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Jüdische Gemeinde Berlin mit neuer Chefin

Die Liste Atid der Spitzenkandidatin Frida Süsskind räumt bei Wahlen zu der größten Gemeinde ab...

Von Philipp Gessler, taz v. 27.11.2007

In der größten jüdischen Gemeinde der Bundesrepublik hat sich ein Machtwechsel vollzogen. Bei den Wahlen zum Gemeindeparlament am Sonntag errang die Liste "Atid" mit der Spitzenkandidatin Frida ("Lala") Süsskind die absolute Mehrheit, wie Sonntagnacht klar wurde. Die 61-Jährige hat damit die besten Chancen, bei der ersten Sitzung des Parlaments im Januar zur neuen Gemeindechefin gewählt zu werden. Sie wäre die erste Frau an der Spitze der Hauptstadtgemeinde und löste damit den bisherigen Vorsitzenden Gideon Joffe (35) ab.

Die Liste "Atid" ist geprägt durch bekannte Persönlichkeiten der alten Jüdischen Gemeinde Westberlins: Zuwanderer aus den früheren Ostblockländern sind darin zwar vertreten, allerdings nur solche, die schon vor der großen Einwanderungswelle ab 1989/90 in die Bundesrepublik kamen. Die neuen russischsprachigen Zuwanderer, zu denen über 80 Prozent der Gemeindemitglieder gehören, wurden kaum gewählt. Bezeichnenderweise ist die Liste "Neue Namen", die ausschließlich aus Neuzuwanderern bestand, nur mit einem Sitz im 21-köpfigen Parlament vertreten. Die höchste Stimmenzahl vor Süsskind errang Alexander Brenner, der als Unabhängiger angetreten war und von 2001 bis 2004 als Vorsitzender der Gemeinde amtierte.

Nicht ins Gemeindeparlament gewählt wurde überraschend der Vizevorsitzende der Gemeinde, Arkadi Schneiderman. Er gilt noch als graue Eminenz der Gemeinde, zu der über 11.000 Menschen gehören. Auch von seiner Liste "Tachles" landete niemand im Parlament. Der Nochvorsitzende Joffe errang mit seiner Gruppe "Hillel" nur fünf Sitze. Er landete bei der Stimmenzahl auf Platz 17.

In einer ersten Reaktion zeigte sich Lala Süsskind hoch erfreut über das Ergebnis und meldete ihren Anspruch auf den Gemeindevorsitz an. Es gehe ihr nun erst einmal darum, die Gemeinde aus den "Negativschlagzeilen" zu bringen, in die sie in den vergangenen Jahren gekommen war, sagte sie der taz. Tatsächlich häuften sich in letzter Zeit die negativen Berichte über Streit und Missmanagement im Vorstand. Auch sie habe sich "schon geschämt, Mitglied dieser Gemeinde zu sein", sagte die Gemeindechefin in spe. Das Wahlprogramm von "Atid" sieht vor allem vor, die "Einheitsgemeinde" zu erhalten, das heißt zu erreichen, dass sich keine der neun Synagogengemeinschaften der Stadt abspaltet. Auch der Gemeindeetat, der ein Millionendefizit nachweist, soll wieder ins Lot gebracht werden.

Lala Süsskind wurde 1946 im oberschlesischen Reichenbach in Polen geboren und kam schon im Alter von einem Jahr mit ihrer Familie nach Berlin. Ihre Familie hatte die Schoah durch eine Flucht in die UdSSR überlebt, ihre Tante Lea war Partisanin und starb im Kampf gegen die deutschen Besatzer. Lala Süsskind machte 1966 ihr Abitur in Berlin und verbrachte ein halbes Jahr in einem Kibbuz in Israel, kehrte aber für ihr Studium der Soziologie und Publizistik an die Spree zurück. Wegen der Geburt ihrer zwei Kinder beendete sie ihr Studium nicht. Sie engagierte sich jahrelang für die jüdisch-zionistische Wohltätigkeitsorganisation Wizo (Womens International Zionist Organization), deren Bundeschefin sie von 1990 bis 2003 war.

Abdruck mit freundlicher Genehmigung der taz - die tageszeitung
© Contrapress media GmbH

Category: Gemeinden
Posted 11/27/07 by: admin



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Comments

wrote:
wer fickt die jüdische hure satans aus berlin; palästina wird bald wieder uns moslems gehören, daran wird kein judenschwein was ändern können; ihr jüdischen hunde habt mit gewalt und durch krieg palästina gestohlen, aus dem hinterhalt, so wie es für einen schwachen judenschwein üblich ist; aber wir werden nicht aus'm hinterhalt euch eure köpfe rollen lassen, sondern vor euren augen, vor den augen eurer kinder werden wir die erwachsenen judenschweine vergewaltigen, foltern und in massengräber begraben. denn in jedem einzelnen juden versteckt sich gier, neid und hass, alles gegenüber den moslems und den christen; wenn die christen schlau sind (wie einst hitler), dann werden sie uns moslems bei der ewigen judenvernichtung mit helfen. ich bin kein rassist, aber all eure dreckigen, bösern taten uns moslems gegenüber, haben mich euch juden hassen gelehrt, ihr habt micr hass beigebracht, und so sollet ihr ihn auch schmecken........die zeit ist nahe; glaubensbrüder bewaffnet euch im hinterhalt, aber schlgt ihnen in ihre ekelhaften judenfressen....

....amin.....resul.....
11/28/07 19:35:41

wrote:
na, welche frage musstest du unten beantworten?
die hauptstadt welchen staates ist Jerusalem?

Und da hast du dann natürlich Israel geschrieben. Das muss Dir aber schwergefallen sein. : )

ps: Schade, dass es mit dem Schulabschluss nicht geklappt hat bei Dir. Aber ein antisemit, der mal ein schönes bild von arabischer hasspropaganda abgibt - ein richtiger klassiker zum amüsieren. nur eine letzte frage: neukölln oder wedding?
11/28/07 21:42:55

ein alter tor wrote:
Amin? Idi Amin?
11/28/07 21:58:34

wrote:
@Resul

Über deine IP kann man deine Identität feststellen und sorge dafür das du Besuch von der Staatsanwaltschaft bekommst.
11/28/07 22:35:12

judith wrote:
Jesaja 41, 8-14

8. Du aber, ISRAEL, mein Knecht, Jaakob, den ich erwählt, Same Abraham`s, meines Freundes,

9. Du, den ich ergriffen von den Enden der Erde, und von ihren Säumen rief ich dich her, und sprach zu dir: Mein Knecht bist du, erwählt hab`ich dich, nicht verschmäht.

10. Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir, zage nicht, denn ich bin dein
G-tt. Ich kräftige dich, auch steh`ich dir bei, ja ich fasse dich mit meiner siegreichen Rechten.

11. Siehe, zu Schanden und Schmach werden all die gegen dich entbrannten; zu nichte werden und umkommen, die mit dir streiten.

12. Du suchst sie, und findest sie nicht, die mit dir haderten; zu nichts werden, dem Unding gleich, die dich bekriegten.

13. Denn ich, der EWIGE, dein G-tt, fasse deine Rechte, (ich bin es) der zu dir spricht: Fürchte nicht, ich stehe dir bei.

14. Fürchte nichts, Wurm Jakob, Häuflein ISRAEL, ich stehe dir bei, spricht der EWIGE, und dein Erlöser ist der heilige ISRAEL`s.

Judith
11/28/07 23:22:07

wrote:
resul - wohl zuviel in der hasenheide gekifft
11/29/07 00:00:55

wrote:
Nein, zu viel Hasspropanganda der Paläst. konsumiert.
11/29/07 00:27:45

wrote:
ja: die gibt's dann um die ecke am herrmannplatz gratis dazu.
11/29/07 01:08:26

wrote:
@Perry

das wär ja ein schöner zug!
viel erfolg!

mal sehen wie der vor gericht aussieht
11/29/07 01:39:12

ein alter tor wrote:
Darf ein Gläubiger der "Religion des Friedens", wie der "Kulturbereicherer resul", überhaupt Alkohol trinken?
11/29/07 13:09:10

wrote:
@yael
Vielleicht hat resul neben der Hasspropaganda vor allem zuviel "geistige Getränke" konsumiert.
11/29/07 13:31:30

wrote:
@ ein alter tor
:-)
11/29/07 16:52:53

wrote:
Die Wahl wird wohl angefochten. Jedenfalls hat die gescheiterte Tacheles-Fraktion wegen Wahlbetrugs Anzeige erstattet.

Kaum eine internationale jüdische Organisation, die derzeit nicht von Skandalen, Korruption oder Konflikten mit der Justiz geplagt wird. Oligarchen besetzen zusehends Funktionen des jüdischen Lebens, und natürlich gibt es falsche Freunde überall. Doch wer all dies ausspricht, wird zum Feind der «jüdischen Sache» gestempelt. So auch, wer kritisch beäugt, wie Israel Singer nach seinem Rauswurf aus dem Jüdischen Weltkongress wieder einen neuen Job fasst. Singer war u. a. wegen Veruntreuung amtlich untersucht und fristlos entlassen worden. Doch bereits hat ihn der American Jewish Congress wieder mandatiert. Funktionäre funktionieren eben tadellos weiter.
12/09/07 13:46:19

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