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Absage nach Protesten: Symposium "Das Gottesbild im Islam" an der Uni München

Stellungnahme von Nathan Kalmanowicz, Präsidiumsmitglied des Zentralrates der Juden in Deutschland und Vizepräsident der Israelitischen Kultusgemeinde von München und Oberbayern, zur Pressemeldung der LMU München bezüglich der Veranstaltungsabsage des Symposiums "Das Gottesbild im Islam"...

Offener Brief von Nathan Kalmanowicz,
Präsidiumsmitglied des Zentralrates der Juden in Deutschland und Vizepräsident der Israelitischen Kultusgemeinde von München und Oberbayern
an
den Präsidenten der Ludwig-Maximilians-Universität
Prof. Dr. Bernd Huber

und seine Exzellenz
Prof. Dr. Reinhard Marx
Erzbischof von München und Freising


Zunächst die Meldung der LMU

Mittwoch, 10.12.2008, 10.50 Uhr
Das für den 10.12.2008 an der LMU geplante Symposium "Das Gottesbild im Islam" wurde kurzfristig abgesagt. Die Voraussetzungen für eine objektive wissenschaftliche Diskussion sind durch die im Vorfeld der Veranstaltung entstandenen politischen Irritationen nicht mehr gewährleistet. Wir bedauern, dass wir die geplante akademische Veranstaltung nicht durchführen können. Wir respektieren damit die vom Zentralrat der Juden geäußerten Bedenken.
Nach wie vor sind wir dazu entschlossen, den Dialog mit den von uns eingeladenen muslimischen Wissenschaftlern fortzusetzen.
Prof. Dr. Armin Kreiner, Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät
Dr. Bertram Stubenrauch, Lehrstuhl für Dogmatik und Ökumenische Theologie
Prof. Dr. Stephan Leimgruber, Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts
Prof. Dr. Birgitta Kleinschwärzer-Meister, Juniorprofessorin für Ökumenische Theologie



11.12.2008
Offene Stellungnahme von Nathan Kalmanowicz:


Es ist außerordentlich bedauerlich, dass die klaren und deutlichen Worte in der Presse von den Menschenrechtsorganisationen Christian Solidarity International (CSI) durch Frau Ingrid Seigis und der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), vertreten durch Herrn Martin Lessenthin, sowie meine Aussagen für den Zentralrat der Juden in Deutschland nur als „respektierte geäußerte Bedenken“ verstanden werden und man dennoch den weiteren Dialog mit den eingeladenen Herren aus Teheran pflegen will. Es ist mir unerklärlich, dass in dem persönlichen Gespräch mit Herrn Prof. Dr. Bertram Stubenrauch meine Argumente nicht verstanden worden sind. Dass auf der offiziellen Homepage der LMU eine Absage nur aufgrund der Jüdischen Bedenkenträger formuliert wurde und alle nicht-jüdischen Befragten absichtlich nicht erwähnt wurden, gibt Anlass zu allerschlimmsten Vermutungen. Es wird den nicht informierten Lesern vermittelt, dass nur die Jüdische Lobby vorsätzlich eine akademische Veranstaltung zwischen christlichen und muslimischen Theologen torpedieren wollte. Ebenso wird in dieser Aktuellen Meldung bewusst verschwiegen, dass Jüdischen Religionsvertreter jederzeit zu einem interreligiösen Dialog bereit sind und dies auch laufend geschieht.

Mit Vertretern des Iranischen Regimes, das sind hauptsächlich Geistliche, ist allerdings eine Dialogkultur unmöglich, da uns täglich mit der Vernichtung des Staates Israels gedroht wird und die Juden als Schweine beschimpft werden.

Daher stelle ich noch einmal sehr deutlich und öffentlich fest:

Die Einladung von Professor Muhammad Legenhausen vom Imam Khomeini Bildungs- und Forschungsinstitut in der iranischen Stadt Qom wird auf das heftigste kritisiert, da das Institut als extremistisch gilt.

Dort werden unter anderem die Angehörigen von Basijii-Einheiten der Iranischen Armee ausgebildet, die auch als Selbstmord-Attentäter eingesetzt werden, wie der Politikwissenschaftler und Iranexperte Wahied Wahdat-Hagh von der European Foundation for Democracy in Brüssel betonte.

Als Direktor des Imam Khomeini Instituts fungiert Ayatollah Muhammad Taqi Mesbahe Yazdi, der als geistiger Mentor des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad bekannt ist und im Iran die antisemitische Zeitung Parto Sokhan herausgibt. Die anderen beiden wieder ausgeladenen Gastredner sind Shahram Pazouki und Seyyed Mohammed Ali Abtahi, beide aus Teheran, und sind dem Lager des ehemaligen iranischen Präsidenten Mohammed Chatami zugerechnet.

„Die Europäer sind wie kläffende Hunde. Gibst Du ihnen einen Tritt, laufen die ängstlich davon“, sagte Mahmud Ahmadinedschad in einer öffentlichen Rede. Herr Mahmud Ahmadinedschad ist iranischer Staatspräsident, der gefährlichste Politiker in unserer Zeit, ein Holocaust-Leugner und ein Unterstützer des Terrors. Erst heute wurde Israel wieder als die Wurzel allen Bösen vom iranischen Vizepräsidenten beschimpft.

Im Iran sind fast alle wichtigen Ämter von islamischen Geistlichen besetzt, die von der Revolutionsidee eines reinen islamischen Staates nicht abweichen. Gemäß der iranischen Verfassung nach Artikel 4 müssen alle Gesetze und Vorschriften nach islamischen Kriterien überprüft werden. Das führt dazu, dass alle vom Parlament verabschiedeten Gesetze dem Wächterrat auf gültige Rechtswirkung vorgelegt werden müssen.

Durch die nichtvorhandene Trennung von Kirche und Staat, ist eine rein islamisch-religiös geführte theologische Diskussion, sowie es sich Herr Prof. Dr. Bertram Stubenrauch vorstellt, nicht möglich.

Die katholischen Professoren wollen über das Gottesbild im schiitischen Islam diskutieren und das ausgerechnet mit islamischen Theologen, die ein geradezu abartiges Menschenbild gegenüber Frauen, Mädchen und Nichtgläubigen haben, und als islamische Geistliche in letzter Rechtsinstanz Gesetze erlassen. Ich will drei Beispiele nennen:

1. So wurde eine Parlamentsvorlage von Oktober 2000, die das Heiratseintrittsalter bei Mädchen von 9 Jahren auf 15 Jahre (also eine Heirat nach der Geschlechtsreife) anheben wollte, abgelehnt. Das ist nach zivilisiertem europäischem Verständnis legalisierte Pädophilie, von den Islamischen Mullahs ausdrücklich genehmigt!

2. Ein weiteres Beispiel will ich in der Einrichtung von so genannten Ehen auf Zeit nennen, die nur im schiitischen Islam bekannt sind. Gerade die Katholische Kirche, bei der die Ehe vor Gott ein heiliges Sakrament ist, muss sich hier spätestens entsetzen: Hier haben Männer die Möglichkeit neben ihrer Hauptfrau sich so genannte Prostituierte zu nehmen, die auf Zeit geheiratet werden. Die Anzahl dieser Ehen ist nicht begrenzt.

3. Allen Nichtmuslimen im Iran werden verfassungsmäßige Grundrechte verweigert. Dazu findet man Näheres in sämtlichen Berichten von Human Right Watch World Reports und den Berichten der UN-Kommission für Menschenrechte.

Was ich mit diesen extremen Beispielen zum Ausdruck bringen will ist, dass die jüdische und die christliche Theologien, sowie unsere philosophische Grundhaltung bezüglich des Menschenbildes, meilenweit von den Vorstellungen eines iranischen Mullahs-Regimes entfernt sind.

Ihre so genannten schiitischen Religionsexperten werden Sie als Christen überhaupt nicht als gleichberechtigte Gesprächspartner wahrnehmen und anerkennen, denn diese Gäste befinden sich in der Missionierungsphase. Ziel dieser Schiiten ist die Errichtung eines weltweiten Gottesstaates im Diesseits. Auf Einladungen wie Ihre, die diesen Extremisten ein Podium bietet, wird geradezu gewartet!

Es wird nicht wie bei Augustinus zwischen der Civitas Die und der Civitas terrena unterschieden. Über diesen Aspekt sollten Sie bei einem System, für das Kirche und Staat ein und dasselbe sind, aber dafür mit umso härterer Brutalität gegen Andersdenkende vorgeht, nachdenken.

Ich verbleibe mit herzlichen Grüßen und Schalom,
Nathan Kalmanowicz
München, den 11.12.2008

Category: General
Posted 12/15/08 by: admin