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Arbeitskreis jüdischer Sozialdemokraten: Sorge über Ressentiments

Jüdische Sozialdemokraten bekunden ihre Unterstützung für das Recht auf freie Religionsausübung und den Bau muslimischer Kultuseinrichtungen...

Berlin, 22. März 2007: Der Arbeitskreis jüdischer Sozialdemokraten ist besorgt über die Ressentiments, die die Bauvorhaben muslimischer Gemeinden in verschiedenen deutschen Städten hervorrufen. Es ist selbstverständlich, dass auch muslimischen Menschen in Deutschland das grundgesetzlich verbriefte Recht auf freie Religionsausübung zusteht. Dieses schließt auch den Bau von Gotteshäusern im Rahmen allgemeiner städtebaulicher Vorgaben ein. Ein kategorisches oder implizites Absprechen dieses Rechts gegenüber einer Religionsgemeinschaft verstößt gegen das Selbstverständnis unseres freiheitlich-demokratischen Staates und wirkt auf uns als Bürger dieses Staates befremdlich.

Als jüdische Menschen sind auch wir über die Ausmaße der menschenverachtenden Inhalte besorgt, die unter dem Deckmantel religiöser Lehren häufig in Räumen muslimisch-religiöser Einrichtungen verbreitet werden. Diese Besorgnis rechtfertigt aber weder eine pauschale Ablehnung religiöser Bauten noch die populistische Hetze gegen die Bürger muslimischen Glaubens, die damit einhergeht. Das gegenseitige Misstrauen und Intoleranz kann nur durch ein Mehr an Transparenz und an gesellschaftlicher Einbindung muslimischer Gebetshäuser geschehen, nicht durch Ausgrenzung und Vorurteile. Man muss betende Muslime aus den Hinterhofkammern und Kellerräumen holen und ihnen eine würdige religiöse Existenz in dafür geeigneten Gebetsräumen ermöglichen. Der überfällige Dialog über das nötige Demokratieverständnis und Toleranz in unseren Religionen und in unserer Gesellschaft als Ganzes kann nur in einer Atmosphäre stattfinden, in der die Freiheit aller ihrer Bürger ohne Ausnahmen anerkannt und respektiert wird.

Für den Arbeitskreis jüdischer Sozialdemokraten
Sergey Lagodinsky, Berlin – Sprecher des Arbeitskreises
Kontakt: j-sozis@web.de

Category: General
Posted 05/23/07 by: admin



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Comments

wrote:
Ich achte juedische Sozialdemokraten oder auch juedische ... Menschen ohne Parteibindung, weil sich dieselben Grundlagen in den heiligen Schriften des Alten Testamentes (Thora, Propheten, Weisheitsliteratur) und den Neuen Testamentes finden, ohne einander zu widersprechen, ohne in Feindschaft zueinander zu stehen.
Dennoch bin ich nicht fuer den bevorzugten Bau von Moscheen.
Schliesslich sind sogar Juden untereinander nicht so befreundet, dass sie sich als Juden anerkennen, sondern dies einander absprechen.
Das hat mich sehr erstaunt und befremdet.
Also sehe ich etwas merkwuerdig auf das Eintreten von Juden fuer den Bau von Moscheen, wenn zeitgleich der ueberwiegende Teil von Moslems wohl gegen die Existenz von Israel eingestellt ist.
Eine Toleranz was soll das genau aussagen?
Mich tolerieren... auch nicht alle Menschen, wenn ich mich glaubensmaessig nur ein wenig (!!!!!!!) unterscheide, im Gegenteil!
Ich bin gewiss gegen "nur" ein Schema - Glaube durchdruecken, wenn es sein muss, mit Gewalt und Kindes----druck---schul(d)---bildung.
Wie tolerant ist Gott?
Wir leben im Zeitalter der Gnade, der Geduld und Vielfalt in Freiheit.
Dennoch wird kaum jemand seinem/ihrem Feind - geschichtlichen Vorteil gewaehren?
Hochachtung gehoert allen Menschen, auch mit gegensaetzlichen Ansichten.
Diese sollten auch gelebt werden koennen, solange es zum gegenseitigen Wohl und nicht zum Schaden fuehrt.
Das ist Freiheit, die Gott schenkt und vor Gott sind wir verantwortlich zu jeder Zeit und in allen Lebenslagen.
05/24/07 19:56:09

wrote:
siehe CICERO 10/2007
Ralph Giordano" http://www.cicero.de
Nicht die Moschee,der Islam ist das Problem“
Ralph Giordano
Eigentlich wollte der Publizist Ralph Giordano auf einer zentralen Kundgebung am 11. September 2007 in Köln eine Rede gegen den Bau der geplanten Großmoschee halten. Die Demonstration wurde aus Sicher...
09/28/07 18:35:15

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