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Yasmin Levy’s Ladino: Mano Suave

Ihre Stimme vergisst man nicht mehr, wenn man sie ein Mal gehört hat. Yasmin Levy wurde im Jahr 1975 in Jerusalem geboren und von Kindheit an mit dem Ladino-Gesang und der Ladino-Kultur vertraut gemacht. Ihr Vater war eine Schlüsselfigur in der Forschung und Erhaltung der jüdisch-spanischen Kultur, die in Spanien bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht. Heute ist diese Kultur immer noch eine der bewegendsten und romantischsten musikalischen Traditionen aller Zeiten…

Hinweis: Am Mittwoch, den 10. März 2010 ist Yasmin Levy zu Gast im Kulturforum Fürth. Sie stellt hier ihr neues Album „Sentir“ vor.

Mit ihrem tiefgründigen, spirituellen und bewegenden Gesangsstil bewahrt und revitalisiert Yasmin die schönsten Songs des Ladino-Erbe, gemischt mit andalusischem Flamenco.

Yasmins Debüt Romance & Yasmin brachte Weltmusik-Liebhaber überall auf dem Globus zum Staunen. Ihr Folgealbum La Juderia mit Ladino- und Flamenco-Musik und Yasmins einzigartigem, gefühlsstarkem Stil festigte ihr Standing als eine der vielversprechendsten Künstlerinnen der Weltmusik-Szene.

Mit ihrem tiefgründigen, spirituellen Gesang, ihrer Leidenschaft und ihrem guten Aussehen hat Yasmin Levy ihr Publikum überall auf der Welt verzaubert. Ihr neues Album Mano Suave ist eine Rückkehr zu Yasmins Ladino-Wurzeln. Das Album wurde im Februar 2007 in den Livingston Studios in London aufgenommen, produziert von Lucy Duran und co-produziert von Jerry Boys. Yasmin arbeitet immer mit Spitzenmusikern, daher sind auch auf dem neuen Album Künstler aus dem Iran, Armenien, Griechenland, Paraguay, Israel, der Türkei und Spanien vertreten.

Yasmin Levy über “Mano Suave”: Die letzten Jahre, zwischen “La Juderia” und dem neuen Album “Mano Suave”, waren eine Zeit des künstlerischen und persönlichen Wachstums für mich. In dieser Zeit verstand ich besser als jemals zuvor, dass meine Rolle als Künstlerin jene sein muss, alles zu versuchen, damit Ladino-Musik in der modernen Welt nicht von der Bildfläche verschwindet. Mit diesem Album habe ich mich dafür entschieden, zurück zu den Wurzeln meiner Vorfahren zu gehen, und ich könnte nicht glücklicher sein mit meiner Wahl. Nachdem ich mit der Fusion von Flamenco und Ladino so viel erreicht hatte, und nachdem ich in meiner Seele nach der Musik suchte, die mich am meisten glücklich macht, konnte ich der Versuchung nach einer Reise zu meinen Wurzeln nicht widerstehen. Genau mit diesem inneren Frieden und dieser Freude wurde das Album aufgenommen.

Yasmin Levy über die Songs

Irme Kero – Um die Emotion dieses Songs zu fühlen, muss ich einfach nur zuhören. Den Song zu verstehen bedeutet aber, die Geschichte über viele Jahrhunderte hinweg zu verstehen. Die Geschichte eines Volkes, das sich in seinem Kampf ums Überleben großen Herausforderungen stellen musste und die Geschichte von Männern, die dafür beten, nach Jerusalem zurückkehren zu können. Ich singe diesen Song heute mit großer Dankbarkeit für das Privileg, in dieser einzigartigen Stadt leben zu können.

Mano Suave – Ich liebe diesen Song seit meiner frühen Kindheit. Wie so viele andere Songs, habe ich ihn von meiner Mutter gelernt. Die Beduinen-Melodie hat eine außergewöhnliche Schönheit, die mich an die Wüste erinnert, ich sehe darin die Schönheit des Islam. Was eine Schande, dass wir Menschen, die eine solche Schönheit erschaffen können, nicht dazu in der Lage sind, mit Toleranz und Respekt füreinander zusammen zu leben.

Adio Kerida – Das ist ein richtiger Ladino-Klassiker, ein leichter und beliebter Song. Manchmal habe ich gedacht, dass dieser Song ein Mittel geworden ist für Leute, die andere zum singen, lachen und schunkeln bringen wollen. Man sollte aber nicht den Schmerz vergessen, der in den Texten steckt – ein Schmerz, den ich hoffentlich durch meinen Gesang vermittelt habe – so kann ich, wie ich hoffe, diesen wunderschönen Song zu seinem Ursprung zurückführen.

Una Noche Mas – Der Song transportiert die besondere kreative Zusammenarbeit zwischen meinem Gitarristen Yechiel und mir. Der Song erzählt vom traurigen Ende einer Liebesbeziehung zwischen einer reifen Frau und einem jüngeren Mann und hat mein Herz tief berührt.

Nani Nani – Ein Wiegendlied, das mir als Kind vorgesungen wurde, und das ich hoffentlich eines Tages meinen eigenen Kindern vorsingen werde. Der Song wurde immer “a cappella” gesungen, und ich möchte ihn nutzen, um zu zeigen, wie moderne Latino-Musik klingen kann mit solchen wunderschönen, aber schmerzhaften Liedern, die jeden von uns heute berühren können.

Komo la Roza – Für mich ist das ein Latino-Song in der Quintessenz. Wenn ich ihn singe, kann ich hören, wie meine Mutter ihn voller Traurigkeit und Schmerz singt. Es war sehr schwer für mich, diesen Song zu singen.

Si Veriash – Als ich auf der Suche nach Songs für das Album war, sang meine Mutter ihn mir vor und ich war sofort verzaubert. Ich habe ihn für sie aufgenommen und ich weiß, wie glücklich sie darüber sein wird.

Mal de l’Amor – Als meine Produzentin Lucy mir diesen katalanischen Song vorspielte, wusste ich sofort, dass er in meiner Aufnahme ganz anders klingen würde und dass es eine Herausforderung sein wird, ihn in meine Welt zu bringen. Das Ergebnis ist ein Beweis dafür, dass unterschiedliche Welten und Menschen über Musik miteinander kommunizieren können.

Por la Mia – Die Songs, die ich geschrieben habe, handelten immer von meinen eigenen Erfahrungen oder von den Erlebnisse von Leuten, die mir nahe stehen. Dieser hier handelt von einer Frau, die ihren Traum verfolgte, Tänzerin zu werden. Im Alter von 40 Jahren entschied sie sich dafür, diesen Traum nicht aufzugeben, auch als sie ihr lang ersehntes Baby auf die Welt brachte. Eine starke Frau, die mir die Kraft gibt, meine eigenen Träume niemals aufzugeben und mir selbst treu zu bleiben.

Una Ora – Ich war schon immer von Songs fasziniert, die berühren und traurig sind. Dieser Song aber half mir zu verstehen, dass meine Wurzeln auch fröhliche und witzige Lieder bereit halten. Hier kann ich ganz entspannt sein, ohne Ansprüche, der Song bringt mir sehr große Freude.

Perdono – Ich wuchs umgeben von erwachsenen Frauen auf, die viele unglaubliche Dinge miterlebt haben. Dieser Song ist für sie, und für jeden, der jemals wirklich geliebt hat.

Odecha – Das ist ein Gebet, das für mich als musikalische Improvisation begann und zu einer Art Hymne für mich geworden ist. Der Text lobt und dankt Gott – etwas, dass ich jeden Tag tue. Musikalisch erlaubt mir der Song, frei zu singen und ich selbst zu sein.

[CDS / mpgs]…

Yasmin Levy im Web: http://www.yasminlevy.net — http://www.myspace.com/yasminlevy

Video mit Präsident Navon:

Jerusalén (Israel), 28 ene (EFE TV).- La Autoridad Nacional del Ladino ha despertado en Israel un creciente interés por la cultura de los judíos de la España medieval y periódicamente miles de personas se reúnen para practicar en la calle una lengua casi extinguida.
„El ladino es un español antiguo con muchas palabras hebreas y otras de idiomas que se hablaban en los países a los que llegaron los expulsados“, explica a Efe el presidente de la Autoridad, Isaac Navón, jefe del Estado de Israel entre 1978 y 1983.
Más de 1.500 personas participarán entre febrero y marzo en unas jornadas que se celebrarán en el Mar Muerto para impulsar esta cultura, y conocer a otros descendientes de las juderías que inundaron la península Ibérica hasta finales del siglo XV.