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Shalit kann nicht weg, Hass kann nicht bleiben

Unter diesem Titel publizierte Ben Cohen auf der Blogg-Seite des American Jewish Committe eine Meldung, die aus unverständlichen Gründen von denselben Mainstream Medien nicht gebracht wird, die sich darüber aufregen, dass Israel keine Korrespondenten nach Gaza einreisen lässt...

Übersetzt und kommentiert von Karl Pfeifer

"Gazamussleben" bewahrt – wenigstens bislang – Stillschweigen über die Entscheidung der Hamas die israelische Journalistin Amira Hass aus Gaza auszuweisen. Hass, die bekannt ist für ihre propalästinensische Berichterstattung, kam in den Gazastreifen erst unlängst auf einem Boot, das von Pro-Hamas Aktivisten von Zypern nach Gaza gesandt wurde.

Hass hat ihren Freunden und Bekannten diese E-mail gesandt:

Von: „amira hass“
An:
Datum: Mon, 1 Dec 2008

Ihr Lieben alle
Ich wurde angehalten gaza zu verlassen.
Die Hamas Sicherheit – die Behörde welche darauf bestand mich während fast drei Wochen 24 Stunden am Tag zu begleiten, befahl mir heute (Sonntag) Mittag, sofort auszureisen. Die großen Bemühungen meiner Freunde haben nur eine Geste gebracht: man hat mir erlaubt meinen Aufenthalt um ungefähr 20 Stunden zu verlängern und ich muß morgen (Montag) ausreisen.
Der Grund, es ist überflüssig es zu sagen, ist „Sicherheit“. „Die Bedingungen haben sich geändert, es ist gefährlich und wir haben spezifische Information erhalten, dass es Gefahr für Ihr Leben gibt.“
Spezifisch beileibe nicht, es sind nur die gleichen Dinge die ich von Arafats Sicherheit 1995 und 1999 hörte, nur das dieses ancien regime eine Art Flexibilität und Unordnung hatte – die es meinen (anderen Freunden und Bekannten) erlaubte die Order rückgängig zu machen.
Ich sehe dafür das dies jetzt passieren könnte keine Möglichkeit
Ich bin professionell frustriert und persönlich traurig, so traurig: Ich habe von einigen meiner Freunde Abschied genommen – und ich weiß es fast sicher, dass wir uns für viele Jahre nicht sehen werden können. Ich plante bis Ende Januar zu bleiben – so viele Dinge zu untersuchen: zu lernen. Ich spielte sogar mit dem Gedanken ein Buch zu schreiben…
Kümmern Sie sich nicht um mich. Mir wurde ein seltener Besuch im Gefängnis erlaubt. Ich traf Freunde und wurde wieder erinnert, von der Nähe, wie die Leute alle eingesperrt sind und ihr Leben anpassen an die Abstellung der Elektrizität und den bevorstehenden israelischen Einfälle, und der immer lauter werdende Diskurs des istishaad (Märtyrertum).
amira


Die Zeitung Haaretz, für die Hass schreibt, weist auf einen wichtigen Punkt hin, der in ihrer mail nicht erwähnt wurde:

Die Gefahr für Israelis erreichte einen Höhepunkt nachdem palästinensische Militante, inclusive diejenigen von Hamas, den israelischen Soldaten Gilad Shalit während eines Überfalls über die Grenze gefangen genommen hatten. Shalit bleibt in Gefangenschaft vermutlich der Hamas.

Dass es Hass anscheinend nicht über ihre Lippen bringt, die lange dauernde Gefangenschaft von Gilad Shalit zu erwähnen, und noch viel weniger eindeutig die Entscheidung von Hamas (allein von Hamas) die journalistische Freiheit zu unterbinden, wäre es unrealistisch zu erwarten, dass die Bewegung Free Gaza, welche als Solidaritätsorganisation für Hamas funktioniert, dies tut.

Es erinnert mich an eine treffende Bemerkung, die ich von einem israelischen Professor in Belgrad hörte bei einem frühen Besuch des ehemaligen Jugoslawien am Beginn des Krieges dort: Dass jedermann sich kümmert um Leute die von Fremden malträtiert werden, doch niemand ist besorgt wenn das von den eigenen Führern gemacht wird.

Soweit Ben Cohen. Die "Frauen in Schwarz" und "Gazamussleben" sowie Fritz Edlinger hätten Gelegenheit, sich für Amira Hass einzusetzen, die zwar nichts bemerken will zu Gilad Shalit, aber von Mitleid für ihre Freunde ergriffen wird, weil manchmal der Strom abgeschaltet wird.

Posted 12/03/08 by: admin



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