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Knobloch begrüßt die Auslieferung Demjanjuks

Charlotte Knobloch, die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, begrüßt die Auslieferung des mutmaßlichen NS-Kriegsverbrechers John Demjanjuk nach Deutschland. „Jetzt gilt es, alles juristisch Mögliche zu unternehmen, um Demjanjuk schnellstmöglich vor Gericht zu stellen. Es geht hier um einen Wettlauf gegen die Zeit“…

Mit der Auslieferung Demjanjuks habe die Staatsanwaltschaft München einen ersten wichtigen Erfolg erzielt, um vermutlich einen der letzten noch lebenden mutmaßlichen NS-Kriegsverbrecher vor einem deutschen Gericht zur Rechenschaft zu ziehen. Für den unnachgiebigen Einsatz im Fall Demjanjuk sprach die Zentralratspräsidentin der Münchner Staatsanwaltschaft ihren Dank aus.

Die Zentralratspräsidentin betont, dass der Prozess gegen Demjanjuk auch einen hohen symbolischen Stellenwert habe. „Es geht nicht um Rache, sondern um Gerechtigkeit für jene Verbrechen, die dem mutmaßlichen NS-Kriegsverbrecher von der Staatsanwaltschaft München zur Last gelegt werden“, sagt Charlotte Knobloch. „Gerade für Überlebende der Shoa ist es unerträglich mit ansehen zu müssen wie mutmaßliche NS-Kriegsverbrecher, die keine Gnade für ihre Opfer kannten, Mitleid für sich einfordern oder gar eine Auslieferung mit Folter gleichsetzen. Ein Vergleich, der völlig unzulässig ist.“

Mit der Auslieferung Demjanjuks habe die Staatsanwaltschaft München ein Zeichen gesetzt. „Alle noch lebenden NS-Kriegsverbrecher sollen wissen, dass es für sie keine Gnade geben kann, egal in welchem Alter. Sie müssen zur Verantwortung für ihr unmenschliches Handeln gezogen werden. „Denn Verbrechen gegen die Menschlichkeit verjähren niemals.“

PM von Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, 12.05.2009