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Europa und die Welt
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Nichts zu feiern?

Kann man sich vorstellen, dass eine antifaschistische Zeitschrift abfällig über den polnischen Nationalfeiertag schreiben würde, weil doch Millionen Deutsche – unter denen es nicht mehr Nazi und/oder Täter gab als unter den Österreichern – nach 1945 aus dem Land gejagt worden sind, in dem sie und ihre Ahnen seit vielen Generationen gelebt haben?. Nein, das kann man sich nicht vorstellen, denn – so argumentieren in diesem Fall österreichische Antifaschisten – Deutschland hat doch Polen 1939 angegriffen. Richtig...

Von Karl Pfeifer

Doch wenn es um Israel geht, dann legt DER NEUE MAHNRUF, das vom Bundesverband österreichischer AntifaschistInnen, Widerstandskämpferinnen und Opfer des Faschismus herausgegeben wird, einen ganz anderen Maßstab an.

Diese GenossInnen haben in ihrem Organ Nr. 5-6/ 2008 auf Seite 9 einen Artikel – ohne Angabe des Autors – unter dem Titel „Nichts zu feiern / Vor 60 Jahren entstand der Staat Israel“ veröffentlicht. Ob das auch mit der Tatsache zu tun hat, dass die GenossInnen den originären österreichischen Nationalsozialismus als „Faschismus“ verharmlosen, kann vermutet werden. .
Die Argumentation der GenossInnen ähnelt einer alten zerkratzten Schellackplatte, in der die Nadel immer an der selben Stelle stecken bleibt und dann krächzt es „die Palästinenser, die den Preis für diese Staatsgründung zu zahlen hatten“.

Doch hätten die vom Nazikollaborateur Hadj Amin el Husseini angeführten Palästinenser 1947/48 nicht zum Messer gegriffen, hätten sie den Beschluss der Generalversammlung der Vereinten Nationen vom 29. November 1947 akzeptiert, hätten sie nicht ihre jüdischen Nachbarn angegriffen, dann hätten sie längst einen eigenen Staat. Freilich, darum ging es der palästinensischen Führung nicht, ihr ging es darum, den Juden das Selbstbestimmungsrecht zu verwehren.

Dann kommt das Jammern über eine angebliche Kollektivstrafe unter der die Einwohner von Gaza zu leiden haben. Die GenossInnen finden, das die „Raketenüberfälle palästinensischer Gruppen auf israelische Siedlungen wie Sderot“ keine israelische Antwort rechtfertigen. Merken wir nur an, dass Sderot keine „Siedlung“ ist, sondern eine israelische Stadt, die innerhalb der Waffenstillstandslinie von 1949 gebaut wurde, d.h. zum Gebiet des Staates Israel bereits vor 1967 gehört hat. Daher ist schon der Gebrauch des Wortes Siedlung fehl am Platz.
Doch dann wird es noch ärger: „Dort sind in den vergangenen sieben Jahren 13 Israelis solchen Attacken zum Opfer gefallen. So sehr Überfälle auf Zivilisten zu verurteilen sind, steht das doch in keinem Verhältnis zu den vergleichbaren Fällen im Gazastreifen, wo ein Tag mit 13 Umgekommenen zur Normalität zählt.“

Da müssen die GenossInnen unbedingt Nachhilfeunterricht erhalten. Es wurden viele Tausende Raketen abgeschossen, viele israelische Zivilisten wurden verletzt und es gab auch genug Sachschaden. Während die Hamas und ihre Mittäter sich das Ziel setzen jüdische Zivilisten zu töten, reagiert die israelische Armee mit äußerster Zurückhaltung. Es ist nicht ihre Schuld, wenn sich die Terroristen, entgegen des Haager Kriegsrechtes unter die zivile Bevölkerung mischen, wenn sie ihre Raketen aus bewohnten Gebieten abfeuern. Jedoch abgesehen davon, gab es ja gerade vor einen Jahr einen Bürgerkrieg zwischen Palästinensern, der Hunderte Opfer forderte. Es wurde bekannt, wie Hamas-Angehörige einen Fatah-Koch von einem hohen Gebäude stürzten und wie dann die Fatah einen vermutlichen Hamas-Angehörigen das gleiche Schicksal erleiden ließ.

Und nun kehren wir vom Nahen Osten nach Österreich zurück und erinnern die GenossInnen an die Tatsache, dass KommunistInnen im Spätsommer 1947 in Bad Ischl gegen jüdische DP-s demonstrierten und die KommunistInnen damals forderten, dass diese jüdischen Flüchtlinge aus Osteuropa, schleunigst Österreich verlassen. Die meisten fanden in Israel eine Heimat.
Antisemitismus war also auch in der KPÖ vorhanden und wie wir vom Beispiel von Franz Olah wissen, ist die Tatsache, dass jemand sieben Jahre in einem nationalsozialistischen Konzentrationslager verbracht hat, keine Garantie dafür, dass der Betreffende frei vom Antisemitismus ist. Und da denke ich insbesondere an die schauerliche Berichterstattung der Volksstimme über den antisemitischen Slansky-Prozeß in Prag. Damals erklärte der Richter bei 11 von 14 zum Tode durch den Strang Verurteilten „jüdischer Abstammung“. Es ist mir nicht bekannt, dass nur ein österreichischer Kommunist „jüdischer“ oder anderer Abstammung deswegen die KPÖ verlassen hätte.

Unter dem Titel „Peinlicher Pseudopatriotismus“ setzte ich mich in der Wiener Zeitung am 27.1. 1995 u.a. mit einer langen Presseaussendung der „Österreichischen Lagergemeinschaft Auschwitz“ auseinander, „die betont „Unter den Millionen Opfern von Auschwitz waren auch zahlreiche Österreicher.“ und dann werden „so bekannte Persönlichkeiten wie die Sozialisten..., der Kabarettist..., der Librettist..., der kommunistische Rechtsanwalt..., der Journalist..., der Wiener Sportler und ehemalige Heimwehrfunktionär“ aufgezählt.

Die Aussendung der Lagergemeinschaft vermeidet es peinlichst, das Wort „Jude“ oder „jüdisch“ zu gebrauchen, obwohl die meisten österreichischen Auschwitz-Häftlinge und alle in der Aussendung erwähnten Persönlichkeiten nicht deswegen nach Auschwitz kamen, weil sie Österreicher, Widerstandskämpfer (es gab auch solche unter den Opfern!) Sozialisten, Kommunisten, Journalisten, Kabarettisten oder Heimwehrfunktionäre usw., sondern weil sie Juden waren, oder von den Nazi als solche eingestuft wurden.“

Während den GenossInnen das Wort Jude nicht leicht über die Lippen kommt, erheben sie leichtfertig ihre Finger beschuldigend gegen den Staat Israel. Sie sollten sich aber noch merken: Der Staat Israel hat Hunderttausende Juden, die den Vernichtungsantisemitismus der nationalsozialistischen deutsch-österreichischen Volksgemeinschaft überlebten aufgenommen und integriert. Die Bürger von Österreich, das Jahrzehnte nicht einmal seine eigenen vertriebenen Bürger zurückgerufen hat, sollten immer daran denken, dass Israel das Recht hat wie jeder anderer Staat beurteilt zu werden.

In israelischen Massenmedien wird nicht zum Hass gegen Araber oder gar zum Mord an ihnen aufgerufen. In den Massenmedien der Palästinenser sind solche Aufrufe gegen Juden gang und gäbe. Die Hamas beruft sich in ihrer Charta bis heute auf die Protokolle der Weisen von Zion und Hamas-TV hetzt bereits Kleinkinder zum Judenhass auf.

Gerade GenossInnen, die erklären, für Frieden und Verständigung zu sein, sollten das auch bedenken.

Category: Österrreich
Posted 07/28/08 by: admin