolgt von den Nazis – Ingeborg Hecht

 
Ingeborg Hecht wurde 1921 in Hamburg geboren. Ihre Eltern lebten in einer von den Nazis sogenannten „Mischehe“. Ihr Vater, Dr. Felix Hecht, war ein jüdischer Anwalt und ihre Mutter eine adelige Protestantin.  Als sich die Eltern kurz vor dem Machtantritt Hitlers 1933 aus persönlichen Gründen scheiden ließen, ahnten sie noch nicht, was das für die Familie bedeuten würde. „Meine Mutter konnte ja nicht ahnen, dass mit der Scheidung die Gesetze meinen Vater nachher so behandelt haben, dass er nicht mehr geschützt war“, erinnert sich Ingeborg Hecht. Denn die Nürnberger Gesetze von 1935 systematisierten die Verfolgung und Ächtung der Juden. Als geschiedener Mann verlor der Vater von Ingeborg Hecht auch den von den Nazis noch gewährten Schutz der „Mischehe“. Sogar der Kontakt zu seiner eigenen Tochter wurde ihm verboten. 1944 wurde Felix Hecht ins Konzentrationslager gebracht, nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Ingeborg Hecht erzählt von der Sorge um den Vater, von den wenigen heimlichen Treffen. Sie berichtet von ihrer Jugend, die von Einschränkungen, Bedrohungen und Ängsten geprägt war. Sie hat darüber auch ein Buch geschrieben, unter dem Titel „Die unsichtbaren Mauern“.

Mi, 24. Mrz · 20:45-21:15 · MDR
Die Spur der Ahnen – Jede Familie hat ein Geheimnis

  
Er wurde verstoßen, in den Wirren des Zweiten Weltkrieges vergessen. Vom eigenen Vater. Sein Leben lang versuchte Werner Graichen aus Frohburg seinen leiblichen Vater zu finden – ohne Erfolg.  Heute, 20 Jahre nach Werners Tod, will Tochter Martina Grätz endlich die Suche ihres Vaters zu Ende bringen. Und das Geheimnis um den verschollenen Großvater lüften.  Der Skandal: Leipzig in den 30er-Jahren. Bei ihrer Arbeit trifft das Hausmädchen Milda Graichen auf Benjamin Chwat, den jungen Sohn einer wohlhabenden jüdischen Kaufmannsfamilie, und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Doch als das Mädchen aus einfachen Verhältnissen von ihm schwanger wird, ist der Skandal perfekt. Milda wird „wegen Krankheit für unbestimmte Zeit beurlaubt“ und zurück in ihren Heimatort Frohburg geschickt. Dort wird Werner geboren und wächst nach dem frühen Tod seiner Mutter bei der Großmutter auf. Von seinem Vater erfährt er nichts – nur eine Geige, gekauft vom Schweigegeld der Chwats, erinnert noch an ihn. Als illegitimes Kind eines Juden hat es Werner nie leicht. Zur Nazizeit wird er verfolgt und muss untertauchen.  Die Bedrohung: Doch was ist aus Werners Vater geworden, als die Nazis an die Macht kamen? Fiel Benjamin Chwat dem Holocaust zum Opfer oder konnte er noch rechtzeitig ins Ausland fliehen? Auf einer Meldekarte ist zu lesen, dass die Familie Chwat 1938 zum Umzug gezwungen wurde, in ein so genanntes Judenhaus in Leipzig. Ein Jahr später beantragen die Chwats die Ausreise. Werners Vater hat es geschafft. Zusammen mit seiner neuen Familie flieht er 1939 ins entfernte Amerika. Dort beginnt er ein neues Leben und kappt jegliche Verbindung zur Vergangenheit. Im Stich gelassen: Und seinen Sohn? Den scheint er vergessen zu haben. Verdrängt – zusammen mit den schrecklichen Erinnerungen an Deutschland. Er meldet sich nie wieder bei ihm. Die Grausamkeit, mit der gegen die jüdische Bevölkerung vorgegangen wurde, ließ ihm kaum eine andere Wahl, als einen Schlussstrich zu ziehen und alles, was er in Deutschland erleben musste, ein für alle Mal beiseite zu schieben. Auch die Erinnerung an Martinas Vater Werner.

Fr, 26. Mrz · 06:30-07:15 · PHOENIX
Ein Ringer gegen Hitler

 
Der Kampf des Werner Seelenbinder

Sa, 27. Mrz · 16:15-17:45 · arte
Hitler & Mussolini

 
Eine brutale Freundschaft

Sa, 27. Mrz · 21:00-21:45 · PHOENIX
Ernst Thälmann

 
Mit Stalins Hilfe wurde er zum KPD-Chef, doch in seiner größten Not ließ der Diktator ihn allein. Von den Nazis wurde Ernst Thälmann nach elf Jahren Haft ermordet.

So, 28. Mrz · 17:30-18:00 · Das Erste (ARD)
Ein bisschen meschugge? Geschichten von der Klagemauer

Hätte er einen roten Mantel, sähe er mit seinem weißen Rauschebart und seinem kugelrunden Bauch eher aus wie der Weihnachtsmann. Doch Mordechai Halevy nennt sich selbst stolz den „Klagemauermann“. Gute 70 Jahre ist er vermutlich alt, behauptet selbst aber, er sei „so um die 60“ und pilgert seit 35 Jahren jeden Tag an die Klagemauer: egal ob in der brütenden Sommerhitze des Orients, ob im Regen oder im Schnee. Von Kopf bis Fuss in Weiß gekleidet, schmettert er dann an der heiligsten Stätte des Judentums lauthals seine Gebete gen Himmel „bis dass jüdische Volk, bis dass die gesamte Menschheit erlöst wird“. Die Klagemauer, die letzte noch stehende Wand des vor 2000 Jahren zerstörten jüdischen Tempels, ist für viele Juden der Ort, an dem Gott wohnt. Sein Briefkasten quillt immer über, denn täglich stecken Gläubige Hunderte von handgeschriebenen Bitten und Gebeten in die Mauerritzen. Manche schicken sogar Briefe an Gott, postlagernd an die Klagemauer. Die landen in einem Jerusalemer Postamt und werden zweimal im Jahr zur Klagemauer gebracht. Für manch einen ist die Klagemauer auch der Arbeitsplatz. Der amerikanische Rabbiner Jay Karzen lebt in Jerusalem und feiert gegen Honorar Bar Mitzvahs an der Klagemauer, so etwas wie jüdische Konfirmationsfeiern. Seine Kunden kommen aus aller Welt. Es sind so viele, dass ihn die Tageszeitung „Jerusalem Post“ unlängst zum „Bar Mitzvah König“ ernannt hat. Sogar ein Buch hat er über seine skurrilen Erfahrungen an der Mauer geschrieben. „Off The Wall“ heißt es und das bedeutet zwar wörtlich „Von der Mauer“, im übertragenen Sinn aber auch „Ein bisschen meschugge“. Rabbiner Karzen zahlt mit religiösem Rummel an der Klagemauer seine Miete. Andere haben weniger irdische Motive, versuchen sich einen besseren Platz im Himmel zu sichern, oder sie bauen gleich handfest am „dritten Tempel“, in den später der Messias einziehen soll. Uri Schneider, israelischer Filmautor mit deutschen Wurzeln, hat sie für seine Reportage alle getroffen, die Frommen wie die Verrückten. Er liefert damit mehr als eine Momentaufnahme vom Leben an einer der heiligsten Stätten der Welt. Denn dieses Leben ist oft liebenswerter und farbiger als es die grauen Bilder der täglichen Nachrichten erwarten lassen.

So, 28. Mrz · 23:30-00:35 · arte
Pizza in Auschwitz

 
Der Dokumentarfilm des israelischen Filmemachers Moshe Zimmerman schildert eine Reise in die Vergangenheit aus der Sicht eines Mannes, dessen Leben unwiderruflich vom Holocaust geprägt ist.  Der 74-jährige Danny Chanoch hat Auschwitz überlebt, oder er hat – wie er es ausdrückt – einen BA, einen Bachelor of Auschwitz. Der große, charismatische Mann hat mehrfach im Rahmen von Delegationen in Polen ehemalige Vernichtungslager der Nazis besucht. Es dauerte jedoch lange, ehe er seine Kinder Miri und Sagi dazu bewegen konnte, gemeinsam mit ihm die Schauplätze seiner verlorenen Kindheit aufzusuchen. Sechs Tage lang fahren die drei Familienmitglieder mit einem Filmteam von Lager zu Lager durch „diesen“ Teil Europas und besuchen die Stätten von Dannys Kindheitstraumata. Zuletzt gelangen sie nach Auschwitz-Birkenau. Dort will Danny einen Wunsch verwirklichen, den er schon sein ganzes Leben lang hegt. Er möchte mit seinen Kindern eine Nacht auf seiner alten Pritsche in seiner alten Baracke verbringen. Dannys Kinder Miri (38) und Sagi (40) waren ihr Leben lang täglich auf die eine oder andere Weise mit dem Holocaust konfrontiert. Sie nahmen den Vorschlag, ihren Vater auf eine Reise zu den Vernichtungslagern zu begleiten, mit sehr gemischten Gefühlen auf. Miri erklärt, dass sie dem Holocaust lieber nicht in die Augen sehen möchte. Während sie eine Pizza essen, die Miri in der nahe gelegenen Stadt Auschwitz gekauft hat, kommt es zur unvermeidlichen Konfrontation zwischen dem Vater und seinen Kindern, die zugleich von schwarzem Humor und großem Schmerz erfüllt ist.

Mo, 29. Mrz · 06:00-06:20 · SWR
Jacob 2/2

 
Jacob wird dauernd von seinen älteren Geschwistern Emma und Noah geärgert. Opa Zadie rät ihm deshalb, sich einen „Golem“ zu erschaffen, ein Geschöpf aus der jüdischen Legende, das für Gerechtigkeit sorgt.

Mo, 29. Mrz · 22:30-23:15 · BR
Jahre des Überlebens – Ausgebombt, evakuiert, heimatlos?

Bis Kriegsende rollen unaufhörlich Sonderzüge mit Evakuierten nach Bayern, das zunächst noch außerhalb der Reichweite feindlicher Bomber liegt und mehr und mehr als „Luftschutzkeller des Reiches“ gilt. Selbst die „Erweiterte Kinderlandverschickung“ ist nichts anderes als eine Evakuierungsmaßnahme. Von Adolf Hitler als soziale Tat an der Großstadtjugend gepriesen, dient sie freilich auch dazu, den Nachwuchs fronttauglich zu machen: Christoph-Gerhard Dallinga aus der ostfriesischen Seehafenstadt Emden, Jahrgang 1928, erlebt das Kinderlandverschickungslager Gars am Inn, ein ehemaliges Kloster, als „Kaserne“. Andererseits gibt es dort – anders als zu Hause – genug zu essen. Heinrich Wiemers aus dem westfälischen Münster ist ebenfalls dankbar. Er wird im Herbst 1943 als Zwölfjähriger mit seinen Lehrern und Klassenkameraden in einer Pension am Tegernsee einquartiert, entkommt damit dem Bombenangriff, der sein Elternhaus in Schutt und Asche legt. In den traditionellen bayerischen Fremdenverkehrsorten stellen die Evakuierten zeitweise ein Viertel der Bevölkerung. Am Ende sind die Luftkriegsflüchtlinge nicht einmal an ihren Evakuierungsorten sicher. Denn der Krieg kommt nun auch ins ländliche Bayern. Viktoria Broszonn, als Elfjährige auf einem Bauernhof in der Nähe von Bad Aibling einquartiert, wird auf freiem Feld von einem Tiefflieger beschossen; Albert Reichold, von 1943 bis 1945 mit seiner Münchner Schulklasse kinderlandverschickt, erlebt in Bad Reichenhall, wie eine Bombe an den stadtnahen Hängen der Bergwälder detoniert. Der schwere Luftangriff, der wenige Wochen später Bad Reichenhall und Hitlers Refugium auf dem Obersalzberg zerstört, markiert nicht nur den Untergang der imaginären „Alpenfestung“, sondern auch den des Dritten Reiches. Das Ende des Krieges bedeutet jedoch nicht das Ende der Evakuierung: Die letzten Kinderlandverschickten kehren im Sommer 1946 nach Hause zurück, die letzten Luftkriegsflüchtlinge erst nach 1960. Einige haben sich entschlossen, zu bleiben. Zu ihnen gehört auch Dietmar Müller.

Di, 30. Mrz · 11:00-12:00 · PHOENIX
Seid fruchtbar und vermehret Euch

 
Zehn, oft sogar mehr Kinder sind in ultraorthodoxen jüdischen Familien nichts Ungewöhnliches. Das biblische Gebot „Seid fruchtbar und vermehret euch“ wird sehr ernst genommen und zur Maxime ehelicher Partnerschaft erhoben.

Mi, 31. Mrz · 12:35-17:00 · MGM
Hôtel Terminus: Zeit und Leben des Klaus Barbie

Marcel Orphüls‘ Oscar-gekrönte Dokumentation gegen das Vergessen: Viereinhalb Stunden dauert sein Film über den Nazi-Verbrecher Klaus Barbie, der als Gestapo-Chef von Lyon tätig und für grauenhafte Massaker verantwortlich war. Das titelgebende „Hotel Terminus“ war das Gebäude, in dem Barbie residierte. – Erster Teil.

Mi, 31. Mrz · 20:15-21:05 · arte
Gefangen im Bittersee

„Maschinen Stopp!“, hieß es im Sommer 1967 für einen internationalen Konvoi von 14 Handelsschiffen. Über die Köpfe der Seeleute hinweg donnerten Granaten, Raketen und Kampfflugzeuge. Die Frachter aus Ost und West – darunter die Deutschen Schiffe „Münsterland“ und „Nordwind“ – gerieten zufällig zwischen die Fronten des israelisch-arabischen „Sechs-Tage-Krieges“. Nach einer Woche waren die Kämpfe beendet. Die Seeleute hofften nun auf eine baldige Rückkehr nach Hause. Doch der Stopp auf dem Großen Bittersee, in der Mitte des Suezkanals, sollte insgesamt acht Jahre dauern. Um sie herum tobte ein Stellvertreterkrieg zwischen den Blöcken. Israel wurde von den USA unterstützt, Ägypten von der Sowjetunion. Doch auf den Schiffen gab es keine ideologisch-politischen Schranken. In der Notsituation verstanden sich die Crews aus dem Westen – Deutsche, Amerikaner, Briten und Franzosen – mit ihren Kollegen aus Polen, Bulgarien und der Tschechoslowakei. Jeder half jedem. Und die blockübergreifende Ost-West-Notgemeinschaft bezeichnete sich selbst als die „kleine UNO im Bittersee“. Zwischen endlosem Warten, auf das die Seefahrer mit großer Kreativität reagierten, bis zum dramatischen Erleben des Kriegsgrauens pendeln die spannenden Geschichten der Zeitzeugen. Inmitten des Nahostkonflikts überstanden sie auch den „Jom-Kippur-Krieg“. Nach dem Friedensschluss zwischen Ägypten und Israel und der Räumung des Suezkanals ging es nach genau 3.016 Tagen Zwangsankern wieder los. Im Mai 1975 kehrten die beiden deutschen Frachter in ihren Heimathafen Hamburg zurück. Die „Münsterland“ hatte die längste verbürgte Reise in der Geschichte der Seefahrt hinter sich: acht Jahre, drei Monate und vier Tage.