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Poesie der Bewegung

Rede anlässlich der Eröffnung der Ausstellung von Rachel Heller "IN TRANSIT"...

Von Dr. Anna Zanco Prestel

Aus einer Folge von 13 Zyklen setzt sich das Lebenswerk von Rachel Heller zusammen, international anerkannter Israelischer Künstlerin italienischer Abstammung. Im Gegensatz zu ihren einzelnen Bildern, die namenlos sind, tragen sie alle intellektuell anklingende, aussagekräftige Titel, die an biblische oder philosophische Inhalte anknüpfen beziehungsweise in Verbindung mit dem aktuellen Geschehen stehen.

Ebenso vielseitig sind die Techniken, die sie im Laufe der Jahrzehnte charakterisieren: Malerei im herkömmlichen Sinne mit ganz persönlichen innovativen Elementen, aber auch Grafik und Kunstfotografie. Ebenso mannigfaltig sind die Stilrichtungen, die - in einer breit gefächerten Palette - vom Figurativen zum Informalen, vom abstrakten Expressionismus bis hin zu einer quasi impressionistischen Manier reichen.

Lust am Experimentieren, an der Konfrontation mit immer neuen Formen und Wegen ist für sie Antrieb, Erlebnisse und Eindrücke zu verarbeiten, die aus den vielen Lektüren, aus ihrem Umfeld, aus dem Alltag gewonnen werden. Mal rückt – wie im Zyklus „The Sacrifice of Isaacs“ – das Gott-Mensch-Verhältnis in all seiner Dramatik in den Mittelpunkt. Mal sind es – in „The Innocents“ - die Kormoranen: die einzigen mediatisch sichtbaren Opfer im ersten Golfkrieg.
Die Rose steht wiederum in der Reihe „Death of Rose“ als Symbol für Schmerz und Verletzbarkeit, gleichzeitig auch für das Blut auf Christi Brust.

Leiden wird bei ihr zum universellen Topos, das Mitgefühl für die Opfer zum Kernelement ihrer Darstellung.

Sucht man in Rachel Hellers Werk nach einem roten Faden, nach einem alles verbindenden Leitmotiv, so wird man es letztendlich in ihrer eigenen Biographie finden, die schon seit früher Kindheit - als sie ihr Ursprungsland Italien notgedrungen verlassen musste - häufigem Wechsel unterliegt.

Waren die Serien bis 1995 ein Spiegelbild unterschiedlicher Phasen ihrer im stetigen Wandel begriffenen Existenz, macht sich in ihrem letzten Zyklus „In Transit“ ein klares Streben nach einer einheitlichen Grundtendenz bemerkbar.

Es ist kein Zufall, dass der 1995 begonnene „In Transit“ der Zyklus ist, an dem Rachel Heller am längsten arbeitet und dass ein Ende immer noch nicht abzusehen ist. Bei einer so reichen Vielfalt an Themen und Stilrichtungen scheint ein gemeinsamer Nenner in ihrer Produktion bis 1995 mehr oder weniger in einer Art Kontinuität in der Veränderung zu liegen.

Bei „In Transit“ ändern sich aber der Blickwinkel und auch der Modus. Das Thema – Naturbilder – ist gleich bleibend wie der Stil, der nur scheinbar impressionistisch wirkt. Der Drang nach Veränderung, der für ihre Kreationen und auch für ihre Lebensart so charakteristisch ist, erscheint aber unvermindert. Er wird nur direkt auf die Leinwand transponiert, wo eine Eigendynamik entsteht, die beinahe futuristisch anmutet. Die Perspektive ist die des Betrachters, ein Vorbeieilender, der Fragmente einer dahinschwindenden Vision sammelt.
Die Natur imponiert durch ihre statische Präsenz und ist dennoch bewegt.

Nicht ihr ewiger Kreislauf ist eine ephemere Erscheinung, sondern der Mensch in seiner Vergänglichkeit. Der Rhythmus wird nun von einem kontrapunktistischen Wechselspiel der Jahreszeiten und der Orte skandiert.

Auf einmal geht das Rätsel auf: Was wir nun vor Augen halten, sind beinahe Reisebilder – um es mit Heinrich Heine – selbst ein Rastloser – zu sagen…

Reisebilder, in denen mit der Kamera eingefangenen Impressionen wieder lebendig werden und wie Aufnahmen aus dem Fotoalbum des Gedächtnisses empor tauchen. Bilder wie Seiten aus einem „Livre d’Artiste“, die Rachel Heller der Zeit entlockt, während diese unaufhaltsam in ihrer Gleichgültigkeit voranschreitet.

Was am Ende bleibt ist das Schöne, als Trost spendendes Geschenk an die Menschen…Nur wer den Augenblick festhält - es ist Ovids „Carpe Diem“ oder das Faust’sche „Verweil’, du bist so schön“ -, kann einen Hauch der Ewigkeit verspüren…

Wir stehen vor menschenleeren Landschaften, die das Auge in ihren magischen Bann ziehen. Die Natur feiert ihren Sieg, mal üppig wie der grüne Forst in einem Rausch von Farben und Nuancen, mal öde wie das Gelb einer ausgedörrten Wüste.

Kontinuität in der Veränderung. Thema und Variationen wie in einer Symphonie der Sinne. In den ersten Gemälden des Zyklus verfängt sich das Auge in einen Raster, ein transparentes Filigrangewebe mit charakteristischem Pinselduktus auf die Bildoberfläche aufgetragen. Hinter ihm sickert ein Glanz durch, ein vom Inneren der Komposition aufkommendes Schimmern. Am Ende des dunklen Waldpfades öffnet sich unerwartet eine Lichtung. In deren Mitte ein Ehrfurcht einflössendes Licht …Es ist der unsichtbare jüdische Gott, der keine Vermittler kennt.

In den jüngsten Gemälden wird aber jede Trennung hinfällig. Der Schleier hat sich in prickelnder Brise aufgelöst. Leuchtkraft erstrahlt in den Farben, dem Grünen gesellt sich das Blaue, ein Geschenk vom Himmel. Gott liegt nun ganz in den Dingen. Panta rei.

Rachel Hellers Kunst ist ihr Dank, am Abenteuer der Schöpfung teilhaben zu dürfen!

Die Ausstellung ist zu sehen von 8. März bis 13. April 2007.
Europäisches Patentamt, Erhardtstr. 27, 80469 München, Foyer, 1. Stock
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 9.00 - 17.00 Uhr, Freitag 9.00 - 16.00 Uhr
So erreichen Sie die Ausstellung:
S-Bahn (alle Linien) und Straßenbahn, Linien 17 und 18, Haltestelle „Isartor“; U-Bahn-Linien 1 und 2, Haltestelle „Fraunhoferstraße“.
Informationen: Kulturklub des Europäischen Patentamts, Hermann Schifferer, Tel. 089/23 99-7472

Zur Webseite von Rachel Heller

Category: Veranstaltungen
Posted 03/20/07 by: admin