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Judentum und Israel
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Ilan Pappe beschäftigt sich mit dem Gründungsmythos Israel. Das Ergebnis ist mehr als nur fragwürdig...

Von Ralf Balke

Irgendwie ist es ein Etikettenschwindel. Alle Welt redet immer noch von “Israels neuen Historikern”. Dabei liegen die wichtigsten Veröffentlichungen dieser Gruppe von Wissenschaftlern, die die Geschichtsmythen des jüdischen Staates zerlegt haben, schon fast zwei Jahrzehnte zurück. Trotzdem lässt sich auf dem deutschen Buchmarkt ordentlich mit diesem Label punkten, insbesondere dann wenn ein 'Tabubruch' als Zugabe versprochen wird.

Ilan Pappe ist so ein “neuer Historiker”. Doch anders als seine prominenten Kollegen Benny Morris oder Tom Segev reichte es ihm nicht, althergebrachte Geschichtsbilder aufzumischen. Pappe begab sich auf eine ideologische Reise, die ihn an den äußersten Rand der israelischen Gesellschaft brachte. Und aus dieser Position heraus entstand sein aktuelles Buch “Die ethnische Säuberung Palästinas”.

Geschildert werden darin die Ereignisse rund um die Flucht eines Großteils der Palästinenser aus dem Territorium, das 1948 zum Staatsgebiet Israels wurde. Diese verließen nicht unbedingt freiwillig ihre Dörfer und Städte, weil die arabische Führung sie dazu - wie es lange Zeit in der offiziellen israelischen Historiographie hieß - aufgefordert hatte. Spätestens seit dem viel diskutierten Buch von Benny Morris über die Geburt des palästinensischen Flüchtlingsproblems sind die eigentlichen Gründe bekannt: Auf das Konto der israelischen Entscheidungsträger gehen gezielte Panikmache und Aktionen bis hin zum Massaker. Die arabischen Verantwortlichen taten das Übrige, in dem sie die Evakuierung von Kindern, Frauen und älteren Menschen anordneten. Doch eines gab es nie: einen klar umrissenen Plan zur gezielten Vertreibung aller Palästinenser. Aber genau das will Pappe suggerieren. Und noch viel mehr. Es ist gerade der Gebrauch von Wörtern wie “ethnischer Säuberung” sowie zahlreicher Zitate aus dem Mund der Verantwortlichen für den Jugoslawienkrieg, die auf Biegen und Brechen eine Analogie zu den Gemetzeln auf dem Balkan herstellen sollen. Genau jetzt wird es geradezu kriminell, denn die rund 800 palästinensischen Opfer von Massakern mit den mehreren hunderttausend Toten des Jugoslawienkrieges gleichzusetzen, lässt sich wohl kaum als wissenschaftlich bezeichnen.

Pappe will “gegen die Leugnung der Nakba” kämpfen - das Wort heißt soviel wie Katastrophe und die Palästinenser bezeichnen damit die Ereignisse rund um die Gründung des Staates Israel. Abgesehen davon, dass eine solcher Satz natürlich Assoziationen an das Wort “Holocaust-Leugnung” weckt, ist diese Behauptung blanker Unsinn, denn kaum jemand in Israel würde heute die Umstände der Flucht und Vertreibung noch in Frage stellen.

Aber seine potenziellen Leser in Deutschland dürfte das auch nicht interessieren. Sie freuen sich darüber, dass sie mit Pappe einen weiteren jüdischen Kronzeugen haben, der ihnen den Zionismus als rassistische Ideologie erklärt. Zudem schwingt ein merkwürdiger Unterton durch das gesamte Buch, der einige Rückschlüsse auf Pappes mentale Befindlichkeiten erlaubt. Tel Aviv ist für ihn “eine ausufernde, verpestete, extravagante Metropole”, neuere israelische Städte bezeichnet er als “Reißbrettstädte” ohne Seele und Charme. Arabische Dörfer dagegen werden als per se idyllisch und im Einklang mit der Natur skizziert, ihre Bewohner sind bis zur Selbstaufgabe gastfreundlich. Solche Zeilen sind wohl eher Ausdruck von Projektionen und haben wissenschaftlich kaum Aussagekraft. Und während jüdische Protagonisten von damals als kaltherzige wie auch grausame Charaktere skizziert werden, kommen Araber auf folkloristische Weise pauschal als Opfer vor. Kein Wort über die Mordkampagnen des Dritte-Reich-Freundes und Muftis von Jerusalem, Hadsch Amin al-Husseini, der auf Ausgleich bedachte Palästinenser wie die Nashashibi-Familie aus dem Weg räumen ließ.

Doch irgendwie passt das alles zur Person Ilan Pappe. Als britische Akademiker im Jahr 2005 “aus Protest gegen die Apartheid-Politik Israels” einen Boykott israelischer Universitäten initiieren wollten, befürwortete Pappe diese Initiative lautstark. Und so entstand die absurde Situation, dass der Geschichtsprofessor der Universität Haifa den Boykott seiner eigenen Lehreinrichtung forderte, an der zudem immerhin über zwanzig Prozent Palästinenser immatrikuliert sind. Und trotz des Entsetzens über seine Haltung hat die Uni-Verwaltung Pappe nicht gefeuert. Wenn es um die Diffamierung Israels geht, scheint Pappe jedes Mittel recht. Auch ein schlecht geschriebenes Buch.

Ilan Pappe, Die ethnische Säuberung Palästinas, Zweitausendein, Frankfurt a.M. 2007, geb., S.413, € 22,00.

Der Artikel erschien im Tagesspiegel v. 26.11.2007

Category: Bücher
Posted 11/27/07 by: admin



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Comments

wrote:
Hat Herr Morris denn die "Wahrheit" gepachtet? Wie allmächtig sind denn seine Ausführungen, vielleicht kann das mal jemand erläutern. Ich halte es für sehr fragwürdig es als Tatsache hinzustellen, dass Palästinenser gezielt vertrieben worden sind. Der Großteil der Palästinenser ist doch allseitsbekannt geflohen, weil die Propaganda der Arabischen Staaten, die von fiktiven Massakern an Arabern berichteten, um diese im Kampf gegen die Juden aufzuhetzen, genau den gegenteiligen Effekt hatte und die Araber aus Angst fliehen lies. Die Wiederholung ständiger Mythen von Massakern und Vertreibungen sollten man nicht auch noch hier unbedingt verbreiten. Man darf nie vergessen, dass die arabischen Kriege immer grundsätzlich auf Vernichtung und Vertreibung gezielt haben, ein Grund weswegen sie verloren wurden. Im sonst guten Beitrag halte ich diese Bemerkungen für sehr fragwürdig.
11/27/07 09:29:15

wrote:
"Wenn es um die Diffamierung Israels geht, scheint Pappe jedes Mittel recht. Auch ein schlecht geschriebenes Buch."

Darauf auch noch prompt die Buchempfehlung.

"Ilan Pappe, Die ethnische Säuberung Palästinas, Zweitausend ..."

Kopfschuettelnd, Gerd.
11/27/07 15:40:32

wrote:
Dass sich die zionistischen Milizen im Krieg von 1948/9 (und auch schon davor) gezielter Vetreibungen schuldig gemacht haben, ist inzwischen mehrheitlich akzeptiert und wird nur noch von zionistischen Hardcore-Ideologen bestritten. Die Behauptung, angebliche Aufrufe arabischer Führer hätten den Massenexodus der Palästinenser verursacht, gehört ebenso zu den Geschichtslügen des 20. Jahrhunderts wie die von der türkischen Regierung immer noch vertretene Position, die Massenmorde an den Armeniern Anfang des Jahrhunderts seien nicht auf einen groß angelegten Genozid-Plan zurückzuführen gewesen.

Allein die Logik gebietet es, an einen Vertreibungsplan der Yishuv-Führung zu glauben: Wie hätte sonst ein jüdischer Staat in einem mindestens zur Hälfte von Arabern bewohnten Territorium gegründet werden können? Das zionistische Konzept von einem "jüdischen Nationalstaat" mit einer "jüdischen Leitkultur" hätte ohne massive Vertreibungen und Panikmache unter den Arabern niemals verwirklicht werden können.

Auch heute noch macht sich das zionistische Gebilde völkerrechtswidriger Vertreibung und Verdrängung von Arabern schuldig. Aus Ostjerusalem werden Araber vertrieben, beim Bau von Siedlungen in den besetzten Gebieten mussten sie weichen und beim Bau des Sicherheitszauns. Wann immer die palästinensischen Araber dem zionistischen Projekt im Wege waren, wurden sie verdrängt oder vertrieben. 1948/9 wurde diese Vertreibungs- und Verdrängungspolitik nur in einem viel größeren Maßstab angewandt.

Im Übrigen glaube ich nicht, dass ein Herr Balke auf diesem Gebiet historischer Forschung eine größere Kompetenz vorweisen kann als die Herren Pappe und Morris. Von seinem Urteil kann man daher halten, was man will.
11/28/07 13:13:42

wrote:
Das ist eben der hässliche Geburtsfehler des Judenstaates Israel, dass er sich gegründet hat auf eine Lebenslüge: "Ein Land ohne Volk für ein Volk ohne Land".

Kein einziger der damals eingewanderten Zionisten kann sich mit der Lüge herausreden, er hätte nichts gesehen von der einheimischen palästinensischen Bevölkerung besiedelt war. Jeder einzelne von ihnen hatte es GEWUSST, dass ein jüdischer UND demokratischer Staat Israel unmöglich ist mit einer demographischen Mehrheit von nichtjüdischen Arabern, dass vielmehr ein Judenstaat auf besiedeltem arabischen Land nur durch das Verbrechen einer ethnischen Säuberung existieren kann.

Und so haben sie Massaker veranstaltet, sie haben Mord und Terror gebracht zu den Palästinensern, um sie aus ihrer angestammten Heimat zu vertreiben oder sie zur Flucht zu zwingen. Über 450 palästinensische Städte und Dörfer haben sie ausradiert und restlos dem Erdboden gleichgemacht. Selbst solche zionistischen "Historiker" wie Benny Morris bedauern es bis heute, dass damals nicht alle Araber ermordet oder vertrieben wurden.

Das ist die bleibende und entstellende Missbildung des Staates Israel, dass er sich auf diese Verbrechen gegründet hat und trotzdem sich selbst und der Welt vorlügen will, ein Opfer zu sein.
11/28/07 13:36:41

wrote:
Zitat Corwin "Das ist die bleibende und entstellende Missbildung des Staates Israel, dass er sich auf diese Verbrechen gegründet hat und trotzdem sich selbst und der Welt vorlügen will, ein Opfer zu sein." Zitatende
Corwin,

vielleicht sollten wir uns lieber mal über die bleibende entstellende Missbildung der Gründung des Deutschen Reichs 1871 unterhalten. Da brauchte es drei Kriege gegen Dänemark, Österreich-Ungarn und Frankreich mit einigen hunderttausend Toten zur Staatsgründung.
11/28/07 14:36:21

wrote:
@Perry aus dem Hagalil Forum:
Ein Vergleich der Staatsgründung Israels mit der Gründung des Deutschen Reiches ist vollkommen absurd, weil das deutsche Reich im Gegensatz zu Israel nicht auf dem Land eines anderen Volkes gegründet wurde. Es wurde kein Volk vertrieben, um die Reichsgründung zu ermöglichen.
11/28/07 14:56:11

wrote:
Ich sammle weiter.
11/28/07 15:28:32

GerdEric wrote:
@Corwin.

Das jüdische Volk hat nie seinen Anspruch auf das Land aufgegeben.
Sicher hätten alle Palestinenser dort ihr Recht erhalten, so sie sich nicht gegen den Staat gestellt hätten.

Weit schlimmer sehe ich es, daß die arabsichen Brüder bis heute nicht imstande sind, die Flüchtlinge in ihren Ländern zu integrieren, sie vielmehr als Kanonenfutter mißbrauchen (Syrien).
11/28/07 15:41:14

wrote:
@GerdEric

Volle Zustimmung

@Corwin
naja, die deutsche Politik gegenüber der dänischen Bevölkerung in Schleswig, sowie die Unterdrückung via Germanisierungspolitik/Verbot der polnischen Kultur/Sprache in den preußischen Ostprovinzen (siehe Aufteilung Polens durch Österreich-Ungarn, Russland und Kgr.Preussen/Deutsches Reich) war nicht gerade ohne. Zigtausende Elsäßer und Lothringer sind vor den deutschen Besatzungstruppen nach Frankreich geflohen. Die Elsäßer und Lothringer wurden von den Deutschen verächtlich "Wackes" genannt und waren Bürger zweiter Klasse.
11/28/07 16:28:09

wrote:
Es gab niemals einen unabhängigen arabischen oder palästinensischen Staat in Palästina. Als sich Professor Philip Hitti, der bekannte arabisch-amerikanische Historiker von der Universität Princeton, im Jahr 1946 vor dem angloamerikanischen Komitee gegen die Teilung Palästinas aussprach, sagte er: „So etwas wie >Palästina< hat es in der Geschichte nie gegeben.“
1937 äußerte Auni Bey Abdul-Hadi, ein führender Vertreter der arabischen Seite, gegenüber der Peel-Kommission, die die Teilung Palästinas vorgeschlagen hatte: „Es gibt kein solches Land wie >Palästina<! >Palästina< ist ein Begriff, den die Zionisten erfunden haben! Es gibt kein Palästina in der Bibel. Unser Land war jahrhundertelang ein Teil von Syrien.“
Der Abgeordnete des Obersten Arabischen Komitees der Vereinten Nationen sagte im Mai 1947 vor der Vollversammlung, dass „Palästina Teil der Provinz Syrien“ sei und dass „die in Palästina ansässigen Araber in politischer Hinsicht nicht in dem Sinn unabhängig waren, dass sie ein eigenständiges politisches Gebilde darstellten.“ Wenige Jahre später äußerte Ahmed Shuqeiri, der spätere Vorsitzende der PLO, vor dem Sicherheitsrat: „Jeder weiß, dass Palästina nichts anderes ist als das südliche Syrien.“

Den arabischen Bewohnern des Britischen Mandats wurde 1947 von der UNO ein eigener Staat gemäss der demographischen Verteilung zugestanden. Den haben die Araber bis heute abgelehnt. Also haben sie, was sie schon immer gewollt haben. Auch Wünsche können wahr werden.
Und zur deutschen Politik: 'Heim ins Reich' - schon vergessen?
11/28/07 20:02:00

wrote:
@ Corwin

;Porqué no te callas!?
11/29/07 00:06:10

wrote:
http://www.hagalil.com/isra...

Die UN-Abstimmung vom
November 1947

Ende August veröffentlicht die Kommission ihre Schlussfolgerungen. Alle Mitglieder stimmen darin überein, dass das britische Mandat so schnell wie möglich beendet werden müsse. Eine Mehrheit von sieben Mitgliedern empfiehlt außerdem die Teilung des Landes und die Schaffung zweier Staaten, eines jüdischen und eines arabischen.

Am 29. November 1947 bestätigt die UN-Vollversammlung mit 33 gegen 13 Stimmen bei 10 Enthaltungen den Teilungsplan für Palästina. Er zieht die Gründung eines jüdischen Staates auf 55% des Gebietes des Landes vor. Freudentaumel auf den Straßen der jüdischen Ortschaften und in den jüdischen Gemeinden der Diaspora. Die arabische Öffentlichkeit reagiert wütend. Zwischen Petach Tikva und Lod greifen Araber zwei Busse, die nach Jerusalem unterwegs sind an: sechs Tote und viele Verletzte. Diese Attentate gelten als Auftakt zum israelischen Unabhängigkeitskrieg.

http://www.hagalil.com/isra...

Der 29. NOVEMBER 1947:
TEXT DER UN-RESOLUTION

Es wird einen jüdischen Staat geben
11/29/07 00:23:19

wrote:
Der Ewige Neid

Was treibt zwei Schmocks nach hagalil? Wenn man mit seinem Leben zufrieden ist, glücklich über sein Dasein, seine Identität, seine Kultur, seine Geschichte, die Taten seiner Großväter und Großmütter und der Besetzung von Tibet durch China, dann kann man sich doch genüsslich mit seinem Neuen Deutschland oder der Jungen Freiheit in den Park setzen oder ins Cafe, an die Überlegenheit der friedlichen Konfliktlösung glauben und sich für einen besseren Menschen halten.

Wenn man allerding ein Problem mit der eigenen Identität hat oder mit der eigenen Herkunft, vielleicht sogar mit der eigenen historischen Verantwortung oder der Familiengeschichte, wenn man sich ärgert, dass man nicht derjenigen ist der man gerne wäre, dann muss man sich - wenn man schon nicht für irgendwas sein kann - wenigstens gegen etwas sein. Das macht alles einfacher. Der eine Predigt bei den Zeugen J., der andere bei den Scientologen, ein anderer geht zur NPD und wiederum andere glauben an die Palästinenser - obwohl sie sonst Atheisten sind.
Dabei gibt es viele Parallelen zu tatsächlichen Religionen, es werden Gebete immer und immer wiederholt ohne deren Wahrheitsgehalt zu prüfen, es werden überall Erklärungen im Einklang mit der großen Theorie des Palästinenserismus gesucht und wenn sie nicht passen, werden sie eben hingebogen. Der Unterschied zu einer Religion ist eben, dass es sich eben beim einen um belegbare oder eben widerlegbare Hypothesen im Rahmen unserer Materiellen Welt handelt und beim anderen eben um eine Metaphysik.
Der Grund nun, warum Corwin und Babu, sich aber nicht bei Ihrem gemeinsamen Urlaub im Menschenrechtsparadies und zukünftigem Sitz der UNO Vollversammlung - Gaza Stadt - bei einer nagila gegenseitig erklären, warum sie beide bessere Menschen sind, sonder hier her kommen und sich quasi in der Höhle des Löwen gegen die "Zionisten" behaupten wollen, ist ganz einfach zu erklären: Geltungsdrang und Neid.

Corwin und babu sind einfach sauer keine Juden zu sein, das tut mir auch wahnsinnig leid, aber wie sonst kann man soviel Zeit opfern, um sich mit einem Thema zu beschäftigen. Das würde man nicht machen, wenn nicht unterbewusst eine unglaubliche Symphatie besteht, weil sich der Mensch nunmal von Dingen entfernt, die ihm nicht gut tun. Aber Corwin und Babu sind jeden Tag hier, hagalil gehört zu ihrem Leben, es macht Ihnen Spaß hier zu sein - weil sie gern Teil des Volkes Israel wären oder es zumindest sehr angenehm finden.
Nur - sie wissen es noch gar nicht.
11/30/07 13:22:31

wrote:
Es ist wirklich immer wieder von Neuem interessant, zu beobachten, was sich Zionazis alles einfallen lassen, nur um keine sachliche Diskussion führen zu müssen. Besonders auffällig ist die Tendenz, nicht auf das vom Diskussionspartner Gesagte einzugehen und dieses anhand von sachlichen Gegenargumenten zu entkräften, sondern stattdessen die Person des Diskussionspartners zu attackieren, diesem im Baukastenschema konstruierte Absichten und Motive zu unterstellen und sich auf diese Weise einer sachlichen Diskussion zu entziehen. Meist muss man sich als Antizionist und als Kritiker des zionistischen Gebildes den Vorwurf anhören, man sei in Wirklichkeit Antisemit - und der Zionazi erkennt gar nicht, dass er auf diese Weise den Vorwurf des Antisemitismus entwertet und banalisiert. Er unterzieht den Antisemitismus-Vorwurf einer inflationären Abwertung, denn wenn heutzutage jeder als Antisemit gilt - auch derjenige, der in Wahrheit gar keiner ist -, welche Abschreckung besitzt dieser Vorwurf dann noch? Der Zionazi fügt seiner eigenen Sache damit weitaus größeren Schaden zu, als dass er den Antizionisten aus der Spur werfen könnte. Ganz besonders interessante Exemplare der Spezies Zionazi drehen den Antisemitismus-Vorwurf um und behaupten dann plötzlich, der Antizionist hasse die Juden gar nicht, sondern er liebe sie und wäre gerne selber einer. Nur ein Beleg für die geistige Verwirrung von Mitgliedern der Spezies Zionazi, und als solcher mehr als entlarvend.

Die harten Fakten über den Nahostkonflikt kann der Zionazi auf diese Weise allerdings nicht beiseiteschieben, auch wenn er das gerne tun würde. Denn ein Zionazi hat in einer sachlich geführten Diskussion einfach die viel schlechteren Karten. Der aggressive und expansionistische Charakter der zionistischen Ideologie, die auffallende Ähnlichkeit zwischen der zionistischen Begründung für die Eroberung und Besiedlung Palästinas und der Rechtfertigung der Eroberung und Besiedlung Polens durch die Nationalsozialisten sowie nicht zuletzt das Völkerrecht sprechen eine deutliche Sprache und geben dem Antizionisten genügend Argumente in die Hand, um nicht auf die plumpen Ablenkungs- und Verleumdungsmanöver der Zionazis eingehen zu müssen. Letztendlich wird der Zionazi mit seinem Versuch, einer Sachdiskussion ausweichen zu können, indem er die Person seines Diskussionspartners in den Mittelpunkt stellt, scheitern, und das weiß er selber. Er wehrt sich nur mit Händen und Füßen gegen die Realität.
12/01/07 14:01:01

fh wrote:
Babu wills nicht verstehen:

Na Babu, was willst Du denn jetzt? Antisemit magst Du nicht sein. Neidischer Philosemit auch nicht. Da wirds langsam schwer. Du ärgerst Dich, dass ich mich nicht auf Dein Niveau herablasse und Lügen widerlege, an die Du glaubst. Ich mach das nicht, weil es mir keinen Spaß mehr macht. Ich hab das mit Leuten wie Dir lange genug gemacht. Es gibt mir nichts mehr. Es langweilt mich - so wie es einen Wissenschaftler nervt mit einem Esoteriker zu reden , einen Vegetarier mit einem Kannibalen (von Broder geklaut) oder einen Demokraten mit einem Nazi. Babu, Du bist austauschbar mit x-beliebigen Leuten, die sich genausowenig für die Realität interessieren wie Du, Du bist nicht einzigartig und keine Deiner möchtegern Wahrheiten ist mir irgendwie nicht schon vorher unter die Nase gerieben worden. Verstehst Du? Ich bin hier, nicht um Dir was zu erklären, was Du auch in jedem seriösen Geschichtsbuch selbst nachlesen kannst.

Ich finde es viel lustiger, dass Du überhaupt keine Erklärung dafür hast, was DU eigentlich in diesem Forum willst. Glaubst Du irgendjemand außer Corwin interessiert sich für Deinen Schwachsinn? Jeder hier weiß, woher Du deine Fantasien kopierst. Jeder kennt das. Babu, Du bist nicht der erste sondern der x-te Terrorversteher und Besserwisser.

Keiner hier hat Lust, Dir etwas zu erklären, was Du gar nicht verstehen willst. Ich unterhalte mich mit Leuten, die in der Lage sind auf Grundlage von allseitsbekannten Tatsachen zu diskutieren und nicht mit Lesern der Protokolle der Weisen von Zion. Nicht nur Deine Wortwahl (Zionazis) und die damit verbundene sich offenbarende Relativierungsfantasie, sondern auch die Qualität Deiner Beiträge ermuntert mich überhaupt nicht eine interessante Diskussion zu erwarten.

Ich hoffe Du verstehst das und begreifst endlich mal, dass ich Dir nur auf Sachen inhaltlich antworten werde, wenn ich glaube da ist irgendwo noch Hoffnung vorhanden.

Viel Spaß beim Vorbereiten.
12/01/07 17:50:41

ein alter tor wrote:
An die 2 Nazis:
Porqué no os calláis!?
12/06/07 22:07:10

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