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Iranisches Majlis (Parlament) überlegt neue Gesetze: Hinrichtung von "Apostaten" und "Hexen"

Religiöse Menschenrechtsorganisationen sind besorgt wegen neuer Gesetze, die dem Iranischen Majlis vorgeschlagen werden und eine Todesstrafe für Apostasie vorsehen...

Von Karl Pfeifer

Die größte Sorge bereitet der Teil des Gesetzes, der die Todesstrafe für alle einführen würde, die vom Islam zu einer anderen Religion konvertieren, eine Bestimmung, die nicht nur Bahai sondern auch Christen, Juden und andere betreffen würde.

"Dieses vorgeschlagene Gesetz ist gegen alle Menschenrechtsnormen und Standards, inklusive diejenigen internationalen Abkommen, denen der Iran zugestimmt hat" sagt Bani Dugal, der wichtigste Repräsentant der Internationalen Bahai Gemeinschaft bei den Vereinten Nationen.
"Es ist wichtig für die internationale Gemeinschaft sich dagegen auszusprechen, jetzt, bevor es zu spät ist und der Entwurf iranisches Gesetz wird."

"Das Gesetz, jemand als Apostaten zu bezeichnen, soll auch gegen diejenigen angewandt werden, die einer anderen Religion als dem Islam angehören und einen muslimischen Elternteil hatten zur Zeit der Empfängnis. So würde zum Beispiel das Kind eines Muslims und einer Christin, das den christlichen Glauben annimmt, unter die Bestimmung des Gesetzes fallen und deswegen Subjekt einer Hinrichtung sein.

Quelle: http://news.bahai.org
Übersetzung des Gesetzvorschlages (Pdf)

Laut Artikel 112 ist eine extraterritoriale Rechtssprechung vorgesehen. Danach könnten diejenigen bestraft werden, die außerhalb des Irans vom Islam zu einer anderen Religion konvertieren. Das würde z.B bedeuten, dass das Kind eines iranischen-muslimischen Vaters und einer österreichischen Christin, das in Österreich geboren wurde und sich zum Christentum bekennt, anlässlich einer Reise in den Iran, verhaftet und hingerichtet werden könnte.

Interessant ist auch Artikel 225-12 des vorgeschlagenen Gesetzes, der bestimmt: "Jeder Muslim der sich mit Hexerei befasst und diese als Beruf oder Sekte in der Gemeinschaft bewirbt, wird zum Tode verurteilt".

Wäre ich Zyniker, würde ich bemerken, dass man als Reisender im Iran jede Berührung mit einem Besenstiel vermeiden sollte. Das ist der Staat mit dem die zum Teil der Republik Österreich gehörende ÖMV ein Milliardengeschäft abschließen will, das von allen im Parlament vertretenen Parteien befürwortet wird.

Category: Iran
Posted 02/24/08 by: admin



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Comments

wrote:
nun, dan reist man nicht in den iran,
genauso wie man nicht in arabiche laender reist.
wer geht freiwilig nach gaza?
02/24/08 22:08:47

wrote:
Die Kleinschreibung gefaellt mir, macht das Deutsch lesbarer und einfacher verstaendlich.
Also wer Mission (Arbeit, Beruf, Glaube) verbietet, wird natuerlich noch Steigerungen fuer Ungehorsame anstreben?
Nur in Freiheit kann Glaube wachsen?
Leider steht in den Heiligen Schriften das Gegenteil!
Gott wird Iran richten!
Das Gericht Gottes hat schon begonnen!
02/25/08 14:52:42

wrote:
das ganze ist für die iraner, die nicht in das ausland entkommen können ganz und gar nicht lustig. wie auch david das leben unter der hamas nicht witzig sein kann. und wieder schauen alle nur zu. das ist schlimmer als der klerikalfaschismus unter franko in spanien. wie wäre es mit einer revolution???
02/25/08 17:14:07

wrote:
"wie wäre es mit einer revolution???"

Das muss jedoch von innen heraus passieren. Im Iran ist das hoffentlich eine Frage der Zeit, die Mehrheit der dortigen Jugend wird sich das nicht auf Dauer gefallen lassen. Hoffe ich zumindest.
02/25/08 20:21:51

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