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Denkzeichen an der Universität München

Die Medizinische Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München stellt der Öffentlichkeit zur Erinnerung an die jüdische Ärztin Dr. med. Else Sonnemann (15. Mai 1895 bis 25.11.1941) ein Denkzeichen vor, das an die jüdischen Ärztinnen und Ärzte erinnert, die in München studierten und von den Nazis und ihren Helfern entrechtet, gequält, vertrieben oder ermordet wurden...

Die Veranstaltung findet statt am
Montag, 4. Dezember 2006, 16.00 Uhr
in der Medizinischen Lesehalle
Beethovenplatz 2, 80336 München

Das Denkzeichen wurde angeregt und gestaltet von dem Künstler Wolfram P. Kastner.

Zur Realisierung des Denkzeichens trugen bei:
Ärztlicher Kreis- und Bezirksverband München, Kassenärztliche Vereinigung Bayern, Stiftung Erinnern, Prof. Dr. med. Gian Domenico Borasio, Prof. Dr. med. Wulf Dietrich, Dr. med. Hermann Gloning, Prof. Dr. Heischmann, Dr. med. Wolfgang Heubisch, Dr. Andreas Heusler, Dr. med. Michael Hirsch, Dr. Knoerl-Betram, Dr. med. Heide Passow, Prof. Dr. med. Ludwig Lutz, Dr. med. Philipp Martius, Dr. Christian Scherer, Herr Gerhard Steinbeck, Dr. med. Gerhard Schwarzkopf-Steinhauser, Prof. Dr. med. Peter C. Scriba, Prof. Dr. Manfred Stauber, Dr. med. Gernot Straka, Frau Milka Tisma, Prof. Dr. med. Matthias Volkenandt, Dr. med. Günter Wangerin, Frau Irmhild Wiebel.

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Dr. med. Elise Sonnemann wurde am 15. Mai 1895 in München geboren. Ihre Eltern waren August und Mathilde Sonnemann, geborene Levi. Sie begann 1912 an der Ludwig-Maximilian-Universität ein Studium der Medizin und promovierte Anfang 1919.

Anschließend ließ sie sich in München als praktische Ärztin und Internistin nieder. Ihre Praxis hatte sie zunächst im Westend, später in Schwabing in der Georgenstraße 77 und in der Daimlerstraße 38.

Mitte der zwanziger Jahre war sie aus der jüdischen Religionsgemeinschaft ausgetreten. 1938 wurde ihr - wie allen "nichtarischen und staatsfeindlichen" Ärztinnen und Ärzten die Approbation entzogen. 1941 musste sie in das Lager an der Knorrstraße 148 in Milbertshofen und Zwangsarbeit leisten.

Im selben Jahr am 20. November wurde sie zusammen mit fast 1000 Münchner Jüdinnen und Juden nach Riga deportiert und am 25. November in Kaunas von SS-Einheiten ermordet.

Mit diesem Denkzeichen soll die Erinnerung wachgehalten werden an die über 270 jüdischen Ärztinnen und Ärzte, die in München lebten, studierten, forschten, lehrten und sich beruflich für Gesundheit und Leben ihrer Patienten einsetzten - selbst aber 1933 - 45 von deutschen Nazis, Behörden und Kollegen verfolgt, beraubt, vertrieben oder ermordet wurden.

Die Erinnerung verpflichtet uns, den Anfängen zu wehren.

Zur Erinnerung:
Prof. Dr. Gustav Bucky
Entwicklung des Streustrahlenrasters, Erfinder des "Bucky Tischs"...

Category: Veranstaltungen
Posted 12/04/06 by: admin



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