Pischbikl ben Projmesch liest wieder in seiner Torahrolle, in der sich, auf unerklärliche Weise ein neuer Text befindet, der dem, hier vorgefundenen auf das i-Tüpfelchen gleicht ...


Blogging: S. Zahubi

Die Zeiteinheiten fügen sich eine an die andere, die Mitglieder der ersten Gesellschaft wachsen heran. Der Palawonski Belbol und Alofasana,die ein stattlicher Leib ziert, haben eine unübersehbare Anzahl von Nachwuchslingen auf die Oberfläche des Planeten Poll, entlassen.

Es ist nicht mehr die Erde, es ist der Poll. Alles, was auf dem Poll umherrennt, sind die Pollen. Alle haben den gleichen Ursprung und alle sehen sich sehr ähnlich. Friedlich rennen die kleinen Palawonskis hinter den Bridelzopflis her. Selten gelingt es ihnen, einen einzufangen. Was dann geschieht ist eine gewöhnliche Teilung. Die Bridelzopflihälften liegen herum, bis sich genug Gemüse findet, welches zwischen zwei Hälften aufwächst. Erst dann schieben sie sich wieder zu einem vollständigen Bridelzopfli zusammen. Als umherliegende Hälften sehen sie nicht lustig genug aus,und das türkisfarbene Fell erhalten sie nur kurzfristig, nachdem sie genug Gemüse gegessen haben. Um die mittlerweile zahlreiche Menge von Wesen zu versorgen, landet immer wieder ein Raumschiff auf dem Poll und bringt frische Lebensmittel und Dosenfutter. Dieser Ablauf wird jedoch eines schönen Pahles unterbrochen. Ein Pahl besteht aus mindestens zwölf Pöbeln, und wenn man alle Pahle zusammennimmt, dann ergibt das ein Gulp. Irgendwann kommt ein Pahl, an dem es plötzlich keinen Besuch von einem Raumschiff mehr gibt.

Im Kopf des Pischbikl ben Projmesch ertönt die Stimme und sagt:"Ich werde euch jetzt lange nicht mehr sehen. Das Raumschiff mit dem Essen kommt auch nicht mehr- also seht zu, wie ihr euch am Leben erhaltet. Vielleicht sind die Bridelzopflis und das Gemüse von dem sie leben auch für euch genießbar. Wenn nicht, dann müsst ihr euch etwas anderes überlegen. Zur Not könnt ihr auch wieder aussterben. Das wäre auch kein Unglück. Ich schau dann mal wieder vorbei. Bis bald, und immer schön fromm bleiben, sonst erfinde ich euch noch die Schmerzen,und das hält keiner lange aus!" damit wirds wieder still in Pischbikls Kopf.
Es schwirrt ihm vor den Augen. Er muss sich hinsetzen, legt die Füsse auf den Hocker und blickt seine Frau, die Borala, an. Schon lange ist es keine Freude mehr, denn Borala hat so viel zu tun, daß ihre Schönheit vergilbt. Überall diese Bridelzopflis, und dann der Dreck, den sie hinterlassen, da bleibt kaum noch ein Pöbel um sich hübsch zu machen. Pischbikl nimmt seine Torah und liest darin, wie es weiter geht. Er stellt fest, daß seine Fähigkeiten nicht mehr denen entsprechen, die er am Anfang hatte.

Borala,seine Frau, kümmert sich, trotz der vielen Hausarbeit um ihn, und manchmal meint sie, es könnte wieder so werden, wie damals, als es vor der Türe im Schnee knirschte und der Belbol gekommen war um sich mit der Alofasana abzugeben. Alofasana ist im Nachbarort zuhause. Zuweilen schaut sie vorbei, doch auch für sie gibt es viel zu tun, und immer das Aufwischen hinter den Bridelzopflis, dann die vielen eigenen Palawonskis. Sie weiß oft nicht, womit zuerst aufzuhören wäre...

Darf man oder darf man nicht?
Fortsetzung folgt...