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Pride in Jerusalem: Der Kampf um die heilige Stadt

Neben dem Regierungsbeitritt des rechtsextremen Avigdor Liebermann gibt es wohl kaum ein Thema, das die israelische Gesellschaft in den letzten Tagen mehr bewegt, als die in Jerusalem geplante Pride-Parade...

Von Daniel Mahla, Tel Aviv

Täglich flimmern radikalere Bilder von wildgewordenen Horden junger religiöser Männer über die Bildschirme, die tausende von Jahren jüdischer Weisheit scheinbar auf einen einzigen Nenner reduzieren wollen: Sei homophob!

Die haredische Bevölkerung in Jerusalem ist in Aufruhr. Seit Tagen wird in Mea Shearim demonstriert. Dabei kommt es zu immer heftigeren Auseinandersetzungen mit der Polizei, auf derem bisherigen Höhepunkt gestern zwei Journalisten und drei Polizisten leicht verletzt wurden; außerdem zwei der aufgebrachten Demonstranten.

Die Bilder im israelischen Fernsehen zeigen rasende junge Männer, die kaum unter Kontrolle gehalten werden können. Wütende Horden, ein unkalkulierbares Sicherheitsrisiko und sogar das Horroszenario eines Massakers, das sind die Nachrichten, die aus der Hauptstadt durch das ganze Land schallen sollen, um die am 10. November geplante Parade doch noch zu stoppen.

Am Sonntag wird die Polizei darüber entscheiden, ob Schwule und Lesben auch in Jerusalem für ihre Rechte demonstrieren dürfen, oder ob die Stadt für die Botschaft von Toleranz und gegenseitiger Akzeptanz zu heilig ist. Auch in den Reihen der israelischen Staatsmacht scheint die Parade nicht gerade mit wohlwollenden Augen betrachtet zu werden. Von den Vertretern der Polizei waren in den letzten Tagen zumindest immer wieder Bedenken gegen eine öffentliche Demonstration geäußert worden. Damit aber werden die Haredis weiter ermutigt. So wirft der Haaretz-Journalist Shahar Ilan der Polizei vor, bei Demonstrationen anderer politischer Richtungen niemals Probleme mit Kontroll- und Sicherheitsmaßnahmen gezeigt zu haben, dieses Mal aber ein Horrorszenarium nach dem anderen zu entwerfen.

Auch außerhalb Mea Shearims wird in Israel heftig über Sinn und Zweck einer solchen Demonstration gestritten. Dabei lassen sich die Fronten nicht einfach, wie sich vielleicht vermuten ließe, zwischen religiösen und säkularen Israelis ziehen. Auch viele säkulare Israelis sind der Meinung, eine solche Parade werde dem besonderen Charakter Jerusalems nicht gerecht und provoziere unnötig die dortigen Einwohner.

Diese Argumentation zeigt allerdings auf, wie wenig viele Israelis ihre Hauptstadt kennen. Denn hier leben entgegen dem oftmals vermittelten Bild längst nicht nur religiöse und rechtsextreme Fanatiker. Sicherlich, Jerusalem ist eine besondere Stadt und deren Charakter muss auch eine Demonstration für Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben Rechnung tragen. Wer aber auf einer der letzten Paraden in Jerusalem marschiert ist, der/ die weiß, dass die Demonstrationen hier nicht wie in Amsterdam, Berlin oder Tel Aviv sind. Die Pride in Jerusalem ist eine ausgesprochen politische, ohne die üblichen Wagen mit lauter Technomusik und möglichst provozierenden Outfits der TeilnehmerInnen. Und junge Männer mit Kipa stehen nicht nur gröhlend und randalierend an den Rändern oder versuchen, so viele Demonstranten wie möglich abzustechen, sondern in der Parade marschieren religiöse verschiedener Strömungen und säkulare Israelis durchaus vereint.

Jerusalem ist wohl auch die einzige Stadt in Israel (und Palästina sowieso), auf deren Pride-Parade die Vertreterin einer palästinensischen Lesbenorganisation öffentlich sprechen kann, wie im Jahr 2003 geschehen. Dieser besondere Charakter ist es, der die Parade in Jerusalem einzigartig macht. Gerade in Jerusalem ist diese Stimme für Toleranz und gegenseitige Anerkennung so wichtig. Schade nur, dass dies in der israelischen Diskussion ofmals zu kurz zu kommen scheint.

Category: Gesellschaft
Posted 11/05/06 by: admin



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Comments

wrote:
Zitat aus dem Artikel von Daniel Mahla: "Dieser besondere Charakter ist es, der die Parade in Jerusalem einzigartig macht." - Das riecht schwer nach einer Tautologie: Etwas ist besonders, weil es einzigartig ist. Ginge es nur darum, schlüge ich vor, eine Demonstration von Pinguinen in der Negev zu organisieren.

Entscheidender ist die Frage, ob eine Pride-Parade in Jerusalem politisch sinnvoll sein kann - und das wäre sie nur, wenn die OrganisatorInnen konkrete Forderungen an die Religiösen jeglicher Couleur damit verbänden. Solche Forderungen würden dennoch vor allem als Provokationen verstanden werden und liefen daher auf einen Machtkampf (Säkulare vs. Religiöse) hinaus.

Darüber sind sich die Beteiligten sicherlich klar. Eine Demonstration etabliert keinen Dialog, sondern eine Konfrontation - die aber möglicherweise dort politisch sinnvoll sein kann, wo es keine Dialogbereitschaft gibt. Aus einem anarchischen Impuls heraus sympathisiere ich mit solchen und weitergehenden Pride-Parades: in Mekka, in der Vatikanstadt, in Kingston/Jamaica, in Peking usw.

In diesem Sinne: Forza, Gay-Pride everywhere!
11/06/06 19:41:24

wrote:
Zitat aus dem Artikel von Daniel Mahla: "Dieser besondere Charakter ist es, der die Parade in Jerusalem einzigartig macht." - Das riecht schwer nach einer Tautologie: Etwas ist besonders, weil es einzigartig ist. Ginge es nur darum, schlüge ich vor, eine Demonstration von Pinguinen in der Negev zu organisieren.

Entscheidender ist die Frage, ob eine Pride-Parade in Jerusalem politisch sinnvoll sein kann - und das wäre sie nur, wenn die OrganisatorInnen konkrete Forderungen an die Religiösen jeglicher Couleur damit verbänden. Solche Forderungen würden dennoch vor allem als Provokationen verstanden werden und liefen daher auf einen Machtkampf (Säkulare vs. Religiöse) hinaus.

Darüber sind sich die Beteiligten sicherlich klar. Eine Demonstration etabliert keinen Dialog, sondern eine Konfrontation - die aber möglicherweise dort politisch sinnvoll sein kann, wo es keine Dialogbereitschaft gibt. Aus einem anarchischen Impuls heraus sympathisiere ich mit solchen und weitergehenden Pride-Parades: in Mekka, in der Vatikanstadt, in Kingston/Jamaica, in Peking usw.

In diesem Sinne: Forza, Gay-Pride everywhere!
11/06/06 19:43:31

wrote:
Es geht hier nicht um die Rechte der Homosexuellen, sondern schlicht um Provokation. Jerusalem ist die heilige Stadt dreier Weltreligionen. Dreier Religionen in denen Homosexualität als Sünde gilt. Und genau darum wollen diese Leute da demonstrieren. Es geht ihnen nicht um Rechte, sondern um die Verletzung der religiösen Gefühle anderer. Nichts weiter soll das werden, auch wenn die vorgeschobenen Gründe in schöne Worthülsen verpackt sind. Es ist schlicht eine Schande was da versucht wird. Und ich hoffe, dass die Bevölkerung eine angemessene Reaktion darauf bereit hat. Eine, die die Planung zukünftige Demonstrationen dieser Art bereits im Keim erstickt!
11/06/06 22:41:20

wrote:
Nein AS. Sie wollen dort ihre Feste feiern, wo sie wohnen. In Jerusalem, als Juden und Israelis, und das dürfen sie auch, selbst wenn es einem frommen Fanatiker am Bodensee nicht passt.
11/06/06 22:46:27

wrote:
Gapis hat völlig recht!!!
Wenn irgendeiner Religion irgendetwas und irgendwer als "Sünde" gilt, dann ist das ein Problem jener Religion, und derer, die sie meinen so fanatisch vertreten zu müssen, wie A.S., der sich in seiner/ihrer (???) christlichen/jüdischen/moslemischen (???) Nächstenleibe, nicht einmal einer Drohung entsagen kann, die das Verletzen oder Töten von Menschen zumindest billigend in Kauf zu nehmen scheint. Für mich hört sich die Argumentation ganz nach christlich fundamentalistischer "Logik" an, aber an sich ist das egal. Lass es Dir gesagt sein, A.S. vom Bodensee: Ihr religiösen Fanatiker und eure durchkenallte Vorstellung von Religion waren es in der Geschichte der Menschheit stets, die das größte Unheil angerichtet haben! Ihr Frommen, denen das eigene Leben und das Leben anderer weniger wert erscheint als eure fanatischen Dogmen, Ihr seid das wahre Unglück dieser Erde!
11/06/06 23:07:27

wrote:
Israel soll sich schämen, eigenhändig die heilige Stadt Jerusalem ethisch zu vershmutzen.

Bald hat Israel keine Resoourcen mehr, die die Christen aus aller Welt anlocken, wenn sie die ethischen Übertretungen weiterhin verteidigt.

Israel soll sich schämen, dass sie mit grossem Sophismus versucht, die Homophilie als alte Reaktion der Menschen zu beschreiben (Geschichte von Noah).

Isarael könnte viel von seinen Gerichten, die noch über dieses Land kommen werden, verhindern, wenn es sich ethisch und sexuell nicht selber den Zorn Ihres G'ttes erwecken würden.

Ich finde es tragisch, dass es auch Leute in Israel gibt, die nicht mehr fähig sind, einen Milchhafen und einen Nachthafen voneinander zu trennen!!!

Jeremia 46:28 Darum fürchte dich nicht, du, Jakob, mein Knecht, spricht der HERR; denn ich bin bei dir. Mit allen Heiden, dahin ich dich verstoßen habe, will ich ein Ende machen; aber mit dir will ich nicht ein Ende machen, SONDERN ICH WILL DICH ZÜCHTIGEN MIT MASSEN, AUF DASS ICH DICH NICHT UNGESTRAFT LASSE!!!

Wann kehrt sich Israel endlich wieder zu Haschem - damit er seine Volk vor allen Nationen rechtfertigen kann?

Israek ist nicht ein Volk wie alle andern Nationen, aber es möchte sich krampfhaft zu den Nationen zählen, was die Leute aber immer mehr von ihrem Beschützer weg bringt, und das Volk immer mehr in Bedrängnis kommt...
11/07/06 05:54:18

wrote:
Wenn die HEILIGE Stadt Jerusalem dem Moloch verfallen wird, wird auch ZION vom Islam erobert werden...

Hat das Volk Israel noch keine Einsicht, dass ihr G'tt, Haschem, sie vor den zukünftigen Gerichten - die bald kommen werden - mit seiner Lehre bewahren möchte?

Hat Israel noch nicht erkannt, dass ihr Religions-Sophismus, in sexueller Hinsicht, z.T. grausame Fehlschlüsse sind?
Die den Zorn G'ttes nach sich ziehen wird?

Kennt Israel die Psalmen nicht mehr?

Psalmen 77:8 Ist’s denn ganz und gar aus mit seiner Güte, und hat die Verheißung ein Ende?

Meine Frau und ich haben Israel GROSS auf unsere "Flagge" geschrieben. Jedoch durch dieses sexuelle Ausgleiten wird uns von nun an immer ein Schmutzfleck in unserem Gemüte begleiten...
11/07/06 06:06:21

wrote:
Ich habe nie geglaubt, dass sich Israel einen solch fatalen Ausrutscher erlauben würde.

Insbesondere nicht, als wenige Monate vorher noch ein grausamer Krieg gegen dieses Land wütete.

Dass aber Israel wagt, sich gegen ihren G'tt Abrahams, Isaaks und Jakobs dermassen zu vergehen, war für mich bis zu heutigen Tag unmöglich gewesen.

Die Bilder von betenden Soldaten im Libanon machten auf mich einen tiefen, und triumphalen Eindruck.

Dass das sich gleiche Volk aber kurz danach gegen ihren G'tt ein solches Vergehen erlaubt, ist mir unverständlich.

Ich halte nichts von befürwortenden, religiösen Phrasen - aber ich halte viel davon, dass G'tt nicht umsonst 3. Mose 18 schreiben liess...

Was nützen die Lehren über Essen und Kleiden, wenn doch fundamentale Verhaltensweisen mit sophistischer "Lehre" überrannt werden?

Ich bin erstaunt, dass man den Israelis sagen muss, dass nicht alles, was in der Thora steht zum Guten führt. Dass Haschem so fair war, den Menschen mit seiner heiligen Botschaft zu zeigen, was Gut und Böse ist. Da nützt kein sophistisches Wenn und Aber. Jedoch den guten Rat zu befolgen ist von ausschlag gebender Bedeutung.

Im Leben gibt es zwei Genugtuungen:
a) "Ist gut habe ich es getan (Mizwot)".
b) "Ist gut habe ich es nicht getan (Übertretungen wie homophilie etc.).

Denn der HERR, HERR verändert kein Jota an seiner heiligen botschaft!!!
11/07/06 06:34:17

wrote:
ich finde es nicht in ordnung diese parade in jerusalem zu halten. dies ist für mich nach wie vor ein sehr heiliger ort, in dem etwas magisches, biblisches steckt. wieso muss man diesen zauber kaputtmachen? die frommen werden in rage sein!!!
11/07/06 08:51:08

wrote:
1.Was wird die arabische Welt dazu sagen: "Jerusalem ist nicht wert, in jüdischer Hand zu sein! Noch ein Grund, die Heiligkeit - in dem Fall die angebliche arabische - der Stadt wiederherzustellen."

2.Manche Dinge gehören eben nicht an manche Orte. Eine Pride Parade in Jerusalem gehört dazu. Das ist ein geschmackloser Sittenverfall.
11/07/06 10:41:48

wrote:
Ob nun Jerusalem es wert sei in jüdischer Hand, oder wessen Hand auch immer zu sein, sei einmal dahingestellt. Jedoch erscheint es mir, als haben die Schwulen Jerusalem gerade deshalb für ihre Parade ausgewählt um zu provozieren. Nichts weiter. Es ist eine ganz dumme Provokation, die Jerusalem in jedem Fall nur schaden kann. Diese Leute wollen nicht auf irgendwelche Rechte aufmerksam machen, sondern auf sich selbst. Und dazu scheint ihnen jedes Mittel recht zu sein. Jeder weiß doch, und ich nehme an, die Schwulen und Lesben auch, dass ein solcher Aufmarsch gerade in der heiligen Stadt zu Tumulten führen muss. Nicht nur mit orthodoxen Juden und fundamentalen Christen, sondern auch mit dem gesamten Islam. Gilt Jerusalem doch den Muslimen als drittgrößtes Heiligtum (der Tempelberg) nach Mekka und Medina. Nicht nur Juden und Christen werden sich gegen diese Beleidigung ihrer moralischen und religiösen Werte zu Wehr setzen, sondern auch die Muslime und vor allem die Islamisten. Wer also, wie diese Leute, so eine Parade ausgerechnet in der heiligen Stadt plant, nimmt ganz bewusst ein Blutvergießen in Kauf, oder will ein solches sogar absichtlich herbeiführen.
11/07/06 23:04:03

wrote:
A.S. Vom Bodensee hat Recht. Unser Schöpfer, die Kreaturen werden lassen, daß sie sich vermehren. Hierin liegt die göttliche Ordnung. Weiblich und männlich sind die beiden Pole. Gleiche Polaritäten sind unfruchtbar, stoßen sich nach den Gesetzen der Physik, die auch dem Plan des Schöpfers unterligen, ab.
Ist es natürlich ,wenn sich Frauen mit Frauen und Männer mit Männern paaren?
11/08/06 10:14:00

wrote:
Israel sollte nicht vergessen, wer ihre wahren Freund sind und dass sie dringend Freunde braucht. Die Christlichen Freunde Israels werden sich aber mit Abscheu abwenden, wenn Israel nicht dankbar und demut übt.
Schande!
11/08/06 23:54:36

wrote:
auf die christlichen freunde, die nichts anderes als die mission einer möglichst grosser anzahl juden herbeiführen wollen, können wir verzichten. auch in diesem hagalil-forum. grüsse vom zürichsee
11/10/06 15:31:38

wrote:
Ob Israel auf Freunde verzichten kann, und ob die Frage gestellt werden sollte, was wohl gefährlicher für Israel ist, seine islamischen Feinde, oder seine christlichen Freunde, ist sicherlich eine Diskussion wert. Jedoch sollten sich auch Juden am Züricher See darüber im Klaren sein, dass Israel nicht ohne den Beistand seines Gottes überlebensfähig ist. Ich möchte in diesem Zusammenhang nur an das militärische Debakel der IDF in letzter Zeit, und nichts anderes stellt wohl dieser Waffengang im Libanon dar, erinnern. Hier kann man wohl auch mit Fug und Recht behaupten, dass Israel wohl von Gott verlassen war, als es diesen Feldzug unternahm. Denn Siege sehen bekanntlich anders aus. Und wenn Israel, wie es uns bewiesen hat, schon nicht aus eigener Kraft existieren kann, dann sollte es sich besser mit dem gut stellen, der es bisher beschützt hat. Ob man sich nun mit dem Allmächtigen gut stellt, indem man seine Gebote mit Füßen tritt, wage ich in Zweifel zu ziehen.
11/10/06 20:25:23

wrote:
Steckt nicht bekanntermaßen hinter den meisten Homophoben Anfeindungen der unterdrückte Wunsch nach dem Ausleben der eigenen Homosexualität ?!
11/11/06 14:20:53

wrote:
Oh ja, schon wieder ein Feierabend-Psychologe. Aber heißt es nicht auch: Man solle nicht von sich selber auf andere schließen?
Wie auch immer, der klägliche Versuch anderen seine eigenen sexuellen Fantasien zuzuschreiben entstammt wohl diesem Bedürfnis seinen eigenen Dreck auf andere zu werfen. Und was solche Studien anbelangt, die von irgendwelchen Gutmenschen inszeniert werden; gibt es da nicht eine Studie, die besagt, dass gerade in homosexuellen Kreisen der Prozentsatz der Pädophilen besonders hoch ist?
Nur mal so zum Thema psychologische Studien...
11/12/06 12:07:51

wrote:
Keine Schwulen ect.in Jerusalem.Bis nächtes Jahr in Jerusalem,soll so bleiben,für mich.(Nicht nächtes Jahr in Babylon.)
11/12/06 20:25:29

wrote:
KLARE WORTE DES VATIKAN

JERUSALEM MUSS REIN BLEIBEN!

Jerusalem (http://www.kath.net/inn)
Die für Freitag geplante Parade der Homosexuellen in Jerusalem wurde am Donnerstag abgesagt. Dies berichtet die "Jerusalem Post" am Donnerstag am Nachmittag. Die Polizei hat mehr als 80 Terror-Warnungen erhalten. Die Gefahr der gewaltsamen Ausschreitungen sei zu hoch, deswegen müsse die Parade ausfallen, forderte bereits zuvor der Staatsanwalt Eran Ettinger. Laut Polizei-Chef Ilan Franco hätten etwa 9.000 Polizisten den Marsch schützen müssen.

Am Mittwoch hielt der Oberste Gerichtshof eine Anhörung ab, bei der die Gegner der Homosexuellen-Parade ihre Gründe vortragen konnten. Unter ihnen sind der jüdische Aktivist Baruch Marsel, der Gründer der Organisation "Zaka", Jehuda Meschi-Sahav, und der Minister für Industrie, Handel und Arbeit, Eli Jischai. Auch Jerusalems Bürgermeister Uri Lupolianski rief zu einem Stopp der Parade auf. Am Dienstag, als Lupolianski von einer Veranstaltungshalle in seinen Wagen steigen wollte, wurde er mit Steinen beworfen. Eine Polizei-Eskorte musste ihn schützen.

Viele der Gegner hatten bereits zuvor Proteste angekündigt. Dass es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen während der Parade kommt, war damit nicht ausgeschlossen. Staatsanwalt Ettinger warnte einerseits davor, dass die Gefahr der militanten Ausschreitungen gegen die Paradenteilnehmer hoch sei. Andererseits forderte er das Gericht dazu auf, die Gewaltandrohung nicht zu belohnen, indem es die Parade deswegen abbreche. "Vor der Gewalt zu kapitulieren würde eine Gefahr für die israelische Demokratie bedeuten", sagte Ettinger.

Der Oberrabbiner von Rehovot, Rabbi Simha Kook, versuchte vor dem Obersten Gericht am Mittwoch ebenfalls erneut, den Marsch zu verhindern. Wenn man den Homosexuellen erlaube, in Jerusalem aufzumarschieren, würde dies "die Ehre der Stadt in den Dreck ziehen", so der Rabbiner. "Jerusalem steht im Zentrum der Welt, weil jeder weiß, dass es eine heilige Stadt ist." Kook kamen die Tränen, als er aus Psalm 137 zitierte: "Vergesse ich dich, Jerusalem, so verdorre meine Rechte. Meine Zunge soll an meinem Gaumen kleben, wenn ich deiner nicht gedenke, wenn ich nicht lasse Jerusalem meine höchste Freude sein."

Vatikan gegen Homo-Parade

Auch der Vatikan sprach sich am Mittwoch gegen eine Homosexuellen-Parade in Jerusalem aus. "Der Heilige Stuhl hat bei vielen Gelegenheiten immer wieder betont, dass das Recht auf Meinungsfreiheit seine Grenzen hat, besonders wenn die Wahrnehmung dieses Rechts die religiösen Gefühle von Gläubigen verletzt", hieß es aus dem Vatikan. Jerusalem sei Juden, Moslems und Christen heilig. Der Vatikan habe seinen Gesandten in Israel gebeten, das Bedauern über die Entscheidung, die Parade stattfinden zu lassen, zu übermitteln. Der Vatikan hoffe, dass die Erlaubnis noch zurückgenommen werde, als "Zeichen des Respekts gegenüber religiösen Gefühlen all derer, die die Heilige Stadt verehren." Der Vatikan verurteilt homosexuelle Beziehungen als "schwere Verirrungen" und als "zutiefst unmoralisch".
11/13/06 00:51:21

wrote:
israel sollte sich lieber nicht irgendwelchen religioesen fanatikern (weder christlichen noch juedischen noch muslimischen) seine politischen entscheidungen vorschreiben lassen. schon gar nicht von irgendwelchen christen die israel fuer die speerspitze im kampf gegen das boese in der welt halten. israel hat auch noch genug freunde die nicht solche forderungen stellen und die es als weltlichen staat, der er ist, anerkennen, der die rechte aller seiner buerger unabhaengig von religion, sexualitaet oder politischer meinung schuetzen sollte.
11/13/06 11:21:56

wrote:
Religiöse Überzeugungen stellen eine Entscheidungsgrundlage bei jedem Einzelnen auch in politischen und gesellschaftlichen Fragen dar. Und auch das Rechtsempfinden ist davon abhängig. Wer andres fordert ist schlicht ein törichter Narr. Aber es freut mich doch sehr, dass die hl. Stadt von diesem Menschenschlag verschont bleibt.
Wir haben diesen Jugendverderbern schon zu viel Toleranz entgegengebracht. So viel, dass sie es wagten ihre Finger nach dem Heiligen auszustrecken. Wir sollten diese Toleranz nochmals überdenken. In Jerusalem und an jedem anderen Ort auf dieser Welt.
11/13/06 19:09:09

wrote:
Über welche Toleranz wollen Sie nachdenken? Ich kann bei Ihnen leider keine feststellen...
Toleranz muss man bei religiösen Fanatikern ja leider mit der Lupe suchen.
11/13/06 22:10:32

wrote:
Ich meinte die Toleranz, die wir diesen Leuten bisher entgegengebracht haben. Zum Dank dafür verspotten sie die Gebote des Einen Gottes und uns. Wir können das auch wieder ändern. Und wir sollten es tun! Nicht nur in Jerusalem! Ob nun Jude, Muslim oder Christ. Die Gebote diesbezüglich sind in allen drei Religionen gleich. Die Frevler haben diesmal den Bogen überspannt.
Für solche Leute gibt es nur eine Form der Toleranz, die NULL Toleranz. Was Sünde ist, bleibt Sünde. Und wir sollten auch wieder anfangen das offen und ohne Rücksicht zu sagen.
11/13/06 22:32:01

wrote:
Aha, NULL Toleranz: Danke für´s "Hosenrunterlassen"...
11/13/06 22:42:38

wrote:
@Rinti
Keiner von uns Juden braucht diese Art von bigotten christlichen "Freunden", wie Dich!
11/21/06 12:49:50

wrote:
hello!
11/22/07 09:47:21

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