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Eine kurdische Sicht: Der sunnitische Islam

Die Türkei nennt sich gerne ein hundert prozentiges islamisches Land. Aber in diesem Land gibt es Millionen Menschen, die anderen Glaubensrichtungen angehören. Die Alleviten geben nach Schätzungen ihre Einwohnerzahl mit 15 bis 20 Millionen Menschen an. Es gibt noch die Zarathustra Anhänger- kurdische Jeziden-, die christlichen Assyrer, Armenier, Griechen und Juden...

Ein Gastkommentar des kurdischen Schriftstellers Haydar Isik

Nehmen wir die Alleviten. Diese, meist aus Kurden bestehende Glaubensgemeinschaft hat ihre religiösen Elemente hauptsächlich aus dem Zarathustra Glauben, aus dem Jüdischen, Christlichen und Islam aufgenommen. Sie hat keine Moscheen und richtet sich nicht nach den sogenannten fünf Säulen des Islams. Die Alleviten haben keinen heiligen Krieg (Djihad). Sie sind demokratisch gesinnt, friedlich und an die westlichen Werte orientiert.

Aber dieser Glaube wurde zu allen Zeiten von den sunnitischen Türken unterdrückt. Er wurde früher vom osmanischen Despotismus und seit Gründung der Republik vom Regime Kemal Atatürks verfolgt und Progromen ausgesetzt. Viele Osmanische Sultane, die auch Kalifen waren, schickten ihre Truppen gegen die Kizilbashi (Rotköpfe - so nennt man die Alleviten), um den sunnitischen Islam von den "Ketzern" rein zu halten.
Die Alleviten werden von den sunnitischen Moslems als die niederträchtigsten Menschen angesehen, da sie ihrer Verleumdung nach keine Mutter und Schwester anerkennen und Inzest begehen. Die Alleviten können nur Moslem werden, wenn sie vorher 40 Jahre lang zum Christentum konvertiert sind. Dann dürfen sie den Islam annehmen. Wenn ein Moslem sieben Alleviten tötet, ebnet der Prophet ihm den Weg zum Paradies. Durch solche Repressionen bleibt vielen Alleviten nur ein Weg frei, sich aus Angst zu verleugnen.

Die vom Westen als modern bezeichnete Türkei erkennt die Alleviten seit ihrer Gründung nicht an. Nach dem Militärputsch 1980 ließen die Generäle in den kurdisch allevitischen Dörfern Moscheen bauen und die Kinder der armen Alleviten in den sunnitisch religiösen Schulen einschulen, um die Kurden zu assimilieren.

Im Jahr 1978 wurden nach einer Freitagspredigt in den Moscheen von Marash einhundert und zehn allevitische Kurden, meist Frauen und Kinder bestialisch von aufgebrachten türkischen Fanatikern umgebracht. Auch in Sivas wurden vor zehn Jahren 35 allevitische Intellektuelle, die sich für eine allevitische Kulturveranstaltung im Hotel Madimak befanden, unter den Augen des Militärs von den Türkisch-Sunnitischen Massen lebendig verbrannt.

Herr Ministerpräsident Erdorgan las vor einigen Jahren in Urfa ein Gedicht mit dem Inhalt „unsere Minarette sind unsere Bajonette, unsere Moscheen sind unsere Kasernen.“ Dieser Mann, der bis vor Kurzem ein blühender Islamist war, ist heute ein blühender Laizist geworden. Was hat sich geändert?

Hisbollah

Heute werden die islamistischen Terroristen vom sunnitischen Islam rekrutiert. Die Türkei hat in den 90`er Jahren eigenhändig von der Jandarmarie-JITEM (eine Konterguerilla gegen die PKK) aus der sunnitischen Bevölkerung die Hisbollah gegründet. Um ins Paradies zu gehen hat diese Bande „die gottlosen kurdischen Kämpfer“ getötet. Tatsächlich haben diese religiös blind und scharf gemachten Killer nahezu 10.000 kurdische Intellektuelle, Ärzte, Rechtsanwälte, Schriftsteller, Journalisten, Lehrer umgebracht. Damals hat die Welt den Schrei der Kurden nicht gehört. Der heutige Innenminister, Aksu war damals auch Innenminister und sagte sinngemäß: „Wir müssen gegen die PKK Menschen aufbringen, in deren Hand die Gebetskette ist.“ Aksu war einer davon, der die Gründung der Hisbollahs begünstigt hat. Nachdem die PKK sich aufgelöst und den bewaffneten Kampf aufgegeben hatte, haben diese Hizbollahanhänger sich gegen die Juden gewandt.

In diesem Jahr hat das von Aksu`s Innenministerium hervorgebrachte Reuegesetz angeblich bezweckt die PKK Kämpfer aus den Bergen ins Gefängnis zu holen. Aber in Wirklichkeit wollte man mit diesem Gesetz einstige Hisbollah-Terroristen begünstigen. Hunderte von diesen Mördern kamen frei und bewegen sich nun auf dem Nährboden des politischen Islam, welcher von der AKP-Partei, Erdogans, ermöglicht wurde.

Die Türkei hat eine Paranoia. Wenn sie den Kurden ihre Rechte gewährte, glaubt man, dass das Land gespalten würde. Diese tief sitzende Angst lässt das Kemalisten-Regime nicht sachlich denken. Um den Kurden keine Freiheit zu geben, machen sie alles mögliche. Der Premierminister Erdogan sagte: Wenn man nicht daran denkt, dass es ein Kurdenproblem gibt, dann gibt es eben kein Kurdenproblem. Er will damit sagen, die Kurden sollen sich wie die Alleviten selbst verleugnen. Aber das Bewusstsein der Kurden ist nicht mehr zurückzudrängen. Daher ist die Türkei gefordert, das Problem aller Probleme- das Kurden Problem- politisch zu lösen. Sonst wird dieses Land niemals stabil.

Die Türkei soll den Kurden, die, international anerkannten Minderheitenrechte, verfassungsmäßig zu erkennen und den Alleviten freie Glaubensausübung ermöglichen. Dann wird sie demokratisch und kann in die EU kommen.

Die westliche Welt hat leider auf das falschen Pferd gesetzt. Man hat die Generäle und ihr rassistisches Regime, den Kemalismus, als säkular und modern bezeichnet und gefördert. Und man hat keinerlei Druck auf die Türkei ausgeübt, dass die Kurden und Alleviten frei kommen können.

So wie die von Saddam begünstigten sunnitischen Banden wird auch Al Qaida mit dem Kapital des Arabo-Sunnitischen-Islam hochkommen. In allen moslemischen Ländern, in denen die sunnitische Konfession in der Macht ist, wird der Djihad Aufruf gegen Giavur (Ungläubige) immer wieder kommen. Da die Sunniten die Interpretation des Islams nur zu Gunsten ihrer Konfession auslegt, und sich nicht reformiert hat, werden sie für anders denkende Menschen eine potentieller Gefahr stellen. Natürlich wird das Vorhaben dieser Konfession gestärkt, wenn auch in dem Koran die Führung des religiösen Krieges vorkommt.

„Wenn es Euch auch nicht gefällt, wird der Krieg eure Pflicht. (Bakara Sure, 216) „ Außerdem sind die sunnitisch religiösen Schulen, die von einem seriösen, weltoffenen und völkerfreundlichen Unterricht sehr weit entfernt, sind von der türkischen Regierung verbreitet. Es gibt einen kurdischen Spruch: Ein halber Arzt nimmt einen Menschen das Leben, aber ein halber Mullah macht den ganzen Glauben kaputt.

Die Türkei wurde mal vom Pantürkismus mal vom Panislamismus oder wie wir heute haben, in einer Synthese der beiden Ideologien regiert. Wenn jemand dieses Land in diesem Zustand als säkular bezeichnet, sagt er nicht die Wahrheit. „Die Ehrlosigkeit in der Welt ist schlimmer als die Qual des Grabes.“ sagt ein kurdischer Spruch. Da die Politiker meist nur das Geschäftsinteresse ihres Landes vertreten, verwischen sie die Dinge wie es ihnen passt. Zum Beispiel habe ich oft gelesen, dass das Saddamregieme säkular sei. Wenn man in Bagdad in ein Taxi einsteigt, wird im Radio oder auf Kassetten aus dem Koran vorgetragen.Ich habe dies persönlich erlebt.

Die USA und der Westen müssen die Realität des Islams endlich richtig und differenziert betrachten. „Tausend Freunde sind wenig, ein Feind ist zuviel.“ sagen die Kurden. Wenn man seine wahren Feinde begünstigt, und den sunnitischen Islam in der Türkei, Irak, in allen arabischen Ländern als Partner hofiert, und den Alleviten und anderen Glaubensrichtungen keine Hilfe und Achtung schenkt, werden selbstverständlich El Qaida, Hisbollah, Ibda-C und andere terröristische Organisationen im Herzen der Menschheit neue Wunden bringen. Man darf nicht vergessen, dass die Mörder vor den Istanbuler Synagogen einst gewünschte „gute religiöse Personen waren, in der Hand die Gebetskette, um die Kurden zu killen.“

Die Staaten und Organisationen, die der Türkei beistehen in die EU zukommen, müssen unbedingt die Reformen fordern. Außerdem denke ich, wer ehrlich für die Aufnahme der Türkei in die EU ist, muss gleichzeitig die demokratischen Institutionen, unterstützen besonders den Kurden helfen, dass sie die Türkei fürEuropa konvertibel machen können.

Haydar Isik, 041203

Category: Türkei
Posted 02/18/08 by: admin



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Comments

wrote:
Liegt es an der leider so schlechten Übersetzung oder am Autor selbst, dass der Artikel so wirr wirkt?
02/18/08 19:12:01

wrote:
danke schön herr haydar isik für diesen artikel über kurden, islam und türkei....
02/18/08 21:59:57

wrote:
Eine äusserst rassischtische Darstellung der Tatsachen von einem allevitischen Kurden. Weder Religionen nach Nationen sind terroristisch veranlagt, sondern Menschen die sich in Hass schwelgen. Darüber sollte der Autor nachdenken.
02/18/08 22:46:45

wrote:
kein sachlicher Beitrag..
02/18/08 23:27:59

wrote:
schade eigentlich das es solche hetzer wie diesen schriftsteller gibt.die hervorgebrachten argumente gleichen einem luftschloss........es ist mir unverständlich das sich ein pkk sympatisant in die opferrolle versetzen möchte.
02/19/08 01:16:51

wrote:
ein schlichter artikel der die wahrheit kurz und knapp erzählt
02/19/08 09:41:43

wrote:
als neutraler betrachter, kann ich den inhalt des artikels nur bestätigen. die alleviten haben sich nie an die staatlichen unterdrückungsaktionen gegenüber den christen wie Assyrer, Armenier und Griechen beteiligt.
02/19/08 14:32:59

wrote:
Herr Isik, ist ein kurdischer Intellektuelle der am eigenen Leibe erfahren hat, was türkischer Faschismus ist. Seine Darstellung der Tatsachen ist zutreffend und keineswegs überzogen. Die jenigen, die seine Worte anzweifeln können sich gerne in die Türkei begeben und sich selbst einen Bild davon machen, was Herr Isik zu schildern versucht, aber wenn das zu viel verlangt ist, kann man auch anhand der modernen Medium Internet etc..groß angelegte recherschen vornehmen und es wird wahrscheinlich einige verblüffen und teils Dumm aussehen lassen, aber die Realität ist weit tragischer, als Haydar Isik dargestellt hat.
02/19/08 15:50:11

wrote:
Habe gestern schon meinen Kommentar zu Haydar Isik gegeben und stelle heute leider fest, dass Hagalil einen weiteren Artikel von ihm veröffentlicht hat!
Bitte Hagaglil boykottiere doch diesen kurdischen Faschisten, er will nämlich die seit mehreren hundert Jahren anhaltende Freundschaft zwischen Türken und Juden vernichten.
Vielen Dank an Israel, denn dieser äußerst wichtige Staat für unsere Welt, verkauft seit Jahren unbemannte Flugezeuge an die Türkei, mit denen man die Terroristen der PKK erfolgreich bekämpft.
02/19/08 16:46:49

wrote:
1. Autor gibt keine Quellen:
bsp.:
- "Die Alleviten können nur Moslem werden, wenn sie vorher 40 Jahre lang zum Christentum konvertiert sind. Dann dürfen sie den Islam annehmen"
2. Begriffe werden vermengt:
- "Die Türkei hat eine Paranoia."
Ich dachte Personen können dies haben, aber nicht Länder und Staaten?
Die Klarheit der Begriffe und Argumente
läßt sehr zu wünschen übrig.
3. Aussagen wie:
"Dieser Mann, der bis vor Kurzem ein blühender Islamist war, ist heute ein blühender Laizist geworden. Was hat sich geändert?", zeigen extrem starres Denkmuster.
Menschen können sich aufgrund ihrer Erfahrungen verändern, sonst läßt sich das Leben nicht aushalten ... (einmal täter/opfer immer täter/opfer)
4. Sammlung von kurdischen Sprichwörtern, hilft dem Inhalt nicht wirklich weiter.

5.Leider scheint Autor von westlicher Aufgeklärtheit noch weit entfernt. Aber vielleicht wird es noch...
02/19/08 16:56:21

wrote:
Ein Rätsel warum man Rassisten wie Isik die Möglichkeit gibt Beiträge zu verfassen und zu veröffentlichen. Während man gegen andere Rassisten vorgeht scheint man andere zu dulden. Ein trauerspiel das seinesgleichen sucht.
02/19/08 17:49:12

wrote:
Menschen wie der Autor des Textes, die selbst faschistisch veranlagt sind, und andere damit beschuldigen, sollten sich zuallererst einmal an die eigene Nase packen. Es stimmt, dass die Aleviten, die leider eine Minderheit sind, lange Zeit unterdrückt und zum Teil Opfer bestialischer Massaker wurden! Doch mittlerweile kann jeder, in der Türkei lebende Bürger den gewünschten Glauben ausüben! Die Aleviten werden weder verfolgt noch werden ihre Anerkennung bestritten. Außerdem stört mich die bonierte Einstellung des Autors in dem er sagt "Wenn ein Moslem sieben Alleviten tötet, ebnet der Prophet ihm den Weg zum Paradies." So etwas SINNLOSES habe ich noch nie gehört! Eine kurze Information nebenbei, weder das Aleviten- noch Sunnitentum gab es zu Zeiten unseres Propheten nicht, deswegen kann ich mir leider nicht erschliessen warum Herr Isik solch eine Aussage zu machen vermochte.
Und als Türkin, die den größten Teil der Geschehenisse in der Türkei erfährt, kann ich garantieren, dass es dort auf keinen Fall so ist, wie es geschildert wurde!
02/19/08 18:11:50

wrote:
Sehr gut geschrieben. Dem stimme ich 100 % zu. Den Kurden und den Aleviten müssen Menschenrechte gegeben werden sonst wird in Faschistan also in der Türkei viel Blut fließen.
02/19/08 18:52:37

wrote:
Herr Erdogan und die Kurden sollten sich mal ernsthaft Gedanken über die "Minderheitenrechte", "Freiheit" und Andersdenkende machen. Kurden und Türken haben seit 1914/15 bis heute Milionen von Menschen umgebracht, verscleppt, zwangsislamisiert und ermordet. Kurden und Türken, warum schweigt ihr ?????
02/19/08 19:46:24

wrote:
Anmerkung zu http://www.hagalil.com/01/d...
Eine kurdische Sicht: Der sunnitische Islam. Haydar Isik, Mühchen

Deutschland und sein kurdisch-allevitischer Intellektueller
Deutsch-jüdische Verschwörung gegen Türkei und Kurdistan?

(aoBerlin, 19.02.2008) Kurdische Aleviten bevölkern seit jeher (ca. 1000 Jahren!) Westkurdistan, von Kaukasus und Schwarzem Meer über Zentralanatolien bis hin zum Mittelmeer einschließlich der nördlicher Levante. Ihre sozialpolitische Einstellung zum Islam und anderen Religionen bzw. Ideologien und war und ist unverändert dieselbe: Freies Leben nach Vernunft! Westkurden stehen hier mit Alt-Griechen im Bunde. Diese haben den „neuen euro-amerikanischen Westen“ geprägt und nicht umgekehrt. Kurdische Yeziden (ebenso wie die Druzen) sind dagegen immer noch streng stammesorientiert. Bei Westkurden, also den Aleviten, rangierte das Individuum dem Stamm, der Freigeist der Doktrin vor. Bei Yeziden gilt es umgekehrt. Diese zählen nicht mit Sicherheit zu den ostkurdischen, iranischen Zarathustras, dessen dualistische Sichtweise heute noch feste Gültigkeit hat. Der so genannte Westen einschließlich der ARD mit ihrem schmutzigen Tatort „Wem Ehre gebührt“ leidet ebenso wie der Orient an ewigen Widersprüchen zwischen Einzelnen und Gruppen: (Mit-)Bürger und deutsches (Staats-)Volk!

Kurdische Aleviten und Yeziden wurden/werden politisch verfolgt, solange sie sich ins Reichsvolk der Türken und Araber nicht assimilierten, also ihre Lebensweisen nicht aufgaben. Das gilt für sie auch jetzt – in der Türkei oder Deutschland! Erdogan behält hier Recht. Die „Republik Türkei“ (Vorbild für Adolf Hitler!) basierte - dank westlicher Terrorhilfe - vehement auf absoluter Einheitlichkeit und nun versagt sie, sie stürzt zusammen! Zwangsassimilation der Kurden in der Atatürk-Republik oder der Türken bzw. der Moslems im nun wütenden Europa ist Verbrechen gegen die Menschlichkeit – natürliche Integration dagegen nicht! Türkische Regierungen und Politiker, die erkannten, dass ihr Staat mono- oder gar pseudo-türkischer Trug war und diesen zu beheben versuchten, sind mithilfe der NATO gestürzt oder liquidiert worden! Man will es nun auch mit Erdogan wagen, nachdem dieser in der kurdischen Frage scheitert.

Kurdische Intellektuelle in Deutschland, die eingedeutscht, eingebürgert sind, sollten in ihren Aktivitäten Bestand und Persönlichkeit aufweisen, keine falsche Doktrinen gegen eigene oder die der anderen Gemeinschaften verbreiten. Der „demokratische Westen“ hat eigene Lasten und Sorgen und führt realen Krieg u. a. im islamischen Orient. Deutschland wie die USA und Israel verschulden genauso wie die Türkei einen üblen Spezialkrieg gegen die kurdische Gemeinschaft: Dividi Impiri. Die sunnitische türkisch-kurdische Hizb-u-allah tötete auf staatspolitischen Befehl hin - unter Pentagons Mitwirkung! Spezialdienste brachen in meine Wohnung am 11.04.2001 hinterhältig ein und klauten auf politischen Befehl des deutschen Staates hin! Die deutsche SPD trieb eingebürgerte Kurden in die PKK hinein um dann bereits eingedeutschte Kurden eben wegen PKK-Sympathie auszubürgern! Heute unterstellt man Deutschland offen, die PKK längst unterwandert und sie als „gemeinsamen Feind der Türkei und USA“ missbraucht zu haben.

Anführer und Intellektuelle kurdischer Aleviten und Yeziden in Deutschland verbleiben gut beraten, sich vom so genannten Westen (Christen und Juden!) nicht als Instrumente gegen andere Gruppen, einschließlich Türken und sunnitischer Moslems, benutzen zu lassen. Wer redet denn heute noch von Armeniermorden? Etwa G. Bush und A. Merkel?!

© Abdallah Osman, syrisch-kurdischer Publizist, Berlin.
02/19/08 19:54:36

wrote:
So meine lieben...
Es ist schrecklich, wiviele hier bullshit reden. Fakt ist, dass sich keiner von euch trauen sollte was zu schreiben, ohne in den Regionen selbst gelebt bzw. eine Zeit dort verbracht zu haben.

Es ist wie "er hat mir dass und das gesagt, also muss ich das glauben!" oder "ich hab das und das gelesen, also stimmt das auch".

Spricht nie von etwas, dass ihr nicht versteht oder selbst gesehen habt, sonst bringt wenigstens BEWEISE (Links etc.).

Die Türkei ist heute weitgehend ein multikultureller und moderner Staat, dass sich auch weiter in diese Richtung entwickeln wird. Das Denken vieler Türken ist heute auch nicht mehr so wie es mal war.
Viele sind gar nicht mehr so rassistisch eingestellt wie es mal war... Man macht meist einfach nur ein Bogen um die Kurden.
Und wieso, weil man Angst hat!

Die Kurden sind in Augen vieler Türken gefährlich. Dem ich auch zustimme.
Wiviele Anschläge gab es, bis die Türkei die Grenze überschritten hat, alle 2-3 Tage wieder 4-5 Tote aufgrund eines Bombenanschlags aus kurdischer Seite.
Seit der Militäroffensive ist es ruhiger geworden in der Türkei und die Kurden wollen plötzlich verhandeln.

Ein weiterer Kritikpunkt, niemand, aber niemand steht hinter den Kurden, wie kann man behaupten,
dass die Kurden seit 1000 Jahren dort leben? Habe ich noch nie gehört!
Hinter den Handlungen der Türkei stehen wenigstens die NATO, Amerika muss ich nicht erwähnen,
dass ist sowieso ein korruptes Land, dass die ganze Ungleichheit hervorruft.

Wie würde sich Deutschland verhalten, wenn die Türken aufgrund Ihrer doch hohen Besiedelung,
eine politische türkische Partei in Deutschland eröffnen würde?
Wie würde Deutschland reagieren, wenn die Türken in behaupten würden, ein kleiner
Teil sei von Ihnen schon seit Jahren hier und sie wollen Ihren Staat dort gründen.
Logischerweise würde Deutschland das klar verweigern.
Wie wäre es, wenn die Türkei dann noch anfangen würde in Deutschland Bombenanschläge
etc. auszuüben nur um Ihren Staat zu erhalten?!?

Also seit vorsichtig, denn auch ich kann einfach meine Auffassungen so schreiben wie ich
es höre, aber man muss skeptisch bleiben.
02/20/08 09:05:23

wrote:
Es ist wieder mal schön anzusehen,wie die türkischen Mitbüger unter uns den Spieß umdrehen und diese Problematik,diesen Konflikt auf Deutschland übertragen und solch eine Problematik pauschalisieren.
Seit wann leben türkische Gastarbeiter in der BRD?
Ich glaube die Antwort lautet ca.50 Jahre!
Wie lange sind die Kurden in Mesopotamien und "Kurdistan" ansässig?
Ja,ich glaube das sind schon ca. 2000-3000 Jahre.Wenn nicht,mehr!
Und zudem werden die türkischen Mitbürger in der BRD nicht assimiliert und unterdrückt!
Ein weiter Grund für das Unwissen in dem Konflikt ist,dass die türkischen Bürger in der BRD eine Wahl haben,in der sie in ihre Heimat zurückkehren könnten.
Wo sollen die Kurden hin,wenn sie schon in ihrer Heimat,in ihrem nicht anerkannten Kurdistan sind.
Soll man etwa Frankreich okkupieren oder lieber eine Insel-Landschaft in Küstennähe Dubais errichten lassen?

Also bitte komm mir nicht mit deinem angehäuftem türkischem Wissen an und informier dich bitte näher und nicht immer türkische Quellen benutzen.Wie wir wissen sind Medien in dieser Zeit eine starke Waffe.Wir wissen auch,dass diese Waffe sehr gerne vom faschistischen Deutschland in den Jahren '39 - '45 genutzt wurde.Ich will jetzt nicht die Türkei mit dem Hitler-Regime gleichstellen,da ich sonst meine Vorwürfe an einige auch auf mich beziehen könnte.
Jedoch sehe ich Parallelen,die auch nicht zufällig zustande kommen,da A.Hitler den achso tollen Vater "Atatürk" in einigen Bereichen als Vorbild ansah!
Das sagt schon alles.
So das reicht dann auch mal für die skeptischen-noch-nicht-selbst-gefundenen-pubertierenden-kids-türkischer-abstammung-unter uns!
Sev Bas!Auf Wiedersehen!...
02/20/08 21:53:29

wrote:
lange rede kurzer sinn es gibt und gab niemals ein kurdistan und die türkei bleibt türkei mit den christen,juden,alleviten,kurden,arabern,armeniern,altjugoslawen usw. und wem es in der türkei nicht gefaellt,bitte es gibt noch soviel andere laender!!!iyi akºamlar,guten abend!!!
02/21/08 22:22:28

wrote:
Oooo...wie süss...gibst dich als einen jüdischen Menschen aus,der in Wirklichkeit fundamentalistischer Muslim ist,der wie die ganze Türkei hinter der jüdischen Bevölkerung herzieht!

Ich dachte es gibt nur den TÜRKEN!Sonst keinen anderen.Anscheinend hat die Assmilierungspolitik der letzten 80 Jahre nicht funktioniert.Vielleicht ein anderes Mal!
02/24/08 22:30:21

wrote:
mazlum interessante ansichtsweise!!!muss dich enttaeuschen weder noch,fakt ist das der name ishak auch im islam gaengig ist,das ich kein fundamentalistischer moslem bin und das mit'die türkei zieht hinterher'da solltest du dýr lieber überlegen wer das doch eher tut...
02/25/08 01:30:46

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