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Chestrach­madinejad

Der FPÖ-Vorsitzende Strache hat sich als Verehrer des sozialistischen Präsidenten Chávez geoutet...

Kommentar von Stephan Grigat
Jungle World 04 vom 24. Januar 2008


Hugo Chávez hat einen neuen Bewunderer. Zum iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad, der den venezolanischen Staatschef seinen »Bruder« nennt, hat sich nun Heinz-Christian Strache gesellt, der Vorsitzende der FPÖ. Chávez sei ein »sehr heimatbewusster Politiker« und leiste einen wichtigen Beitrag dazu, dass »die Völker dieser Welt nicht permanent am Gängelband der Verei­nig­ten Staaten herumtanzen«. In einer Pressemit­teilung freut sich die FPÖ über einen »erfolgreichen Präsidenten, der dem US-Imperialismus mutig trotzt«.

Auch eine ältere Ikone der Linken ist nicht sicher vor der Vereinnahmung durch die Freiheitlichen und ihren Respektsbekundungen. Zwar tituliert der FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky linke Sozialdemokraten wie den Sozialminister Erwin Buchinger gerne als »Möchtegern-Che-Guevara«. Nichtsdestotrotz können modebewusste Politaktivisten neben den gängigen Che-Shirts mittlerweile auch auf »StraCHE-Leiberl« zurückgreifen, auf denen der FPÖ-Vorsitzende zum jugendlichen Revolutionär stilisiert wird.

Die deutlichste Kritik an Straches Huldigung für Che und Chavez war seitens der von Jörg Haider initiierten FPÖ-Abspaltung BZÖ zu vernehmen. Der BZÖ-Pressedienst mokierte sich über die »Bewunderung der FPÖ für Massenmörder und Möchtegern-Diktatoren«. Geflissentlich ließ man unter den Tisch fallen, dass es Jörg Haider war, der sowohl Muammar Ghaddafi als auch Saddam Hussein hofierte.

Die Zeitungskommentatoren rätseln derweil, was Strache denn an einem Sozialisten findet. Dabei hatten Anhänger der FPÖ und ihre historischen Vorgänger noch nie ein Problem mit dem Sozialismus, wenn es denn nur ein nationaler ist. Auch Chavez’ Äußerung, Israel verübe »an den Libanesen dieselben Handlungen, wie sie Hitler an den Juden verübt hat«, und seine Warnungen an die venezolanischen Oppositionsführer vom vergangenen Sommer, sich »nicht von diesen herumziehenden Juden vergiften« zu lassen, dürften ganz nach dem Geschmack der Freiheitlichen sein.

Neben den gemeinsamen Feindbildern verbindet den freiheitlichen Parteiführer und den venezolanischen Caudillo die Verteidigung der Islamfaschisten im Iran. Hinsichtlich Chavez und Ahmadinejad ließ Strache wissen, dass es sich bei ihnen nicht um »gute oder böse«, sondern um »vielschichtige« Politiker handle, die, wie er anerkennend ergänzt, »politische Überzeugungen haben, zu denen sie stehen«. Genau wie Chavez setzt sich Strache für gute Beziehungen zum iranischen Apokalyptiker-Regime ein. Anlässlich eines Besuchs von Abgeordneten des iranischen Pseudo-Parlaments in Wien Mitte Dezember freute sich der FPÖ-Vorsitzende über die anerkennenden Worte der Gäste hinsichtlich der Rolle Österreichs im Nahen Osten, trat dafür ein, entsprechend der guten wirtschaftlichen Kontakte auch die Beziehungen auf politischer Ebene zu intensivieren, und wetterte gegen die »radikale Ausgrenzung des Iran nach dem Vorbild der USA«.

Parolen wie »Daham statt Islam« (Daheim statt Islam) harmonieren bei Strache bestens mit der Solidarisierung mit der iranischen »Islamischen Republik«. Angesichts dieser neuen Freundschaften und der freiheitlichen Namensspielchen spekulierte der ORF-Anchorman Armin Wolf bereits darüber, ob die FPÖ demnächst mit »Strachmadinejad-Buttons« aufwarten werde.

Stephan Grigat ist Lehrbeauftragter für Politikwissenschaft an der Universität Wien, Mitherausgeber des Bandes "Der Iran - Analyse einer islamischen Diktatur und ihrer europäischen Förderer", der im März 2008 im Studienverlag erscheint, und Autor von "Fetisch und Freiheit. Über die Rezeption der Marxschen Fetischkritik, die Emanzipation von Staat und Kapital und die Kritik des Antisemitismus" (ça ira 2007). Er gehört zu der Gruppe Café Critique und hat die Initiative STOP THE BOMB - Bündnis gegen das iranische Vernichtungsprogramm mitgegründet.

Category: Österrreich
Posted 01/28/08 by: admin