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Eine Frage des richtigen Zeitpunkts: Eine Strafe, nicht mehr und nicht weniger

Bisher war die Aktion "Gegossenes Blei" ein Erfolg, so Ofer Shelach in M'ariw. Je länger sich die Kampfhandlungen aber hinziehen, umso größer wird das Risiko, das bisher Gewonnen wieder zu verspielen: Israel kann und muss die Hamas schwer bestrafen, sodass sie sich es in Zukunft zweimal überlegt, bevor sie Raketen auf Israel abschießt. Die zentrale Aufgabe der Führung ist es nun, den Punkt zu finden, an dem die Strafe ihre Effizienz verliert und stattdessen beginnt, Frustration über das Andauern der Kampfhandlungen zu erwecken. Dies würde unter anderem dadurch zum Ausdruck kommen, dass die Aktion übertriebene Ausmaße annimmt, deren Sinn es nur noch sein würde, Dampf abzulassen. Es ist deshalb die Aufgabe der Führung, diesen Punkt rechtzeitig zu erkennen...

Eine schwere Strafe. Das müssen wir erreichen, und das haben wir in großem Maße bereits erreicht. Eine Strafe, nach der die Finger der Hamas zittern werden, wenn sie auf dem Abzug liegen, eine Strafe, die der Bevölkerung in Gaza Anlass gibt, sich über die Haniya-Regierung Gedanken zu machen, eine Strafe, die erklärt, was Israel bereit ist zu dulden und was nicht. Mehr zu wollen, würde zum Verlust dessen führen, was wir bereits gewonnen haben.

Zur einem baldigen Ende rät auch Chemi Shalev, denn der gerade bestehende Konsens in Israels Gesellschaft sei nur kurzfristig: Der breite Konsens, der in der israelischen Gesellschaft zu der Aktion in Gaza besteht, wie auch die relativ zurückhaltenden Reaktionen der internationalen Gemeinschaft, die die Notwendigkeit israelischer Maßnahmen anerkennt, sind kurzfristig. Ein Andauern der Kämpfe, auch ohne den unvermeidlichen Irrgänger, der Zivilisten tötet, würde die internationale Öffentlichkeitsmeinung, vor allem in der arabischen Welt, in Aufregung versetzen und auch die politische Geduld der Staaten beenden, die bisher schweigen. Und auch innerhalb Israels würde eine zunehmende Zahl von Todesopfern den politischen Waffenstillstand abrupt beenden.

Die Logik besagt, dass der große Gewinner bei dieser Aktion Verteidigungsminister Barak sein wird, der so aussieht, als habe er alle Lehren des Winograd-Komitees auswendig gelernt, damit er keinen einzigen Fehler des 2. Libanonkriegs wiederholt. Andererseits kann man schon jetzt sagen, dass die beschränkten Ziele der Aktion, die eine Ausmerzung der Hamas oder die Freilassung von Gilad Shalit nicht beinhalten, viele Israelis enttäuschen werden, was wiederum der Rechten und Netanjahu zugute kommen würde.

In M'ariw warnt Amit Cohen vor weiterem Hamas-Terror im In- und Ausland: Wartet nicht auf eine weiße Fahne. Die Hamas wird nicht kapitulieren. Zumindest nicht offiziell. Die Aktion in Gaza kam für die Hamas unerwartet, sie wurde von ihr überrascht und zeigte sie in ihrer ganzen Schwäche. Und wenn es etwas gibt, das die Ehre der Hamas nicht zulässt, dann ist dies eine Demonstration von Schwäche. Die Hamas wird alles in ihrer Kraft stehende tun um zu zeigen, dass sie von Israel einen Preis abfordern kann. Dabei stehen ihr eine Reihe von Möglichkeiten zur Verfügung, unter anderem auch der Versuch, Anschläge im Ausland zu verüben.

Category: Gaza
Posted 12/30/08 by: admin



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