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Wiener "Oberrabbiner" ist wieder aufgetaucht

Der selbsternannte Wiener "Oberrabbiner", Mosche Arieh Friedman, von der Wiener Gemeinde auch als Hochstapler und Exot bezeichnet, ist nach dreiwöchigem "Verschwinden" wieder aufgetaucht. Friedman hatte an der Konferenz der Holocaustleugner in Teheran teilgenommen und ward seitdem nicht mehr gesehen. Gegenüber der Zeitung Haaretz dementierte er, nach der Konferenz, bei der er von Präsident Ahmadinidschad öffentlich und persönlich begrüßt wurde, von den iranischen Behörden verhaftet worden zu sein. Seine "Abwesenheit" sei geplant gewesen...

Von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 7. Januar 2007

Der Rabbi habe an der Konferenz in Teheran zwecks Gedenken "an meine Familienangehörigen, die im Holocaust umgekommen sind" teilgenommen. Dreimal täglich bete er für das Verschwinden Israels "mit friedlichen Mitteln". Niemals habe er sich gegen das Recht des Iran ausgesprochen, eine Atommacht zu werden.

Sechs Mitglieder der fanatischen jüdischen Neturei Karta aus New York, London und Wien nahmen Anfang Dezember an der Konferenz in Teheran teil, wo der Holocaust "neu untersucht" werden sollte. Jüdische Organisationen distanzierten sich von den ultraorthodoxen Rabbis und forderten sogar deren Exkommunikation.

Im Gegensatz zu den anderen jüdischen Teilnehmern, die inzwischen Reue geäußert haben, rechtfertigt Friedman weiterhin seine Teilnahme an der Konferenz. Er sprach telefonisch von seiner Wiener Wohnung aus mit dem Berliner Korrespondenten des Haaretz. "Erstmals in der Geschichte war das ein offenes Ereignis, und nicht eines, das die Leidern meiner Familie politisch nutzte, um den Holocaust der Israelis an einem anderen Volk (Palästinenser) zu legitimieren." Friedman lobte gegenüber der israelischen Zeitung das "Fest der freien Meinungsäußerung" mit dem Iran "der Welt ein Exempel gesetzt" habe.

Während er in Teheran vom Holocaust als einer "erfolgreichen Fiktion" mit "legitimen Zweifeln an einigen Statistiken" sprach, redete er nach seiner Rückkehr nach Wien von der "Tatsache", dass sechs Millionen Juden im Holocaust ermordet worden seien. Möglicherweise befürchtet er, wie der "Historiker" David Irving, in Österreich strafverfolgt zu werden, wegen dem Verbot, den Holocaust zu leugnen.

Friedman, der erst am 24. Dezember den Iran verließ und zunächst nach Dänemark flog, behauptete, von den iranischen Behörden nicht "festgehalten" worden zu sein. Vielmehr sei er vom Iran zu einer weiteren Konferenz nach Isfahan eingeladen worden und habe dann in Dänemark an einem "interkonfessionellen Dialog" teilgenommen. Er sagte nicht, wo der stattgefunden habe. Friedman dementierte, im Iran im Gefängnis gesessen zu haben: "Das iranische Außenministerium beherbergte mich in einem 150 Quadratmeter großen Palast und ich durfte mit jedem sprechen, wie ich wünschte. Sie behandelten mich so wie niemanden anderes."

Friedman lobte den "besonders freundlichen" Präsidenten Ahmadinidschad. "Zwar gibt es nur ein einziges Foto, wie wir uns gerade küssen. Tatsächlich haben wir uns aber zwanzig bis dreißig Mal geküsst", versichert Friedman dem Haaretz. Friedman erzählt, schon früher im Iran gewesen zu sein, und dabei auch "das Schlafzimmer der Ayatollah Khomeini" besucht zu haben. Aus dem Artikel geht nicht hervor, ob das schon zu Lebzeiten des Ayatollah war. Weiter sagt Friedman, dass kaum jemand den iranischen Präsidenten und dessen Ehefrau "aus gutem Hause" so gut kenne wie er.

Wie Haaretz weiter ausführt, habe der antizionistische Rabbi in der Vergangenheit enge Kontakte zu Jörg Haider gepflegt, sich in Europa mit Hamas-Ministern getroffen und in Paris für die Genesung des Präsidenten Jassir Arafat gebetet.

© Ulrich W. Sahm / haGalil.com

Ein jüdischer Kronzeuge
Der Rundumschlag des Moishe Arye Friedman

Category: Österrreich
Posted 01/07/07 by: admin



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