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Gefahr: Iran droht mit Raketen auf israelische Nuklearanlagen

Iranische Raketen könnten im Falle einer militärischen Auseinandersetzung Nuklearanlagen in Israel treffen. Das verkündete nun der Kommandant der sog- Revolutionswächter, Mohammad Ali Jafari. Die Islamische Republik brüstet sich seit langem damit, dass ihre Raketen über eine ausreichend große Reichweite verfügen, um Israel erreichen zu können. Bislang waren jedoch nie potentielle Angriffsziele genannt worden…

„All die Nuklearanlagen in verschiedenen Teilen des Landes unter der Besatzung des zionistischen Regimes befinden sich in Reichweite von Irans Raketenverteidigung“, beteuerte Jafari. „Die Islamische Republik hat Raketen mit einer Reichweite von 2000 Km und aufgrund dessen ist das ganze israelische Land einschließlich der Nuklearanlage des Regimes innerhalb der Reichweite unserer Raketenmöglichkeiten.“
Gleichzeitig zeigte sich der Iraner gewiss, dass weder das US-amerikanische noch das israelische Militär „die Fähigkeit“ hätten, den Iran zu schlagen.

Frankreich: Iranisches Atomprogramm hat militärischen Charakter

Auch in Paris bezweifelt man den zivilen Charakter des iranischen Atomprogramms. So hat der Sprecher des französischen Außenministeriums, Eric Chevallier, auf eine Nachfrage bezüglich der jüngsten Entwicklungen im Atomkonflikt mit der Islamischen Republik mitgeteilt: „Was den Iran angeht: Seit mehreren Jahren beschäftigt sich das Land mit einem geheimen Atomprogramm ohne glaubwürdigen zivilen Zweck. Dieses Programm erlaubt ihnen, das Wissen und die Möglichkeiten zu erlangen, die dazu benutzt werden könnten, sich mit Atomwaffen auszurüsten. Viele Fragen sind unbeantwortet geblieben, insbesondere beim Thema der Militarisierung des iranischen Atomprogramms.

Der letzte Bericht des Generaldirektors der IAEA hat ergeben, dass der Iran im Januar einen Bestand angehäuft hat, der beinahe dazu ausreicht, um nach weiterer Anreicherung eine atomare Rakete produzieren zu können. Der Behörde zufolge besaß der Iran im Januar 4000 Zentrifugen zur Anreicherung von Uranhexafluorid, 1500 semi-betriebsfähige Zentrifugen und arbeitet an der Installierung etwa 1000 weiterer Zentrifugen.“

US-Report: Atom-Iran ist eine gefährliche Bedrohung arabischer Staaten

Auch in den USA haben namhafte Experten eine Denkschrift zum Umgang mit dem iranischen Atomprogramm vorgelegt: „Ein Iran im Besitz von Atomwaffen bzw. an der Schwelle dazu würde eine Vielzahl von Problemen im Nahen Osten schaffen. Nicht nur müssten die Vereinigten Staaten einen auftrumpfenden Iran abschrecken und in Schach halten; sie müssten auch eine Kaskade destabilisierender Reaktionen anderer Staaten verhindern, ob sie dem Iran entgegenkommen, ihn angreifen oder sich seinen Fähigkeiten angleichen.

Es ist daher eine existentielle nationale Priorität, den Iran an der Beschaffung und Entwicklung eine militärische Nuklearkompetenz zu hindern. Dazu sollten die Vereinigten Staaten ihre Politik der Verhinderung, Entschärfung oder Konterkarierung um sich greifender Instabilität infolge des iranischen Nuklearfortschritts stärken.“

Die Experten konstatieren dabei, dass ein iranischer Forschritt in Richtung von Atomwaffen bereits dann eine substantielle Auswirkung auf den Nahen Osten hat, wenn er noch keine Atomwaffen testet oder die Fähigkeit dazu erklärt. Der vollständige Bericht der im Rahmen einer Presidential Task Force für das Washington Institute für Near East Policy erstellt wurde, findet sich hier… (als pdf).

Quellen: Außenministerium der Französischen Republik, Jedioth achronoth, The Washington Institute for Near East Policy