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Leitartikel: Wieder Krieg in Nahost

Der Krieg lag in der Luft. Aber sowie es ausgebrochen ist und Al Dschesira unzensierte Bilder von zerfetzten Toten in der Schleife sendet, wird einem nur noch übel, obwohl die Toten Kämpfer in Tarnuniform sind und einer international geächteten Terrororganisation angehören, der radikal-islamischen Hamas...

von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 28. Dezember 2008

Seit der Entführung des Soldaten Gilad Schalit vor über 900 Tagen droht Israel mit dem Einmarsch. Wegen der befürchteten hohen Verluste schreckte zudem Israel davor zurück, dem Raketenbeschuss aus Gaza gewaltsam ein Ende zu setzen. Zu viele palästinensische Tote hätte weltweite Empörung über israelisches Wüten provoziert. Zu viele tote Soldaten würden in Israel nicht akzeptiert. Alle vermeintlich „friedlichen“ Methoden, Grenzsperrung, Blockade, Abschalten des Stroms und ein inzwischen von der Hamas aufgekündigter Waffenstillstand brachten nichts.

Die Hamas, seit 2007 durch Putsch an der Macht im Gazastreifen, spielte zynisch mit dem Schicksal der 1,5 Millionen Palästinenser unter ihrer Gewaltherrschaft. Das sagten vorwurfsvoll der ägyptische Außenminister und der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas in Kairo.

Die Hamas erhaschte politisches Mitleid mit einer geschmierten Propagandamaschine, indem sie Stromausfälle inszenierte oder eine Hungersnot propagierte und gleichzeitig die Grenzübergänge zu Israel systematisch attackierte, als Hilfskonvois mit Mehl, Medikamenten und Tierfutter bereitstanden, den im Gazastreifen eingesperrten Menschen ein wenig Erlösung zu bringen. Gaza sei „das größte Gefängnis der Welt“. Doch als hundert Christen zu Weihnachten mit israelischer Genehmigung nach Bethlehem reisen wollten, jagte die Hamas eine Mörsergranate auf den Grenzterminal und bewirkte dessen sofortige Schließung. Das Vorgehen der Hamas entbehrt jeglicher Logik. Ihr ideologisch motivierter Versuch, den Staat Israel zu zerstören, kann so nicht gelingen und verschlimmert das Leiden der Menschen im Gazastreifen.

Nicht nur für Israel ist der Zustand unerträglich, seit Jahresbeginn mit über 3000 Raketen beschossen worden zu sein und weder militärisch noch politisch dagegen vorgehen zu können. Auch für Ägypten, Jordanien und die mit Israel über „Frieden“ verhandelnde Autonomiebehörde im Westjordanland birgt dieser Zustand große Gefahren. Das systematisch erzeugte Mitleid mit dem Gazastreifen treibt Ägypter, Jordanier und Palästinenser in die Arme der Moslembrüder. Die „gemäßigten“ Regime in diesen Gebieten geraten ins Wanken. Die „Operation Gegossenes Blei“ könnte für diese Beteiligten ein Segen sein, also ein Krieg, der vielleicht Frieden bringt.

© Ulrich W. Sahm, haGalil.communication

Category: Gaza
Posted 12/28/08 by: admin



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Comments

Manfred Rodter wrote:
Ein Krieg, der vielleicht Frieden bringt?

Vergessen wir nicht daß für den palästinensischen Präsident Mahmoud Abbas, der gegen die Hamas nichts auszurichten weis, die Israelis, jetzt für Ihn seine Schmutzarbeit übernommen haben, dieses natürlich auch im Interesse der Israelis und der friedliebenden Palästinser liegen muß, eines Tages endlich Präsident Mahmoud Abbas ohne die Hamas, ungehindert seinen "Staat" friedlich und mit demokratischen Mitteln auch in Gaza weiter regieren zu können.
Solange aber die ganze Welt und insbesondere die UNO, die überwiegend von arabischen Staaten unterwandert ist und daher ständig mit deren Gegenstimmen zum Konflikt Israel gegen die Hamas die Kritik gegen Israel bewußt und antisemitisch der Welt zugänglich gemacht wird, schürt sie und unterstützt sie somit den Terror nicht nur in der dortigen Region Nahost, sondern auch weltweit den Terror, weil diese Terroristen die UNO letztendlich immer wieder moralisch hinter sich verspüren.
Ich bin kein Schreiber aber Denker und guter realistischer Informant, wenn Sie so wünsche ich mir meinen Bericht nur verstehen wollen.
Zum Schluß mein Zitat an alle Leser:
Jeder ist Schuld am Elend auf Erden, aber wenn jeder dieses wüßte, wäre Paradies auf Erden.
® Manfred B. Rodter
12/29/08 16:16:53

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