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Israel und Nahost
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Was ist eine Jeschiva?

Nach dem Anschlag auf die „Jeschivat Merkaz Harav“ gab es in den Medien große Verwirrung, wie diese Erziehungseinrichtung in Jerusalem benannt werden sollte: Rabbinerseminar, jüdische Priesterschule, Siedlerschule und vieles mehr...

Von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 7. März 2008

„Jeschiva“ (Plural: Jeschivot)ist eine fromme jüdische Erziehungsanstalt, in der nur junge Männer studieren, während die Mädchen separat in „Instituten“ lernen.

Im Staat Israel gibt es mehrere parallele staatlich anerkannte Erziehungssysteme: weltliche Schulen, fromme Schulen, zu denen auch die Jeschivot zählen und arabische Schulen mit einem eigenen Kurrikulum. Hinzu kommen noch orthodoxe Jeschivot mit einem eigenen streng religiösen Lehrplan.

Die am Donnerstag Abend in Jerusalem überfallene Jeschiva bietet ihren Schülern neben dem Studium des Talmud und der Bibel auch einige weltliche Kurse zu Mathematik und Geografie. So können ein Abitur machen, was sie zum Studium an den Universitäten ermächtigt.

Die „Jeschiva“ ist jedenfalls kein „Priesterseminar“, da es im Judentum keine hauptamtlichen „Priester“ gibt. Ein „Cohen“ (Priester) ist ein Nachfahre des biblischen Aahron, erkennbar an seinem Familiennamen wie Kahn, Kohn oder Katz (Abkürzung für „Cohen Zedek“). Einem Cohen wird im Gottesdienst traditionell eine besondere Ehre erteilt, indem er als Erster zur Verlesung der Tora (Fünf Bücher Mose) aufgerufen wird. Diese Erbpriester sind nicht zu verwechseln mit dem an „Rabbinerseminaren“ ausgebildeten Rabbinern. Diese jüdischen Geistlichen kann man am ehesten mit den christlichen Priestern, Pastoren oder Popen vergleichen.

Wer in seiner Jugend an einer „Jeschiva“ lernt, wird nicht automatisch Rabbiner, sondern geht nach dem Abitur oft eigene Wege.

Der Jerusalemer Rabbiner Zeev Gotthold vergleicht, auf Anfrage, die „Jeshiva“ mit der deutschen Mittelschule. Eine Grundschule für die Kleinen wird oft „Cheder“ (Zimmer) genannt. Das Schwergewicht wird auf das Studium frommer Texte, besonders auf den Talmud, das tägliche Gebet und die Erziehung zu einem frommen Lebenswandel gelegt. Man kann es mit Nonnenschulen vergleichen, wo Schülerinnen nicht dazu angehalten werden, nach dem Abschluss ins Kloster zu gehen. Für die Synagoge, also dem Gebetshaus, wird manchmal der aus Osteuropa stammende Begriff „Schul“ oder „Stibel“ verwendet.

In manchen Medienberichten war auch von einer „Siedlerschule“ die Rede. Diese Bezeichnung ist falsch, da die Siedler aus den besetzten Gebieten kein separates Schulsystem haben. Viele Siedler gehören der „national-religiösen“ politischen Ausrichtung an, die auch durch die national-religiöse Partei in der Knesset vertreten ist. Sie schicken zwar ihre Kinder vorzugsweise diese „frommen Schulen“, also auf eine Jeschiva, aber es lernen dort auch andere Kinder, die keine Siedler sind und nicht in Siedlungen leben.

Neben diesen Mittelschule-Jeschivot gibt es noch Jeschivot, an denen fromme jüdische Männer ihr Leben lang studieren, weil sie im Studium der Heiligen Schriften und besonders des Talmud eine besonders gottgefällige Aufgabe sehen. Der Talmud, im Laufe von etwa 1000 Jahren zwischen 500 vor und 500 nach Chr. entstanden, ist ein Sammelwerk von rabbinischen Kommentaren zu den in den fünf Büchern Moses enthaltenen göttlichen Geboten. Der Talmud ist ein riesiges Kompendium jüdischer Weisheit mit Legenden und juristischen Diskussionen, die nur durch ein langes Studium und mit sehr viel Übung verständlich sind.

© Ulrich W. Sahm / haGalil.com

Category: Religion
Posted 03/07/08 by: admin